^?^^ ^^i^: ARCHIV FUß NATURGESCHICHTE. GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN, FORTGESETZT VON W. F. ERICHSON, F. H. TROSCHEL UND E. VON MARTENS. HEEAUSGEGEBEN Dr. F. Hilgendorf, CUSTOS DES K. ZOOLOG. MUSEUMS ZU BERLIN. DREIUNBFÜNFZIGSTER JAHRGANG. Zweiter Band. Berlin 1887. Nicolaische Verlags-Buchliandlun B. Stricker. Inhalt des zweiten Bandes. Erstes Heft. Seite Ant. Keichenow, Bericht über die Leistungen in der Natur- geschichte der Sängethiere während des Jahres 1886. 1. Allgemeines 1 2. Geographische Verbreitung 13 3. Systematik 18 Ant. Reichenow , Bericht über die Leistungen in der Natur- geschichte der Vögel während des Jahres 1886. 1. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie . . 47 2.Anatomie, Physiologie, Palaeontologie 51 3. Geographische Verbreitung, Zug, Faunistik. ... 59 4. Biologie, Zucht und Pflege 98 5. Systematik 111 Dr. Oskar Boettger, Bericht über die Leistungen in der Herpetolofi^ie während des Jahres 1886. Reptilia. Allgemeines 137 Anatomisches (vgl. auch d. einz. System. Abth.) 140 Ontogenie (do.) 148 Biologisches (do.) 151 Palaeontologisches (do.) 151 Faunistisches (do.) . ; 154 Systematisches 166 Batrachia. Allgemeines 205 Anatomisches (vgl. auch d. einz. System. Abth.) 205 Ontogenie (do.) 208 Biologisches (do.) 210 Faunistisches (do.) 210 Systematisches 214 IV Seite Dr. F. Hilgendorf, Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1886. Allgemeines 237 Anatomie und Physiologie 237 Entwicklung 268 Biologie 284 Nutzen und Schaden 288 Fischzucht 289 Faunen 292 Fossile Fische 304 Systematik 306 Dr. Georg Pfeffer und Dr. W. Kobelt, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Mala- kologie während des Jahres 1886. I. Bericht über Allgem., Anat. Physiol. u. Entwickl. * von Dr. Pfeffer. Allgemeines 345 Allgemeine Physiologie und Biologie 347 Allgemeine und spezielle Anatomie, Morphologie u. Histiologie 353 Entwicklungsgeschichte 370 II. Bericht über geogr. Verbr., System, u. Biol. von Dr. W. Kobelt. Verzeichniss der Publikationen 373 Geographische Verbreitung 394 Systematik 410 Biologie, Verwendung, Nutzen etc 449 Zweites Heft. Dr. Ph. Bertkau, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Kntomologie während des Jahres 1886. Allgemeines 1 Arachnoidea 58 Acarina 65 Pantopoda 72 Chemetina 72 Seite Opiliones 73 Anthracomarti 75 Pedipalpi 75 Scorpiones 75 Araneae 80 Myriapoda 100 Peripatina 107 Chilognatha 111 Chilopoda 112 Symphyla 113 Insecta 113 Thysanura 113 Rhynchota 114 Orthoptera 123 0. Geniiina 125 0. Pseudoneuroptera 130 Neuroptera 134 Diptera 136 Aphaniptera 156 Lepidoptera 157 Hymenoptera 212 Coleoptera 233 Dr. G. Herbert Fowler, Bericht über die Leistungen in der Carcinologie während der Jahre 1885 und 1886 (Ueber- setzung von Dr. F. Hilgendorf). Verzeichniss der Publikationen 320 Uebersicht nach dem Stoff (Morphologie etc.) .... 357 Systematik 361 Drittes Heft. Dr. von Linstow, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1887. Allgemeines 1 Nematoden 5 Gordien 37 Acanthocephalen 40 Trematoden 44 Cestoden 51 VI Seite Prof. Dr. M. Braun, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der freilebenden Würmer während der Jahre 1886 — 1887. I. Vermes im Allgemeinen, Anatomie und Entwicklung 66 Faunistik, Systematik u. Biologie 63 II. Ringelwürmer. A. Polychaeta (incl. Archiannelidae). Anatomie und Entwicklung 66 Systematik, Faunistik und Biologie .... 83 B. Gephyrei. Anatomie und Entwicklung 91 Systematik, Faunistik 94 C. Oligochaeta. Anatomie und Entwicklung 95 Systematik, Faunistik und Biologie .... 104 D. Hirudinei. Anatomie und Entwicklung 118 Systematik, Faunistik 122 III. Aberraute Formen. A. Myzostomida (1884—1887) 124 B. Enteropneusta 129 C. Echinoderiden 131 D. Gastrotricha 133 E. Chaetognathi 133 F. Dinophilus 133 IV. Freilebende Pathelminthes. A. Nemertini. Anatomie und Entwicklung 135 Systematik, Faunistik 138 B. Turbellaria. Anatomie und Entwicklung 140 Systematik und Faunistik 153 V. Anhang. Orthonectida und Dicyemida 164 VII Seite Prof. M. Braun und Prof. E. v, Martens, Bericht über die Brachiopodenliteratur der Jahre 1885 und 1886 (nicht 1884 und 1885! Die Berichte über die früheren Jahre siehe bei den Mollusken). Brachiopoden- Anatomie (M. Braun) 165 Allgemeines, Faunistik, Systematik (v. Martens) ... 170 Dr. Erich Haase, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der SIcliinoderinen im Jahre 1886. Allgemeines 174 Physiologie und Anatomie 175 Entwicklungsgeschichte 187 Biologie 193 Verbreitung recenter Foimen 195 Systematik recenter Formen 200 Fossile Formen 206 Dr. A. Ortmann, Bericht über die Leistungen in der Natur- geschichte der Anthozoen in den Jahren 1883 u. 1884, Ontogenie 219 Biologie 222 Morphologie und Anatomie 222 Systematik und Faunistik 228 Palaeontologie 235 Riffbildung 236 Dr. A. Ortmann, Bericht über die Naturgeschichte der Anthozoen im Jahre 1885 (nicht 1886!). Ontogenie 238 Anatomie 238 Biologie 241 Systematik und Faunistik 242 Palaeontologie 243 Riffbildung 245 Dr. W. Wcltner, Bericht über die Leistungen in der ISpon- giologie für die Jahre 1882—1884. 1. Recente Spongien Litteraturverzeichniss 247 Allgemeines 260 Anatomie uud Histologie 268 Physiologie , 282 vm Seite Ontogenie 295 Phylogenie 310 Verbreitung und Systematik 316 Neue Familien, Genera, Species und Synonymie . 329 2. Fossile Spongien. Litteraturverzeichniss 352 Dr. Ludwig Will, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Protozoen im Jahre 1886, 1. Allgemeines 355 Technik 357 2. Faunistik 358 3. Ehizopoda 372 4. Sporozoa 377 5. Mastigophora 380 6. Infusoria 390 "5r?^vlv#s^' " Bericht über die Leistungen in der NaturgescMcMe der Säugethiere während des Jahres 1886. Von Ant. Reichenow. P. Albrecht, Vogels clinabel und Säugethierlippe ; Fortschritte d. Mediciii 4. pag. 358 — 359. Derselbe, Die vier Zwischenkiefer, das Qiiadratum, das Qiiadratojngulare, das Jiigiüare, die Postfrontalia, das Basioticum, die epipituitareii Wirbelceiitren der Proatlas und das Costoide der Säugethiere; Extr. des Compt. rend. 8. sess. Congres Internat, d. Sc. med. Copenhagen 1884. pag. 1 — 4. Derselbe, „Herr Paul Albrecht zum letzten Male"; Sitzb. Ges. Würzb. 1886. pag. 84—91. Derselbe, Sur la place morphologique de rhomme dans la Serie des mammiferes, suivi d'un essai sur la criminalite de l'homme au point de vue de Tanatomie comparee. Hamburg 1886. 8vo. 13 pag. avec 2 gravures. Derselbe, Ueber die Shepherd'schen Frakturen des Astragalus; Centralbl. f. Chirurgie 1885. No. 24. Beilage. Derselbe, Ueber den morpholt>gischen Werth über- zähliger Finger und Zehen; ebenda 1886. No. 24. Derselbe, Zur Diskussion der die Hasenscharten und schrägen Gesichtsspalten betreifenden Vorträge der Herren Biondi und Morian; ebenda No. 24. Beilage. Derselbe versucht nachzuweisen, dass die von Th. Külliker (Biol. Centralbl. 5. pag. 372) abgebildete, links- Aich. f. Naturgesch. 53. Jahrg. H. Bd. 1. H. A 2 A 11 1. R e i c h e n w : Bericht über die Leistungen in der seitige Kieferspalte nicht eine inzisiv-maxillare, sondern eine intra-inzisive Kieferspalte sei; Biol. Centralbl. 6. pag\ 79-82, 121—123. H. Allen, On the Types of Tooth-Strueture in Mammalia; Amer. Nat. 20. pag. 295 — 296. F. Ameghino beschreibt eine grosse Anzahl fossiler Säugethiere aus den Tertiärablagerungen des Parana, nämlich die neuen Gattungen : Apera, Epihlema, Tetrastylus, Morenia, Plexochoerus , Strato. , Anchiinys , Stenotephanos, Tomodus, Nephotherium, Comaphorns und Proeuphractus und 22 neue Arten der obigen und ferneren Gattungen: Canis, Megamys, Lagostornus, Morenia, Orthomys, Toxodon, Ilaplodontheriiim f Diholodon, Promegatheriiim, Pseudo- lestodon, Scelidotherium und Chlainydotheriurn; Bol. Ac. Argent. 9. pag. 5 — 228. (s. unter den einzelnen Familien). R. J. Anderson, On the so-called Pelvisternum of certain vertebrates; Pr. Z. S. 1886. pag. 163—165. B. Baginsky, Zur Entwicklung der Gehörschnecke; Arch. mikr. Anat. 28. pag. 14—36, T. 5 u. 6. V. Ball zählt die im „Science and Art Museum" in Dublin vorhandenen fossilen Säugethiere Irlands auf; Tr. Dublin Soc. (2) 3. pag. 333-348, T. 11. K. Bardeleben erörtert wiederum die Anlage eines 6. und 7. Fingers bez. Zehe bei den Wirbelthieren ; Tagebl. Vers. D. Naturf. 59. pag. 96—102. G. Baur untersuchte, in welchem Skeletstück der Säugethiere das Quadratum der Sauropsiden und Ichthyop- siden zu suchen sei und gelangt zu folgenden Resultaten: Der knorpelige distale Theil der Columella der Saurop- siden ist dem Hammer der Säugethiere homolog. Der Hammer entsteht bei Sauropsiden und Säugethieren aus dem ersten und nicht aus dem zweiten Visceralbogen, d. h. aus dem epimandibularen Theil des Meckelschen Knorpels. Mit letzterem ist das sog. Hyomandibulare, Ceratohyale identisch. Der Quadratknorpel gehört wahr- scheinlich nicht zum Mandibularbogen, sondern zum Pa- latinbogen. Das Quadratum der Sauropsiden ist dem Processus zygomaticus des Schläfenbeins homolog; Stzb. Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 3 Ges. f. Morph, u. Phys. München 2. pag. 45 — 57 ; Biolog. Centralbl. 6. pag. 648—658. Derselbe hat die bisherige Litteratur über den ,,Astragalus" und das „Intermedium tarsi'' der Säuge- thiere zusammengestellt. Nach des Verf. Untersuchungen ist ein ,,Intermedium tarsi" nur bei den Metatheria^ nie- mals bei den Prototheria und Entheria embryologisch nachweisbar. Es wird die Frage erörtert, ob das ,,Inter- medium tarsi" der Marsupialier überhaupt ein Element des Tarsus ist oder nicht und sind vier Möglichkeiten aufgestellt, welche weiteren Untersuchungen als Richt- schnur dienen werden; Morph. Jahrb. 11. pag. 468 — 483, T. 27. Derselbe, Ueber die Kanäle im Humerus derAmnioten; ebenda 12. pag. 299—305. Derselbe, Ueber die Morphogenie der Wirbelsäule der Amnioten; Biolog. Centralbl. 6. pag. 332 — 342 und 353—363. E. van Beneden, Erste Entwickelungsstadien von KSäugethieren ; Tagebl. 59. Vers. d. Naturf. pag. 374—375. D. Biondi, Ueber die embryonale Bildung des Gle- sichts und die Lippen -Kiefer -Gaumenspalten; 8tzb. Pr. Akad. Wiss. Berlin 1886. pag. 93—97. R. Blanchard, Les mamelles surnumeraires ; Revue Scient. (3) 38. pag. 28. R. Bonnet, Ueber angebliche Chordareste in der Nasenscheidewand des Rindes; Stzb. Ges. f. Morph, und Phys. München 1. pag. 171—172. Derselbe, Ueber die Eihäute der Wiederkäuer; ebenda 2. pag. 58—73. R. Boulart et A. Pilliet, Note sur l'organe folie de la langue des mammiferes; Journ. de l'Anat. Phys. 21. pag. 337—345. Dieselben, Sur les papilles foliees de quelques mam- miferes; Compt. rend. Sc. Soc. Biol. (8) 2. pag. 143—146. P. Canalis, Sullo svilluppo dei denti nei mammiferi; Anat. Anz. 1. pag. 187—188. A* 4 An t. Reich enow: Bericht über die LeistAingen in der L. Chabry, Sur la longueur des membres des ani- maux sauteurs; Journ. de l'Anat. Pliys. 21. pag. 356 — 358. V. Colucci liefert eine Beschreibung der histolo- gischen Structur der Placenta verschiedener Säugethiere ; Mem. Acc. Sc. Jstit. Bologna (4) 7. pag. 133—158, T. 1—3. E. D. Cope, The Vertebrata of the Swift Current Creek Region of the Cypress Hills; Ann. Report of Geol. and Nat. Hist. SuiTey of Canada f. 1885 1. pag. 790—850. Derselbe, Los Mamiferos del valle de Mexico ya extinguidos; An. Mus. Mex. 3. pag. 325 — 344. Derselbe berichtet über die Säugethierfauna der „Ticholeptus Beds" von Oregon und Montana. In den- selben tritt Mastodon zum ersten Male in Amerika auf, während Anchitherum in denselben aufhört. Folgende Gattungen wurden festgestellt: Mastodon, Protohippus, Hippotherium , Anchitheriwn , Dicotyles, Meryeochoerus , Me- rychyus, Cyclopidius, Pithecistes, Protolalm, Blastomeryx; Amer. Natural. 20. pag. 367-369. Derselbe, The Vertebrata of the Tertiary Formations of the West. Book 1. (Departm. of the Interior. Rep. of the Unit. St. Geol. Survey of the Territories. F. V. Hayden, Un. St. Geol.-in-Charge. Vol. 3). Derselbe schreibt über das Vorkommen dreihöcke- riger oberer Molarzähne bei dem Menschen, worin Be- ziehungen zu den Lemuriden der Eocän - Periode, den Anaptomorphidae, zu finden sind. Diese Zahnform findet sich besonders bei den Eskimos, Slawen, Franzosen und Americanern; Amer. Natur. 20, pag. 941 — 947. Cornely berichtet über seine Züchtungen im Park Beaujardin bei Tours; darunter Gazella suhgutturosa, Dolichotis patagonicus^ Elaphodus michianus; Bull. Soc. d'Acclim. France (4) 3. pag. 563. G. Cuccati, Contributo all' anatomia microscopica della retina del Bue e del Cavallo; Mem. Acc. Bologna (4) 7. pag. 201—207. L. Darkschewitsch, Versuche über die Durch- schneidung der hinteren Gehirncommissur beim Kaninchen Pflüg. Arch. ges. Physiol 38. pag. 120 — 141. Naturgesch. der Sängethiere während des Jahres 1886. 5 W. Davies, Note on the Animal Remains in Bone Caves in North Wales; Qu. Journ. Geol. Sog. 42. pag. 17—19. J.W. Da WS on, Handbook of Zoology, with Examples from Canadian Species, recent and fossil. 3. ed. Montreal 1886, 304. pag. — Auf S. 263—273 die Säugethiere. Ch. Deperet, Nouveaux documents pour la faune des Mammiferes pliocenes du bassin du Roussillon; Compt. rend. Ac. Sc. Paris 103. pag. 1208—1210. J. Dogiel, Neue Untersuchungen über den pupillen- erweiternden Muskel der Säugethiere und Vögel; Arch. mikr. Anat. 27. pag. 403-409, T. 18. A. Dostoiewsky, Ueber den Bau der Vorderlappen des Hirnanhanges ; Arch. mikrosc. Anat. 26. pag. 592 bis 598, T. 28. Derselbe, Ein Beitrag zur mikroskopischen Ana- tomie der Nebennieren bei Säugethieren ; ebenda 27. pag. 272-296, T. 13. Derselbe, Ueber den Bau des Corpus ciliare und der Iris von Säugethieren; ebenda 28. pag.91— 120, T.IO— 11. E. Dubois beschreibt den Larynx verschiedener Säugethiere, besonders des Ornithorhynchus ; Anat. Anz. 1. pag. 178—186 und 225—231. E. Ficalbi, Breve cenno preventivo sulla ossificazione delle capsule periotiche nei Mammiferi; Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Proc. verb. 5. pag. 86—90. Derselbe schreibt über Vorkommen oder Fehlen von interparietalia und frontoparietalia bei Säugethieren; Atti Soc. Toscana Sc. Nat. Pisa 7. pag. 101—133, T. 10. H. Filhol berichtet über den Charakter der Säuge- thierfauna des Eocäns von Issel (Castelnaudary) ; Bull. Soc. Philom. Paris (7) 10. pag. 86—88. Derselbe , Descriptions de quelques mammiferes fossiles des phorphorites du Quercy. Toulouse 1884. (4^) 43 pag., 13 T.; Extr.: Ann. Soc. Sc. Phys. Nat. Toulouse. H. Fischer - Sigwart, Fossile Knochenfunde aus den interglacialen Kiesschichten in Zofingen und im unteren Wiggerthale ; Mitth. Aargau Nat. Ges. 4. pag. 1 — 5. 6 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der A. Fleischmann bestätigt die Ansicht Bischoff's über die erste Anlage der Placenta bei den Raubthieren; Stzb. phys. med. Soc. Erlangen 1886 8. Nov. H. V. Fritsch berichtet über Funde von Mastodon arvernensis , Cervus sp. u. Bos sp. im Pliocen des Gera- Thaies in Thüringen; Jahrb. Geol. Landes - Anst. 1884. pag. 389—423. A. Froriep, Zur Entwickelungsgeschichte der Wirbel- säule, insbesondere des Atlas und Epistropheus und der Occipital Region. IL Beobachtung an Säugethierembryonen ; Arch. f. Anat. Phys. 1886. pag. 69—150, T. 1—3. A. Garbini, Note istologiche sopra alcune parti deir apparecchio digerente nella Cavia e nel gatto; Acc. Agricolt. Arti e Comm. Verona 63. Ser. 3. C. Gegenbaur beschreibt die Structur der Zunge und Unterzunge bei den Lemuriden und anderen Säuge- thieren; Morphol. Jahrb. 11. pag. 566—606, T. 30—31. Gottschau, Zur Entwickelung der Säugethierlinse; Anat. Anz. 1. pag. 381—382. G. A. Guldberg, Om subfossile og forhistoriske knokkelfund of Pattedyr i Norge ; Nyt Mag. Naturvid. 30. pag. 76—80. A. C. Haddon, On the blastodermic vesicle in Mam- mals; Scient. Proc. R. Soc. Dublin 4, 1885. pag. 536 — 545; Journ. Microsc. Soc. (2) 6. pag. 574 — 575. E. Halperine, De l'origine des Mammiferes. Morlaix 1886. 8 vo. 4 pag. C. Hasse, lieber die Gefässe in der lamina spiralis membranacea des Gehörorgans der Wirbelthiere; Anat. Anz. 1. pag. 96—98. C. L. Herrick, Notes on the Mammals of Big Stone Lake and Vicinity; 13. Ann. Rep. State Geologist. pag. 178—186. 0. Hertwig, Lehrbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der Wirbelthiere. Erste Abt. mit 129 Abbild, und 2 Taf. Jena 1886. 8 vo. 202 pag. F. C. Hill beschreibt zweckmässige Aufstellungs- Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 7 weisen fossiler Säugethierreste; Amer. Natural. 20. pag. 353—359. G. B. Howes, On tlie Morphologie of the Mammalian Coracoid; Nature 34. pag. 537. L. Hu et berichtet über Geburten und Erwerbungen in der Menagerie des Naturhist. Museums in Paris während 1886; Bull. Soc. d'Acclim. France (4) 3. pag. 305—308, 566—567. Derselbe, Note sur la dimension des Clements ana- tomiques des Mammiferes; Bull. Soc. Linn. Normandie (3) 9. pag. 122—126. J. F. James, Catalogue of the Mammals, Birds, Reptiles, Batrachians and Fishes in the collection of the Cincinnati Society of Natural History; Journ. Linn. Soc. Nat. Hist. 9. — S. 47 — 52 sind die Säugethiere der Sammlung aufgezählt. 0. S. Jensen, lieber die Struktur der Samenkörper bei Säugethieren, Vögeln und Amphibien; Anat. Anz. 1. pag. 251—257. W. H. Jessop, On the Anatomy, Histology and Phy- siologie of the intraocular Muscles of Mammals; Pr. R. Soc. London 40. pag. 478-484. G. Kehr er liefert Beiträge zur Kenntniss des Corpus und Tarsus der Amphibien, Reptilien und Säugethiere, untersucht insonderheit das Vorkommen von Praepollex und Praehallux bei den genannten Gruppen und gelangt zu dem Resultat, dass man „bei der Beurtheilung des Hand- und Fussskeletes der Wirbelthiere künftighin nicht mehr von einer pentadactylen, sondern von einer hepta- dactylen Urform auszugehen und, von diesem Gesichts- punkte aus betrachtet, auch die sog. überzähligen Finger und Zehen, so weit sie am äusseren oder inneren Fuss oder Handrand auftreten, nicht mehr ohne weiteres als solche, sondern als atavistische Bildungen anzusehen habe"; Ber. naturf. Ges. Freiburg 1. pag. 73—86, T. 4. F. K ei bei. Zur Entwickelung des Glaskörpers; Arch. f. Anat. Phys. 1886. pag. 358—368, T. 8. 8 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der E. Kittl, Zur Kenntniss der fossilen Säugethierfauna von Maragha; Annalen k. k. naturhist. Hofmus. 1. No. 2. A. Koranyi, Beiträge zur Entwickelung der Krystal- linse bei den Wirbelthieren ; Intern. Journ. Anat. Hist. 3. pag. 226—238. P. Lachi, Degli elementi constituenti il disco proligero neir ovaia della vitella. Firenze 1886. F. Lataste erörterte die Frage des Ursprungs der Hausthiere; Bull. sc. Nord de la France 1884—85. pag. 364—371. L. Laulanie, Sur les procedes de la regression des follicules ovariens chez quelques femelles de mammiferes ; Compt. Rend. Sc. Soc. Biol. (8) 2. pag. 644—647. Derselbe, Sur les connexions embryogeniques des cordons medullaires de Fovaire avec les tubes du corps de Wolff et leur homologie avec les tubes seminiferes; ebenda 3. pag. 132-135. Derselbe, Sur la nature de la neoformation placen- taire et sur l'unite du placenta; Bull. Soc. Toulouse 19. pag. 23—30. H. Leboucq, Sur la morphologie du carpe et du tarse; Anatom. Anz. 1. pag. 17 — 21 (s. Bardeleben). Lemoine, Note sur les ossements fossiles du terrain tertiaire inferieur; Bull, Soc. geol. France 3. 14. pag. 467-468. J. Lilienberg, Beiträge zur Histologie und Histo- genese des Knochengewebes; Mem. Ac. Sc. St. Petersbourg (7) 33. pag. 1-11, T. 1. S. Lothringer, Untersuchungen an der Hypophyse einiger Säugethiere und des Menschen; Arch. mikrosk. Anat. 28. pag. 257—290, T. 19—20. R. Lydekker, Catalogue of the Remains of Siwalik Vertebrata contained in the Geological Department of the Indian Museum, Calcutta. Pt. 1 Mammalia. Calcutta 1885. 8 vo. 116 pag. Derselbe, Catalogue of the Remains of Pleistocene and Prehistoric Vertebrata contained in the Geological Naturgesch. der Säugetbiere während des Jahres 1886. 9 Department of the Indian Museum, Calcutta 188B. — P. 1 — 15 die Säugethiere. Derselbe, On the Fossil Mammalia of Maragha, in North -Western Persia; Qu. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 173-17G. Derselbe, Note on some Vertebrata from the Red Crag*; ebenda, pag. 364 — 368. Derselbe, Indian Tertiary and Post-Tertiary Verte- brata. Palaeont. Ind. (10) IV. Pt. 1. Siwalik Mammalia, Supplement 1, with Addendum, pag. 1—21, T. 1--4. Pt. 2. The Fauna of the Karnul Caves. pag. 23 — 58, T. 5 — 9. — Der I. Theil enthält die Beschreibung zweier neuen Arten : Cynocephalus falconeri und Tetraceros daviesi; der 11. Theil zählt 40 Arten aus den Karnul Caves bei Madras auf. L. Matthiessen, Über den physikalisch - optischen Bau des Auges der Cetaceen und der Fische; Arch. ges. Phys. 38. pag. 521—528, T. 5. P. Meuron, Recherches sur le Developpement du Thymus et de la Glande Thyroide : Rec. Zool. Suisse 3. pag. 517—628, T. 23—27. H. Munk, Über die centralen Organe für das Sehen und das Hören bei den Wirbelthieren ; Stzb. Pr. Akad. Wiss. Berlin 1886. pag. 111—136, 179—188. T. 2. A. N eh ring. Zoologische Sammlung der Kgl. Land- wirthschaftlichen Hochschule in Berlin. Katalog der Säugethiere. 100 pag. 52 Abb. Berlin, Parey 1886, 8vo. Derselbe, Über die Abstammung unserer Hausthiere; Jahrb. u. Abb. Nat. Ver. Magdeburg 1885. pag. 129—144. Derselbe erörtert die Bedeutung und Anwendbarkeit des technischen Ausdrucks „Atavismus" mit besonderer Beziehung auf Hyperdaktylie ; Verhandl. Berl. anthrop. Ges. 1886. pag. 275—277. J. F. Nott, Wild Animals Photographed and Des- cribed. London: 1886. roy. 8 vo. 568 pag. A. D. Onodi, Über die Entwickelung des sym- pathischen Nervensystems; Arch. f. mikrosk. Anat. 26. pag. 568-580, T. 25—27. W. N. Parker and R. Wiedersheim, Elements of 10 A 11 1. R e i c h e n w : Bericht über die Leistungen in der the Comparative Anatomy of Vertebrates. London 1886, 8 vo. 345 pag., 270 woodcuts. C. Parona beschreibt die Eingeweide-Parasiten einer Anzahl sardinischer und ligurischer Säugethiere; Ann. Mus. Civ. Genova, 24. Bd. pag. 374 u. 501. A. V. Pelz ein schreibt über Chlorochroismus, Ge- raiochroismus, Melanismus und Albinismus bei Säuge- thieren; Mitth. nat. Ver. Steiermark 20. pag. 84 — 90. L. Picaglia, Mammiferi, uccelli e molluschi raccolti durante il viaggio di circumnavigazione della corvetta „Vettor Pisani" negli anni 1882 — 85; Atti Soc. Natural. Modena (3) Vol. 3. A. Pilliet, Sur la texture musculaire de Futerus dans la Serie des mammiferes; Bull. Soc. Zool. France 11. pag. 420—460. A. Pilliet et R. Boulart, Sur l'estomac de l'Hippo- potame, du Kanguroo de Bennett et du Paresseux Ai; Journ. de l'Anat. Phys. 22. pag. 402—423, T. 15. H. Pohlig, On the Pliocene of Maragha, Persia, and its Resemblances to that of Pikermi in Greece; on Fossil Elephant Remains of Caucasia and Persia; and on the results of a Monograph of the Fossil Elephants of Ger- many and India; Qu. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 177 — 282. H. Rabl-Rückhard, Zur Albrecht - Kölliker'schen Streitfrage über die vordere Endigung der Chorda dorsalis ; Anat. Anz. 1. pag. 200—203. A. Railliet, Elements de Zoologie medicale et agri- cole. Paris. 1885—86. 8vo. 1053 pag. 705 Fig. — pag. 807—1000. Die Säugethiere. E. Retterer, Sur le mode de developpement des cavites articulaires chez les mammiferes; Compt. rend. Sc. Soc. Biol. Paris (8) 3. pag. 45—48. Derselbe, Type commun des amygdales chez les Mammiferes; ebenda, p. 557 — 559. J. Reuter berichtet über Zwitterbildungen bei Säuge- thieren; Verhandl. phys. med. Ges. Würzburg 19. pag. 13 — 60. E. Ri viere führt die in den Quarternärlagern von Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 1 1 Perreux (Seine) vorkommenden Säugethierreste auf; Compt. rend. Ass. Franc, p. avanc. Sc. 14. 2. Pt. pag;. 401 — 407. . 0. Roger, Kleine paläontologische Mittheilimgen ; Ber. naturh. Ver. Augsburg 28. pag. 93—118 m. 8 Taf. E. Rosenberg hat seine Untersuchungen über die Wirbelsäule der Säugethiere fortgesetzt; Stzb. Naturf. Ges. Dorpat 7. pag. 366—367. L. Rosenberg, Über NeiTenendigungen in der Schleimhaut und im Epithel der Säugethierzunge ; Stzb. Ak. Wien 93. 3 Abth. pag. 164—198, T. 1—2. W. Roux, Über eigenartige Kanäle in recenten und fossilen Knochen; Anat. Anz. 1; pag. 276 — 277. J. A. Ryder, The Origin of the Amnion; Amer. Nat. 20. pag. 179—185. P. Schief f erdecke r, Studien zur vergleichenden Histologie der Retina; Ar eh. f. mikrosk. Anat. 28. pag. 305—396, T. 22—24. 0. Schmidt, Les Mammiferes dans leur rapports avec leurs ancetres geologiques. Paris 1886. [Vergl. Ber. 1884. S. 102.] P. L. Sclater berichtet über den Zuwachs der Me- nagerie der Zoologischen Gesellschaft in London, darunter Cynaelurus juhatus, Gazella subgutturosa, Herpestes alhicauda, Rhinoceros lasiotis, Macacus tscheliensis, Brachyurus calvus; Proc. Z. S. London 1886. pag. 1—2, 176, 266, 417. Derselbe berichtet über den Zuwachs der Menagerie der Zoologischen Gesellschaft in London an Säugethieren während des Jahres 1886; P. Z. S. London 1886. pag. 673—697. W.L. Sclater referirt über die Säugethier-Litteratur des Jahres 1885; Zoological Record for 1885 (Red. F. E. Beddard). London. R. A. Sterndale and E. H. Aitken, Catalogue of the Mammalia in the Collection of the Bombay Natural History Society; Journ. Bombay N. H. Soc. 1. pag. 8 — 14. J. B. Sutton, On some Specimens of Disease from Mammals in the Society 's Gardens; Pr. Z. S. London 1886. pag. 206—217. 12 A n t. R e i c b e 1) w : Bericht über die Leistungen in der A. Tafani, L'organo delP uclito, niiove indagini ana- tomiche comparate. Coii. 87 incis. ; Arch. Scuola Anat. patolog. Firenze, 3. 1885. H. Virchow, Über die Form der Falten des Corpus ciliare bei Säugeth.; Morph. Jahrb. 11. p. 437—453, T. 25. A. Viti, II nervo depressore nell' uomo e negli altri Mammiferi ricerche di morphologia comparata; Atti Soc. Toscana Sc. Pisa 6. pag. 151-248, T. 12—18. W. Waldeyer, Beiträge zur normalen und ver- gleichenden Anatomie des Pharynx, mit besonderer Be- ziehung auf den Schlingweg; Stzb. Akad. Wiss. Berlin 1886. pag. 233—250. Gr. Westling, Beiträge zur Kenntniss des periphe- rischen Nervensystems ; Bih. SvenskaVetensk.Akad.Handl. Stockholm 9. No. 8. R.Wiedersheim, Lehrbuch der vergleichenden Ana- tomie der Wirbelthiere. Zweite Aufl. Jena 1886. 890 pag. M. Wilckens hat auf Grund eines umfangreichen sta- tistischen Materials Untersuchungen über das Geschlechts- verhältniss und die Ursachen der Geschlechtsbildung bei Hausthieren angestellt. Es ergab sich unter anderem, dass das Alter und die geschlechtliche Energie der männlichen Erzeuger keinen Einfluss auf Geschlechtsbildung der Nach- kommen haben, dass aber die Mütter in der Jugend ver- hältnissmässig mehr weibliche, im xilter mehr männliche Früchte erzeugen, dass die bessere Ernährung der Frucht die Entstehung des weiblichen Geschlechts begünstigt, die schlechtere die des männlichen ; Landwirthsch. Jahrbücher 15. pag. 607-651, s. auch Biol.Centralbl. 6. pag.503— 510. H. S. Wintle, The Fossil Mammalian Remains of Tasmania compared with those of the Australian Main- land; Histor.Nat. Melbourne 3. pag. 27- 34, 40—45, 65—68. H. H.Winwood, List of Fossil Mammalia found near Bath; Pr. Bath N. H. and Antiqu. Field Club 6. pag. 95. J. N. Woldrich behandelt Säugethier-Reste aus den Breccienfaunen Istriens und der Insel Lesina sowie der Diluvialfauna Böhmens; Verhandl. k.k. Geolog. Reichsanst. 1886. pag. 176-179. Natiirgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 13 Oestlich- Gemässigte Region. E. A. B i e 1 z führt 1 7 Arten von Fledermäusen für Sieben- bürgen auf, darunter folgende neue : Rhinolophus unihastatus var. n. Iiomorodalmasiensis, Rh. bUiastatus var. n. kisnyire- siensis, Vesperus siculus u. V. serotinus var. transsylvanns u. Myotis nvirina var. nov. spelaea; Verhandl. Siebenbürg, Ver. f. Naturw. 36. pag. 76—84. P. Brocchi, Traite de Zoologie agricole. Paris 1886, 8vo. 984 pag. 603 Fig. — pag. 1 — 95 enthält eine Auf- zählung der Säugethiere Frankreichs. L. Camerano und M. Lessona, Compendio della Faunaltaliana. Torino 1885. 8vo. pag. 1—311. — S. 1 bis 28 Aufzählung und kurze Beschreibung der Säuge- thiere Italiens. W. E. Clarke, W. D. Roebuck u. W. Storey führen 30 Säugethierarten für Upper Nidderdale auf; Naturalist. 1886. pag. 193—211. Conventz berichtet über Vorkommen von Sorex fodiens, Miistela martes, Myoxus glis, Castoi' fihe7\ Sus scrofa und Cerviis dama in West-Preussen; Schrift. Naturf. Ges. Danzig. 6 Bd. 3. Hft. pag. 10—14. G. Doria beschreibt die in Ligurien vorkommenden Fledermäuse; Ann.Mus.Civ.Gonova, 24. Bd. pag. 385 — 474. W. Kobelt zählt die Säugethiere (98 Arten) Nord- afrikas auf nebst kritischen Bemerkungen und eingehenden Notizen über Verbreitung einzelner Arten. Als Ergebniss allgemeiner Betrachtungen über die Säugethierfauna des Gebiets schreibt Verf. : „Die Beziehungen der nordafrika- nischen Säugethierfauna zur südeuropäischen sind also keine so engen, dass sie allein einen ehemaligen Land- zusammenhang mit Spanien, Sardinien oder Sicilien noth- wendig oder selbst nur wahrscheinlich machen" und weiter: „Die nordafrikanische Säugethierfauna erscheint als eine scharf umgrenzte, muss jedenfalls als ein sehr selbständiges Glied der Fauna palaearctica aufgefasst werden." [Diese gegen die beliebte faunistische Vereinigung Nordafrikas mit Südeuropa sich richtende Anschauung erscheint be- 14 Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen in der sonders beachtenswertli] ; Zool. Gart. 27. pag\ 169 — 177, 205—212, 237—243, 312—316. B. Lang'kavel bespricht das früliere und jetzige Vorkommen von Bären in Nord -Afrika; Zool. Gart. 27. pag. 83—87. F. Lataste, Catalogue provisoire des Mammiferes sauvages non marins du deptm. de la Gironde; Act. Soc. Linn. Bordeaux, T. 48. pag. 11 — 45. A. V. Mojsisovics berichtet über eine Reise nach Südungarn und Slavonien im Frühjahr 1884, worin Beob- achtungen über die Säugethiere dieser Länder; Mitth. naturw. Ver. Steiermark 1884 u. 1885 u. Sep. Graz 1886. Derselbe schildert das Thierleben der österreichisch- ungarischen Monarchie, in : Die österr. ungar. Monarchie in Wort und Bild, pag. 249 u. f. Derselbe berichtet über das Vorkommen einer Anzahl von Säugethierarten in Südungarn und Slavonien nebst biologischen Notizen; Mitth. naturw. Ver. Steiermark 1885. pag. 83—85. S. auch Monticelli unter Chiroptera und Pleske unter Arktische Eegion. G. Radde, Die Fauna und Flora des südwestlichen Caspi-Qebietes. Leipzig 1886. 8vo. — Besprechung der Säugethiere. pag. 3 — 11. T. Pleske liefert einen Nachtrag zu seiner Arbeit über die Säugethiere der Kola -Halbinsel; Beitr. Kenntn. Euss. Reich. (2) 9. pag. 423—439. [Vergl. Bericht 1884. pag. 107]. S. auch Sclater unter Felidae. Treichel berichtet über Kämpfe zwischen Bär und Wildeber, welche in den Jahren 1592 und 1735 in West- preussen beobachtet wurden, und über das Vorkommen des Bären in Westpreussen im Jahre 1783; Schrift. Naturf. Ges. Danzig, 6. Bd. 3. Hft. pag. 125. Derselbe berichtet über frühere Verbreitung von Felis lynx in Westpreussen; ebenda, pag. 125 — 126. A. Waleckiego berichtet über Vorkommen von Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 15 Smmthus suhtilis in Polen; Arch. slav. de Biologie, Paris. 1. pag. -228—229. A. Wiedemann, Nachträge zu dem Bericht über die im Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg vor- kommenden Säugethiere ; Ber. Naturh. Ver. Augsburg. 28. pag. 69—84. Aethiopische Region. Chaper, Rapport sur une mission scientifique dans leterritoire d'Assinie; Arch. Miss. Sc. litt. (3) 12. pag. 15 — 18. Nach Em in kommen anthropomorphe Aifen, deren Art noch nicht festgestellt werden konnte, in Uganda und Unyoro vor; Pr. Z. S. London 188G. pag. 418. G. A. Farini, Through the Kalahari Desert. London 1886. 8vo. 475pag., 46Illustr. — Auf S.461— 467 einVer- zeichniss der in der Kalahari vorkommenden Säugethiere. H. Johnston, The Kilima-njaro Expedition. London 1886. 8vo. — Enthält Notizen über Säugethiere des Ge- bietes namentlich in Kap. 18. S. Jentink unter Simiae. F. Kohl beschreibt Antilopenarten aus dem Somali- land; Ann. k. k. Nat. Hofmus. 1. pag. 75 — 86, T. 3 — 6. B. Lanka vel hat eine Reihe von Notizen über die Hausziegen Afrikas zusammengestellt; Zool. Gart. 27. pag. 114—121. F. Quiroga, Apuntes de un viaje por el Sahara Occi- dental; An. Soc. Espan. H. N. Madrid 15. — Auch Auf- zählung der beobachteten Säugethiere. pag. 522. S. Reichenow unter Macroscelidae u. Sciuridae. P. L. S clater berichtet über Vorkommen von Damalis senegalensis bei Lamu (Ost - Afrika) und von Strepsiceros imberbis am Juba-Fluss; Pr. Z. S. London 1886. pag. 176. Madagassische Region. S. P. Oliver, Madagaskar: an Historical and Des- criptive Account of the Island and its former Dependen- cies. 2 Vol. London 1886. 8vo. — Chapitel 8 enthält eine Aufzählung der Säugethiere. 16 A n t. R e i c h e n w Bericht über die Leistungen in der Malayische Region. R. Germain bespricht die Hausthiere in Cochincliina; Bull. Soc. d'Acclim. France (4) 3. pag. 388—399, 518-533. W.T. Hornaday, Two Years in the Jimgle; tlie Expe- riences of a Hunter and Naturalist in India, Ceylon, the Malay Peninsula and Borneo. London 1885. 8vo. 512 pag. 0. Thomas berichtet über eine Collection von Säuge- thieren aus Indien und Malakka, welche durch A.O. Hume dem British Museum überwiesen wurden, darunter Viverri- cula malaccensis Cuv. von Sambhar, Herpestes auropunctatus birmanicus n. var., Mus humei n. sp., Sciuropterus davisoni n. sp.; Proc. Z. S. London 1886. pag. 54 — 79. Australische Region. F. H. Guillemard, The Cruise of the „Marchesa" to Kamschatka and New-Guinea. London 1886. 8vo. 2 Vol. — Enthält eingestreut Notizen über verschiedene während der Reise beobachtete oder gesammelte Säugethiere. W. Macleay bespricht die Säugethierfauna Austra- liens; Proc. and Rep. Soc. Tasmania 1885. pag. 285 — 308. Westlieli - Gemässigte Region. H. T. Allen schildert die Wiederkäuer der Copper River-Region in Alaschka: Alces machlis, Rangif er tarandas, Ovis cariadensis dalli, Mazama montana] Science 7. pag. 57. S. auch Dawson, oben S. 5. J. R. Mead, Note on two Kansas Mammals; Bull. Washburn Coli. Labor. N. H. 1. 1885. pag. 91—92. E. A. Means weist Sper7nophihis tereticaudus Baird für Arizona nach; Bull. Amer. Mus. Nat.Hist. 1. pag. 197 — 207. F. W. True führt 23, von Ch. L. Mckay bei Bristol Bay auf Alaschka gesammelte Säugethierarten auf; Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 221—224. Siehe auch Elliott und Kobelt unten S. 17 u. 18. Naturgesch. der Säiigethiere während des Jahres 1886. 17 Südamerikanisclie Region. E. Maiiery y Cao, Manual del Cazador Cubano. Nociones sobre Tiro, las Armas y Accesorios de Gaza, las Costumbres y Descripcion de las Aves y Mamiferos de la Isla Seluba. Madrid, 1886 8^. 220 pag. H. C. Dent, A Year in Brazil, London 1886. 8vo. — S. 345 — 358 enthalten Notizen über die Säugethiere Bra- siliens. F. Ferrari-Perez führt 18 Säugethierarten für die Republik Mexico auf; Proc. U. St. Nat. Mus. 1886. pag. 127—130. E. L. Holmberg, Los resultados cientificos, especial- mente zoologicos y botanicos, de los tres viajes levados ä cabo, en 1881, 82 y 83, ä la Sierra del Tandil; Act. Ac. Nac. Cienc. Cordoba 5. pag. 63 — 72. — Führt 13 Säuge- thierarten als vorkommend in der Sierra del Tandil, im südlichen Theile der Provinz Buenos Ayres auf. W. Leche beschreibt einige südamerikanische Hespe- ro?n?/s-Arten; Zool. Jahrb. 1. pag. 687-702, T. 16. J. W. Wells, Exploring and Travelling Three Thou- sand Miles through Brazil. 2 Vol. London 1886. 8vo. — Eingestreut auch Notizen über brasilianische Säugethiere. Arktische Region. H. W. Elliott, An Arctic Province: Alaska and the Seal Islands. London 1886. 8vo. 474 pag. — Enthält Notizen über verschiedene nordische Säugethiere, Rhytina (pag. 4), Enhydra (pag. 127), Callorhinus (pag. 254) u. a. Vergl. auchTrue S. 16. F. Fischer und A. v. Pelzehi führen Canis lagopus, Ursus maritimus, Cystophora cristata, Phoca barhata und grönlandica für Jan Mayen auf; Vögel und Säugethiere von Jan Mayen; Abdr. aus: Die Österreich. Polarst. Jan Mayen, 3. Bd. pag. 109-132. W. Haacke, Der Nordpol als Schöpfungszentrum der Landfauna; Biol. Centralbl. 6. pag. 363—370. Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. H. Bd. 1. H. ß 18 Ant. Reichenow; Bericht über die Leistungen in der W. Kobelt referirt über die Verbreitung der Pelz- thiere in Alaschka; Zool. Gart. 27. pag. 378—381. A. Stuxberg-, Faunan pa och Kring Novaja Semlja; aus : Dvega - Expeditionens Vetenskapliga Jaktlagelser, Bd. 5, Stockholm 1886. — Auf S. 12 — 18 sind die ge- sammelten Säugethiere aufgezählt, nämlich: Cuniculus torquatus, Myodes obensis, Canis lupus, Vulpes vulgaris und lagopus, Ursus maritimus, Rosmarus arcticus, Phoca foetida, grönlandica und barbata, Cystophora cristata, Rangifer tarandus, Balaenoptera rostrata und musculus, Monodon monoceros, Delphinapterus leucas. S i m i a e. Abel, Account of an Orang-utang; Miscell. Papers relating to Indo-China, Calcutta 1886. Blyth, On the diiferent Species of Orang-utang; ebenda. Bollinger, Ueber Tuberculose bei Affen; Stzb. G-es. f. Morph, u. Phys. München 2. pag. 5 u. 6. R. Boulart, Note sur le Systeme vasculaire des poches lary- giennes de l'orang-outang; Compt. rend. Sc. Soc. Biol. (8.) 3. pag. 215—216. J. Cunningham, The Lumbar Curve in Man and the Apes, with an Account of the Topographical Anatomy of the Chimpanze and Orang-Utan; Cunningham Memoirs of the Roy. Msh Acad^my No. 2. pag. 1—148. Dublin 1886. — s. auch Nature 33. pag. 378—379. J. Deniker, Recherches anatomiques et embryologiques sur les Singes anthropoides. Theses presentees ä la faculte des sciences de Paris. Paris 1886. 8vo. 260 pag. — Den Untersuchungen des Verf. haben Poeten von Gorilla und Gibbon zu Grunde gelegen. J. Deniker et Boulart, Note sur les sacs laryngiens des Singes anthropoides ; Journ. de l'Anat. Phys. 22. pag. 51 — 62, T. 3 — 4. Gc. Eismann, Der Chimpanse in Gefangenschaft in Afrika- Zoolog. Gart. 27. pag. 24— 26. Emin giebt eine Notiz über das Vorkommen anthropomorpher Affen (Art nicht festgestellt) in Uganda und Unyoro; Pr. Z. S_ London 1886. pag. 418. C. Fere untersuchte die Gehii-nwindungen verschiedener ameri- kanischer und afrikanischer Affenarten wie Lagothrix, Ateles, Cebus, Brachyurus, Cynocephalus und Gorilla; Journ. de l'Anat. Phys. 21. pag. 298—303. Huet berichtet über das Betragen von Mycetes niger in Ge- fangenschaft; Naturaliste 8. pag. 371—372. Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 1 9 R. flartmann, Les Singes anthropoides et leur Organisation comparee ä celle de Thornme. Avec 63 figg. Paris, S. Alcan 1886. 8 ". 236 pag. F. A. Jentink beschreibt Cercapithecus signatus n. sp. von West- Afrika (?) und C. hüttikoferi von Liberia; Notes Leyd. Mus. 8. pag. 55—57. RLydekker beschreibt Cymcephalus falconeri n. sp. foss. von den Siwaliks; Ind. Tert. and Post-Tert. Vertebrata, Pal. Ind. (10). IV. Pt. 1. A. T. Rochebrune hält die Gattung Cölohus für platyrhin, welche demnach von den anderen afrikanischen Affen abweicht und den neuweltlichen Affen sich anschliesst; Compt. Rend. Acad. Paris 103, pag. 940—941. Derselbe, De la confirmation des organes geniteux externes chez les femelles de singes anthropomorphes du genre Troglodytes; ebenda pag. 1084—86. C. Roy er, Facultes mentales et instincts sociaux des singes; Revue Scient. (3.) 38. pag. 257—270. F. Mattozo Santos beschreibt Cercopithecus picturatus n. sp. von West- Afrika und giebt die Unterschiede der übrigen durch einen weissen Nasenfleck ausgezeichneten Arten der Gattung an : petaurista Erxl., ascanias Audeb. u. ludio Gray; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. XLII. 1886. E. Schmidt über die Wirbelsäule der Primaten; Corr. Bl. D. Ges. f. Anthrop. (Braunschweig) 17. pag. 5—6. M. Schmidt schildert das Betragen eines Hylohates leuciscus im Zoologischen Garten in Berlin; Zool. Gart. 27. pag. 7 — 14. Derselbe giebt einige Notizen über Betragen eines S. satyrus und eines Callithrix melanochir in Gefangenschaft; ebenda pag. 72 bis 74. W. H. Stewart, Monkeys Swimming; Zoologist (3) 10. pag. 483. ß. C. A. Windle, Notes on the Myologie of Midas rosalia vsrith Remarks on the Muscular System of Apes; Pr. Birmingham Phil. Soc. 5. pag. 152—166. Prosimii. E. D. Cope, On Lemurine Reversion in Human Dentition; Amer. Natural. 20. pag. 941—947. • . G. Rüge behandelt die Gesichtsmuskulatur der Halbaffen; Morph. Jahrb. 11. pag. 243—315, T. 14—16. Dermoptera. W. Leche giebt eine eingehende Beschreibung der Muskulatur, des Nervensystems und der Eingeweide von Galeopithecus und gelangt unter Berücksichtigung dieser sowie der äusseren Merkmale des B* 20 A n t. R e i c h e n w : Bericht über die Leistungen in der Skelets und des Zahnsystems zu dem Ergebniss, dass die Form „aus einem gemeinsamen Stamm mit Insectivora, Prosimiae und Chiroptera hervorgegangen, zusammen mit letzteren vom Urstamm sich abge- zweig*t und zuerst in derselben Richtung wie diese sich entwickelt habe, ohne jedoch dieselbe hohe Differenzirung des Patagium und der Extremitäten zu erlangen. Sie ist jedenfalls als eine sehr alte Form und als ein wenig modificirter Nachkomme des Urstammes der Chiroptera zu betrachten. Von den heutigen Insectivora steht sie den Menotyphla, speciell den Tupaiidae, am nächsten; am wenigsten zeigt sie Uebereinstimmung mit den Prosimiae." Verf. sondert die Gattung deshalb von den Insectivora als besondere Ordnung Galeo- pithecidae; Kgl. Svenska Vetensc. Akad. Handl. 21. No. 11. Chiroptera. H. Allen giebt einige Notizen über den Tarsus der Fleder- mäuse, nebst Holzschnitten; Amer. Nat. 20, pag. 175—177. H.A. Blake, Note on the Parturition of a West-Indian Bat; Pr. Dubl. Soc. 4. pag. 449—450. F. S. Monticelli liefert eine monographische Abhandlung der Fledermäuse Italiens, Beschreibung und Synonymie der einzelnen Arten. 18 species werden aufgeführt. Von Vesperugo huhli unter- scheidet Verf. zwei Varietäten, albicans und puUatus; Atti Soc. Ital. Sc. Nat. 28. pag. 169—214 und Pr. Z. S. London 1886. pag. 93 — 96. Westhoff, Der Fledermausfang im Havixbecker Felsenbrunnen am 16. März 1886; Jahrb. zool. Sect. Westf. Ver. f. Wiss. 1885. pag. 40—43. B,hinolophidae. E. A. Bielz beschreibt Rhinolophus uni- hast atus var. homm-odalmasiensis Daday und Bh. bihastatus hisnyire- siensis Daday; Verhandl. Siebenb. Ver. f. Naturw. 36. pag. 79—80. H. A. Macpherson schildert die Lebensweise der grossen Huf- eisennase; Naturalist 1886. pag. 337— 339, 0, Thomas und Q-. Doria beschreiben Phyllorhina museina und Ph. papua von Neu-Guinea; Ann. Mus. Civ. Genova (2) 4, 24. Bd. pag. 201-207, Vespertilionidae. E. A. Bielz beschreibt Vesperus siculus Daday, V. serotinus var. transsylvanus Daday und Myotis murina var. n. spelaea von Siebenbürgen; Verhandl. Siebenb. Ver. f. Naturw. 36. pag. 82, 81 und 83. G. E. Dobson beschreibt Vesperugo merriami n. sp. von New- York; Ann. Nat, Hist. (5) 18. pag. 124—125. F. Lataste beschreibt Vesperugo {Vesperus) innesi n. sp. von Egypten; Ann. Mus, Civ. Genova, 24. Bd. pag, 625—630. 0. V, Löwis berichtet über Vorkommen von Vespertilio mysta- cinus in Livland; Zool. Gat. 27. pag. 159. Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 21 C. H. Merriam beschreibt VespertiUo ciliolabrum n. sp. von den westl. Vereinigten Staaten; Pr. Biol. Soc. Washington 4. (Sep. Abdr.) Derselbe, Ueber das Wandern yoio. Atdlapha cinei-ea und Ves- perugo noctivagans ; Pr. Amer. Ass. Adv. Sc. 35. pag. 269, F. W. True beschreibt VespertiUo longicwnis n. sp. von Puget Sound ; Science 8. pag. 588. Emballonuridae. H. Allen beschreibt die Muskeln der hin- teren Gliedmassen von Chiromeles torquatus; Science 7. pag. 506. Insectivora. H. Filhol beschreibt Cayliixotherium elegans n. g. et sp. Neiiro- gymnurus cayluxi n. sp., N. minor n. sp., Comphotherium elegans n. g. et sp. von Quercy ; Descr. de quelques mamm. foss. des phosphor. du Quercy. Toulouse 1884. J. A. Mc William, On the Structure of the Intestine in the Hedgehog and Mole; Rep. Brit. Assoc. Adv. Sc. 1885. pag. 1078. W. K. Parker, On the Structure and Development of the Skull in the Mammalia. Pt. 3. Insectivora ; Philos. Trans. 176. pag. 121 bis 275, T. 16—39. 0. Roger beschreibt Trimylus schlosseri n. g. et sp. foss. aus dem Miocän; Ber. nat. Ver. Augsburg 28. pag. 93 — 118. Macroscelidae. A.Reichenow beschreibt Bhynchocyon reichardi n. sp. von Marungu (Central- Afrika) ; Zool. Anz. 9. pag. 316-317. Erinaceidae. H. Benson beobachtete, dass ein Igel ein zwei Monate altes Hühnerküken überwältigte; Zoologist. 10. pag. 457. R. Lydekker beschreibt nach einem Schädel aus dem oberen Miocän von Oeningen in der Schweiz Erinaceus veningensis n. sp.; Qu. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 23—25, T. 2. H.Schacht, Ein Igel im Eichhörnchenneste; Zool. G-art. 27. pag. 293—294. R. Scott, Olimbing powers of the Hedgehog; Zoologist (3) 10. pag. 242. Soricidae. C. Cöster, Ueber die Fortpflanzung von Sorex araneus u. fodiens; Zool. Gart. 27. pag. 125—126. G. E. Dobson, Note on the Mandibular Dentition of the Shrews; Journ. of Anat. Phys. London 20. pag. 359—360. Eine Monographie der Familie liefert der vorgenannte Autor in: Encycl. Brit. 21. pag. 843—844. Derselbe beschreibt Crocidura doriana n. sp. von Schoa, C.para- doxura n. sp. und C. heccarii n. sp. von Sumatra; Ann. Mus. Civ. Genova. 24. Bd. pag. 564-567. H. Filhol beschreibt Ämphisorex primaevus n. sp. foss. von Quercy; Descr. de quelques mamm. foss. des phosph. du Quercy. Toulouse 1884. 22 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der G. T. Rope berichtet über die Nahrung von Sorex tetragonurus ; Zoologist. 10. pag. 26. R. A. Sterndale, On a species of Pigmy Shrew, Journ. Bombay N. H. Soc. 1. pag. 69—70. A. Walter erfuhr, dass Sorex vulgaris ölhaltige Sämereien liebt; Zool. Gart. 27. pag. 63. Centetidae. Gr. Baur tritt einer Bemerkung R. Bardeleben's in dessen Aufsatz in Stzb. Jen. Ges. Naturw. 1885 Oct. über die Centetes- Arten entgegen ; Zool. Anz. 9. pag. 219—220. Talpidae. L. Camerano berichtet über das Vorkommen von Talpa europaea in Sicilien ; Bull. Mus. zool. Anat. Torino 1. No. 4. pag. 1 — 2. Derselbe giebt anatomische und osteologische Notizen über Talpa europaea und die Varietät caeca ; Mem. Acc. Sc. Torino (2) 37. pag. 427—449, T. 1—2. F. Dahl berichtet über Nahrungsvorräthe im Bau des Maulwurf; Sehr. Nat. Ver. Schleswig 6. pag. 111—114. H. Filhol beschreibt Protalpa cadurcensis n. g. et sp. foss.; Descr. de quelques Mamm. foss. des phosphor. du Quercy. Toulouse 1884. R. A. Freeman, The Anatomy of the Shoulder and Upper Arm of the Mole [Talpa europaea); Journ. of Anat. Phys. 20. pag. 201 bis 219, T. 5. W. Heape schreibt über die Entwicklung des Maulwurfs; Qu. Journ. Microsc. Sc. 26. pag. 157 — 174, T. 11 u. 27; pag. 123 — 163, T. 11—13. Th. Mckenny Hughes, On the form of Molehills thrown up under Snow; Nature 34, No. 862. E. P. Larken, Do Stoats and Weasels kill Moles?; Zoologist (3) 10. pag. 456. F. W. True beschreibt die neue Gattung Dymecodon: „General appearance of Urotrichus. Dentition: 3.^l^,C. Vt, Pm.3/3,M.73 X 2=38. Anterior incisors broad, spatulate." Typus: D.pilirostris n. sp. von Yenosima b. Yeddo, Japan; Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 97—98. Creodonta. M. Schlosser bespricht die verwandtschaftlichen Beziehungen der Creodonta zu anderen Fleischfressern und gelangt zu dem Schluss, dass dieselben als selbständige Ordnung, gleichwerthig den Insectivoren und Carnivoren aufzufassen seien. Verf. scheidet entgegen der An- schauung Cope's eine Anzahl von Formen aus der Ordnung aus, wie die Talpiden, Chrysochloriden, Centetiden, Miaciden u. a. und begreift in derselben folgende Familien und Gattungen: Arctocyonidae mit Arctocyon, Hyodectes, Heteroharus , Miodaenus? — Proviverridae mit Deltatherium, Triisodon, Bidelphodus, Quercytherium, Stypolophus, Proviverra und Cynohyaenodon. — Oxyaenidae mit Pterodon,Oxyaena Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 23 und Protopsalis. — Amblyctonidae mit Ämblyctonus und Palaeo- nydis. — Mesonychidae mit Mesonyx, Dissacus, Sarcothraustes, Patriofelis und Thereutherium ; Morphol. Jahrb. 12. Bd. pag. 287—294; s. auch Amer. Natural. 20. pag. 965—967. Hyaenodontidae. F. Ameghino beschreibt Äpera sangui- naria n. g. et sp. foss. aus dem Tertiär Argentiniens (= Eutemnodus americaniis Brav.); Bol. Ac. Nac. Cienc. Argent. Cordoba 9. pag. 13. H. Filhol beschreibt Reste you Hyaenodon bracJiyrhynchus, Ptero- don dasyuroides und Oxyaena galliae; Descr. de quelques Mammif. foss. des phoph. du Quercy. Toulouse 1884. S. auch Lydekker unter Carnivora. Carnivora. E,. Lydekker, Siwalik and Narbada Carnivora. Palaeonto- logia Indica 10. Yol. 2. Pt. 6. 1886. — Unter den Mustelidae werden neue beschrieben: Mellivora punjabiensis, Mellivorodon n. g. palae- indicus, Lutra bathygnathus, von Ursidae IJrsus theohaldi, Hyaen- arctos punjabiensis und palaeindicus, von Viverridae Viverra durandi, von Hyatnidae Hyaena colvini und maerostoma, von Felidae Felis brachygnathus, ferner ein Hyaenodon, H. indicus. E. L. Trouessart hat einen Katalog der recenten und fossilen Carnivoren zusammengestellt mit Litteratur-Nachweisen, Synonymie und Vorkommen. Verf. unterscheidet 13 Familien, 180 Grattungen und Untergattungen und 594 Arten. Die Familien-Grruppirung ist folgende : 1. Subordo Creodonta. Fam. Ärctocyonidae, Mesonyddae, Hyaenodontidae, Leptictidae, Oxyaenidae, Miacidae. 2. Subordo Ca/rni- vora fissipedia. Fam. Ursidae, Procyonidae, Mustelidae, Canidae, Hyaenidae, Viverridae, Felidae; Bull. Soc. Etud. Sc. d' Angers. Suppl. ä l'Annee 1884. Angers 1885. Ursidae. H. Allen, On a Post-tympanic Ossicle in Ursus; Pr. Ac. Philad. 1886. pag. 36. R. Boulart, Note sur les poches pharyngiennes des ours; Journ. de l'Anat. Phys. 21. pag. 535—537. J. D, Ca ton berichtet über vollständige Zähmung des Grisly- Bären und gelungene Zucht in Gefangenschaft; Amer. Nat. 20. pag. 434—438. C. Deperet berichtet über einen Kiefer von Ursus etruscus aus dem Pliocen von Perpignan; Compt.-Rend. Paris 103. pag. 1208 bis 1210. B. Langkavel, Der nordwestafrikanische Bär ; Zool. Gart. 27. pag. 83—87. S. Lockwood leitet die Abstammung der Gattung Nasua von den Quadrumanen her ; Cercoleptes verbindet Nasua mit den Creodonta und durch diese rückwärts mit den lemurinenartigen Taxeopoda; Amer. Natural. 20. pag. 321—325. 24 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der E. A. Martel und L. de Launay berichten über den Fund eines Scelets von TJrsus spelaeus neben Resten von Menschenschädeln in der Höhle von ISabrigas (Lozere); Naturaliste 8. pag*. 226. Nach A. S. Packard erstreckte sich die frühere Verbreitung des Polarbären wahrscheinlich bis Casco-Bay an der Küste von Maine ; Amer. Nat. 20. pag. 655—659. K A. Sterndale berichtet über das Variiren der Färbung von TJrsus labiatus; Journ. Bombay N. H. Soc. 1. pag. 69 — 70. Mustelidae. H. Burmeister weist darauf hin, dass das Fehlen des inneren Nebenhöckers am unteren Fleischzahn bei der südlichen Form von Galictis vittata von ihm bereits in seiner syst. Uebers. Thiere Brasiliens festgestellt sei [s. A. Nehring, Ber. 1885 S. 119]; Stzb. Ges. Naturg. Fr. Berlin 1886 pag. 29 — 31. — Ent- gegnung auf vorerwähnten Artikel von A. Nehring, ebenda pag. 43 bis 55. Elliott über Enhydra, s. oben S. 17. E. Friedel berichtet über Erlegen von Foetorius lutreola bei Vegesack und bei Eberswalde; Zool. Gart. 27. pag. 261. A. de Gregorio beschreibt Mustela arzilla n. sp. foss. aus dem Postpliocän von Palermo; Atti Soc. Toscana Pisa 8. pag. 217 — 248 F. V. Kr au SS beschreibt eine weissgefleckte Abänderung einer Lutra vulgaris; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemb. 42. pag. 344 bis 345. Lilford, über weisse Dachse; Zoologist 10. pag. 363. 0. V. Löwis, über den Nörz in Gefangenschaft; Zool. Gart. 27. pag. 316—319 [vergl. Ber. 1885 S. 119]. H. Ludwig vergleicht fossile Dachsschädel aus der Baloer Höhle mit solchen lebender Dachse und weist bedeutende Unter- schiede nach, welche darauf schliessen lassen, dass die Dachse der Vorzeit räuberischer waren, höher entwickeltes Geruchsorgan, aber schwächer ausgebildetes Gehör besassen als die jetzt lebenden; Zool. Gart. 27. pag. 281-283. J. Lumsden berichtet über ein neuerdings in Schottland er- legtes Exemplar von Maries abietum ; Zoologist Vol. 10. pag. 105. F. Attwood-Matthews, Martens in Herefordshire ; ebenda pag. 240-241. A. P. Morres berichtet über Ottern bei Salisbury; ebenda pag. 67—70. A. Nehring erörtert nochmals [vergl. Ber. 1885 S. 119] die Unterschiede von Meles unakuma und Meles taxus, einer abweichenden Ansicht von D. Brauns entgegen tretend; Stzb. Ges. Naturf. Fr* Berlin 1886 pag. 18-26. s. auch Zool. Gart. 27. pag. 47—48. Derselbe beschreibt Schädel von Lutra hrasiUensis Cuv. und L. pa/ranensis Eengg.; Stzb. Ges. Naturf. Fr. 1886 pag. 144—148. Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 25 Derselbe hält Galera macrodon Cope für eine Galictis und nahe verwandt mit G. crassidens; ebenda pag. 151 — 152. Derselbe trennt Hyare und Grison generisch unter Galera Gray und Galictis Bell. Verf. unterscheidet die Arten Galera barbara (L.), Galictis vittata Bell und G. allamandi Bell, zu welcher letzteren G. crassidens Nehr. und wahrscheinlich auch G. intermedia Lund als Synonyme gehören. Besonders eingehend wird G. allamandi characterisirt ; Zoolog. Jahrb. 1. pag. 177 — 212; s. auch Stzb. Ges. Naturf. Fr. Berlin 1886 pag. 43— 55, 95—100 u. 148—151; Zoolog. Gart. 27. pag. 274—279. T. H. Nelson, über Vorkommen des Dachses in Nord York- shire; Naturalist pag. 143. 0. Thomas erörtert die Unterschiede von Helictis personata Geoffr. u. H. moschata Gray; Proc. Z. S. London 1886 pag. 59. Derselbe bespricht Veränderungen des Schädels bei Mustela pennanti mit zunehmendem Alter; Pr. Z. S. London 1886 pag. 125 bis 127, T. 11. Derselbe liefert den Artikel „Ratel" in: Encycl. Brit 20. pag. 288. F. Winterfeld, lieber quartäre Mustelidenreste in Deutsch- laiid; Zeitschr. Deutsch. Geol. Ges. 37. pag. 826— 865. Viverridae. F. A. Jentink stellt die neue Gattung Wag- ner ia (!) auf für den Typus Paradoxurus annulatus Wagn. (= Bassaris sumichrasti Sauss., B. variabilis Ptrs., B. monticola Cord., B. raptor Alst.) ; Notes Leyd. Mus. 8. pag. 127—129, T. 4—5. Th. Noack beschreibt einige Viverren des Hamburger Zool. Gartens; Zool. Gart. 27. pag. 78—81. 0. Thomas beschreibt Herpestes auropunctatus birmanicus n. subsp. von Hinterindien; Ann. Mag. N. H. (5) 17. pag. 84 u. Proc. Z. S. London 1886 pag. 58. Canidae. F. Ameghino beschreibt Canis paranensis n. sp. foss. aus dem Tertiär Argentiniens; Bol. Ac. Nac. Cienc. Argent. Cordoba 9. pag. 11. C. Deperetu. L. Revolle beschreiben J^mp/wc^ow major var. pyrenaicus n. var. aus dem oberen Miocän von Cerdagne; Bull. Soc- Geol. (3) 13. pag. 497—506. S. Fischer und von Pelzeln oben S. 17. C. Greve liefert Beiträge zur Naturgeschichte des Wolfes; Zool. Gart. 27. pag. 133—138. Hunde-Stamm-Buch. VII. Hannover, Schmorl u. von Seefeld 1886. 8". 128 pag. S. Lothringer, Ueber die Hypophyse des Hundes. Inaug. Dissert. Bern, 1886. 8vo. 128 pag. 26 An t. Reiche 11 ow: Bericht über die Leistungen in der J. Lubbock theilt Versuche über die geistigen Fähigkeiten des Hundes mit, wobei sich ergab, dass ein Pudel Schriftzüge zu unterscheiden lernte, Farbenunterschiede aber nicht zu erkennen ver- mochte; Rep. Britt. Ass. Adv. Sc. 1885 pag. 1089 — 1091, Biolog. Centralbl. 5. pag. 761— 763. A. Nehring giebt einige Notizen über eine neue Sendung mumificirter Inca- Hunde von Ancon; Stzb. Ges. Naturf. Fr. Berlin 1886. pag. 100—102. Derselbe, lieber altperuanische Hundemunien und über Rasse- bildung bei den sogenannten Inca- Hunden; Verh. Berlin, anthrop. Ges. 1885. pag. 518-521. F. Noack beschreibt Canis Jiagenbecki n. sp. vom Somaliland; Zool. Gart. 27. pag. 233-237. F. Oswald, Der Vorsteh-Hund in seinem vollen Werthe, dessen neueste Parforce - Dressur ohne Schläge; seine Behandlung in guten und bösen Tagen. 6. Aufl. Rudolstadt, Härtung 1886. 8». A. V. Pelz ein behandelt die Abstammung der Hunderassen, vorzüglich auf Grund äusserer zoologischer Merkmale, der geschicht- lichen Thatsachen und der geographischen Verbreitung der Formen. Verf. nimmt 6 Hauptgruppen an: 1. Wolfs artige Hunde, von dem Wolf, Canis lupus, abstammend, deren älteste Form der im Alterthum berühmte Albaneserhund sein möchte; 2. Spitzartige Hunde, die circumpolar den hohen Breiten beider Erdhälften angehören und in einer ausgestorbenen quaternären Art ihre Stammform haben dürften ; 3. Schakalartige Hunde, von der Balkanhalbinsel herstammend, wahrscheinlich Abkömmlinge des Schakals, Canis aureus; 4. Wind- hunde, vielleicht von C. simensis Rüpp. abstammend; 5. Jagdhunde, zu welchen auch Doggen, Neufundländer, Dachshunde und die ver- schiedenen Rassen der Schosshunde zu rechnen sind, für welche sich keine Stammform nachweisen lässt; 6. Indisch-oceanischeHunde, wozu der Dingo und Japanische Hund gehören, welche von dem in- dischen Wolf, C. pallipes Syk., abstammen mögen; Zoolog. Jahrb. 1. pag. 225—240. K. V. S c h m i e d e b e r g , Illustrirter Kalender für Hundeliebhaber, Züchter und Aussteller auf das Jahr 1886; Leipzig, Twietmeyer. V. Shaw, Einiges zur Pflege und Aufzucht der Hunde, Blase- witz, Wolff 1886. 0. Smith berichtet über einen weissen Fuchs, der in So- mersetshire erlegt wurde; Zoologist. Vol. 10. pag. 104—105. Vulpian, Sur l'origine des nerfs moteurs du volle du palais chez le chien; Compt. rend. Ac. Sc. Paris 103. pag. 671—674. M. Wilckens referirt über den gegenwärtigen Stand unserer Kenntnisse der vorgeschichtlichen und Pfahlbau-Hunde, insonderheit über die neueren Anschauungen hinsichtlich der Frage des Ursprungs Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 27 unserer jetzigen Haushunde; Biolog. Centralbl. 5. pag. 719— 729, 751 bis 757. J. N. Woldrich, Zur Frage über die Abstammung der euro- päischen Hunderaceu ; Anz. math. naturw. Classe d. Ak. Wiss. Wien 1886. pag. 12—16; Ann. Nat. Hist. (5) 17. pag. 295—297. Hyaenidae. A. Gaudry, Note sur les Hyenes de la grotte de Grargas, decouvertes par F. Regnault ; Bull. hebd. Ass. sc. France (2) 9. pag. 341—344. B. Langkavel bespricht die Verbreitung der Hyaena striata in Asien; Zool. Gart. 27. pag. 49 — 50. F. Regnault, Un repaire d'Hyenes dans la grotte de G-argas; Bull. Soc. H. N. Toulouse 19. pag. 30—32. S. Ameghino unte» Hyaenodontidae. Felidae. J. Backhouse berichtet über einen Unterkiefer von Machaerodus aus dem Forest-bed von Suffolk. (Anmerkung dazu von R Lydekker); Qu. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 309—312, T. 10. V. Ball theilt Beobachtungen über Löwenzucht im zoologischen Garten zu Dublin mit; Tr. Irisch Ac. 28. pag. 723—758, T. 18. A. Günther berichtet über einen zweiten Fall von Melanismus beim afrikanischen Leopard; Pr. Z. S. London 1886. pag. 203—205. B. Langkavel hat auf Grund einer umfangreichen Litteratur, namentlich mit Benutzung allgemein geographischer Reisewerke, die Verbreitung der Luchse zusammengestellt; Zoolog. Jahrb. 1. pag. 703 bis 722. C. H. Merriam beschreibt das Aussehen, insbesondere die Zeichnung des Fells eines neu geborenen Lynx canadensis; Bull. N. H. Soc. New Brunswick 5. 1886. Th. Noack beschreibt einige Felis- Arten nach lebenden Exem- plaren, mit Abb. von Felis mormonensis; Zool. Gart. 27. pag. 75—78. P. L. Sclater ei-wähnt des Vorkommens von Cynaelurus jiibatus an der Persisch- Afghanischen Grenze; Pr. Z S.London 1886 pag. 1. T. B. Stowell, The Trigeminus Nerve in the Domestic Cat {Felis domestica); Pr. Amer. Philos. Soc. Philadelphia 23. pag. 459 bis 478. F. W. True fand Unterschiede am Schädel bei Lyruc canadensis und L. rufus; Science 7. pag. 396. Pinnipedia. W. H. Flow er liefert einen Artikel über Seehunde in: Encycl. Brit. 21. pag. 580—581. A. Nehring bespricht Verbreitung, Wurfzeit und Nahrung der in der Ostsee vorkommenden Robben; Stzb. Ges. Naturf. Fr. 1886 pag. 119— 124. S. Southwell unter Cetacea. F. W. True und F. A. Lucas beschreiben Haut und Scelet 28 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der von Monachus tropicalis Gray; Ann. Rep. Smith Inst. 1884 Pt. 2 pag. 331—335, T. 1—3. Vergl. H. W. Elliott oben S. 17. S. auch Fischer und v. Pelzeln oben S. 17. Rodentia. F. Ameghino beschreibt folgende neue fossile Nager aus dem Tertiär von Argentinien: Morenia elephantina, M. complacita, Orthomys procedens und 0. resecans; Bol. Ac. Nac. Cienc. Argent. Cordoba 9. pag. 51, 55 u. 56. Th. Aschen br and t, Das Ganglion nasopalatinum s. incisivum der Nagethiere; Verhandl. phys. med. Ges. Würzburg u, sep. Würz- burg, Stahel 1886. L. Laulanie, La cellule placentaire de quelques rongeurs; Corapt. Rend. Sc. Soc. Biol. (8) 2. pag. 130—132. Seiuridae. W. Ayres, Carnivorous Prairie Dogs; Science 8 pag. 105. G. B. Cor bin beschreibt eine graubraune Varietät von Sciurus vulgaris; Zoologist Vol. 10 pag. 178. G. N. Douglass, lieber Farbenvarietäten des Eichhörnchens; ebenda pag. 456. H. Fi] hol heschreiht Plesispermophilus angustidens n. g. et sp. von Quercy, Descript. de quelques mammif. foss. des phosphorites du Quercy. Toulouse 1884 (pag. 16). A. Geoffroy Saint-Hilaire berichtet über Zucht und Be- tragen der Prairiehunde im „ Jardin d'Acclimatation" in Paris ; Bull. Soc. d'Acclim. (4.) 3. pag. 384— 387. A. H. Macpherson, über Eichhörnchen mit hellfarbigem Schwanz ; Zoologist 10. pag. 67. Derselbe glaubt, dass die schwarze Varietät von Sciurus vulgaris in England nicht vorkäme, dagegen werde die graue hin und wieder gefangen; ebenda pag. 211. E. A. Mearns beschreibt Spermophilus (Ictidomys) tereticaudus Baird, weist die Art für Arizona nach und schildert dessen Lebens- weise; Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New- York 1. pag. 197—207. C. H. Merriam unterscheidet von Tamias striatus eine süd- liche und nördliche subspecies ; T. striatus typicus u. lysteri n. subsp. ; Amer. Natural. 20. pag. 236—242. Derselbe beschreibt Tamias macrorhabdotes n. sp. von Kali- fornien; Proc. Biol. Soc. Washington 3. pag. 25—28. Derselbe beschreibt Sciurus carolinensis hypophaeus n. subsp. von Sherbourne County, Minnesota ; Science 7. pag. 135. A. Reichenow beschreibt Sciurus böhmi n. sp. von Marungu, Central-Afrika; Zool. Anz. 9. pag. 315—316. S. G. Reid, Habits of the Squirrel; Zoologist 10. pag. 24—26. Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 29 G". Rief fei beschreibt die Zucht von Arctomys ludovicianus in Gefangenschaft; Bull. Sog. d'Acclim. (4) 3. pag. 382—383. R. W. Shufeldt berichtet über karnivore Neigungen von Cyno- mys ludovicianus; Science 8. pag. 102. R. A. Sterndale, On the Flying Squirrel of Western Asia; Journ. Bombay N. H. Soc. 1. pag. 69—70. 0. Thomas bespricht die Unterschiede der Grattungen Pteromys und Sciuropterus; Pr. Z. S. London 1886. pag. 60. Derselbe zieht eine Anzahl von indischen Sciurus - Arten als subspecies zu Sc. cmiiceps Grray und giebt kurz die Charaktere der- selben an : Sciurus caniceps pygerythrus Geoffr. (hlanfordi Blyth), Sc. c. phayrii Blyth, Sc. c. griseimanus Milne Edw. (inornatus Gray, leucopus Gray), Sc. c. typicus Thomas (dirysonotus Blyth), Sc. c. concolor Blyth ; Pr. Z. S. London 1886. pag. 68—70. Derselbe beschreibt Sciuropterus davisoni n. sp. von Malakka und hält Sciurus badging für identisch mit S. vittatus Raffl. und nigro- vittatus Horsf. ; Pr. Z. S. London 1886. pag. 74, T. 6 und Ann. Mag. N. H. (5) 17. pag. 84. A. Touchard, Ueber Klettern der Prairiehunde an den Käfig- gittern; Bull. Soc. d'Acclim. France (4) 3. pag. 561—562. Haplodontidae. C. H. M e r r i a m beschreibt Aplodontia major n. sp. von Kalifornien; Science 7. pag. 219 u. Ann. New-York Acad. Sc. 3. pag. 312—328, T. 19—20. Castoridae. C. Deperet und L. Re volle beschreiben Castm- jaegeri aus dem oberen Miocen von Cerdagne; Bull. Soc. Geol. (3) 13. pag. 488—506. G. N.Douglass beschreibt die gegenwärtige Verbreitung des Biber in Europa; Zoologist (3) 10. pag. 484. A. Gir tanner, G-eschichtliches und Naturgeschichtliches über den Biber in der Schweiz, in Deutschland, Norwegen und Nord- amerika. M. 10 Taf. St. Gallen 1885. J. E. Harting, Beavers and their Ways; Zoologist (3) 10. pag. 266—286. Muridae. A. W. Butler beschreibt die Lebensgewohnheiten von Fiber zibethicus; Pr. Amer. Assoc. f. Adv. Sc. 34. pag. 324—328. 0. P. Cambridge, Gurions capture of a Water Rat; Zoologist (3) 10. pag. 211—212. G. Doria bespricht die Verbreitung von Chiropodomys penicillatus Ptrs.; Ann. Mus. Civ. Genova, 24. Bd. pag. 631—635. F. R. Fitzgerald, Ueber eine schwarze und weisse Varietät von Arvicola agrestis; Zoologist 10. pag. 485. E. Fr i edel, Ueber Mus rattus in Vegesack b. Bremen; Zool. Garten 27. pag. 261. L. Geisenheyner berichtet über Vorkommen von Mus rattus in der Gegend von Kreuznach; ebenda, pag. 386. 30 Ant.Reichenow: Bericht über die Leistungen in der A. de Gregorio beschreibt Mus püetus n. sp. foss. aus dem Postpliocen von Palermo ; Atti Soc. Toscana Pisa 8. pag. 217—248. H. V. Ihering hält die in den brasilianischen Küstenstädten häufigste Ratte für Mus alexandrinus (== tectorum) nicht für Mus decumcmus; Stzb. Ges. Naturf. Fr. Berlin 1886. pag. 102—107. F. Lataste theilt die Gattung Microtus Schranck in 5 Unter- gattungen: 3Iyodes Fsi\]., Typus rutilus 'P all,, Microtus, Tyi^us arvalis Pall., Arvicola Lac, Typus terrestris L., Pitymys, Cuv. Typus pinetorum Lee, Lasiopodomys n. subg., Typus brandti Radde; Ann. Mus. Civ. Genova, 24. Bd. pag. 259-274. W. Lee he hat eine grössere Collection südbrasilianischer Hesperomys- Arten untersucht und beschreibt auf Grund dieser Unter- suchungen namentlich die Schädel von H. squayniceps Brts., ratticeps Hens., flavescens Wat., dorsalis Hens., arenicola Wat. und nasutus Wat., sowie zweier neuen Formen H. laticeps var. intermedia und H. suhterraneus var. henseli; Zool. Jahrb. 1. pag. 687 — 702, T. 16. W. S. Lee, How the Musk Rat {Fiber zibethicus) opens the Unio; Journ. Trenton Soc. N. H. 1. pag. 8. A.Milne-Edwards beschreibt die neue Gattung Eliurus, nahe verwandt mit Hypogeomys, Typus E.myoxinus n. sp. von Madagaskar; Ann. Sc. Nat. (6) 20, No. 3—4, Art. 2. J. A. Murray beschreibt Gerbillus gleadowi n. sp. von Sind; Ann. Mag. N. H. (5) 17. pag. 246—248. G. T. Rope beschreibt eine schwarze Varietät von Arvicola ägrestis; Zoologist (3) 10. pag. 332. 0. Thomas beschreibt Mus humei n. sp. von Manipur; Proc. Z. S. London 1886. pag. 63, T. 5; Ann. Mag. N. H. (5) 17. pag. 84. Derselbe beschreibt eine neue Art, Hesperomys pyrrhonotus, eine Maus von Nord -Peru, welche Verf. früher (Proc. Z. S. London 1882. pag. 98) irrthümlich auf JS. pyrrhorhinus Wied bezogen hatte. Letztere Form gehört zur Untergattung Oryzomys; Ann. Mag. N. JB. (5) 18. pag. 421—423. Derselbe beschreibt Hesperomys rufescens n. sp. von Rio Janeiro. Ann. Mag. N. H. Vol. 17. pag. 250—281. Derselbe liefert den Artikel „Rat" in: Encycl. Britaun. 20. pag. 287. F. W. True, The Florida Musk Rat {Neoßber alleniy, Ann. Rep Smith. Inst. 1884. Pt. 2. pag. 325—330, T. 1—3. Geomyidae. G. H. Merriam beschreibt TJiomomys talpoides perpallidus n. subsp. von Süd-Kalifornien; Science 8. pag. 588. F. W. True unterscheidet zwei Arten der Gattung Bipodomys, D. phillipsi mit 4 Zehen und B. agilis mit 5 Zehen, erstere Art ver- breitet sich weiter nach Süden und Westen, letztere weiter nach Norden und Osten-, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 409— 413. Naturgesch. der Sängethiere während des Jahres 1886. 31 Octodontidae. A. deGregorio beschreibt Pellegrina 'panw- mensis n. g. et sp. foss. aus dem Postpliocen von Palermo ; Atti Soc. Toscana Pisa 8. pag. 217— 248. F. La taste beschi-eibt die neue Untergattung Felovia als Unter- gruppe des genus Massmitiera Lat. : A Massoutiera, simul ac Cteno- dactylo, diifert dentibus incisivis sulcatis et tuberculo carpino externo cordato, non integro ovato. — Typus ; F. vae Lat. n. sp. vom Senegal ; Naturaliste 8. pag. 287. Hystricidae. 0, Roger beschreibt Hystrix wiedemanni n. sp. foss. aus dem Miocän; Ber. nat. Ver. Augsburg 28. pag. 93—118. Chinehillidae. F. Ameghino beschreibt aus dem Tertiär Argentiniens Megamys xjraepende'n.s n. sp. foss., nahe M. patagonioisis ; Bol. Ac. Nac. Cienc. Cordoba 9. pag. 39. — Desgleichen Megamys bur- meistei'i pag. 41, EpiUema n. g. hmridula pag. 44, Tetrastylus n. g. (Typus Megamys laevigatus Amegh.) p. 46, Tetrastylus diffusus pag. 49, Lagostomus imllidens. pag. 50, Caviidae. F. Ameghino beschreibt PZea;ocÄoerM5 n. g. (Typus Hydrochoerus paranensis Amegh. aus dem Tertiär Argentiniens) ; Bol Ac. Nac. Cienc. Cordoba 9. pag. 58, desgleichen Strata n. g. elevata n. sp. foss. pag. 70, Anchimys n. g. (Typus Cardiodon leidyii Amegh.) pag. 72. C. Cumberland, The Guinea Pig, or Domestis Cavy, for food., für, and fancy. London 1886. 12 ". 100 pag. L. Laulanie, Sur le processus vaso - formatif qui preside ä l'edification de la zone fonctionnelle du placenta maternel dans le Cobaye; Compt. Rend. Sc. Soc. Biol. (8) 3. pag. 506—509. J. L e i d y beschreibt Hydrochoerus robustus n. sp. foss. von Nicaragua; Proc. Acad. Philadelphia 1886. pag. 275—277. Dasyproctidae. E. A. Göldi beschreibt einen pathologischen Paca-Schädel ; Zool. Jahrb. 1. pag. 213—215, mit Holzschnitt. Lagomyidae.. C. Deperet beschi-eibt eine mit JL. ?we«/en ver- wandte Lagomys aus dem Pliocän von Perpignan ; Compt. Rend. Paris 103. pag. 1208-1210. Leporidae. B. B a g i n s k y untersuchte den Ursprung und den centralen Verlauf des Nervus acusticus des Kaninchens; Stzb. Ak. Wiss. Berlin 1886. 1. pag. 255—258. G. Chiarugi, Richerche suUa struttura dell' ovaia della Lepre (Lepus timidus): Siena 1885. 4to. 26 pag. (Abdruck aus: Atti Acc. Fisiocrit (3.) T. 4. S. auch Darkschewitsch, oben S. 4. W. Flemming, Die ektoblastische Anlage des Urogenitalsystems beim Kaninchen; Arch. f. Anat. Phys. 1886. pag. 236—248, T. 11. A. Geoffroy Saint-Hilaire giebt einige Notizen über den industriellen Nutzen der Haare der Angora - Kaninchen ; Bull. Soc. d'Acclim. France (4) 3. pag. 129—131. 32 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der A. deGregorio beschreibt Lepus sp. aus dem Postpliocän von Palermo; Atti Soc. Toscana Pisa 8. pag. 217— 233. A.Ne bring berichtet über einen in der Gefangenschaft ge- züchteten täckelbeinigen Hasen ; Stzb. Ges. Naturf . Fr. 1886. pag. 141 bis 143. H.Strahl, Zur Bildung der Cloake des Kaninchenembryo; Arch. f. Anat. Phys. 1886. pag. 156—168, T.4. R. Warren, Destruction of young Rabbits by Rats; Zoologist (3) 10. pag. 241—242. Ungulata. R. Lydekker, Catalogue of the Fossil Mammalia in the British Museum. Pt. 3 Ungulata. London 1886. 8vo. 183 pag., 30 woodcuts. M.Schlosser liefert einen Beitrag zur Stammesgeschichte der Hufthiere. Die Klassifikation der Perissodactylen gestaltet sich danach folgendermassen : 1. Selenolophodontidae; 2^,. IIi'pp,dae,\).Chali- cotheriidae. — 2. OHholopIiodontidae ; a. Bhinoceridae, b. Tapir idae. — Die Artiodactylen sind zu sondern in: Anoplotheriidae , Dicho- hunidae, Oreodontidae, Tylopoda, Anthracotheriidae, Suidae. In einem Schema wird der genetische Zusammenhang und die zeitliche Ver- breitung der Artiodactylen dargestellt; Zoolog. Anz. 9. pag. 252 — 256 und 432—433. — Bemerkungen zu vorstehender Arbeit von E. D. Cope S. Amer. :Natural. 20. pag. 719—721, 965—967. Hyracoidea. F. A. Jentink beschreibt Hyrax stampflii n. sp. von Liberia; Notes Leyd. Mus. 8. pag. 209—212. F. Lataste beschreibt das Zahnsystem der Gattung Procavia (Hyrax). Drei Untergattungen sind zu unterscheiden: Procavia {Eu- hyrax), Heterohyrax und Dendrohyrax. Verf. fand das Vorhandensein oberer Eckzähne, so dass die Zahnformel für die Gattung lautet: i. V2 c. Vo ni. V7 ; Ann. Mus. Civ. Genova (2) 4. 24. Bd. pag. 5—40 und Compt. Rend. Sc. Soc. Biol. (8) 3 pag. 394—396. Condylartlira. H. Woodward, Ueber Cope's Phenacodus;. Geol. Mag. (3) 3. pag. 49—52, T. 2. Prolboscidea. V. Bieber, Zum Dinotherium-Fund bei Franzensbad im Süss- wassertertiär Böhmens ; Pogr. d. Staats-Gymnas. Olmütz 1885. pag. 1 bis 34. A.Bunge, Bericht über fernere Fahrten im Lena -Delta und Naturgesch. der Säiigethiere während des Jahres 1886. 33 die Ausgrabung eines angeblich vollständigen Mammuth - Kadavers ; Bull. Ac. St. Petersb. 30. pag. 228-282. H. V. Fritsch fand Mastodon arvernensis im Pliocän des Gera- Thaies in Thüringen; Jahrb. geol. Landes -Anst. Berlin 1884. pag. 389 u. f. C. F. H 1 d e r , The Ivory king : a Populär History of the Elephant and its Allies. London 1886. 8vo. 330 pag. illustr. F. Kinkelin bespricht die Unterschiede der Unterkiefer junger Individuen von Elephas primigenius und africanus; Ber. senckenb. Ges. 1886. pag. 145—160. E. Kittl berichtet über Mammuthfunde in der inneren Stadt Wien; Annalen k. k. naturhist. Hofmus. 1. No. 2. B. Langkavel bespricht die jetzige und vorzeitliche Verbreitung des Elephas sumatranus im Ostindischen Archipel; Zool. Gart. 27. pag. 350—353. I. Leidy beschreibt Mastodon (Trüophodon) floridanus n. sp. foss. von Florida; Proc. Acad. Philadelphia 1886. pag. 11—13. S. Nadaillac unter Rhinocerotidae. D. Pantanelli beschreibt Reste von Mastodon arvernensis und bm-soni von Spoleto; Atti Soc. Toscana Sc. nat. Pisa 7. pag. 93 — 99, T.9. H. Pohlig, über die fossilen Elephanten Indiens und Deutsch- lands {E. trogontherü n. sp.); Quart. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 177 bis 282; s. auch Verhandl. nat. Ver. Rheinlande 43 u. Bull. Soc Geol. France 14. pag. 296—297, Zeitschr. Deutsch. Geol. Ges. 37. pag. 1022—1027. 0. Roger beschreibt Reste von Binotherium bavaricum und erörtert die Unterschiede dieser Miocän-Form von dem pliocänen D. giganteum; Palaeontographica Bd. 32. pag. 215— 226. J. H. Steel, A Manual of the Diseases of Elephant and of bis Management and Uses. Madras 1885. 8vo. 99 pag. 10 T. S. Trott er, The Mammary Gland of the Elephant; Amer. Nat. 20. pag. 927—931. Toxodontia. Toxodontidae. F. A m e g h i n o beschreibt folgende neue Fossil- formen aus dem Tertiär Argentiniens: Toxodon virgatus pag. 93, HaplodontJierium limum pag. 104, Stenotephanos n. g. (Typus Toxodon plicidens Amegh.) pag. 106, Diholodon lutafius pag. 110; Bol. Ac. Nac. Cienc. Cordoba 9. 1. 2. Entr. E. D. Cope beschreibt Toxodon expansidens n. sp. foss. aus dem Pliocen der Provinz Bahia in Brasilien; Pr. Amer. Philos. Soc. 23. pag. 20. Taf. 1. J. Leidy beschreibt Toxodon burmeisteri von Nicaragua; Proc. Acad. Philadelphia 1886. pag. 275— 277. Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. II. Bd. LH. C 34 Ant.Reichenow: Bericht über die Leistungen in der G. de La Moussaye, Notice sur le Neosodon; topographie de la vallee de Wimereiix; Bonlogne-sur-Mer. 1886. 8"*. Typotheriidae. F. Ameghino beschreibt Tomodus elautus n. g. et sp foss. aus dem Tertiär Argentiniens; Bol. Ac. C. Argent. Cordoba 9. pag. 111. Amblypoda. E. D. Cope zielit die in seiner vorjährigen Arbeit über die Dinocerata [s. Bericht 1885 pag. 137] aufgestellte Gattung TetJieopsis als Kunstprodukt wieder ein ; ebenso ist der als TJintatherium lacustre beschriebene Schädel auf einen Palaeosyops zu deuten ; Amer. Nat. 20. pag. 155. W. B. Scott beschreibt TJintatherium alticeps n. sp. foss. und Elachoeeras parvum n. g. et sp. foss. (zwischen CorypJwdontidae und Dinoceratidae) von den Bridger Beds von Wyoming; Amer. Joum. Sc. 31. pag. 303—307. Perissodactyla. Chalicotheriidae. J. Pethö beschreibt Chalicotherium halta- varensis aus dem Pliocän von Baltavar ; Jahrb. Ungar. Geol. Anst. 1884 pag. 455—464. Lophiodontidae. H. Filhol beschreibt ein fast vollständiges Skelet von Lophiodon aus dem mittleren Eocän von Issel; ebenda pag. 86—88. Derselbe beschreibt Hyracotherium quercyi n. sp.; Descr. de quelques mammif. foss. des phosphorites du Quercy. Toulouse 1884 (pag. 30). Pouech berichtet über Knochenlager von Lophiodon in der Um- gegend von Mirepoix (Ariöge) ; Bull. Soc. Geol. France T. 14 pag. 227 bis 284. Tapiridae. H. Filhol beschreibt die Bezahnung des Unter- kiefers von Tapirulus; Bull. Soc. Philom. (7.) 10. pag. 5— 6. J. Pantanelli beschreibt Reste von Tapirus arvernensis von Spoleto; Atti Soc. Toscana Sc. nat. Pisa 7, pag. 93—99, T. 9. Macraucheniidae. F. Ameghino heschreiht Scalabrinitherium hravardi und rothi aus den Tertiärlagern Argentiniens; Bol. Ac. Arg. 9. pag. 3— 226. Rhino c er otidae. v. Borries, Bhinoceros tichmrhinus ; Zeit- schrift f. Naturw. 59. Folge 4 Bd. 5 pag. 55. W. H. Flower liefert einen monographischen Artikel über die Familie. Verf. unterscheidet 5 Arten : B. unicornis, sondaicus, suma- trensis, ericornis u. simus; Encycl. Brit. 20. pag. 521—523. Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 35 Nadaillac, Sur la decouverte faite, en Belgique, d'une sepul- ture de Tage du Mammouth et du Rhinoceros ; Compt. Rend. Ac. Sc. Paris 103. pag. 490— 492. Th, Noack beschreibt Bhinoceros lasiotis nach lebenden Exem- plaren, mit Abbildung; Zool. Gart. 27. pag. 138— 144. A. del Prato, Rinoceronte fossile nel parmense; Boll. Soc. geol. ital. 5. Fase. 1. Römer berichtet über einen bei Perschau, Kr. Polnisch- Warten- berg, gefundenen Knochen von Bhinocei'os ticJwi'hinus ; 63. Jahresb. Schi es. Ges. vaterl. Kultur S. 120. P. L. Sclater erörtert die Unterschiede von Bhinoceros simus und bicornis; Proc. Z. S. London 1886 pag. 143—144, T. 16. Menodontidae. E. D. Cope beschreibt Menodus angusti- genis n. sp. foss. aus dem Oligocan der Swift Current Creek Region, Canada; Ann. Rep. Geol. Nat. Hist. Surv. Canada 1885. 1. pag. 79 bis 85. Palaeotheriidae. E. D. Cope beschreibt Anchitherium ultimum n. sp. foss. aus dem oberen Miocän von Oregon (Tricholeptus beds, Cottonwood Creek); Proc. Amer. Philos. Soc. Philadelphia 23. pag. 357 u. Amer. Natural. 20. pag. 368. Equidae. E. D. Cope beschreibt HipiMherium peninsulatum u. Protoliipims castilli nn. sp. foss. aus dem oberen Miocän von Mexico, Vera Cruz ; Proc. Amer. Phil. Soc. Philadelphia 23. pag. 150 — 151 Derselbe beschreibt Hiiypotherium rectidens n. sp. foss. aus dem oberen Miocän (Loup Fork) von Mexico (Tehuichila, Vera Craz) Proc. Amer. Philos. Soc. Philadelphia 23. pag. 360. E. Cuyer et E. Alix, Le Cheval. Paris 1886. 4to. 703 pag.^ 16 Taf. G. Cuccati, Contributo all' anatomia microscopica della retina del Bue e del Cavallo. Bologna. 4". (Mem. Acc. Istit. Bologna 1.) C. Deperet u. L. Revolle beschreiben Äpparion gracile aus dem oberen Miocän von Cerdagne; Bull. Soc. Geol. (3) 13. pag. 488 bis 506. D. Gronen, Percheronzucht in Amerika; Zool. Gart. 27. pag. 185 bis 186. B. Langkavel bespricht die Arten und Verbreitung der Tiger- pferde, Zool. Jahrb. 2. pag. 117—120. A. G. T. Leisering und H. M. Hartmann, Der Fuss des Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtung und Hufbeschlag. 6. Aufl. in ihrem zweiten, den Hufbeschlag betreffenden Theil umgearbeitet von A. Lungwitz. Dresden, Schönfeld 1886. 8 «, 359 pag. Lesbre, ObseiTation au sujet de ceilains chevaux possedant des rudiments de cornes; Bull. Soc. d'anthrop. Lyon 1885. C* 36 Ant. Reichen ow: Bericht über die Leistungen in der Ch. Marey, Analyse cinematique de la locomotion du cheval; Compt. rend. Ac. Sc. Paris 103. pag. 538—547. C. Nörner, lieber den feineren Bau des Pferdehufes; Arch. f. mikrosk. Anat. 28. pag. 171—224, T. 15. S. auch Pohlig oben S. 33. E. Schaff beschreibt ein neu geborenes Fohlen von Equus hemioniis; Zool. Grart. 27. pag. 259—260. E. L. Trouessart, La phylogenie du cheval et la theorie de la convergence, ä propos du recent discours de M. Carl Vogt; Rev. scient. 3. Ann. 6. pag. 557—559. F. W. True, An ass with abnormally developed hoofs; Illustr. Science 8. pag. 304. E. Strut hers, On the Development of the Foot of the Horse; Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1885. pag. 1103. Artiodactyla. Vergl. Allen, oben S. 16. Beauregard et Boulart, Note sur la placentation des Rurai- nants; Journ. de l'Anat. Phys. 21. pag. 93—99, T. 5. Hippopotamidae. W. L. Sigel, DasMlpferd des zoologischen (rartens in Hamburg; Zool. Gart. 27. pag. 106—114. M.Weber, Studien über Säugethiere. Beiträge zur Anatomie von Hijypopotamus amphibius. Jena 1886. Svo. H.Wood ward bespricht die recenten und fossilen Hippopotamen ; Geol. Mag. N. Ser.Vol.3 No. 3. pag. 114-118, T. 3. S. auch Pilliet und Boulart, oben S. 10. Suidae. C. Deperet und L. Re volle beschreiben Sus major aus dem oberen Miocän von Cerdagne ; Bull. Soc. Geol. (3) 13. pag. 488-506. 0. Finsch beschreibt Sus niger n. sp. von Neu-Guinea; Proc. Z. S. London 1886. pag. 217—218. J. E. Harting berichtet über das frühere Vorkommen des Wild- schweins in Buckinghamshire ; Zoologist (3) 10. pag. 345—354. J. Leidy beschreibt Euryodon maximus n. gen. et sp. foss. von Florida; Proc. Acad. Philadelphia 1886. pag. 37— 38. E. Meissl stellte Versuche über den Stoffwechsel des Schweins an, welche den unmittelbaren Beweis lieferten, dass das Schwein einen grossen Theil seines Körperfettes aus den Kolehydraten der Nahrung zu bilden vermag; Zeitschr. f. Biologie 12. pag. 63—160. A. Ne bring weist nach, dass Sus longirostris auch auf Java vorkommt und beschreibt einen von dieser Insel stammenden Schädel der Art; Stzb. Ges. Naturf. Fr. Berlin 1886. pag. 80—85. M. Schmidt berichtet über Verschiedenheiten bei Ferkeln desselben Wurfes; Zool. Gart. 27. pag. 71— 72. Natnrgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 37 Deutsches Poland- China -Schweine -Herd buch, herausg. von der Vereinigung deutscher Poland-China- Schweine-Züchter. 1. Bd. Olden- burg, Hintzenl886. 8«. 188 pag. Anoplotheriidae. H. Filhol beschreibt folgende neue Fossil - formen von Quercy: Xiphodon mcujnum n. sp., Oxacron minimus w. g. et sp., Plesidacrytherium elegans n. g. et sp., Adrotheriiim depressum n. g. et sp. -, Descr. de quelques mamm. foss, des phosph. du Quercy . Toulouse 1884. Oreondontidae. E. D. Cope beschreibt Blerycochoeriis obli- quidens n. sp. foss. aus dem oberen Miocän von Oregon (Cottonwood Kreek); Pr. Amer. Philos. Soc. 23. pag. 359 u. Amer. Natural. 20. pag. 367. Caeno theriidae. H. F i 1 h 1 beschreibt Spaniotheriimi speciosum n. sp. foss. von Quercy; Descr. de quelques mammif. foss, des phos- phorites du Quercy. Toulouse 1884. Tragulidae. H. Filhol erhielt neuerdings den vorderen Theil eines Schädels von Bachithei'ium, welcher bestätigt, dass die Bezahnung dieser fossilen Form vollständig mit derjenigen der jetzigen Ruminantia übereinstimmte; Bull. Soc. Philom. (7.) 10. pag. 81—82. Camelidae. Gr. Baur fand bei Camelus hactrianus ein Tra- pezium und glaubt, solches auch für Procamelus annehmen zu dürfen ; Morph. Jahrb. 11. pag. 117—118. E. D. Cope liefert eine Darstellung der Phylogenie der Game lidae. Die Entwicklung zeigt sich neben dem Verwachsen der Fuss- knochen insonderheit in der Reduction der Schneide- und Praemolar- zähne. So hat die niedrigste Form, Procamelus Leidy, 4/4 Prm.j Pliauchenia Cope 4/3, Camelus IL., Palauchenia Owen u. Protauchenia Branco 3/2, Auchenia 111. 2/1, Holomenlscus Cope u. Eschatius Cope 1/1. In Nordamerika stellt die Entwicklung der Kamelle eine Parallele zu derjenigen der Pferde dar. Beide erscheinen im untersten Eocän und treten nebeneinander in den folgenden Formationen auf, beide sind gegenwärtig ausgestorben. In der alten "Welt erscheinen die Kamele erst im Miocän. Als nächster Vorfahre der Familie ist die Gattung ProtölaUs Cope anzusehen, welche wiederum an die Poebrotherium sich anschliesst. — Mit Holzschnitten besonders von Beinknochen und Schädeln von Procamelus, Poebrotherium, Gompho- therium, Protolabis u. a.; Amer. Natural. 20 pag. 611 — 624. J. Leidy beschreibt ^wcÄem'a major, minor und minimus n. sp. foss. von Florida; Proc. Acad. Philadelphia 1886 pag. 11. J. Meng es berichtet über verwilderte Kamele (ein- und zwei- höckrige) in Arizona; Zool. Gart. 27. pag. 37 — 39. A. Pilliet, Note sur la glande de Härder du Charaeau: Bull Soc. Zool. France 1885 pag. 349— 350. 38 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der E. Schaff beschreibt ein zwei Tage altes Auclienia lama; Zool. Gart. 27. pag. 292. Cervidae. H. T. Allen, Ueber Vorkommen von Alces und Bangifer in der Copper River- Region in Alaschka; Science 7. pag. 57. J. M. Oornely berichtet über die Zucht you Elaphodus michianus; Proc. Z. S. London 1886. pag. 320. E, V. Dombrowski, Die Lehre von den Zeichen des Rothhirsches in ihrer stufenweisen Entwicklung bis zum Ausgange des 16. Jahr- hunderts. Blasewitz -Dresden, P. Wolff. 1886. 8. 35 pag. K.Eckstein beschreibt abnorme Rehgeweihe; Zool. G-art. 27. pag. 165—166. A. V. Krüdener, Anomalien beim Elchwilde; Zool. Gart. 27. pag. 150 — 154, 0. V. Löwis schildert die Lebensweise von Alces pdlmatus in den Ostsee-Provinzen ; Zool. Gart. 27. pag. 53—59. A. V. Mojsisovics beschreibt interessante Rothhirschgeweihe aus dem Draugebiet; Mitth. naturw. Ver. Steiermark 1885. pag. 74—83. Derselbe beschreibt das Zwölfender - Geweih eines Wapiti-' hirsches und erörtert die Unterschiede in der Geweihbildung des Wapiti- und Rothhirsches; Der Weidmann 17. pag. 414— 416. Derselbe, Einige Bemerkungen über das Geweih des Wapiti, Cervus strongyloceros ; Der Weidmann 17. pag. 414— 416. A. N eh ring, Der Sumpf hirsch Süd- Amerikas (Cervus paludosus); Deutsch. Jägerz. 8. pag. 261—266. H. Nitzsche berichtet über Haken bei Rehen und Damwild; Tharand. forstl. Jahrb. 36. Bd. 1. Heft. Th. Noack beschreibt verschiedene Hirscharten nach lebenden Exemplaren ; Zool. Gart. 27. pag. 46—47. E. V. Olfers, I^och einmal das Erstlingsgehörn des Rehbocks und einige Beobachtungen von morphologisch wichtigen Abnormitäten beim Rehwild; Deutsche Jäger-Zeit. 7. No. 16. — S. auch v. Dombrowski, ebenda No. 19. pag. 445—446. M. Probst glaubt, dass das Geweih, welches laut Urkunde im Jahre 764 dem König Pipin von zwei burgundischen Edelleuten ge- schenkt und noch heut in der Nachbildung im Schlosse Amboise an der Loire zwischen Tours und Orleans aufbewahrt wird, neuerdings (1864) auch in Nachbildung im Kloster zu Ellwangen aufgehängt wurde, einem bei Ellwangen in dem oben genannten Jahre erlegten Cervus euryceros angehört habe; Jahresb. Ver. Vaterl. Naturk. Würt- temberg 42. pag. 52 — 57. M. Schmidt über Unterbrechung des Wachsthums beim Renn- thiergeweih ; Zool. Gart. 27. pag. 69—71. W.Wurm beschreibt Krankheiten und verschiedene ihm be- Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 39 kannt gewordene Verletzungen des Rehwildes; Zool. Gart. 27. pag. 101—106. Camelopardalidae. W. L Sigel schildert das Betragen einer jungen Giraffe im Hamburger zoologischen Garten. Mit Abbild, ver- schiedener Stellungen; Zool. Gart. 27. pag. 1 — 7, T. 1. Cavicornidae. H. T. Allen, Ueber Vorkommen von Mazama montana u. Ovis montana dalli in der Copper River-Region in Alaschka; Science 7. pag. 57. G. Baraldi beschreibt Eigenthümlichkeiten des Uterus yon Portax pictus; Atti Soc. Tose. 8. pag. 205—214. F. E. Blaauw berichtet über Züchtung einer Gnu-Antilope in Gefangenschaft; Bull. Soc. d'Acclim. France (4) 3. pag. 494—496. Blyth, On the Flat-horned Taurine Cattle of S. E. Asia; Mise. Papers relating to Indo - China. Calcutta, 1886. S. auch Bonnet, oben S. 3. Cornevin, Note sur les boeufs decouverts dans les fossiles executees rue de Trion, ä Lyon; Bull. Soc. d antrop, Lyon 1885. Derselbe, Recherches sur Torigine de la race bovine sans cornes ou d' Angers ; Bull. Soc. d'anthr. Lyon 1885. Dareste beschreibt die stumpfnasige Rinderrasse (Boeufs iiatos) von welcher ein Paar in den „J ardin d'Acclimatation " in Paris ge- langte; Bull. Soc. d'Acclim. (4) 3. pag. 376— 381. H. S. H. Fegler, The Book of Goats: containing füll Parti- culars of the various Breeds of Goats, and their profitable Management. 3. ed. London, Gill 1886. 8 ". 220 pag. D. Gronen bespricht die Verbreitung des Bison americanus Zool. Gart. 27 pag. 353— 355. Herd - Book de la race bovine normande pure. 2. bulletin des inscriptions. Gaen, Bulfert 1886. 292 pag. Huet liefert eine Uebersicht über die bisjetzt bekannten Anti- lopenarten; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 465 — 493. F. K hl beschreibt Gazella pelzelni n. sp. von Berbera (Somali- land); Verh.Z. B. Ges. Wien 36. pag. 4. Derselbe stellt für Gazella walleri Brooke die neue Gattung Lithocranius auf; Ann. K. K. Nat. Hofmus. 1. pag. 79. B. Langkavel bespricht die afrikanischen Wildziegen und Hausziegenrassen; Zoolog. Gart. 27. pag. 114— 121. R. Lydekker beschreibt Tetraceros daviesi n. sp. foss. von den Siwaliks; Ind. Tert. and Post-Tert. Vertebrata. Pal. Ind. (10.) IV. Pt. 1. T. J. Moore, On the Rocky Mountain Goat; Pr. Lit. Phil. Soc. Liverpool 39. pag. 265-271. 40 An t. Reiche now: Bericht über die Leirtungen in der F. Negrini, SulF auatomia del piede dei bovin! : appunti e ricerche. Milano 1886. 8vo. 28 pag. 1 Taf. A. Nehring weist auf einige Eigenthümlichkeiten des Schädels und Gebisses von Furcifer antisiensis hin; Stzb. Ges. Naturf. Fr. Berlin 1886 pag. 17—18. Th. Noack beschreibt verschiedene Antilopenarten nach lebenden Exemplaren; Abbildung einer abnormen Aiitüope cervicapra; Zool. Gart. 27. pag. 39—45. H. S. H. Pegler, The Book of the Goot. London 1886. 8vo. 3. ed. 222 pag. H. Pohl ig, über das Verhältniss des persischen Wildschafes, Ovis orientalis, zu dem indischen aus dem Pendsch-Aab, Ovis cyclo- ceros; Verh. naturh. Ver. Rheinl. u. Westph. 43. pag. 92—93. Ponsard, Note sur les moutons chinois prolifiques; Bull. Soc. d'Acclim. France (4) 3. pag. 241— 243. N. V. Prschewalski beschreibt Ovis dalailamae n. sp. von Central-Asien; Journ. Euss. Geogr. Soc. 21. 3. (Nach Zool. Anz.). P. L. Sclater zählt die z. Z. bekannten "Wildziegen auf nebst Bemerkungen über deren Verbreitung. 10 Arten sind unterschieden. Äeg. pallasi ist irriger Weise mit C. caucasica zusammen geworfen. C. aegagrus und sinaitica sind abgebildet. Proc. Z. S. London 1886 pag. 314-318, T. 81—32. P. L. Sclater beschreibt Gazella naso n. sp. von Somaliland und ebendaher eine dem Neotragus Mrki sehr ähnliche Art; Proc. Z. S. London 1886 pag. 504—505, T. 51. K. A. Sterndale beschreibt Capra dauvergnii n. sp. von Kaschmir; Journ. Bombay N. H. Soc. 1. pag. 24— 26. Derselbe berichtet über Bastardirung von Ovis hodgsoni und 0. vignei; vielleicht ist Ovis hroolcei Ward auf einen derartigen Bastard zu beziehen; Pr. Z. S. London 1886 pag. 205—206 u. Journ. Bombay N. H. Soc. 1. pag. 35-37. Stammbuch Ostfriesischer Rindviehschläge. Herausg. vom Vor- stand des Ver. Ostfries. Stammvieh-Züchter. 2 Bd. Emden, Hagnel 1886. 8. S i r e n i a. G. Capellini beschreibt eine neue fossile Sirenenart, Metaxy- therium lovisati von Sardinien; Mem. Acc. Sc. Istit. Bologna (4) 7. pag. 39—53. Derselbe, Cetacei e Sirenii fossili scoperti in Sardegna; Atti Acc. Line. Roma (4) 2. pag. 79—81. S. Elliott oben S. 17. Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 41 L. Flot, Descriptioii de rHalitherium fossile; Bull. Soc. Geol. France (3.) 14. pag.483— 518. Cl. Hartlaub hat eingehende Untersuchungen über die Schädel der Manatus - Arten angestellt. Verf. unterscheidet drei Arten: 31. sencfjalensis Desm., M. latirostris Harl. und M. inunguis Natt. — M. inunguis ■v^alrde bisher nur im oberen Orinoko und Amazonenstroni gefunden, M. latirostris bewohnt die Ostküste Floridas, die G-ewässer der grossen und kleinen Antillen, den Magdalenenstrom, die Ostküste Südamerikas und ihre Flüsse bis fast zur Mündung des Amazonen- stroms; Zool. Jahrb. 1. pag. 1—112, T. 1— 4. Derselbe beschreibt eine neue fossile Sirene aus dem Oligocän Belgiens, Manatherium delheidi; Zool. Jahrb. 1. pag. 369 —378. A. Portis beschreibt Felsinotherium siibapenninum u. F. galtaldi aus dem Tertiär von Piemont und Ligurien; Mem. Acc. Tor. (2) 37. pag. 247—365. E. Rosenberg untersuchte die Wirbelsäule von Halicore und Manatus; Stzb. Nat. Ges. Dorpat 7. pag. 366— 367. W. H. Tooke, The Manatee; Natura 34. pag. 468— 469. C e t a c e a. P. Albrecht erörtert die Eigenschaften, durch welche die Ce- taceen von allen anderen Mammalien sich unterscheiden und glaubt, dass dieselben die nächsten Beziehungen zu den hypothetischen Pro- mammalia haben; Anat. Anz. 1. pag. 338— 348. S. Capellini unter Sirenia. Gr. A. Gruldberg berichtet über subfossile oder vorgeschicht- liche Knochenreste in Norwegen, anscheinend verschiedenen Walarten angehörig; Nyt Mag. Naturvid. Christiania 30. pag. 76— 80. H. Jouan berichtet über Exemplare von Hyperoodon rostratiis, Balaenoptera musculus und Orca gladiator, welche während der Jahre 1879—85 an der französischen Küste strandeten ; Mem. Soc. nat. Sc. nat. Cherbourg 24. pag. 305—312. E. Korscheit, Zur Phylogenie der Cetaceen; Kosmos 19. pag. 210-219. S. Matthiessen, oben S. 9. E. T. Newton berichtet über die im „Forest-bed" (Norfolk) ge- fundenen Cetaceen -Reste: Balaenoptera^ sp., Balaena biscayensis, Phy seter macrocephalus, Monodon monoceros, Delphinus delphis ; Quart. Journ. geol. Soc. Vol. 42. No. 167. pag. 316—324, T. 11. Th. Southwell berichtet über Seehund- und Wal-Fang 1885; Zoologist 10. pag. 98—102. J. Struthers, On the Carpal Bones in various Cetaceans; Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1882. pag. 1056. 4:2 A n t. R e i c h e n w : Bericht über die Leistungen in der M. Weber, Studien über Säugethiere. 2. Ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen. Jena 1886. 8vo. Delphinidae. F. H. Balkwill berichtet über ein bei Ed- dystone gefangenes Exemplar von Grampus griseus; Rep. Plym. Inst. 9. pag. 314—317, m. T. J. Gatcombe berichtet über den Fang von Grampus griseus im Kanal und von Delphinapterus leueas an der Küste von Devon ; Zoo- logist Vol. 10. pag. 105 u. 364. H. G. deKerville berichtet über eine in der Umgegend von Treport gestrandete Orca gladiator; Bull. Soc. Amis des Sc. Nat. Ronen 20. pag. 105—109. F. Leydig berichtet über Vorkommen einer Phocaena orca im Rhein bei Bonn vor 200 Jahren; Verh. naturh. Ver. Rheinl. u. Westph. 43. pag. 60—66. J. Y. Mackay, The Arteries of the Head and Neck an the rete mirabile of thePorpoise (Phocaena communis); Pr. Phil. Soc. Glasgow 16. pag. 366-376, T. 9. A. Porti s beschreibt Chamsodelphis üalicus, ScMzodelphis com- pressus, Steno hellardi und Tursiops miocaenus, nn. sp. foss. aus dem Tertiär ; Mem. Acc. Torino (2) 37. pag. 247—365. S. auch Probst unter Hyperoodontidae. Th. Purdie, On the chemical composition of the Milk of the Porpoise; Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1888. pag. 1072. Th, Southwell berichtet über Lagenorhynchus alhirostris bei Lowestoft; Zoologist (3) 10. pag. 364. F. W. True beschreibt einen Prodelphinus doris aus dem Golf von Mexico; Ann. Rep. Smith. Inst. 1884. Pt. 2. pag. 317—324, T. 1—6. Hyperoodontidae. 0. W. S. Aurivillius beschreibt Microp- teron hidens Sow., insonderheit die Osteologie der Art nach einem an der Küste Schwedens gefangenen Individuum; Bih. Sv. Ak. Handl. 11. pag. 1—40, T. 1 u. 2. J. Probst bespricht fossile Reste von Zahnwalen aus der Molasse von Baltringen OA. Laupheim und beschreibt dabei die neuen Formen Ziphioides triangulus und Z. obliquus sowie Champso- delphis denticulatus ; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg 42 pag. 102—145 T. 3. T. Southwell und W. E. Clark e berichteten über Vorkommen von Mesoplodon hidens an der Küste von Yorkshire; Ann. Mag. N. H. (5) 17. pag. 53-59. W. Turner schreibt über das Vorkommen von Hyperoodon rostratus an der Brittischen Küste; Pr. Phys. Soc. Edinburg 9. pag. 25—47. Catodontidae. E. T. Newton berichtet über Vorkommen von Naturgesch. der Säugethiere während des Jahres 1886. 4.3 Fhy seter macrocephalus im Norfolk Forest Bed ; Qu. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 316—324. A. Portis beschreibt folgende neue fossile Arten aus dem Pliocen von Piemont; Hoplocetus minor n. sp., Physotherium solterii n. g. et sp., Priscophy seter typus n. g. et sp., Berardiopsis pliocaenus n. g. et sp. ; Mem. Acc. Sc. Torino 37. pag. 247-365, T. 1—9. Balaenidae. P. J. v. ßeneden liefert eine vollständige Mono- graphie der Balaena biscayensis; Mem. Cour. Belgique. Svo, 28 No 5 pag. 1—44. Derselbe beschreibt Reste von Cetatherium rathkei vom Kaukasus; Bull. Acad. Belg. (3) 11. pag. 281— 283. E. T. Newton berichtet über Vorkommen von Balaena bis- cayensis im Norfolk Forest Bed ; Qu. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 316 bis 324. J. Struthers, On the Cervical Vertebrae in Balaena mysti- cetus; Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1885 pag. 1103. Balaenop teridae. H. B e a u r e g a r d berichtet über Exemplare von Balaenoptera musculus und rostrata, welche neuerdings an der französischen Küste gefangen wurden; Compt. rend. Sc. Soc. Biol. (8) 2. pag. 47 u. 687. Derselbe berichtet über das Stranden einer Megaptera bei Toulon; ebenda pag. 753. A. H. Cocks bespricht die Finnwal-Fischerei an der Nordküste Europas während des Jahres 1885; Zoologist (3) 10. pag. 121— 136. R. Collett beschreibt Balaenoptera borealis und erörtert die Lebensweise, Nahrung und die Parasiten dieses Wales; Pr. Z. S. London 1886 pag. 243—265 T. 25—26. J. Gatcombe theilt mit, dass zwei Exemplare won Balaenoptera musculus todt im Kanal aufgefischt wurden ; Zoologist Vol. 10 pag. 105 bis 106. J. Struthers berichtet über Vorkommen von Megaptera longi- mana, Balaenoptera musculus und borealis an den britischen Küsten ; Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1885 pag. 1053— 1054 [s. Ber. 1885 S. 142]. Derselbe, Account of the Dissection of the Rudimentary Hind- limb of Balaenoptera musculus; ebenda pag. 1056. E. Wilson, Notes on a Common Fin Whale lately stranded in the Bristol Channel ; Pr. Bristol Nat. Soc. 4. pag. 204—210. Edentat a. F. Ameghino erörtert die Frage der Identität von Oracanthus und Coelodon und hält dieselben für verschiedene Gattungen einer 44 A n t. R e i c h e 11 w : Bericht über die Leistungen in der und derselben Familie; Bol. Ac. Arg. 8. pag. 394-398 u. Stzb. Ak. Wiss. Berlin 1886 pag. 463—466 [s. Ber. 1885 S. 127]. — Ueber den- selben Gegenstand s. H. Biirme ister, Stzb. Ak. Wiss. Berlin pag. 357—358 ii. 1127-1132. Gr. Lütken kritisirt die von Burmeister über Coelodon gelieferte Abhandlung [vergl. B. 1885 pag. 127] ; Overs. Dan. Yidensk. Selsk. Porh. 1886. pag. 78— 84. W. K. Parker, Ou the Structure aud Development of the Skull in the Mammalia. Pt. 2. Edentata; Philos. Trans. 176. pag. 1—119, T. 1—15. S. auch Pilliet u. Boulart S. 10. Megatheriidae. F. Ameghino beschreibt folgende neue fossile Formen aus dem Tertiär Argentiniens: Promegatherium re- mulsum pag. 177, Scelidotherium hellulum pag. 181, Nephotherium n. g. (Typus : Mylodon ambiguus Amegh.) pag. 182, Pseudolestodon aequalis pag. 186, Bol. Ac. Nac. C. Argent. Cordoba 9. A. Gaudry und P. Fischer geben Notizen über Scelidotherium, Stellung der Gattung im System und beschreiben insonderheit ein im Pariser Museum befindliches Scelet von Sc. leptocephalum ; Naturaliste 8. pag. 202—203, mit Holzschnitt. R. Lydekker beschreibt Scelidotherium leptocephalum Owen, S. hravardi n. sp. und S. chiliensis n. sp. von Argentinien ; Pr. Z. S. London 1886. pag. 491-498, T. 46-49. Glyptodontidae. E. D. Cope beschreibt eine neue fossile Armadill - Form, Caryoderma snovianum aus dem Miocen von Kansas * (Loup Fork Beds); Amer. Natural. 20. pag. 1044—1046. S. auch Ameghino unter Dasypodidae. Dasj^'podidae. F. Ameghino beschreibt Comaphorus concisus n. g. et sp. foss. pag. 197, Chlamydotherium extremum n. sp. foss. pag. 207 und Proeuphractus limpidus n. g. et sp. foss. pag. 208 aus dem Tertiär Argentiniens ; Bol. Ac. Nac. C. Argent. Cordoba 9. Fl wer, Exhibition of, and remarks upon, a rare Species of Armadillo belonging to the Museum of the Scarborough Philosophical Society; P.Z.S. London 1886. pag. 419— 420. H. V. Ihering, Ueber Generationswechsel bei Säugethieren Biol. Centralbl. 6. pag. 532—537. — Giebt Erklärungen und Schluss- folgerungen zu der in Bericht 1885 p. 127 mitgetheilten Entdeckung» dass die Leibesfrüchte eines trächtigen Weibchens von Praopus hybridus zwar je ihr eigenes Amnios, alle zusammen aber nur ein einziges geraeinsames Chorion besassen. Naturg'esch. der Säugethiere während des Jahres 188G. 45 Marsupialia. Macropodidae. 0. Thomas stellt die neue Gattung La- gostrophus für Lagorchestes fasciatus auf, welches von allen anderen Gattungen der Subfam. Macropodinae zu sondern ist, die Stellung wäre somit folgende: Subfam. Macropodinae Sectio I. A. Macropus, Petrogale, Onychogale, Lagorchestes. B, Dendrolagus, Dorcopsis. Sectio II. Lagostrophus. Pr. Z. S. London 1886. pag. 544-547, T. 59. S. auch Pilliet und Boulart, oben S. 10. Fhalaugistidae. W. A. Haswell beschreibt die Myologie von Fetaurista taguanoides und stellt insonderheit das Vorhandensein eines Femoro-caudal-Muskels fest, welcher bei anderen Säugethieren nicht gefunden wird; Pr. Linn. Soc. N. S. W. (2) 1. pag. 176—182. Phase olomyidae. R. Owen beschreibt einen Kiefer von Phascolomys curvirostns Ow. von den Wellington Höhlen in New- SouthAyales; Qu. Journ. Geol. Soc. 42. pag. 1—2, T. 1, s. auch Ann. Nat. Hist. (5) 17. pag. 289—290. Dasyuridae. R. Collett beschreibt Phascologale virginiae De Tarr. von Nord-Queensland; Pr. Z. S. London pag. 548— 549 T. 9. A. Mac Cormick beschreibt die Myology der Gliedmassen von Dasyurus viverrinus; Journ. of Anat. Phys. 21 pag. 103 — 137, T. 3. 0. Thomas beschreibt Phascogale doriae n. sp. vom Arfak- Gebirge, Neu-Guinea; Ann. Mus. Av. Genova (2) 4. pag 208. Derselbe bespricht die Arten der Gattung Phascologale; ebenda pag. 502—511. A. Sack untersuchte die Geschlechtsorgane von Phascogale (flavipes) und fand, dass die Schwellkörper der Ruthe mit ihren Wurzeln von den Sitzhöckern entspringen, so dass äusserlich zwischen dem Periost des Beckens und der Scheide des C. cavernosum keine Grenze wahrzunehmen ist. Es finden sich somit auch unter den Beutelthieren Formen, welche in genannter Beziehung nicht von dem placentaleu Typus abweichen-, Zoolog. Anz. 9. pag. 164 — 166. Didelphidae. E. Selenka, Studien über Entwicklelungs- geschichte. 4. Heft, Erste Hälfte. Das Opossum (Didelphys virginiana). Wiesbaden. 1886. 4to. pag. 101—132, m. 9 Taf. Plagiaulaeidae. E. D. Cope beschreibt eine vierte Art von Plagiaulaciden aus der Puerco Epoche: Neoplagiaulax molestus n. sp.; Amer. Natural. 20. pag. 451 . 46 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der etc. Amphitheriidae. H. F. Osborn beschreibt Bromatherium sylvestre und die neue Form Microconodon tenuirostris aus der oberen Trias; Proc. Acad. Philadelphia 1886 pag. 359— 363 und Science 8. pag'. 540. Monotremata. C. Gegenbau r, Zur Kenntniss der Mammarorgane der Mono- tremen, mit einer Tafel und zwei Figuren im Text. Leipzig 1886. 4to. 39 pag. R V. Lendenfeld fand die Temperatur der Bruttasche von Echidna verschiedene Grade höher als die des Thieres selbst ; Zoolog. Anz. 9. pag. 9—10 Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der TÖgel während des Jahres 1886. Von Ant. Reichenow. 1. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie. E. H. Aitken and R. A. Sterndale, Catalogue of Birds and Eg*gs in the CoUection of tlie Bombay N. H. Society; Jouni. Bombay Soc. 1886. pag. 14—22. J. A. Allen berichtet über kleinere die Ornithologie Nordamerikas betreffende und hauptsächlich über Biologie oder lokale Verbreitung nordamerikanischer Arten han- delnde Arbeiten in verschiedenen meist populären Zeit- schriften der Vereinigten Staaten Auk. Vol. 3. pag. 475—478. Derselbe berichtet über drei historisch interessante Exemplare (Ammodramus Lecontei, Helinaia Sivainsoni und ßaxicola oenanthe) des „American Museum of Nat. Hist." in New- York; ebenda, pag. 489 — 490. Siehe auch E. Coues. J.Audubon — Porträt, nebstBemerkungenüber einige seiner Bilder; R. W. Shufeldt, Auk. Vol. 3. pag. 417—420. R. Blasius u. G. v. Hay ek liefern den 2. Bericht über das permanente internationale ornithologische Comite und ähnliche Einrichtungen in einzelnen Ländern; Ornis 2. pag. 1 — 48. W. Blasius, s. E. v. Boeck. Eugen v.Boeck, Nachruf von W. Blasius; Monats- schrift Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 83— 85. — S. auch Reinecke. 48 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der C. Bolle, Verzeichniss und Eintheilungsplan der zoo- logischen Abtheilung des Märkischen Provincial-Museums. Vögel. 2. Ausg. C. Borromeo, Osservazioni ed Appunti di Ornito- logia; Atti Soc. Italiana Sc. nat. Milano 29. pag. 299 — 322. E. Coues, J.A.Alien, R. Ridgway, W. Brewster, H. W. Henshaw, The Code of Nomenclature and Check- List of North American Birds. Adopted by the American Ornithologist's Union. Being the Report of the Committee of the Union on Classification and Nomenclature. New- York. Amer. Ornith. Union 188G. — Der Ausschuss hat zunächst Regeln für die ornithologische Nomenclatur auf- gestellt, welche auf die Gesetze sich gründen, welche 1842 von dem Concil in Manchester angenommen wurden, indessen in mancher Beziehung von denselben abweichen. Als älteste Quelle für die Nomenclatur wird die 10. Aus- gabe von Linnes Syst. Nat. (1758) angenommen. Es folgt sodann eine „Check-List", welche die nordamerikanischen Arten unter den nach jenen Regeln revidirten Species- namen aufführt. Am Schlüsse ist ein Verzeichniss der fossilen Arten Nordamerikas gegeben. A. H. Evans referirt über die ornithologische Litte- ratur des Jahres 1885; Zoological Record for 1885 (Red. F. E. Beddard) London. G. A. Fischer, s. A. Reichenow. S. Garman, On the Use of Polynomials as Names in Zoology; Proc. Boston Soc. N. H. 23. pag. 164. F. V. Hauer giebt unter dem Titel: „Jahresbericht des k. k. Naturhistorischen Hofmuseums in Wien für 1885", eine Darstellung der gesammten Einrichtung des Instituts; Annalen d. naturh. Hofm. Wien. Bd. 1. pag. 1 — 4(). H. W. Henshaw, s. E. Coues. J. F. James, Catalogue of the Birds in the CoUection of the Cincinnati Society of Natural History; Journ. Cincinn. Soc. N. H. 9. pag. 52 — 64. L. V. Lorenz, s. A. v. Pelzeln. Ph. L. Martin, Die Praxis der Naturgeschichte. l.Th. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 49 Taxidermie. 3. Aufl. Revidirt von L. 11. P. Martin , unter Mitwirkung von Hodek. Weimar 1886; F.Voigt. W. Meves, Die Grösse und Farbe der Augen aller europäischen Vögel sowie der in der paläarktischen Region vorkommenden Arten in systematischer Ordnung. Halle a. S., W. Schlüter. 8. Derselbe hat Carl J.Sundevall's Einleitung zu seinem Versuch einer natürlichen Einleitung der Vogelclasse aus dem Schwedischen übersetzt und mit Zusätzen versehen. (Herausgegeben von perman. intern, orn. Comite, R. Blasius u. G. V. Hayek); Ornis 2. pag. 302—354. — [Bekanntlich hat der Verfasser selbst die betreffende Einleitung in seinem Werke in französischer Sprache, und damit für Jedermann verständlich, wiederholt]. A. V. Pelz ein und L. v. Lorenz führen die Typen der ornithologischen Sammlung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums in Wien nebst einigen erläuternden Be- merkungen auf. Der erste Theil umfasst die Rapaces, Fissirostres und Tenuirostres ; Annalen d. naturh. Hofmus. Wien. Bd. 1. pag. 249—270. E. Oustalet, Notices sur quelques especes nouvelles ou peu connues de la collection ornithologiques du Museum ; Nouv. Arch. Mus. Paris (2) Tome 8. 1886. pag. 255 bis 306, T. 11—14. A. Reichenow, Zur Erinnerung an Gustav Adolf Fischer; Journ. Orn. 34. pag. 613 — 622. Derselbe bearbeitete ferner den ornithologischen Theil in dem „Handwörterbuch der Zoologie, Anthro- pologie und Ethnologie " (Trewendt, Breslau). — Bis Lief. 19 Lit. L. erschienen. A. Reichenow und H. Schalow haben das Com- pendium der neu beschriebenen Gattungen und Arten fortgesetzt; Journ. Ornith. 34. pag. 81— 114, 436 — 452. G. Reid, Catalogue of the Birds in the Provincial Museum, N. W. P. d. Oudh., Lucknow, Calcutta 1886. R. Rein ecke, Eugen v. Bock. Nekrolog von B. Rivas in Cochabamba, aus dem Spanischen in's Deutsche über- tragen; Ornis 2. pag. 432 — 436. Archiv f. Naturgesch. 53. Jahrg. II. Bd. 1. H. D 50 A n t. R e i c li e 11 w : Bericht über die Leistungen in der Report on the British Museum for 1885 ; Ibis (5), Vol. 4. pag. 529—531. R. Ridgway, A nomenclature of colors for naturalists and compendium of useful knowledge for ornithologists. With ten colored plates and seven plates of outline illustrations. Boston: Little, Brown and Comp. 1886. — Enthält eine Darstellung der verschiedensten im Vogel- gefieder vorkommenden Farben systematisch angeordnet, die Bezeichnungen derselben in englischer, lateinischer, deutscher, französischer, spanischer, italienischer, nor- wegischer und dänischer Sprache, ferner ein Wörterbuch der technischen Bezeichnungen, welche in der beschrei- benden Ornithologie üblich sind, nebstZeichnungen, welche die Namen der einzelnen Theile des Vogelkörpers und Gefieders erläutern, sowie eine Uebertragung des eng- lischen Zollmaasses in Millimetermaass und umgekehrt. Siehe auch E. Coues. B. Rivas, s. Reinecke. T. Salvadori weist nach, dass der wissenschaftliche Name der Schleiereule: Striv flammea, herzuleiten sei von flammeum, der Brautschleier, und nicht von flamma, Flamme; Ibis (5), Vol. 4. pag. 377. H. Schalow, s. A. Reichenow. R. W. Shufeldt, On an old portrait of Audubon, painted by himself, and a word about some of his early drawings; Auk 3. pag. 417 — 420. Mit Audubon's Portrait. W.Stricker bespricht die Abstammung der Worte Grans und Rabe und giebt einige geschichtliche und my- thologische Notizen über beide Vögel; Zool. Gart. 27. pag. 212—216, 376—378. V. V. Tschusi führt die während des Jahres 1885 erschienene, die Ornithologie Oesterreich - Ungarns be- treffende Litteratur auf; Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 184 bis 192. Derselbe hat die ornithologische Litteratur Oester- reich-Ungarns des Jahres 1886 zusammengestellt; ebenda pag. 271-282. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 5 1 Derselbe giebt eiue Darstellung oruithologischer Bestrebungen in Siebenbürgen seit 1777 bis zur Gegen- wart, bespricht insonderheit die vorhandenen Lokal- sammlungen und führt die einschlägige Litteratur auf; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 73—77, 87—88. Derselbe berichtet in derselben Weise über die ornithologischen Bestrebungen und Sammlungen sowie die ornithologische Litteratur in Mähren; ebenda, pag. 219-225. St. V. Washington führt die deutschen Namen für die Vögel Steiermarks an; ebenda, pag. 278 — 283. Wen dt theilt die in einer alten Braunschweiger Chronik enthaltene Beschreibung des Caprimulgus euro- paeus, „Läpsch" oder „Weheklage" genannt, mit, welchem darin klagende, Unglück verheissende Töne zugeschrieben werden; Journ. Ornith. 34. pag. 125. II. Anatomie, Physiologie, Paläontologie. E. Baistrocchi, Sopra un granuloma del proven- triculo di una gallina con nota istologica sulla struttura normale dell' organo. Parma 1886. 8^. 16 pag. G. Baur druckt eine Bemerkung W. K. Parker's über Archaeopferyx aus dem Geol. Magazine 1. 1864. pag. 55 ab, welche in der Arbeit von Dames über diesen Vogel nicht erwähnt wurde und stellt die gesammte Litteratur über ArchaeofAeryx von 1861 — 85 zusammen; Zool. Anz. 9. pag. 106—109. Derselbe über dasBecken der Vögel und Dinosaurier- Morphol. Jahrb. 10. (1885). pag. 613—616. [Zu Bericht 1885. S. 148]. F.E.Beddard beschreibt die Luftsäcke von Casuarius. Die Gattung nähert sich darin mehr Apteryx als Rhea. Auf Grund der Beschaifenheit der Respirations - Organe würde man Apteryx und Casuarius je als besondere Gruppe aufzufassen haben, während Dromaeus an Rhea und Struthio sich anschliesst; Proc. Z. S. London, pag. 145 — 146. Derselbe beschreibt das Stimmorgan (Syrinx) von 52 Ant.Eeichenow: Bericht über die Leistungen in der Nyctidromus, Aegotheles und Batracliostomus. Bei Capri- mulgus, Chordeiles und Nyctidromus ist der Syrinx tracheo- bronchial, bei Batrachostomus, Podargus und Steatornis rein bronchial; Aegotheles bildet einen Uebergang, doch schliesst diese Gattung bei Hinzuziehung anderer anatomischer Kennzeichen enger an die letztgenannten Gattungen sich an. [Es wird somit Reichenow's systematischer Entwurf, welcher Steatornis, Podargus nebst Batrachostomus und Aegotheles von den Caprimulgiden in der Unterfamilie Podarginae (die den Raken angeschlossen ist) sondert, theilweise bestätigt]; Proc. Z. S. London, pag. 147— 153. Mit Holzschnitten. Derselbe bespricht einige anatomische Eigenschaften von Chauna chavaria in Vergleich zu denen von Ch. derhiana und beschreibt insonderheit die caeca; ebenda, pag. 178 bis 181. Mit Holzschnitt. Derselbe beschreibt die gewundene Luftröhre des männlichen Nothocrax urumutum — während dieselbe beim $ einfach ist — und erörtert die Unterschiede hinsichtlich des Syrinx zwischen den Ardeidae (mit welchen auch Scopus übereinstimmt) und den Ciconiidae. Die beiden Gattungen Xenorhynchus und Abdimia weichen von den typischen Störchen ab und bilden hinsichtlich der Be- schaffenheit des Syrinx einen Uebergang zwischen Störchen und Reihern; ebenda, pag. 321 — 325. Mit Holzschnitten. J. F. V. Be mm eleu, Die Visceraltaschen und Aorten- bogen bei Reptilien und Vögeln; Zoolog. Anz. 1886. pag. 528—532, 543-546. W. T. Blanford kritisirt die Ansicht Seebohm's über den Einfluss der Eiszeit auf die Familien der Chamdriidae und Scolopacidae-, Ibis (5) 4. pag. 525—528. G. Boccardi, Ricerche sul lo sviluppo dei corpuscoli del sangue negli uccelli; Rend. Accad. Sc. Napoli 25. pag. 58—64. W. B. Canfield, Vergleichend anatomische Studien über den Accommodationsapparat des Vogelauges ; Archiv f. mikrosk. Anat. 1886. pag. 121—170, T. 12—14. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 53 Derselbe, Ueber den Bau der Vogeliris. Inaug. Diss. Berlin, Mayer u. Müller. 8^. 29 pag. G. Cattaneo, Sulla Struttura e Formazione dello Strato Cuticolare del Ventricolo Muscolare degli uccelli; Bollet. scient. Pavia 7. 1886. pag. 87—92. Derselbe, Ricerche intorno alla normale tessitura ed alle alterazioni sperimentali dei corpuscoli pacinici degli uccelli; Atti Acc. Line. (3) Mem. Cl. fis. Vol. 18. pag. 321—355. M. Cazin, La structure de la muqueuse du gesier des Oiseaux; Bull. Soc. Philom. Paris (7), T. 10. pag. 57—61. Derselbe, Recberches sur la structure de l'estomac des Oiseaux; Comt. Rend. 102. pag. 1031—1033. Derelbe, Observations sur l'anatomie du Petrel geant (Ossifraga gigantea); Bibl. de l'ecole des hautes etudes; Sect. des Sc. Nat. Paris 31. 27 pag. Cbarbonnel-Salle et Pbisalix, De l'evolution postembryonnaire du sac vitellin cbez les oiseaux ; Compt. Rend. 102. pag. 1496-1498. Dieselben, Sur la secretion lactee du jabot des pigeons en incubations; ebenda 103. pag. 286 — 288. J. Cowper beschreibt die Anatomie des fünfzehigen Fusses des Dorkinghuhnes und hält die fünfte Zehe für den Daumen, welcher somit den anderen Vögeln fehlte; Journ. Anat. Phys. 1886. pag. 593—595. C. Dareste, Nouvelles recherches sur la production des monstruosites dans l'oeuf de la poule, par une modi- fication du germe anterieure ä la mise en incubation; Compt. Rend. 103. pag. 355—356. Derselbe, Recherches sur l'evolution de l'embryon de la poule lorsque les oeufs sont soumis ä l'incubation dans la position verticale; ebenda.^ pag. 696 — 697. J. Dogiel, Neue Untersuchungen über den Pupillen erweiternden Muskel der Säugethiere und Vögel; Archiv mikrosk. •Anat. 1886. pag. 403—409, T. 18. A. Dostoiewsky, Ueber den Bau der Grandry'schen Körperchen; ebenda 26. pag. 581—591. C. L. Edwards, The Relation of the Pectoral Muscles 54 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der of Birds to the Power of Flight; Amer. Natural 1886. pag. 25 — 29. Erdmann, s. Jesse. W. H. Flower, The Wings of Birds; Nature 34. pag. 204—205. M. Für b ringe r, lieber das Schlüter- und Ellbogen- gelenk bei Vögeln und Reptilien; Morph. Jahrb. 11. pag. 118—120. Derselbe, Ueber Deutung und Nomenklatur der Muskulatur des Vogelflügels; ebenda, pag. 121—125. H. Gadeau de Kerville, Note sur un hybride bigenere de pigeon domestique et de tourterelle ä collier, suivie de la recapitulation des hybrides uni-et bigeneres observes jusqu'alors dans l'ordre des pigeons; Bull. Soc. Amis Sc. Nat. Ronen 1885 2. Sem. und separat Ronen 1886, 8«, 15 pag. H. Gadow, Fortsetzung der Abth. Vögel in: Bronn's Klassen und Ordnungen des Thierreichs. Lief. 13 — 15, Muskeln der Extremitäten und des Visceral -Skelets. J. G. Goodchild bespricht die Verschiedenheit der Anlage der Armdecken bei den Vögeln und erläutert seine Ausführungen durch zahlreiche Holzschnitte; Proc. Z. S. London, pag. 184 — 203. J. V. Haast beschreibt die Fossilreste, auf welche derselbe im Vorjahre die neue Form Megalapteryx Hectori begründete. Es sind: rechter und linker femur, linke tibia, fibula und tarso-metatarsus, eine phalanx und ein Nagelglied. Wie sich als Zeitgenossen von Dinomis eine Anzahl riesiger Vertreter jetzt lebender neuseeländischer Vögel gefunden haben, Aptornis als Repräsentant von Ocy- dromus, Cnemior7iis, eine flügellose Gans, nahe Cereopsis, Harpagornis, eine wohl am nächsten mit Circus verwandte Form, Notornis, eine mit Trihonyx verwandte Rasse, so ist nunmehr auch ein gigantischer Apteryx entdeckt; Trans. Zool. Soc. London. Vol. 12. pag. 161—169, T. 30. Derselbe giebt ausführliche Beschreibung der Fossil- reste, auf welche Dinoimis Oiveni begründet wurde (s. Ber. f. 1885. pag. 232). Die Art stand hinsichtlich ihrer Dimen- Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 55 sionen der bisher bekannten kleinsten Dinornis - Form (curtus Ow.) noch nach; ebenda, pag. 171 — 182, T. 31 u.32. W. D. Halliburton, Note on the Colouring Matter of the Serum of Certain Birds; Journ. of Physiol. 1886. pag. 324—326, T. 12. J. E. Hendricks, Note on the problem of soaring birds; Amer. Natural. 20. pag. 294 — 295. Derselbe, The mechanics of soaring; ebenda pag. 532—534. C. L. Herrick, Osteology of the Evening Grosbeak, Resperiphona vespertina; Bull. Sc. Labor., Denison Univ., Granville, Ohio 1885. pag. 5—15. J. Jesse und Erdmann bestätigen, dass das Hühnerei in der Regel mit dem stumpfen Ende voran gelegt werde ; Journ. Ornith. 34. pag. 125. [Vergl. v. Nathusius, Ber.1885. pag. 153]. L. Kerschner weist den allmählichen Ueb ergang in Färbung und Zeichnung der Federn an dem Gefieder des Pfaus, von der einfachsten bis zur Schmuckfeder im „Eade" des männlichen Vogels nach und knüpft an diese Veränderungen Betrachtungen in phylogenetischer Be- ziehung; Zeitschr. wissensch. Zool. 44. pag. 681 — 698. R. König-Warthausen theilt einige Fälle der Ent- wicklung junger Vögel (Haushühner und Enten) im Ei innerhalb des Mutterleibes mit; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg 1886. pag. 316-320. J. Lancaster, Gravitation and the Soaring birds; Amer. Natural. 20. pag. 514—521. Derselbe, The Mechanics of Soaring; ebenda pag. 326—333, 390—391, 653—654. Derselbe, The Problem of the Soaring Bird; Zoo- logist (3) 10. pag. 54—67. Derselbe, The Wings of Birds; Amer. Natural. 20. pag. 701—708. F. Laulanie, Sur le mode d'evolution et la valeur de Fepithelium germinatif dans le testicule embryonnaire du poulet; Bull. Soc. H. N. Toulouse 1886. pag. 13—16. 56 Ant. Keichenow: Bericht über die Leistungen in der Lemoine berichtet über Reste von Eupteromis und Gastornis; Bull. Soc. geol. Ser. 3, T. 12. pag. 357. F. A. Lucas vergleicht die orteologischen Verhält- nisse von Chaetura mit denjenigen von Trochilus und Chelidon und gelangt entgegen Shufeldt [s. weiter unten pag. 58] zu dem Ergebniss, dass die beiden erst- genannten Formen nahe Verwandtschaft aufweisen und danach die Cypselidae nicht in Anschluss an die Hiruyi- dinidae unter die Passeres gestellt werden könnten, wie neuerdings wieder geschehen; Ank Vol. 3. pag. 444 — 451. R. Lydekker entdeckte eine fossile Diomedea in dem Red Crag; Quart. Journ. Geol. Soc. 1886. pag. 364 bis 368. A. Marcacci, Influenza del movimento sullo sviluppo deir novo di pollo: ricerche sperimentali; Ann. Univers. Perugia, Anno 1. 1885—86. Marey, Etüde sur les mouvements imprimes par l'aile d'un Oiseau; Compt. Rend. 102. pag. 1137-1139. L. Matthiessen, lieber den physikalisch - optischen Bau des Auges der Vögel; Arch. ges. Phys. (Pflüger) 1886. pag. 104—112, T. 1. A. M. Mc Aldo wie, Observations on the Development and the Decay of the Pigment Layer on Birds' Eggs; Journ. Anat. Phys. 1886. pag. 225—237. A.B.Meyer, Abbildungen von Vogel - Skeletten. Dresden. Pt. 10 u. 11. A.Müller behandelt in einem ausführlichen Referat die antetertiären Vorfahren unserer Vögel; Journ. Ornith. 34. pag. 555—569. W. V. Nathusius hat Bruchstücke des Eis von Stru- tliioliilius chersonensis Brandt auf die Textur der Schale hin untersucht und findet dieselben derartig übereinstimmend mit der Schale von Strausseneiern, dass er nur specifische, aber nicht generische Verschiedenheit zwischen Struthio und Struthiolithus anzunehmen vermag ; Zool. Anz. 9. pag. 47—50. E. T. Newton liefert eine eingehende Beschreibung der im unteren Eocän von Croydon gefundenen fossilen Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 57 Vogelreste (tibio-tarsi und femur), auf welche die Form Gastornis klaasseni begründet wurde [s. Ber. f. 1885. pag. 232]. Verf. vergleicht die Reste mit solchen anderer Eocän- Vögel, unter welchen die Form Cnemiornis am nächsten zu stehen scheint, und mit entsprechenden Skelettheilen re- center Vögel. Hinsichtlich des letzteren Vergleiches ergeben sich nähere Beziehungen zu Anserinen, ins- besondere zu Cereopsis, als zu den Ratiten. Es wird sich darum handeln, festzustellen, ob Gastornis ein ge- kieltes Brustbein hatte oder ein kielloses. In ersterem Falle würde Gastoriiis klaasseni den grössten der bisher bekannten Carinaten darstellen, denn er gleicht in seinen Dimensionen den neuseeländischen Moas. In letzterem Falle hätten wir eine Ratiten -Form mit Annäherung an Gruppen der Carinaten. Verf. giebt schliesslich eine Ueb er- sieht der Brittischen Eocän-Vögel und einiger nächst ver- wandten Formen; Trans. Zool. Soc. London. Vol. 12. pag. 143—160, T. 28 u. 29. R. Owen beschreibt das Sternum von Dinomis ele- phantopus; Trans. Zool. Soc. London 12. 1. pag. 1—3, T. 1. T. J. Parker, Notes on a Skeleton of Notomis, re- cently acquired by the Otago University Museum; Trans. N. Z. Inst. 18. 1885. pag. 78—82. E. Ravn, Ueber die mesodermfreie Stelle in der Keimscheibe des Hühnerembryos; Arch. Anat. Phys. 1886. pag. 412—420, T. 21. E. Riviere, Faune des oiseaux, des reptiles et des poissons trouves dans les cavernes des Baousse - Rousse (Italic) dites grottes de Menton; Materiaux pour l'hist. prim. et nat. de Fhomme 20. Ser. 3. pag. 525 — 535, T. 3. F. Rochas, Sur quelques particularites relatives aux connexions des ganglions cervicaux du grand sympathique et ä la distribution de leurs rameaux afferents et efferents chez l'Anas boscas; Compt. Rend. 100. pag. 649 — 651. Derselbe, De l'existence, chez les oiseaux, d'une Serie de ganglions cephaliques, de nature sympathique, correspondant aux nerfs craniens segmentaires ; ebenda 102. pag. 1028—1031. 58 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen in der G. Romiti, De Fextremite anterieure de la corde dorsale et de son rapport avec la poche hypophysaire ou de Rathke chez Fembryon du poulet; Arch. Ital. deBiol. 7. pag. 226—231. J. A. Ryder, On an unusual relation of the Notocliord to the Intestine of the Chick; Amer. Natural. 20. pag. 392—394. P. L. Sclater referirt nach Jeifries und Shufeldt über die Kralle am Daumen der Vögel und deren Ver- schiedenheit von den bei einigen Vögeln vorkommenden Flügelspornen. Mit Abbildung der Handknochen von Gypayus papa, Chauna derbiana, Plectropterus gambensis, Parra jacana; Ibis (5). Vol. 3. pag. 147—151, 300—301. R. W. Shufeldt, Feathered Forms of other Days (^Archaeopteryx, Hesperornis, Ichthyornis etc.); The Century Illustr. Monthly Mag. New-York 31. pag. 352-365. Derselbe lieferte einen Beitrag zur vergleichenden Osteologie der TrochUidae, Caprimulgidae und Cypselidae; P. Z. S. London 1885 4. pag. 886—915, T. 58—61, Zusatz: ebenda 1886. pag. 501—503. Derselbe beschreibt diejenigen Muskeln des Vogel- körpers, welche für die Systematik der Klasse Wichtigkeit haben. Mit Holzschnitten in : Journ. Comp. Medicine and Surgery Oct. 1887. Derselbe beschreibt die Osteologie von Conurus carolinensis; Journ. Anat. Phys.20. pag. 407 — 425 T. lOu. 11. Derselbe beschreibt die anatomischen Verhältnisse von Geococcyx californianus; P. Z. S. London 1886. pag. 420 bis 490, T. 42—44 u. Journ. Anat. Phys. 20. pag. 244—266 T. 7—9, u. 21. pag. 101—102. W. Smith, On Moa and other Remains from the Tengawai River, Canterbury; New Zeal. Journ. Sc. 1885. pag. 213—295. H. Strasser, Ueber den Flug der Vögel. HI. Die nothw endige Menge und Vertheilung der Musculatur; Jen. Zeitschr. Naturw. 19. Bd. pag. 329—429. Th. Studer, Ueber Embryonalformen einiger ant- arctischer Vögel; Mitth. Naturf. Ges. Bern 1886. p. 25—26. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 59 C. J. Sundevall, On tlie Wings of Birds. Transla- ted from the original Swedish of the Kongl. Vetensk. Akad. Handl. 1848 by W. kS. Dallas; Ibis (5) Vol. 4. pap. 389—457. J. Tarchanoff theilt Untersiiclmngen über Hühner- eier mit durchsichtigem Eiweiss mit und liefert fernere Beiträge zur Frage von der Verschiedenheit zwischen dem Eiweiss bei Nesthockern und Nestflüchtern ; Arch. f. ges. Phys. 39. pag. 476—490 [Vergl. Ber. 1884 S. 162]. Tro u es sart, Sur la presence de Ricins dans le tuyau des plumes des oiseaux; Compt. Rend. 103. pag. 165 — 167. J. Türstig, Mittheilungen über die Entwicklung der primitiven Aorten nach den Untersuchungen an Hühner- embryonen. Inaug.-Dissert. Dorpat 1886. 8<^, 21 pag. S. Warynski, Sur la production artificielle des Monstres ä coeur double chez les poulets; Rec. Zool. Suisse 1886. pag. 261—312, T. 16. T. White, Remarks on the Feathers of Two Species of Moa; Trans. N. Zeal. Inst. 1885. pag. 83—84, T. 2 u. 3. J.Widhalm, Die fossilen Vogel-Knochen der Odessaer- Steppen -Kalk -Steinbrüche an der neuen Slobodka bei Odessa. Mit 1 Taf. Odessa 1886, 4^, 9 pag. J. W. V. Wijhe, UeberSomiten und Nerven im Kopfe von Vögel- und Reptilien -Embryonen; Zool. Anz. 1886. pag. 657—660. H. Woodward, On Flightless Birds, commonly called Wingless Birds, Fossil and Recent; and a few words on Birds as a Class; Proc. Geol. Assoc. London 9. pag. 352 bis 376, T. 1—2. L. Wunderlich, Beiträge zur vergleichenden Ana- tomie und Entwicklungsgeschichte des unteren Kehlkopfs der Vögel; Nova Acta Ac. Leop. Garol. T. 48. pag. 1 — 80. III. Geographische Verbreitung^ Zug, Faunistik. Allgemeines. M. V. Menzbier, Die Zugstrassen der Vögel im euro- päischen Russland; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1886. No. 2. — Verf. weist anknüpfend an die von Palmen auf- 60 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der gestellten Kategorien von Zugstrassen nach, dass letztere nicht als allgemein gültig aufrecht erhalten werden können. Einzelne der von Palmen als charakteristisch für gewisse Zugstrassen aufgestellten Arten weichen im europäischen Russland von dem Charakter, welchen sie im westlichen Europa bezüglich ihres Brutaufenthaltes und ihrer Zug- strassen zeigen, wesentlich ab. Haematvpus ostralegus und Strepsilas interpres z. B., welche in Westeuropa an die Meeresküste gebunden sind und dementsprechend die „viae marinae litorales" auf dem Zuge verfolgen, brüten in Russland auch längs der Flüsse und an Binnenseen und benutzen demgemäss „viae fluvio -litorales" auf der Wanderung. Verf. lässt nur zwei grosse Kategorien von Zugstrassen gelten: viae marinae litorales und viae con- tinentales. Erstere, welche auf der beigegebenen Karte 1 dargestellt sind, zerfallen nach Ansicht des Verfassers in 4 Richtungen: 1. via caspia, welche längs des Ob und Ural südwärts über das Kaspische Meer führt, also den östlichen Theil des Gebiets betrifft, 2. via pontica, welche die Vögel des westlichen Theils über das Schwarze Meer nach Kleinasien, Arabien und Nordostafrika führt, 3. via baltica, ein Zug in südwestlicher Richtung, von den Küsten des Eismeeres über das Weisse Meer, Ladoga-See, Finnischen Meerbusen zur Ostsee und 4. via norvegica, in westlicher Richtung längs der russischen Eismeerküste und dem nördlichen Gestade Norwegens. Die zweite Karte stellt die Kontinentalstrassen dar und zwar lässt Verf. zwei, den Wegen 1 und 2 auf Karte 1 entsprechend, in südwestlicher Richtung je zum Kaspischen (via trans- caspica) oder Schwarzen Meer (via anatolica) führen, während der dritte (via turkestanica) in südwestlicher Richtung aus dem inneren Russland über den Aralsee nach Turkestan, der vierte (via sibirica) in östlicher R. durch die sibirische Ebene nach der Mandschurei läuft. Allgemeine Betrachtungen über die den Zugrichtungen zu Grunde liegenden biologischen Ursachen beschliessen die Arbeit. Verf. vertritt die Ansicht, dass die Zugstrassen bis zu einem gewissen Grade den Weg ausdrücken, auf Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 61 welchem in früherer Zeit die Ausbreitung der Art vom Verbreitungseentrum her vor sich ging. A. Reichenow liefert in einer vorläufigen kurzen Uebersicht einen neuen Plan der Begrenzung zoologischer Regionen auf Grund der Verbreitung der Vögel. Verf. tritt insonderheit für die Selbständigkeit der cirkum- polaren arktischen und antarktischen Zone und für die EigenartigkeitMadagaskars ein und weist auf den Gegensatz zwischen der westlichen und östlichen Erdhälfte und den faunistischen Zusammenhang Europas, Asiens und Afrikas hin. Danach stellt Verf. 6 grössere Zonen auf: 1. Ark- tische Z., 2. Westliche Z. (Westlich gemässigte und Süd- amerikanische Region), 3. Oestliche Z. (Oestlich gemäss., Aethiopische und Malayische Region), 4. Südliche Z. (Australische und Neuseeländische Region), 5. Madaga- sische Z., 6. Antarktische Z.; Tageblatt 59. Vers. Deutsch. Naturf. zu Berlin, pag. 195 — 196 und Journ. Ornith. 34. pag. 549—551. S. auch Blanford, oben S. 52. Oestliche gemässigte Region, Europa: R. Blasius berichtet über den Wanderzug der Tannenheher durch Europa im Herbste 1885 und Winter 1885/86. Die wandernden Schaaren gehörten der sibirischen schlankschnäbligen Form an. Verf. erörtert die Unterschiede der beiden Formen brachyrhynchus Brehm und macrorhynchus Brehm und nennt erstere pachyrhynchus, letztere lepiorhynchus ] Ornis 2. 4. Heft, und separat Wien, Gerold 1886. L. Stejneger hält Turdus alpestris Brehm und T. torqnatus L. für gut unterschiedene Arten; Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 365—373. J. Vian beschreibt die Dunen- Jungen der europäischen Hühner- und Stelzvögel und giebt in Ueb ersichten beider Ordnungen charakteristische Gattungsmerkmale an, welche zur Bestimmung solcher Jugendformen benutzt werden können; Bull. Soc. Zool. France 11. pag. 340 — 419. Siehe auch 0. des Murs, weiter unten unter Frankreich. 62 A n t. R e i c li e 11 w : Bericht über die Leistungen in der Deutschland: E,. Blasius, J. Rohweder, R. Tancre und A. Walter haben den 9. Jahresbericht (1884) des Ausschusses für Beobachtungsstationen der Vögel Deutsch- lands veröffentlicht. Auf mehrere Mängel und Irrthümer in diesem Bericht wurde vom Referenten an anderer Stelle (Zoolog. Jahrb. 2. Bd. pag. 943) bereits aufmerksam ge- macht; Journ. Ornith. 34. pag. 129 — 388. G. Bolle liefert ein Verzeichniss der Vögel der Mark Brandenburg. 6 Arten sind aufgeführt, welche die von Schalow 1885 [s. Ber. 1885 S. 158] veröffentlichte Liste nicht enthält: Buteo tachardas (bei Schwiebus erlegt), Larus minutas (bei Eberswalde geschossen) sowie Athene passerinaf Parus cyanus, Tetrao bonasia u. Mei'ops apiaster, deren Vorkommen jedoch nicht hinreichend verbürgt erscheint; Verzeichniss und Eintheilungsplan d. Zool. Abth. d. Mark, Prov- Mus. Vögel, 2. Ausg. Derselbe beobachtete Nyctliierax ulula (L.) am Tegeler See bei Berlin; Journ. Ornith. 34. pag. 401. Nach Demselben brütet Anser cinereas in grosser Menge amGülpsee in der Priegnitz (Mark), ebenda, pag. 401. Conventz berichtet über Vorkommen einiger seltenen Vogelarten in Westpreussen ; Schrift. Naturf. Ges. Danzig 6. Bd. 3. Hft. pag. 11—13. Dittus giebt einige Notizen über das Vorkommen von Tetrao tetrix im Allgäu (Württemberg) ; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemb. 42. pag. 347—348. R. Fresenius, OrnithologischeMiscellen; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 88—93. F. Gras sn er berichtet, dass Tichodroma muraria am 24. Nov. 1885 bei Gleisweiler (Rheinpfalz) erlegt wurde; ebenda, pag. 23. G. Grellet beobachtete Emberiza melanocephala zwischen Munderkingen u. Rottenacker (OA. Ehingen) in Württemberg; Jahresh. Ver. Vat. Naturk. Württ. 1886. pag. 347. W. Hanke berichtet über einen ungeheueren Lerchen- zug bei Langensalza am 27. Februar 1886; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 78. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 63 H. Hintze tlieilt einige Beobaclitungen über Ankunft und Abzug sowie Brutzeit der Vögel bei Neuwai*p i. P. im Jahre 1885 mit; Zeitschr. Ornitli. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10). pag 11—13, 72—73. A. V. Homeyer, über Anthus rupestris in Mecklen- burg; ebenda, pag. 1 — 4. R. Koen ig liefert einen ornithologischen Jahresbericht für Württemberg und das Jahr 1885. Ausser dem bereits oben erwähnten Vorkommen von Euspiza melanocephala sind auffallende Vorkommnisse nicht verzeichnet ; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg 42. pag. 146 — 166. H. Landois, Westfalens Thierleben. Die Vögel in Wort und Bild. Paderborn u. Münster, Schoeningh 1886. Lief. 1 bis 6. F. Lindner theilt Notizen über Vorkommen, Ankunft, Abzug und Brutzeit deutscher Vogelarten mit; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 16—20, 39-41, 153—158. A. B. Meyer u. F. Helm, 1. Jahresbericht (1885) der Ornithologischen Beobachtungsstationen im' Königreich Sachsen; Abhandl. Zool. Anthrop. Mus. Dresden. 82 pag. Pietsch theilt einige Notizen über den Herbstzug der Vögel bei Torgau für 1885 u. 1886 mit; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 11—13, 175—178. A. Reichenow berichtet über Vorkommen von Anser albifrom (L.) und uedemia nigra (L.) bei Rathenow, Mark Brandenburg; Journ. Ornith. 34. pag. 402. A. Richter theilt einige Beobachtungen über Früh- jahrs- und Herbstzug sowie Brutgeschäft der Vögel in der Umgegend Breslaus für 1885 mit; Monatsschr. Ver. Schutz, d. Vogelw. 11. pag. 55-60. 0. V. Riesenthal, Die Kennzeichen unserer Raub- vögel nebst kurzer Anleitung zur Jagd und Fang. 3. um die rabenartigen Vögel und Würger vermehrte Auflage. Berlin, Mückenberger 1886. H. Schacht berichtet über den Zug der Vögel im Teutoburger Walde im Frühjahr 1886; Monatsschr. Ver. Schutze d. Vogelw. 11. pag. 264—268. 64 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der J. F. Soldat berichtet über den Fang von Älca torda am Conventer See b. Börgerende (Mecklenburg); Arch. Ver. für Naturg. Mecklenburg 40. pag. 100. Treichel berichtet üb er Vorkommen einiger selteneren Arten in Westpreussen; Schrift. Naturf. Ges. Danzig 6. Bd. 3. Hft. pag. 124. A. Walter berichtet über Brüten von Turdus 'pilaris im Spreewalde (Mark Brandenburg); Journ. Ornith. 34. pag. 124. Wiese berichtet über Nistplätze von Turdus pilaris in Mecklenburg; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10). pag. 174. Oesterreich. P. BlasiusHanf theilt Beobachtungen über den Vogelzug am Furtteiche und seiner Umgebung im Frühjahre 1886 mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 181 bis 183, 313—314. Derselbe über Beobachtungen von Juni bisDez.1886; Mitth. Naturw. Ver. Steiermark. 1886, 23. Hft. pag. 69— 73. V. Capek berichtet über Erscheinen von Circus cyaneuSj Nucifraga caryocatactes, Picus medius und Plectro- phanes nivalis in Mähren; ebenda pag. 93. Derselbe berichtet ühev Emberiza hortulana inMähren ; ebenda pag. 177 -178. J. von Csato ergänzt Syrnium aluco und Ruticilla Cairii Gerb (etwas kleiner als tithys) zu seinem Artikel über Vögel der Comitate Alsö-Feher u. Hunyad [s. vorj. Ber. S. 159]; Zeitschrift ges. Orn. 3. pag. 183. F. V. D a 1 b e r g , Die Waldhühner des westlichen Mährens; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 25—27, 37-38. K. W. V. Dali a Torre berichtet über die Verbreitung der Nycifraga caryocatactes in Tirol; ebenda, pag. 49 — 50. K. V. Dalla-Torre und V. v. Tschusi veröffentlichen den 2. Jahresbericht (1883) des Comites für ornithologische Beobachtungsstationen in Oesterreich - Ungarn; Ornis 1. Jahrg. pag. 197—576. G. V. G r e d 1 e r veröffentlicht ein Verzeichniss der Arten einer Vogelsammlung aus der Umgegend von Bozen ; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 169—171. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 65 R. 0. Karls berger berichtet über Brüten von Ephi- altes sGops in Niederösterreich ; ebenda, pag. 294. A. Marschal setzt seine Compilationen über das Vorkommen von Arten der österreichisch-ungarischen Ornis in anderen Theilen der Erde fort; ebenda, pag. 7 — 8, 19, 30—31, 43, 53—55, 119, 130, 186, 304-305. A. V. Mojsisovics berichtet über einige seltenere Er- scheinungen in der Vogelwelt Oesterreich-Ungarns; Mitth. Naturw. Ver. Steiermark. 23. Heft. 1886. pag. 74—86. Derselbe, Biologische und faunistische Beobach- tungen über Vögel und Säugethiere Südungarns und Sla- voniens in den Jahren 1884 und 1885 (zugleich 2. Nachtrag zur Ornis von Bellye und Darda); Mitth. naturw. Ver. Steiermark. Jahrg. 1885. Derselbe schildert das Vogelleben der österreisch- ungarischen Monarchie; Die österr.-ungar. Monarchie in Wort und Bild. pag. 249 u. f. A. V. Pelz ein erzählt, dass ein Exemplar der Ticho- droma muraria am 10. Dec. 1886 im k. naturhist. Museum in Wien gefangen wurde; ebenda, pag. 323 — 324. 0. E eis er, lieber Vorkommen von Picus leuconotus in Salzburg; ebenda, pag. 184 — 186. E. Schauer ixdii Melanocorypha tartarica Fall, in Ga- lizien; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 335 — 336. B. Schiavuzzi berichtet über Otis tarda in Istrien; Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 182 und Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 112. H. Seebohm schildert das Vogelleben im oberen Engadin nach den Beobachtungen während einer kurzen Reise durch das Thal; Ibis (5) Vol. 4. pag. 24 — 29. J. Talsky berichtet über Erscheinen der Nucifraga caryocatactes in Mähren im Herbst 1885; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 197—199. V. V. Tschusi berichtet über Auftreten des Anthus cervinus in Salzburg und die Verbreitung der Art in esterreich - Ungarn; ebenda, pag. 265 — 267 [s. auch J. V. Czato ; ebenda, pag. 277]. Archiv f. Naturgesch. 53. Jahrg. Tl. Bd. 1. H. E 66 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Derselbe berichtet über Vorkommen von Otis tetrax in Oberösterreich und Salzburg; ebenda, pag. 7. Derselbe referirt über die ornithologische Literatur Oesterreich-Ungarns 1885, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 185 bis 192. Derselbe liefert einen Nachtrag zu seiner Schrift „Die Vögel Salzburg's" und stellt die bisher erschienene Litteratur über die Vogelwelt Salzburgs zusammen; ebenda, pag. 225—252. Siehe auch v. Dalla-Torre. V. V. Tschusi und E. v. Homeyer liefern ein neues, durch einige Nachträge vermehrtes Verzeichniss der Vögel Oesterreich-Ungarns. Ausser den deutschen, sind die ungarischen, böhmischen, polnischen, croatischen und italienischen Bezeichnungen der einzelnen Arten aufgeführt. Die im ersten Verzeichniss beliebte systematische An- ordnung und Nomenklatur ist unverbessert beibehalten; Ornis 2. pag. 149—179. Fr. V.Ulm -Erb ach giebt ein Verzeichniss der in Erbach bei Ulm vorkommenden Vögel; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 171 — 172 und Monatsschrift Ver. Schutze Vogelw. 11. pag. 71— 76.*) A. Valle giebt eine Ergänzung zu Schiavuzzi's Liste der Vögel Istriens. Erwähnt werden: Gyps fulvus, Aquila 7iaevia, Cypselus melba, Accentor alpinus, Poecile palustris und luguhris, Parus cristatus, Cyanecida suecica, Schoenicola pithyornus, Passer cisalpinus, Somateria mollissima, Alca torda, Garbo gracidus, Sida bassana, Xema minutum; BoU. Soc. adriat. sc. nat. Trieste 9. 1885. G. Vallon, Note sull' Avifauna del Friuli; BoU. Soc. adriat. sc. nat. Trieste. Vol. 9. No. 2. [Vom Ref. nicht gesehen.] St. V. Washington berichtet über Vorkommen von Aquila pennata in Steiermark; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 253—254. Derselbe, Ueber Platalea leucerodia in Steiermark erlegt; ebenda, pag. 215. *) Dieser irrthümlich hier eingeschobene Artikel gehört auf S. 64, Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. G7 Schweiz: A. Girtanuer bespricht die Verbreitung der Nucifraga caryocatactes (subsp. pacliyrhynchus) in den Schweizer Alpen und weist nach, dass im Herbst 1885 eine Einwanderung der Form leptorliynchus in die Schweiz und zwar bis in die Standorte der heimischen schweize- rischen Abart stattgefunden habe; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 86—87, 97-98. Russland: E. Büchner hat seine frühere (1881) in Verein mit Th. Pleske veröffentlichte Uebersicht der Vögel des St. Petersburger Gouvernements revidirt und, wesentlich erweitert, neu veröffentlicht. Die Liste umfasst nunmehr 251 Arten (gegen früher 211); Beitr. Kenntn. Russ. Reich. 3. Folge und separat. St. Petersburg 1886. A. V. Krüdener, lieber einige seltene Erscheinungen in Livland; Zool. Gart. 27. pag. 158. 0. V. Löwis berichtet über seltene Erscheinungen in den Ostseeprovinzen; Zool. Gart. 27. pag. 251 — 256. W. Meves, Ornithologische Betrachtungen grössten- theils im Sommer 1869 auf einer Reise im Nordwest- lichen Russland gesammelt, der Kgl. Ak. d. Wiss. zu Stockholm mitgetheilt 1871 etc. Ins Deutsche übertragen von Fr. Meves, mit Anmerkungen versehen von E. F. V. Homeyer in: Ornis 2. pag. 181 — 288. — Uebersetzung der bereits in den Öfv. Kgl. Vetensk. Ak. Förh. 1871 ver- öffentlichten, im Auszug auch im Journ. f. Ornith. 1875. pag. 428 veröffentlichten Arbeit. E.V. Middendorff und Seidel veröffentlichen Beob- achtungen, welche während 1885 in dem Gouvernement Livland (Russland) angestellt wurden. In der Hauptsache betreffen dieselben nur das Vorkommen, doch vermisst man in den meisten Fällen die näheren Angaben, ob die Arten als Stand-, Sommervögel oder Wanderer beobachtet sind; Ornis 2. pag. 376—396. Th. Pleske beschreibt die Vogelfauna der Halbinsel Kola. Drei faunistische Gebiete werden auf derselben unterschieden: Das arktische Gebiet (Regio alpina), ein Uebergangsgebiet (R. subalpina), botanisch durch die Birke gekennzeichnet, die Waldregion (R. sylvatica). Eine Ueber- E* 68 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Sichtstabelle am Schluss der Arbeit zeigt die Verbreitung der 201 vorkommenden Arten nach diesen Regionen. Die speciellen Verbreitungsnotizen geben interessante Auf- schlüsse bezüglich der Nordgrenze des Vorkommens vieler europäischen Vögel. Grus cmerea brütet noch bei Muo- nioniska, Tetrao urogallus am Imandra-See, bei Kola und am Ivalo, Jynx torquilla fehlt, Sturnus vulgaris wird nur vereinzelt beobachtet, die Muscicapiden gehen bis zum Kandalakscha und Imandra, Perisoreus infaustus über- schreitet nicht die Waldgrenze u. a. ; Beitr. Kenntn. Euss. Reiches. 2. Folge, auch gesondert erschienen unter dem Titel: Uebersicht der Säugethiere und Vögel der Kola- Halbinsel. Th. 2. Vögel. St. Petersburg. 1886. Seidel, s. v. Middendorff. Bulgarien: A. Alleon zählt die in der Dobrudscha und in Bulgarien beobachteten Arten auf; Ornis 2. pag. 397 — 428. [Bei den wenigen Nachrichten, welche wir bis jetzt über dieses Gebiet haben, wäre es wünschenswerth, die Arbeit durch Angaben darüber zu ergänzen, welche Arten als Stand- und Brutvögel u. a. beobachtet wurden.] Dänemark: A. v. Homeyer zählt die während eines Besuches der dänischen Insel Möen (in der Ostsee) auf derselben beobachteten Arten auf; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7 (10). pag. 66—68. Derselbe giebt Notizen über die Vogelwelt Born- holms; ebenda, pag. 153—158, 169—173. Ch. F. Lütken liefert den zweiten Jahresbericht (1884) über die ornithologischen Beobachtungsstationen in Dänemark; Ornis 2. pag. 49 — 100. Scandinavien : R. Co 11 et traf Phylloscopns horealis als Brutvogel in Finmarken bis 70 ^ 20'. Verf. theilt aus- führliche Beobachtungen über Lebensweise, insonderheit Brutgeschäft der Art mit; Ibis (5) 4. pag. 217—223. CR. Sundström veröffentlicht ein systematisches Verzeichniss der Vögel Schwedens mit den landesüblichen Namen; Ornis 2. pag. 289-301. Island: B. Gröndal führt 102 Arten als auf Island vorkommend auf nebst den landesüblichen Namen. [Leider Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 69 ist nur in wenigen Fällen angegeben, ob die betreffende Art als Brut- oder Zugvogel etc. beobachtet wurde.] Ornis2. pag. 355—374 P. Nielsen berichtet über lokales Vorkommen von Limosa melanura und Rallus aqiiaticns als Brutvögel auf Island; ebenda, pag. 429—431. H. Slater und Th. Carter geben einige Schilderungen des Vogellebens des nördlichen Island; Zoologist Vol. 10. pag. 149—159. Dieselben führen 17 Arten auf, welche von ihnen während eines kurzen Sommeraufenthaltes in Nord-Island beobachtet wurden, die auf Island brütende Acanthis-Art halten Verf. für A. linaria; Ibis (5). Vol. 4. pag. 45 — 52. England: 0. V. Aplin, Ornithological Notes from Oxfordshire; Zoologist 10. pag. 301— 303. Derselbe, British Examples of the King Duck and Hooded Merganser at Oxford; ebenda, pag. 335. J Armistead schliesst seine Notizen über die Vögel von Solway ab; Naturalist 1886. pag. 69—78. [Vergl. Ber. 1885. S. 162.] J. R. Ashworth, lieber Emberiza melanocephala in Nottinghamshire ; Zoologist 10. pag, 73. Ch. Babington, Catalogue of the Birds of Suffolk; with an Introduction and Remarks on their Distribution, London, van Voorst, 1884 — 86. R. M. Bar rington, s. Harvie Brown. Ch. W. Benson, Our Irish Jong Birds. Dublin: Hodges & Co. 1886 E. Bidwell, A Visit to the Isles of Scilly during the Nesting Season; Trans. Norfolk and Norwich Nat. Soc- 1886. pag. 201—214. M. Browne setzt seine Aufzählung der Vögel von Leicestershire fort; Zoologist Vol. 10. pag. 16 — 24, 159 bis 167, 196—202, 233—238, 326—331, 409—415. Th. Carter, Notes from North Yorkshire; ebenda, pag. 297—298. R. W. Chase berichtet über Vorkommen von Lanins rufus und Serimis hortulanus in Norfolk und von Somateria 70 A 11 1. E e i c h e 11 w : Bericht über die Leistungen in der spectabilis im April auf den Farne-Inseln; ebenda, pag. 27—28 und pag. 76-77. W. E. Clarke, The Birds of Yorkshire ; Trans. York- shire Nat. Un. Pt. 9. pag. 65—80. Derselbe berichtet über Vorkommen von Saxicola deserti in England; Ibis (5) 4. pag. 100. P. E. Coombe, Eecent Occurrence of the Sea Eagle in Kent; Zoologist Vol. 10. pag. 27. G. B. Cor bin, Brent Goose and Fork-tailed Petrel near Eingwood; ebenda, pag. 213. J. Cordeaux, s. Harvie Brown. W. H. Dobie erlegte ein junges Individuum von Xema sabinii an der Küste von Flintshire, North -Wales; Proc. Z. S. London, pag. 81. H. E. Dresser berichtete über Vorkommen von Aegia- litis vocifera und Saxicola deserti in Grossbritannien; Pr.Z.S. London 1885. 4. pag. 835—836. H. M.Drummond-Hay, Report on the Ornithology of the East of Scotland, from Five to Aberdeenshire inclu- sive; Scott. Naturalist 1886. pag. 355—380. Derselbe theilt mit, dass Agelaem phoeniceus im Mai 1886 in Rannoch, Perthshire erlegt wurde; ebenda, pag. 307—308. H. W. Feil den erhielt Machetes jmgnax und Stema minuta von den Faeroer-Inseln; Zoologist 10. pag. 487. R. Fortune berichtet über Nisten von Falco peregnmis bei Dover; ebenda, pag. 336. H. Gätke hat seine während der Jahre 1884 und 1885 über den Vogelzug auf Helgoland gesammelten Beob- achtungen zusammengestellt; Ornis 1. pag. 164 — 196 u. 2. pag. 101—148. T. E. Gunn giebt einige Beobachtungs - Notizen aus Norfolk und Suffolk; Zoologist 10. pag. 471—481. J. H. Gurney, lieber Poiykyrio chlor onotus u. caerideus in England; ebenda, pag. 71 — 72. J. H. Gurney jun. berichtet über neue Kolonien von Larus ridibundus in Norfolk; ebenda, pag. 110. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 7 1 Derselbe giebt einige Notizen von Nord -Norfolk; ebenda, pag. 390—393. Derselbe theilt einige während des Jahres 1885 gesammelte Beobachtungen mit; ebenda, pag. 168—170. J. H. Gurney jun. and J. South well, Fauna and Flora of Norfolk. Pt. IL Birds ; Trans. Norfolk and Norwich Nat. Sog. 1886. pag. 259—286. R. P. Harper berichtet über Vorkommen von Aegolius tengmalmi in Yorkshire; Zoologist 10. pag. 214. J. E. Harting berichtet über früheres Nisten (im Anfange des 16. Jahrhunderts) von Plataled leucerodia in Middlesex in der Nähe von London und über Oriolus galbula auf den Channel-Inseln; ebenda, pag. 81 — 88 und 242—243. J. A. Harvie Brown erhielt Phylloscopus 'supercüiosus am 25. September von Shetland; Zoologist 10. pag. 487. Derselbe, Snow Bunting breeding in Scotland; ebenda 10. pag. 336. Derselbe, Further Notes on North Rona, being an Appendix to Mr. John Swinburne's Paper on that Island in the Proceedings of this Society 1883 — 84; Pr. Phys. Soc. Edinb. 1885—86. pag. 284—299, T. 11. J. A. Harvie Brown, J. Cordeaux, R. M. Bar- rington, A. G. More and W. E. Clarke haben in einem siebenten Bericht die Beobachtungen über den Zug der Vögel während des Frühjahrs und Herbstes 1885 in England zusammengestellt: Report on the Migration of Birds in the Spring and Autumu of 1885. Edinburgh 1886. Lilford, Coloured Figures of Birds of the British Islands. London 1886. 8 vo. — Pt. 2 u. 3. Derselbe, Notes on the Ornithology of Northamp- tonshire and neigbourhood; Zoologist 10. pag. 465 — 471. J. E. Littleboy liefert einen Jahresbericht über die während 1885 in Hertfordshire, besonders über Ankunft und Abzug der Sommervögel gesammelten Notizen ; Trans. Hertf. Nat. Hist. Soc. Vol. 4 pag 53-64. H. A. Macpherson, The Birds of Skye, with special reference to the Parish of Duirinish. Pt 1.; Proc. Phys. 72 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Soc. Edinb. 1885—86. pag. 118—143 u. Zoologist 10, pag. 366, 367 u. 488. Derselbe erhielt Larus glaucus imDecember inSkye; Zoologist 10. pag. 73. Derselbe berichtet über Auftreten von Buteo vulgaris und Botaurus stellaris bei Oxford; ebenda pag. 108 — 109. H. A. Macpherson and W. Duckworth, The Birds of Cumberland critically studied, including some notes on the Birds of Westmoreland. Carlisle. 8vo. — Führt 250 Arten auf, wovon 84 Standvögel, 81 regelmässige Wanderer, 85 unregelmässige Wandervögel und zufällige Erschei- nungen. Besonders die Biologie berücksichtigt. H. W. Mars den erhielt Procellaria pelagica am 17. October in Gloucestershire ; Zoologist 10. pag. 488. J. G. Millais berichtetüberVorkommenvon Charadrius virginicus und Anthus richardi in Schottland; Zoologist Vol. 10. pag. 26—27. Derselbe schoss Larus ehumeus bei einem Schneesturm am 30. December 1885 bei Thurso, Caithness (England) ; Proc. Z. S. London pag. 137. A. G. More s. Harvie Brown. E. 0. Phillips theilt einige Beobachtungen aus Bre- conshire mit; Zoologist Vol. 10. pag. 214. T. N. Postlethwaite, Ornitological Notes from South Cumberland; ebenda pag. 300 — 301. G. Pow, Blue-throat in East Lothian; ebenda pag. 249. W. Read, Ivory Gull and Little Auk in Caithness; ebenda pag. 109. Derselbe Habits of the Arctic Skua as observed in Caithness; ebenda pag. 180—182. A. G. E-enshaw Nutcracker in Hampshire; ebenda pag. 182. H. Saunders, An illustrated Manual of British Birds. With lUustrations. London: — In 20 Theilen, 1. Th. ersch. 1. April 1888. — Populär. Derselbe berichtet über ein bei Bath in England erlegtes Exemplar von ßterna fuliginosa] Proc. Z. S. London pag. 6. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 73 H. Seebohm berichtet über Vorkommen von Anser erythropus an der Küste von Northumberland; ebenda pag. 420. Derselbe, On the Black-throated Wheatear, Saxicola stapazina, and its Allies; Zoologist Vol. 10. pag. 19e3 — 195. G. S i m, über A sio teiigmalmihei Peterhead in Schottland am 3. Febr. 86; Scott. Nat. 1886 pag\ 308. G. Smart, Birds on the British List, their title to enrolment considered, especially with reference to the British Birds, with a few Remarks on Evolution and Notes upon the rarer Eggs. London, Porter. 1886. L. Stejneger beschreibt Favus ijalustris dresseri n. subsp. von Gross -Britannien; Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 200—201. R. J. Ussher berichtet über Brüten von Thalassidroma leachi in Kerry; Zoologist 10. pag. 367 — 368. Derselbe schildert das Vogelleben auf den Saltees und Keraghs, Inseln an der Südküste von Wexford, nahe der Südostspitze von Irland; ebenda pag. 88 — 98. Derselbe, Lesser Terns breeding on the Keraghs, Co. Wexford; ebenda pag. 369. Der selb e, Black GuillemotbreedinginCo. Waterford; ebenda pag. 370. R Warre'n, Ornithologische Notizen von Mayo und Sligo; ebenda pag. 296—297. J. Whitaker berichtet über ein Exemplar von Ste- ganopus icilsoni, welches in Leicestershire (England) erlegt wurde; Proc. Z. S. London pag. 297. Derselbe über Botaurus stellaris in Nottinghamshire ; Zoologist Vol. 10. pag. 213. Derselbe über Oedemia nigra in Nottinghamshire; ebenda pag. 182. Derselbe berichtet über Brüten von Atias dypeata in Nottinghamshire; ebenda pag. 364—365. F. B. Whitlock führt die auf dem „Derbyshire Peak" beobachteten Vogelarten auf; Naturalist (London) pag. 130—132. 74 Ant. Reiche now: Bericht über die Leistungen in der Williams berichtet über Tadoma rutila bei Limerick; ebenda pag. 335. Kleinere lokalfaunistische Arbeiten und Beobachtungen über Vorkommen einzelner Arten in England nebst bio- logischen Notizen befinden sich in: Norfolk and Norwich Natur. Soc. Trans. Vol. 4. Niederlande. H. Albarda veröffentlicht einige über das Vorkommen verschiedener Vögel inNiederland während des Jahres 1885 gesammelte Beobachtungen; Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. 1885 pag. 57—68. Derselbe liefert den 1. ornithologischen Jahresbericht (1885) aus Holland (Friesland und Zuid-Holland); Ornis 1. Jahrg. pag. 589—631. J. de Cazanove s. de la Fontaine. P. Crowley, A Visit to the Breeding Quarters of the Spoonbill in Holland (Naarden); Pr. Croyd. Club 1886 pag. 21—24. De la Fontaine liefert eine Liste der Vögel von Luxemburg; Naturaliste 8. pag. 291 — 292. — Siehe auch J. de Cazanove, ebenda pag. 317 — 318. Belgien. A. Dubois hat die von verschiedenen Beob- achtern des Jahres 1885 gesammelten Notizen über Vor- kommen, Ankunft und Abzug der Vögel in Belgien zu- sammengestellt; Bull. Mus. Roy. Hist. Nat. Belgique T. 4 pag. 177—210. Frankreich. E. Jourdran, Observations sur les Oiseaux, annee 1885; Bull. Soc. etud. sc. d'Angers 1886 pag. 257. 0. Des Murs, Musee Ornithologique illustre de la France. Classification, synonymie, description et moeurs des Oiseaux d'Europe, leur portrait ainsi que leurs oeufs et nids en couleur. Paris 1886. 4 Vol. roy. 8. 200 pag. L. Olphe-Galliard, Contributions ä la Faune Or- nithologique de l'Europe Occidentale. Bayonne. Pt. 37 Gallinae, Pt. 38 Tetraonidae, Pt. 39 Perdicidae, Pt. 40 Cursores. Italien. E. Arrigoni degli Oddi, Notizie ed Osser- vazioni fatte dalF Agosto al Dicembre 1885, specialmente Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 7 5 in riguardo alle emigrazioni degli üccelli nella Provincia di Padova e nelP Estuario Veneto; Bull. Soc. Yen. Trent. Sc. Nat. T. 3 pag\ 160— 1G8. 0. Ferragni, Avifauna cremonese. Descrizioni e notizie, con tavole, Cremona 1885. — Aufzählung nebst kurzerBeschreibung, Bemerkungen überlokale Verbreitung, wissenschaftlichen und Vulgär-Namen der in der Umgegend von Cremona vorkommenden Vogelarten. E. H. Giglioli, Avifauna Italica. Elenco delle specie di uccelli stazionarie o di passagio in Italia colla loro sinonimia volgare e con notizie piu specialmente intorno alle migrazioni ed alla nidificazione. Firenze 1886. — Führt alle bisher in Italien nachgewiesenen Arten nebst den volksthümlichen Namen, Notizen über lokale Ver- breitung, Brut- und Zugzeit auf. 443 Arten sind angegeben, darunter freilich 80 rein zufällige Erscheinungen, wie Chelidon cashmiriensis, Serinus canarius, Agelaeus phoeniceus. Am Schlüsse sind Uebersichten der Stand- und Somnier- vögel, Wanderer u. s. w. gegeben. Danach besitzt Italien 207 Standvögel, 69 Sommervögel, 36 Wintervögel, 9 regel- mässige Passanten, 8 unregelmässige Passanten, 28 Arten von seltenem Vorkommen, wie Carpodacus erythrinus, Coccystes glayidarius , Pelecanus onoer otalus, 80 zufallige Erscheinungen und 6, bezüglich welcher der Nachweis zweifelhaft ist: Oreocincla dauma, Cotile ohsoleta, Capri- mulgus asiaticus, Buhulcus coromandus, Dendrocycna javanica u. Oedicnemus senegalensis. Unter den Standvögeln fallen auf: Fringilla montifringilla und Aegiothus linarms. In einem Nachtrage sind Instructionen zum Anstellen regelmässiger Beobachtungen angefügt sowie Kalender, welche die in jedem Monat ankommenden, abziehenden, durchwandernden und brütenden. Arten aufzählen. E. H. Giglioli u. A. Manzella, Iconografia dell' Avifauna Italica, ovvero tavole illustranti le specie di uccelli che trovansi in Italia con brevi descrizioni e note. Prato (Toscana). Pt. 28—33. A. König hat auf Capri das Vorkommen von 97 Arten festgestellt, darunter Vultur cinereus, Gyps fulvus, 76 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Tichodroma muraria, Sylvia sarda, Saxicola stapazina, Accentor alpinus, Hirundo rwpestris, Ardea nycticorax, egretta, garzetta. Als Brutvögel wurden nur 16 Arten beobachtet, welche geringe Anzahl sich besonders durch die Ver- nichtungswuth der Einwohner erklärt; es sind: Falco 'peregrinus, tinnunculiis u. cenchris, Corvus cof^ax, Tardus cyanus, Sylvia melanocephala, Parus major, Alauda brachy- dactyla, Eniheriza cia, Fringilla cisalpina, coelehs, cannahina, ^erinus, Cypselus melba u. apus, Larus argentatus; Journ. Ornith. 34. p. 487—524. E. Ri viere, Faune des Oiseaux trouves dans les Grottes de Menton (Italie); Compt Rend. 103. pag. 944 bis 946. T. Salvadori, Elenco degli uccelli italiani; Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2.) Vol 3 (23. Bd.) pag. 1 bis 302. — Führt 428 Arten als in Italien beobachtet auf. Gegenüber der von Giglioli verfassten Uebersicht ist in der vorstehenden der Nomenclatur besondere Auf- merksamkeit gewidmet. Die wichtigsten Synonyme sind angeführt und die Etymologie derwissenschaftlichen Namen wird erklärt. G. Vallon, Note sull Avifauna delFriuli; Boll. Soc. Adriat. Sc. nat. 1886 pag. 166-217. Spanien und Portugal: ReyesyProsper, Catalogo de las Aves de Espana, Portugal e Islas Baleares; Anales Soc. Espan. Hist. Nat. Madrid. 15. pag. 5—109. Madeira : W. Hartwig bespricht die Vogelwelt Madeiras, theilt besonders Beobachtungen über die Lebens- weise, namentlich über den Gesang der madeirensischen Vögel mit. Die von Harcourt 1855 aufgestellte Liste der Brutvögel der Insel, welche 31 Arten aufweist, ist nach des Verf. Erfahrungen um zwei zu verringern, nämlich um Sylvia heinekeni , welche nach des Verf. zweifellosen Beweisen nur ein nicht gar seltener, jedoch ausschliesslich in dem männlichen Geschlecht vorkommender Melanismus von S. atricapilla ist, und um Sylvia conspicillata, deren Vorkommen Verf. überhaupt bestreitet. Von den ver- bleibenden 29 Arten einheimischer Brutvögel ist nur eine, Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 77 Regulus madeirensisy der Insel eigenthümlicb, 5 (Cypselus unicolor,SerinusranariuSf Anthiis hertheloti, Columba laurivora u. Thalassidroma hulweri) sind Madeira mit den Kanaren, eine (Fringilla tintillon) mit letzteren Inseln und den Azoren gemeinsam, 22 sind Europäer. Eine afrikanische Art besitzt Madeira nicht; Journ. Ornith. 34. pag. 452 — 486. J. Y. Johnson, Madeira: its Climate and Scenery. A Handbook for Visitors, with Chapters on the Fauna, Flora, Geology and Meteorology. London 1885. 3. ed. — Birds pag. 192—198. Sibirisches Gebiet: R. B. Sharpe beschreibt Pyrrhda kurilensis n. sp. von den Kurilen; Zoologist 10. pag. 485. Mandschurisches Gebiet: T. W. Blakiston führt die in Japan vorkommenden WasseiTÖgel (94) auf, giebt kritische Bemerkungen zu einzelnen Arten und erörtert insonderheit die geographische Verbreitung, welche auf zwei Tabellen übersichtlich dargestellt ist. Es ergiebt sich, dass die Wasservögel Japans hinsichtlich der Süss- wasser-Arten europäisch-asiatisch, bezüglich der marinen Arten asiatisch -pacifisch sind; Proc. Un. St. Nat. Mus. 9 pag. 652—660. J. H. Gurney erhielt Buho maximus von den Goto- Inseln, W. S. W. von Nangasaki; Ibis (5) Vol. 4. pag. 523. E. Oustalet beschreibt Tetraophasis desgodinsi n. sp. von China; Naturaliste 8. pag. 276. L. Stejneger beschreibt Rallus jouyi n. sp. von China; Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 362—364. L. Stejneger liefert eine Uebersicht der Spechte Japans, wozu auch die Gattung Jynx gerechnet wird. Ausser dieser sind 12 Arten der Gattungen Picus, Dryocopus, Dryohates und Yimgijncus aufgeführt. Neu beschrieben: FiGus canns jessoensis, Dryobates siihcirris, D. namivei; ebenda pag. 99—124. Derselbe giebt eine Uebersicht der Meisen Japans. 12 Arten der Gattungen Pai^us, Aegiihalus, Remiza und Sitta sind aufgeführt, neu beschrieben: Sitta amurensis clara, ebenda pag. 374 — 394. 78 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Derselbe hat eine üebersicht der Rallen Japans veröffentlicht, welche 9 Arten der Gattungen Porzana, Rallus, Gallicreai, Amaurornis, Gallinula u. Fulica aufzählt; ebenda pag. 395 — 408. Derselbe berichtet über eine Vogelsammlung von den Liu Kiu-Inseln (Japan), gesammelt von M. Namiye. 13 Arten sind aufgeführt, darunter Turnia: hlakistoni und 5 neue species : Treron jyermagna, Hypsipetespryeri, Icoturiis n. g. namiyei, Chelidon namiyei, Pericrocotus tegimae ; ebenda pag. 634—651. F. W. Styan berichtet über Vorkommen von Hirundo savignyi bei Peking; Proc. Z. S. London 1886. pag. 268. L. Taczanowski liefert einen Nachtrag zu seinem früheren Bericht über die Vogelfauna Südwest-Ussuriens [vergl. Ber. 1885 pag. 167]. Neu für die Fauna sind: Bubo ignavus u. hlakistoni u. Ardeola prasinoscelis] Bull. Soc. Zool. France 11. pag. 305—310. Derselbe berichtet über das Vorkommen von Buho hlakistoni an vorgenannter Lokalität; Proc. Z. S. London 1886 pag. 125. Mongolisches Gebiet. V. Bianchi beschreibt Otomela hogdanowi n. sp. von Nord-Persien; Bull. Ac. Sc. St. Petersb. 30. pag. 514—519. Derselbe führt 136 Arten von den westlichen Aus- läufern des Pamir und des Alai (Ost-Buchara) auf nebst kritischen Bemerkungen über einzelne Arten. Faunistisch schliesst das Gebiet an russisch Turkestan sich an; ebenda 31. pag. 337—396. C. D e d i t i u s liefert in deutscher Uebersetzung einen Auszug der ornithologischen Ergebnisse aus N. Przewalsky's Reisen von Saisan über Chami nach Tibet und am oberen Lauf des gelben Flusses in den Jahren 1879 u. 1880. Aus dieser Zusammenstellung gewinnt man ein allgemeines Bild des ornithologischen Charakters Centralasiens. Derselbe unterscheidet sich wesentlich von demjenigen Sibiriens, nähert sich dem iranischen mehr als dem mandschurischen, unterscheidet sich von ersterem aber besonders durch grösseren Reichthum an Fasanen Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 79 und wird besonders durch die Gattung Podoces gekenn- zeichnet; Jouni. Ornith. 34. pag\ 524 — 543. J. V. Madarasz beschreibt zwei neue Arten von Tibet: Myioplioneus tihetamis u. Pacrasia meyeri\ Ibis (5) Vol 4. pag. 145—147. M. Menzbier berichtet über Zaroudnoi's Forschungen in der Oase Ahal-Teke, südwestlich der Wüste Kara-Kum. Die Fauna zeigt den Charakter des sibirisch-indischen Grenzgebietes wie das östliche Turkestan. Auf Grund des Vorkommens von Podoces würde man das Gebiet eher mit Centralasien (Tibet) als mit Persien zu vereinigen haben; Bull. Soc. Nat. Moskou 1885. Derselbe beschreibt Gezinus flavirostris aus dem vorgenannten Gebiet; ebenda 1886 No. 2. R. B. Sharpe beschreibt Carpodacus severtzovi n. sp. von Centralasien; Proc. Z. S. London pag. 354. Derselbe führt einige 40 Arten a^^f, welche von Miles bei Maskat an der Südostküste Arabiens am arabischen Meer gesammelt w^urden. Danach zeigt das Gebiet im Allgemeinen den Charakter der Fauna Palästinas. Es sind Formen wie Corvvs umhrinus, Laniiis fallaa:, Argya squamiceps, Pycnonotus xanthopygius, vertreten; jedoch auch indisch-persische Arten: Scuxicola montana, Coracias indica, Lohivanellus indicus. Maskat gehört somit noch zur östlich gemässigten Region, zu dem mittelländischen üebergangs- gebiet, während die Südküste Arabiens faunistisch zu Nordost- Afrika zu rechnen ist [s. unten Yerburg S. 80]. Merops muscatensis u. Buho milesi werden neu beschrieben; Ibis (5) 4. pag. 162—168. Derselbe beschreibt eine Vogelsammlung von Fao am Persischen Meerbusen, gesammelt von W. D. Cumming. In derselben befindet sich eine grö^ssere Anzahl von Arten, welche in Blanford's Werk über Persien (1876) nicht auf- geführt sind: Buteo desertorum, Pernis apivorus, Lanius phoenicuroides , Erithacus p)liilomela, Ortygometra hailloni^ Charadrius geoffroyi und Totanus canescens als Wintergäste, Corvus capellaniis, Orfygometra porzana, Ardea asha, Ardea comata und Sterna saundersi als Standvögel, Sylvia cinerea, 80 An t. Reiche now: Bericht über die Leistungen in der Phylloscopus rufuSfRaticillainesoleaca^SaxiGola moesta, Lanius nuhicus, Motacilla feldeggi, Cypselus paUidiis auf dem Zuge. Ferner wurde durch den genannten Eeisenden Hypocolius ampelinus, dessen Heimath bisher zweifelhaft war, als Brutvogel bei Fao nachgewiesen. Nest und Eier der Art sind beschrieben; ebenda pag. 475 — 493. Derselbe führt 53 Arten auf, welche von A. J. V. Palmer bei Buschir am Persischen Meerbusen gesammelt wurden, darunter i:^^;oco^ms a?npelinusviii.d Emberiza cinerea] ebenda pag. 493 — 499. Aethiopische Region, A. Reichenow weist daraufhin, dass die aethiopische Eegion nur in zwei Provinzen, die westliche und die öst- liche, wozu auch der Süden des Erdtheils gehöre, zu sondern sei, erstere ein Wald-, letztere ein Steppengebiet; Journ. Ornith. 34. pag. 396—397. Nordost- Afrika. J. W. Yerburg führt 76 Arten als Bewohner der Halbinsel Aden auf. Ein Theil derselben ist leider nicht sicher bestimmt. Die Liste bestätigt wieder, dass die Südküste Arabiens zu der aethiopischen Region zu rechnen ist, denn wir finden in derselben Hyphantornis galbula, Estrelda rufibarha, Treron sp. und andere rein tropische Formen verzeichnet. Im Einzelnen schliesst der Charakter der Vogelfauna von Aden, wie zu erwarten, an Abessinien sich an, wenngleich auch eine indische Art, Cotile obsoleta, als Brutvogel erwähnt wird. Euro- päische Wanderer wie Charadrius pluvialis, Strepsüas inter- pres, TereJcia cinerea benutzen das Gebiet als Winter- aufenthalt; Ibis (5). Vol. 4. pag. 11— 24. T. 2 (Karte). Ost -Afrika. R. Böhms ornithologische Tagebuch- notizen, enthaltend zahlreiche biologische Beobachtungen und Bemerkungen über Verbreitung der Vögel Ostafrika's, sind von H. Schalow veröffentlicht; Journ. Ornith. 34. pag. 409—436. G. Hartlaub beschreibt Tympanistria virgo n. sp. von Ost- Afrika; Ibis (5) Vol. 4. pag. 2-4. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 81 E. Oustalet berichtet über die ornithologischen Samm- lungen, welche von G. Revoil 1884 auf einer zweiten Reise in das Somaliland zusammengebracht wurden, darunter zwei neue Arten: j\Iachaerha))vphns revoili und Pyrrhu- lauda signata; Bibl. de l'Ecole de Hautes Etudes, Sect. Sc. Nat. 31. No. 10. A. Reichenow beschreibt Hahropyga poliogastra n. sp. von Mossambik; Journ. Ornith. 34. pag. 121. [s. auch Reichenow unter: West- Afrika.] Süd -Afrika. Th. Ayres setzt seine nachträglichen Noten zur Ornithologie Transvaal's fort [s. Ber. f. 1885 pag. 170]. Autfallend ist die Angabe, dass beide Arten von Pholidauges, PL leucogaster und verreauxi bei Rusten- burg vorkommen ; Ibis (5) Vol. 4. pag. 282 — 298. West -Afrika. J. Büttikofer berichtet über eine Vogelsammlung des Reisenden F. X. Stampfli von Li- beria. Unter den 126 gesammelten Arten sind 28, welche vom Verf. auf dessen früheren Reisen in dem Gebiet noch nicht angetroffen wurden, darunter Scotopelia bouvieri, Anthreptes rectirostris, Parisoma plumbeum, Alethe diademata und Sylvietta stampflii n. sp. Die Gesammtzahl der jetzt von Liberia bekannten Arten beträgt 213; Notes Leyden Mus. 8. pag. 243—268. A. Dubois liefert ein Verzeichniss von Arten, welche von dem Reisenden Storms am Tanganjikasee gesammelt wurden. Die Mehrzahl scheint von der Westseite des Sees (Karema) zu stammen, was leider nicht genauer angegeben ist. Die Anführung von Symplectes princeps Bp. aus diesem Gebiet dürfte auf irriger Bestimmung be- ruhen; Bull. Mus. roy. bist. nat. Belgique 4. pag. 147 — 150. E. Hartert beschreibt eine Vog-elsammlung aus dem Niger-Benue-Gebiet, insonderheit von Loko am Benue und der Gegend von Sokoto. Der senegalische Faunen- charakter tritt in dem Gebiete stark hervor, insbesondere ist ein häufiges Auftreten nordostafrikanischer Formen zu bemerken, wie Plectropterus rüppelli und Lamprocolius cliry so gaster; Journ. Ornith. 34. pag. 570—613. Arch. f. Naturgesch. 53. Jaliig. II. Bd. 1. H. F 82 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der G. Hartlaub beschreibt drei neue Arten: Turdus stormsi, Ploceus duhoisi und Lagonosticta nitidula aus der Gegend des Tanganjika-Sees; Bull. Mus. Roy. bist. nat. Belgique 4. pag. 143 — 146. E. Oustalet beschreibt sechs neue Arten: Centropus savorgnani, Coccystes hrazzae, Dendropicus pecilei, Saxicola tholloni, Cossypha pecilei, Phedina hrazzae vom Kongo; Naturaliste 8. pag. 299—300. A. Reichenow beschreibt neue Arten: Orateropus tanganjicae, Cypselus myochrous und Lohivanellus super- ciliosus, von Marungu, westlich des Tanganjika-Sees und Lvsciola höhmi von Ugunda, östlich des Tanganjika-Sees; Journ. Ornith. 34. pag. 115—116. J. A. de Sousa liefert Beiträge zur Fauna Angolas und Benguellas in Verzeichnissen der neuerdings von den Reisenden Anchieta, Capello, Ivens und Serpa Pinto gesammelten Vögel. Es werden eine Anzahl bisher für das Gebiet noch nicht nachgewiesener Arten aufgeführt, welche bisher zum Theil für östliche Formen gegolten haben, wie Neophron pileatus, Amauresihes fi^ingilloides^ Erythrocercus thomsoni, Andropadvs flavescens , Gallirex porphyreolophus (!), Ploceus cahanisi, Anthus rufxdus, Circus pygargus, Pogonorkynchusfrontatus, Platystira peltata, Tham- nolaea sJielleyi, Corvvltur alhicollis, Saxicola leucomelaena- monlicola^ Cinnyris microrhyncha^ Smithorfiis capensis, auch zwei neue Arten: Bradyomis henguellensis und Bm^hatula hocagei; Jörn. sc. math. phys. nat. Lisboa No. 42 u. 43. Westafrikanische Inseln. H.Seebohm berichtet über das Vorkommen von Phasianus iorquatus auf St. Helena, welcher 1513 von den Portugiesen dort eingeführt wurde und sich nicht verändert hat; Zoologist 10. p. 225 — 228. Malayische Region, Vorder -Indien. E. F. Becher, Occurrence of the European Woodcock in Lower Sind; Zoologist Vol. 10. pag. 183. H. E. Barnes, Birds Nesting in Rajpootana; Journ. Bombay Soc. 1886. pag. 38—62. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 83 W. Davison beschreibt Trochaloiotwum cinnamomeum und Merula enjthrotis von Süd-Travancore; Ibis (5) Vol. 4. pag. 203— 205. H. Nevill, A Lesser and Unidentified Pelican bree- ding in Ceylon; The Taprobanian (Nevill: Bombay) 1886. pag. 162. H. Parker führt eine Reihe von Arten auf, welche von ihm auf Ceylon beobachtet wurden und giebt nament- tich Notizen über Brutzeit, Brutweise, Nester und Eier; Ibis (5) Vol. 4. pag. 182—188. H. Saunders bestimmte eine von G. C. Bourne auf Diego Garcia, Chagos Gruppe (im Indischen Ocean unter 7^ 13' s. Br. u. 72 ö 23' ö. L. Gr. gelegen) zusammenge- brachte Vogelsammlung. Dieselbe enthält 13 Arten Schwimm- und Stelzvögel, darunter Dromas ardeola, Ardea coromanda, Butorides javanica, zeigt hiernach malayischen Charakter. Nur ein Landvogel bewohnt die Insel, Foudia madagascuriensis, welcher von Mauritius eingeführt ist (!) ; Proc. Z. S. London, pag. 335—337. R. B. Sharpe beschreibt Coccofhrausfes humii n. sp. von Attock in Punjab; Proc. Z. S. London, pag. 96—97. L. C. Stewart giebt ornithologische Notizen aus dem Himalaya; ZoologistlO. pag.286— 294, 319—325,393—409, 431—448. Hinter-Indien. E. u s tal e t beschreibt eine von Philip bei Hue in Annam zusammengebrachte Vogelsammlung von 32 Arten, unter welchen eine neue : Aegithina Phüipi; Nouv. Arch. Mus. (2) 8. pag. 267—300. T. Salvadori führt 111 Arten von Birma auf; Ann. Mus. Civ. Genova. 24. Bd. pag. 568-617. Sunda-Inseln. J. Büttikofer bespricht eine von Klaesi auf dem Hochlande von Padang in West-Sumatra zusammengebrachte Vogelsammlung. Dieselbe umfasst 189 Arten, darunter 7 bisher auf der Insel noch nicht nach- gewiesene: Chrysococcyx maculatus, Serilophus lunatus, Buchanga stigmafops, Miropus melanoleucus, Piita cucullata, Myiophoneus ßavtrostris, Ortygometra cinerea und Hirundi- napus Maesii n. sp.; Notes Leyden Mus. 1886. pag. 1—96. F* 84 A n t. R e i c h e n w : Bericht über die Leistungen in der A. Everett erhielt Ptilopvs melanoce'phalus und Ortho- rhani'phus magnirostris auf Borneo; Ibis (5) Vol. 4. pag. 524. H. 0. Forbes, Wanderungen eines Naturforschers im Malayischen Archipel. Autoris. deutsche Ausg. Aus d. Englischen. W. Ramsay beschreibt Copsychus m^er von Nordost- Borneo; Proc. Z. S. London, pag. 123—124. R. B. Sharpe führt 8 Arten von den Perak- Bergen auf Malacka auf. Aus denselben ergiebt sich für den faunistischen Charakter dieses Glebietes ein Gemisch von Sunda- und Himalaja -Formen. Die gesammelten Arten sind: Niltaim grandis, Rhino cichla mitr ata, Hydrocichla rufi- capilla, Sibia similUma, Mesia argentauris, Psilopogon pyro- lophus, Carcineiites pidchellus, Harpacies duvauceli; ebenda pag. 350-3.53. T. Salvadori führt 23 Arten von Sumatra und 62 von der Insel Nias auf, unter letzteren die neuen Formen : Syrnium niasense, Miglypies infnscatus, Terpsiphone insularis, Cittocincla melanura, Calornis altirostris, Gracula robusta, Carpophaga consobrina und Macropygia modiglianii. Ab- gebildet: Cittocincla, Macropygia, Calornis und Gracida. T. 8 u. 9; Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova Ser. 2a, Vol. 4, 24. Bd. pag. 514—563. A. G. Vorderman, Oproeping aan alle Vogelkenners enVogelliefliebbers inNederlandschlndie; Tijdschr.Nederl. Ind. 45. pag. 525—540. Derselbe, Bijdrage tot de Kennis van de Avifauna der Preanger Regentschappen Längs de Wijnkoopersbaai (West-Java); Tijdschr. Nederl. Ind. 46. All. 1. Derselbe führt von dem 6700 Fuss hohen Berg Salak in West- Java 151 Arten auf. In der höchsten Zone des alten Vulkans wurden angetroffen: Scolopax saturata, Psal- iria exilis, Aethopyga eximia, Garrulax i^vß/rons und Ptüopus porphyreus. Brachypteryx salaccensis ist beschrieben [Vergl. Bericht f. 1884. S. 206]; Natuurk. Tijdschr. Nederl. Indie. 45. Deel. Afl. 3. Philippinen. W. Ramsay bespricht eine Vogel- collection von Manilla [vergl. Ibis 1884. pag. 330—335]. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 85 Neu werden beschrieben: Cyomis herioti^ Mlrafra philip- pinensis und Fericrocoius novus, ferner Hierococcyx bocki von West- Sumatra. Neu für die Insel sind: Locustella lanceolata, CisHcola cursitans, Ciconia episcopns, Scelostrix Candida, Sturnia violacea und Ay^detta sinensis. Australische Region. Celebes. W. B 1 a s i u s bespricht eine von J. G. F. Riedel in der Minahassa auf Nord-Celebes zusammengebrachte, in dem Museum in Braunschweig befindliche Vogelsamm- lung von 80 Arten [vergl. Ber. f. 1885. S. 172]. Es werden u. a. damit frühere, aber unbestimmte Angaben von Rosen- berg's und Forsten's bezüglich des Vorkommens von Aegialitis mongolica^ Bidorides macrorhyncha und Sterna Bergi bestätigt; Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 81—179. Derselbe behandelt in einem 3. Beitrag zur Vogel- fauna von Celebes eine von J. G. F. Riedel in der Mina- hassa auf Nord-Celebes zusammengebrachte Sammlung, welche sich im Besitz des Petersburger Museums befindet. Numenius cyanopus (Vieill.) und Nettapus pidchellus Gould werden hierdurch zum ersten Male für Celebes nachge- wiesen, Hydrochelidon hybrida (PalL), Ardea sumairana Raffl. und Totamis inca7ms Gm. von neuem bestätigt; Zeitschr. Ges. Orn. pag. 194—210. Neu- Guinea, Molukken. J. Büttikofer berichtet über eine durch Herrn Riedel auf den Tenimber Inseln zusammengebrachte Vogelsammlung. Erythrcmyias riedeli wird neu beschrieben. Ardea jncaia und Fregata minor sind zum ersten Mal von der Oertlichkeit erwähnt; Notes Leyden Mus. 8. pag. 58—68. Derselbe beschreibt Pericrocotus lansbergei n. sp. von Sumbawa; ebenda pag. 155. 0. Finsch beschreibt zwei neue Arten, Donacicola hunsteini und Carpophaga subflavescens von Neu -Irland; Ibis (5) Vol. 4. pag. 1—2. T. 1. 0. Finsch und A. B. Meyer liefern den 2. Theil ihrer Besprechung der von K. Hunstein auf dem Huf- eisengebirge in Neu-Guinea gesammelten Vogelarten [vergl. 86 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Ber. f. 1885. pag. 173]. Unter den aufgezählten 69 Species befinden sich wieder 12 neue: Fsittacella pallida, Ps.ma- daraszi, Eos incondita, Charmosyna sfellae, Arses henkei, Rhipidura cinnamomea, Myzomela ramsayi, Melipotes fumi- aatus, Melidectes emilii, Piiloiisfulvo cinerea, Ptilopus pairuelis, Eutrygon lencopareia; Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 1 — 29. T. 1 — 6. Von Gould's „Birds of Neu-Guinea'' ist Th. 21 u. 22 erschienen. A. B. Meyer bespricht eine kleine, von L. Laglaize in Kaiser -Wilhelms -Land auf Neu-Guinea zusammenge- brachte Sammlung, welche hinsichtlich der lokalen Ver- breitung einiger Arten Interesse bietet; Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 30— 38; s. auch ebenda pag. 180— 182. T. Salvadori berichtigt einige Bestimmungen der von A. Nehrkorn [Journ. Orn. 1885. pag. 30 — 35] von Waigiu aufgeführten Arten. Für Cydopsitiacus aruensis ist C. diophthalmus zu setzen, für Edoliisoma remotum E. Meyeri, für Corvus validissimus C. fuscicapillus, für My- risticivora melanura M. hicolor. Hermotimia auriceps ist in der Arbeit irrthümlich als von Waigiu stammend ange- geben, wurde vielmehr auf Halmahera gesammelt. Eines der als Calomis obscura aufgeführten Exemplare hält S. für C. cantoroides; Ibis (5) Vol. 4. pag. 151 — 153. Derselbe giebt einige Berichtigungen zu Guillemard's Arbeit [Proc. Z. S. London 1885. pag. 258 u. später] über Vögel der Sulu- Inseln und Molucken. Artamides pollens wird als Graucalus guillemardi neu benannt. Colluricincla megarhyncha [1. c. pag. 571] stammt vermuthlich von Waigiu, nicht von Batanta und Graucalus magnirostris [1. c. pag. 633] von Batschian, nicht von Waigiu. Manucodia chalyheata ist verschieden von M. atra, letztere gemein auf den Aru- inseln, wo erstere nicht vorkommt; ebenda pag. 153 — 155. R. B. Sharp e giebt einen kurzen Bericht über die Sammlungen von H. 0. Forbes in den Astrolab-Bergen auf Neu-Guinea. Zwei neue Arten wurden entdeckt: Melir- rhophetes hatesi und Pseudogerygone einer eiceps; Nature Vol. 34 pag. 340. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 87 Australien. E. P. Ramsay giebt in einem Briefe einige wenige Notizen über den Vogelzug in Australien; Ornis 1. Jahrg. pag. 581 — 586. Polynesien. R. Ridgway beschreibt eine neue Aesire- lata (sandunchensis) von den Sandwich-Inseln; Proc. ün. St. Nat.-Mus. 9 pag. 95—96. H. B. Tristram beschreibt Dafila modesia n. sp. von der Sidney-Insel (Phönix- Gruppe j 4» 30' s. Br. 17P 20' W.L.Gr.); Proc. Z. S. London pag. 79. T. 7. Neuseeland. A. Reischek, Notes on New-Zealand Ornithology; Trans. Proc. New-Zeal. -Inst. 18 pag. 84 — 96 u. 108 — 110. Westliche gemässigte Region. The code of nomenclature and check-list of North- American Birds, adopted by the American Ornithologist's Union, being the report of the committee of the union on Classification and nomenclature. New-York 1886. — Enthält zunächst Gesetze bezüglich der zoologischen No- menclatur, welche denjenigen des Concils in Manchester sich anschliessen; jedoch ist als Anfangstermin das Jahr 1758, die 10. Ausgabe von Linne's Systema naturae an- genommen. Sodann eine Uebersicht der Vögel Nord- amerika's in systematischer (aufsteigender Folge) nebst einzelnen Synonymen und Bemerkungen über die Ver- breitung. J. A. Allen, A Revised List of the Birds of Massa- chusetts; Bull. Amer. Mus. N. H. 1 pag. 221—271. Derselbe berichtet über Colinus ridgwayi in Arizona; Auk Vol. 3. pag. 275—276. Derselbe über häufiges Vorkommen von Aegialitis meloda circumcincia an der Atlantischen Küste; ebenda pag. 482. A. W. Anthony zählt 120 Arten von Washington County in Oregon auf mit Bemerkungen über lokale Verbreitung und einzelnen biologischen Notizen. U. a. wird Nest und Ei von Perisoreus obscurus beschrieben; ebenda pag. 161 — 172. 88 Ant. Reiche now: Bericht über die Leistungen in der Ch. F. Batschelder schildert das winterliche Vogel- leben in den Bergen von Nord-Carolina; ebenda pag. 307 bis 314. F. E. L. Beal liefert einige Notizen über den Vogel- zug in der Gegend von Chicago im Frühjahre 1886; Amer. Natural. 20. pag. 817—819. C. W. Beckham, List of the Birds of Nelson County, Kentucky. Cincinnati 1886. 8. 58 pag. Derselbe beobachtete Sitta canadensis im Sommer in Kentucky; Auk Vol. 3. pag. 489. L. Berier berichtet über auffallende Erscheinungen auf Long-Island; ebenda pag. 281. W. Brewster, Bird-Migration. Memoirs of the Nuttall Ornithological Club. Pt. 1. Observations on Nocturnal Birds Flights at the Lighthouse at Point Lepreaux, Bay of Fundy, New-Brunswick. Pt. 2. Facts and Theories re- specting the general subject of Bird Migration. Cam- bridge, Mass. Imp. 8. 22 pag. Derselbe führt 102 Arten auf, welche er während eines Sommeraufenthalts im Westlichen Nord - Carolina gesammelt und beobachtet. Notizen über lokale Ver- breitung und Lebensweise einzelner Arten. Neu: Jnnco hyemalis carolinensis u. Vireo solitarius alticola; Auk Vol. 3 pag. 94— 112, 173—179. Derselbe berichtet über ein Exemplar von Stema anaethetus, welches im August 85 bei Frogmore in Süd- Carolina erlegt wurde; ebenda pag. 131. Derselbe berichtet über eine Anzahl für Texas neuer Vogelarten; ebenda pag. 139. Derselbe traf HelminthophUa celata in Ost -Massa- chusetts; ebenda pag. 278. Derselbe beschreibt Aestrelata scalaris n. sp. von New- York; ebenda pag. 390— 393. Derselbe erwähnt Aegialitis meloda circumcincta von der Küste von Süd-Carolina; ebenda pag. 408. Derselbe erhielt Vireo solitarius alticola von Char- leston, Süd-Carolina und berichtet über Vorkommen von Protonotaria ciirea in Massachusetts; ebenda pag. 410. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 89 Derselbe erhielt Animodramvs leconiei hei Charleston in Süd-Carolina; ebenda pag. 410. Derselbe erhielt Nachricht über das Brüten von Plegadis guaraiina beim See Washington (St. Johnsfluss) in Florida; ebenda pag. 481. Derselbe berichtet über Vorkommen des Phaeton ßavirostris in Florida; ebenda pag. 481. Derselbe berichtet über eine Varietät der Catharisia atrata (nicht C. aura) mit rothem Kopf und gelbem Schnabel von Charleston; ebenda pag. 483. Derselbe erlegte wiederum Protonotaria citrea in Massachusetts; ebendapag.487 — 488; ebenso H.A.Purdie, ebenda pag. 488. A. W. Butler führt 235 Arten als Bewohner von Franklin County, Ind. auf; Bull. Brookville Soc. Nat. Hist. No. 2. 1886. E. A. Capen, Oology of New-England, A Descrip- tion of the Eggs, Nests and Breeding Habits of the Birds known to breed in New-England, with coloured illustra- tions of their Eggs. Boston 1886. Folio. 116 pag. 25 PI. A. P. Chadbourne beschreibt Spizella pusilla are- nacea n. subsp. von Texas; Auk Vol. 3 pag. 248 — 249. M. Chamberlain, A Catalogue of Canadian Birds with Notes on the Distribution of the Species. St. John, N. B. 1887. F. M. Chapman traf Strix pratincola in Englewood N.-Y.; Auk Vol. 3 pag. 485. J. G. Cooper berichtigt eine Anzahl von Druckfehlern in Baird, Brewer and Ridgway's „Water Birds of North- America''; ebenda pag. 124 — 126. — Erwiderung hierauf von Ridgway, ebenda pag. 266 — 268. — Replik von Cooper, ebenda pag. 401 — 404. Ch. B. Cory beschreibt Ardäfa neoxena n. sp. von Florida; ebenda pag. 262. Derselbe giebt weitere Notizen über vorgenannte Art sowie über Ardea wi/rdemanni; ebenda pag. 408. W. Dutcher berichtet über einige seltene Erschei- nungen auf Long-Island, N.-Y. ; ebenda pag. 432—444. 90 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der L. L. Dyche erlegte Loxia curvirostra siricklandi in Kansas und giebt einige Notizen über diese seltene Er- scheinung, sowie Maasse einer grösseren Anzahl von Exemplaren; ebenda pag. 258 — 261. J. M. Edson, Birds of Chautaqua County. An Address delivered before the Chautaqua Society of History and Natural Science. Jamestown: Tiifani. 8. 14 pag. B. W. Evermann veröffentlicht eine Liste von Arten, welche in Ventura (Californien) beobachtet wurden. Auch Phainopepla nitens wurde gefunden ; die Eier dieser Art sind beschrieben; Auk Vol. 3 pag. 86—94, 179—186. W. H. Fox führt 114 Arten auf, welche er in Roane County in Tennessee beobachtet; ebenda pag. 315 — 320. J. L. Goodale, Wintering of the White-throated and Ipswich Sparrows in Main; ebenda pag. 277. N. S. Goss, A revised Catalogue of theBirds of Kansas, with descriptive notes of the Nests and Eggs of the Birds known to breed in the State. Topeka 8vo. pp. VI u. 76. — Neuer revidirter Katalog der Vögel von Kansas, welcher gegenüber dem älteren, 320 Arten behandelnden, 335 in dem Gebiet heimische Species aufführt. Derselbe liefert einige Nachträge zu seinem Katalog der Vögel von Kansas. Von mehreren Arten werden Nester und Eier beschrieben; Auk Vol. 3 pag. 112 — 115. Derselbe fand Aegialiiis nivosa am Cimarronfluss in Indiana und in Südwest-Comanche in Kansas brütend und beschreibt die Eier der Art; ebenda pag. 409. E. Hargitt beschreibt Ficus arizonae n. sp. ; Ibis (5) Vol. 4 pag. 115. H. W. Henshaw beschreibt Aphelocoma insnlarw n. sp. von Californien; Auk Vol. 3 pag. 452. Derselbe über Afnmodramus caudacutus nelsoni in Massachusetts und Cho7idedes grammacus bei Washington, D. C. ; ebenda pag. 486 u. 487. J. B. Holder, Catalogue of the Birds noticed in the vicinity of Lynn, Mass., during the years 1844—46. 1885. 80. pp. 8. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 91 W. Hoxie beobachtete Dend7'oica kirtlandi auf der St. Helena-Insel, Süd-Carolina; ebenda, pag. 412. Ch. E. Ingalls erlegte Icterus galhula im November in Massachusetts, J. H. Sage zu derselben Zeit in Con- necticut; ebenda pag. 135. H. Jones and N. E. Jones, Illustrations of the Nests and Eggs of the Birds of Ohio, with Text. Circleville, Ohio 1886. Folio. 329 p. 68 pl. — Mit Th. 23 abgeschlossen. T. M. Jones, s. Sennet. L. M. Loomis über Fehlen des Ammoclra)nus lecontei in ehester County, Süd -Carolina, im Winter 1885 — 86; Auk Vol. 3 pag. 486. Derselbe berichtet über einen beobachteten Fall des Brütens von Fsaltrijyaf'^is minimus in Süd-Carolina; ebenda pa^. 137—138. Derselbe erlegte Dendroica dominica albüora in ehester County, South-Carolina; ebenda pag. 139. Derselbe erwähnt Phoenicopterus ruher von Süd-Caro- lina; ebenda pag. 108, Derselbe fand Bonasa umhellus in der Aipin-Region der Berge (Table Rock) von Süd-Carolina; ebenda pag. 483. J. M. Macoun, List of Birds CoUected at Lake Mis- tassini (Canada); Rep. Geol. and N. H. Surv. Canada pag. 35—36. 0. Th. Miller, Bird-Ways. Boston and New-York: Houghton, Mifflin&Co. 1885. 16mo. pp.8u. 227. [Referat: Auk Vol. 3 pag. 400.] A. F. Park über Elanoides forficatus in Rensselaer County, New-York; Auk Vol. 3 pag. 484-485. L, 0. Pin dar fand Branta canadensis bei Reelfoot Lake, Tenn. brütend; ebenda pag. 481. H. A. Pur die, s. W. Brewstei*. G. S. Ragsdale erhielt Syrnüim nebidosum alleni und Turdus fuscescens salicicola in Cook County, Texas; Auk Vol. 3 pag. 281. W. L. Ralph and E. Bagg, Annotated List of the Birds of Oneida County, N. Y., and its immediate vicinity; Trans. Oneida Hist. Soc. Vol. 3 1886 pag. 101—147. 92 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen in der W. C. Rives schildert die Vogelwelt des „Salt Pond Mountain" in Virginia; ebenda pag. 156 — 161. J. H. Sage traf Melospiza lincolni und Polioptila cae- rulea in Connecticut; ebenda pag. 487. Derselbe über Thryoiorus ludovicianus in Connecticut; ebenda pag. 489. Derselbe, vergl. Ch. E. Ingalls oben S. 91. W. E. D. Scott, On the Avifauna of Pinal Co, with Remarks on some Birds of Pirna and Gila Co, Arizona, with Annotations by J. A. Allen; Auk 3 pag. 349 — 358, 383—389, 421—432. G. B. Sennett qyXylqM Ammodramus princeps aus Texas, T. M. Jones erlegte die Art in Neu-Schottland; ebenda pag. 135. E. T. Seton (E. Thompson) führt 257 Arten von West-Manitoba auf, mit den englischen und Lokal-Namen und Bemerkungen über lokale Verbreitung ; ebenda pag. 145—156, 320—329, Nachtrag pag. 453. H. M. Smith führt eine Anzahl Arten auf, welche neuerdings für Columbia nachgewiesen wurden; ebenda pag. 139—140 u. 482. H. G. Smith jr. führt eine Anzahl Arten von Colorado auf, welche bisher in diesem Gebiet nicht beobachtet waren; ebenda pag. 284 — 286. Nach L. Stejneger ist Synthlihorhamphus wumizusume noch nicht in Nordamerika nachgewiesen; Proc. U. St. Nat. Mus. 9 pag. 524. P. M. Thome fand Sialia sialis nistend bei Fort Lyon, Colorado; Auk Vol. 3 pag. 489. E. Thompson, s. E. T. Seton. E. C. Thurber erhielt HelminihopMla leucohronchiaUs von New-Jersey; Auk Vol. 3 pag. 411. Ch. H. Townsend berichtet über Porzana novehora- censis, Philade canagica, Mareca penelope und Bonasa sabim) w^elche in Nord-Californien an der Humboldt-Bai erlegt wurden; ebenda pag. 490 — 491. A. T. Wayne berichtet über Vorkommen von Hel- minthophüa celata in Süd-Carolina; ebenda pag. 138 — 139. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 93 S. W. Willard über Hesperophona vespm^tina in Wisconsin; ebenda pag. 487. R. S. Williams beobachtete im April 1885 eine grosse Schaar von Chen rossii auf dem Missuri in Montana, welche sich etwa 10 Tage dort aufhielt; ebenda pag. 274. H. W. Henshaw giebt den Schluss seiner Beob- achtungen über die Vögel am oberen Pecos-Fluss in Neu Mexico; Auk Vol. 3 pag. 73—80. Südamerikanische Region. Mittelamerika. F. Ferrari -Per ez führt die während einer Forschungsreise in Mexiko beobachteten Vogelarten (265) auf, nebst kritischen Bemerkungen von R. Ridgway. Einige neue Arten Avurden bereits von dem letztgenannten Ornithologen (in: Auk) beschrieben [s. Fringillidae, Syl- vicolidae, Anatidae, Tetraonidae]. Ausserdem wird be- schrieben: Micrathene graysoni] Proc. Un. St. Nat. Mus. 9 pag. 130—182. F. D. Godman und 0. Salvin haben ihre „Biologia Centrali-Americana" fortgesetzt. Von dem die Vögel behandelnden Theil ist Bogen 46 — 56 pag. 361 — 448 u. T. 25 — 32 erschienen, enthaltend denSchluss der Fringillidae und den Anfang der Icteridae. HaemopMla lawrencii und Chrysomitris forreri wurden neu beschrieben. Abgebildet sind: Cyanospiza rositae, Junco alticola, Zonotricliia vulcani U. qainquestriata, Haplospiza uniformis, Spizella pinetorum, Peucaea iiofosticta, Ammoclromus peteniciis, Haemopliila hi- meralis, rufescenSy super ciliosa u, ruficauda, Chrysomitris atriceps u. xanthogastra, Ostinops giiatemoziwis. R. Ridgway beschreibt eine Anzahl neuer Arten, welche von der Mexicanischen Geo_gTaphischen Forschungs- Commission unter Leitung von A. Diaz in Puebla in Mexico gesammelt wurden: Amphispiza ferrariperezi, Fipilo submaciilatiis, Pipilo complexus, Anas diazi, Philortyx per- sonatus; ebenda pag. 331 — 333. Derselbe beschreibt Micrathene graysoni n. sp. von der Insel Socorro, West-Mexico; ebenda pag. 333. 94 A n t. R e i c h e n ow : Bericht über die Leistungen in der Derselbe beschreibt Cyclorhis flaviventris yucatanensis n. subsp. von Yucatan; Proc. ün. St. Nat. Mus. 9. pag. 519. Derselbe beschreibt Empidonax sahiiii ii. sp. von Guatemala; Ibis (5) Vol. 4 pag*. 459. Columbisches Gebiet. H. v. Berlepsch erhielt von Bucaramanga (Columbien): Xe^ierpestes minlosi n. sp., Oncostoma olivaceum Lawr. u. Euplionia nigricollis (Wi^Wi.)] Ibis (5) Vol. 4 pag. 53—57 T. 4. P. L. Sclater beschreibt Haemopliila pulchra von West-Peru; ebenda pag. 258 — 259. Von L. Taczanowski's Ornithologie du Perou erschien der dritte (Schluss) Theil. Neu sind beschrieben: Spodiornisjelskii, Piciminuspunctifrons, Chloronerpes callonotus peruviaJius, Chrysoptüus punctipectus, Crypturus ruhripes, NotJioprocta godmani, Rallus peruvianus. Mit einer Karte. Amazonen-Gebiet. R. Ridgway beschreibt Pyroderus masoni u. Aulacorhamphus dimidiatus nn. spsp. sowie Myop- sitta lineola Cass. von Venezuela; Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 92—94 u. Auk Vol. 3. pag. 333. Derselbe beschreibt Pzco/ap^^s rikeri n. sp. vom unteren Amazonenstrom; Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 523. Derselbe beschreibt Myiarchus coalei n. sp. aus der Orinocogegend ; ebenda pag. 520. 0. Salvin hat die im Vorjahre begonnene Aufzählung der von Whitely im Britischen Guiana gesammelten Arten abgeschlossen. Zwei neue Arten, Eucometis oleaginea und Pipreola whitelyi sind beschrieben. Bei Hinzuziehung der von älteren Reisenden für das Gebiet festgestellten Arten ergeben sich 589 Species als sicher nachgewiesen. Guiana steht in engem faunistischen Zusammenhang mit dem Amazonengebiet, demnächst hat es nähere Beziehungen zu dem südlichen Brasilien, Mittelamerika und den west- lichen Theilen Südamerikas, sehr geringe aber zu West- indien und Argentinien. Die in Guiana vorkommenden 27 nordamerikanischen Arten gehören grösstentheils weit verbreiteten Gruppen derStelzvögel an; Ibis (5) pag. 57 — 78, 168—181, 499—510. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 95 J. W. Wells, Exploring and Travelling- Tliree Thou- sand Miles througli Brazil from Rio de Janeiro to Maranhao. London 1886. 8. 2 vol. — Enthält auch ornithologische Notizen. Westindien. Ch. B. Cory, A List of the Birds of the West Indies, including the Bahama Islands and the Greater and Lesser Antilles, excepting- the Islands of Tobago and Trinidad. Revised edition. Estes and Lauriat, Boston 1886. Derselbe beschreibt drei neue Arten von den West- indischen Inseln: Thryoihorus guadeloupensis , Loxigilla harbadensis u. L. richardsoni; Auk Vol. 3 pag. 381 — 382. Derselbe beschreibt 13 neue Arten von der west- indischen Insel Gross - Cayman und giebt eine üebersicht der von W. B. Richardson daselbst gesammelten Arten (40); Auk Vol. 3 pag. 497—502. Derselbe liefert ein Verzeichniss der auf den west- indischen Inseln, Bahamas und Antillen vorkommenden Arten. Ausführliche Synonymie bei den einzelnen Species- namen und Diagnosen, mit Ausnahme der nordameri- kanischen Arten. Habia melanocephala und Molotkrus bo- nariensis werden aus der Liste westindischer Arten gestrichen. Cyanocorax pileatus kommt nicht auf Jameica vor, wie von Gosse irrthümlich angegeben wurde, ebensowenig Corvus ossifragus auf Cuba; auch Tyrannus sulphurascens Pr. Württ, welcher auf Cuba und Haiti heimisch sein sollte, bleibt zweifelhaft. Als vermuthlich neue Art wird Corvus dominicensis von der Porto Rico-Form C. leucogna- phalus Daud. gesondert. Die beiden afrikanischen Arten Habropyga melpoda und Spermesies cucidlatus, auf Porto Rico eingeführt, sind daselbst jetzt sehr verbreitet. Auk Vol. 3 pag. 1—59, 187—245, 337—381, 454—472. N. S. Goss u. R. Ridgway berichten über den Fang von Milvulus forficatus an der Südost-Küste von Florida; ebenda pag. 134. G. N. Lawrence veröffentlicht nach Sammlungen und Aufzeichnungen von J. G. W e 1 1 s ein Verzeichniss der 96 Ant. Reiclienow: Bericht über die Leistungen in der Vögel von Grenada (Westindien) nebst biologisclien Be- obachtungen des Sammlers. 91 Arten sind aufgeführt, darunter 3 neue : Turdus carribaeus, Calliste versicolor und Blacicus flaviventris, und 12, welche bisher noch nicht von den kleinen Antillen bekannt waren: Spermophüa guttu- ralis (Lcht.), Volatinia jacarina (L.), Dolichonyx orycivorus (L.), Mihulus tyrannus (L.), Chaetura cinereiventris (Sei.), Falco columharius (L.), Regerhinus uncinatus (Temm.), Bar- tramia longicauda (Bchst.), Numenius horealis (Forst.), Anas boschas (L.), Eh^ismatura rubida (Wils.), Oceamtes oceanicus (Kühl); Pr. U. St. Nat. Mus. 9 pag. 609—633. E. Mauery y Cao, Manual del Cazador Cubano. Nociones sobre Tiro, las Armas y Accesorios de Gaza, las Costumbres y Descripcion de las Aves y Mamiferos de la Isla de Guba. Madrid 1886. 8». 220 pag. R. Ridgway beschreibt neue Arten von den Bahama- Inseln : Geothlypis coryi und tanneri, Centurus nyeanus und a blakei; Auk Vol. 3 pag. 334—337. Derselbe beschreibt eine neue Tyranniden-Gattung: Lawrencia von St. Domingo; ebenda pag. 382 — 383. J. G. Wells, s. Lawrence. Chile. P. L. Sclater bespricht eine Vogelsammlung von Tarapacä (Nord-Chile), welche von C. Rahmer ge- sammelt wurde. Dieselbe umfasst 53 Arten, darunter neu: Fhoeniropterus Jamesi. Folgende 7 Arten sind in Tacza- nowski's Orn. du Perou nicht erwähnt und zwar ist eine (Phoenicopterus) dem Gebiet eigenthümlich, eine (Bolbor- hynchus orbig^iesius) bolivisch, 5 gehören dem südlicheren Chile an. Dagegen sind 20 Arten in dem südlichen Chile nicht vertreten, und ähnelt der faunistische Charakter des Landes mehr Peru als dem südlichen Chile; Proc. Z. S. London pag. 395—404. T. 36 u. Holzschnitt. Galapagos -Inseln. R. Ridgway beschreibt j^a^m«- topus galapagensis n. sp. von den Galapagos-Inseln; Proc. Un. St. Nat. Mus. 9 pag. 325 u. Auk 3 pag. 331. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 97 Arktische Region, F. Fischer und A. v. Pelze In zählen die von dem erstgenannten als Arzt der österreichischen Polarstation auf der Insel Jan Mayen beobachteten Vogelarten auf. Am Schlüsse der Arbeit wird eine Zusammenstellung hoch- nordischer Vog-elarten und ihrer jetzt bekannten Fund- orte gegeben , und zwar sind von letzteren in Betracht gezogen: Smith -Sund und Nord-Polar-Bassin, Grönland, Island, Jan Mayen, Spitzbergen, Nowaja Semlja und Wai- gatsch. Von Singvögeln sind als Brüter im hohen Norden erwähnt: Saxicola oenanthe (Grönland und Island), Turdus iliacus (Island), Motacilla alba (Island), Anthus ludovicianus (Grönland), A. pratensis (Island), Corvus corax (Smith Sund u. Grönland), Linota linaria (Grönland u. Island), Zono- trichia leucophrys (Grönland), Plecfroplianes nivalis (alle ge- nannten ertlichkeiten), P. calcarata (Grönland), Otocorys alpestris (Nowaja Semlja). Für Grönland sind 54 Brut- vögel angeführt, für Island 52, für Spitzbergen 22, für Smith Sund 18, für Jan Mayen 16, für Nowaja Semlja u. Waigatsch 13; die österr. Polarst. Jan Mayen. 3. Bd. u. Mitth. Orn. Ver. Wien 10 pag. 193 — 197, '205 — 212, 217 — 219. P. Müller fand Larus rossii bei Christianshaab auf Grönland brütend ; J. Dalgleish ; Auk Vol. 3 pag. 273. R. Ridgway theilt mit, dass Townsend Plectrophenax liyperhoreus auf der Hall- und auf der St. Matthew's- Insel in der Behringssee brütend fand; auf den Pribylow- Inseln findet sich hingegen P. nivalis ; ebenda pag. 276 — 277. Derselbe beschreibt Larus barroviantfs n. sp. von der Behrings-See; ebenda pag. 330 — 331. A. Stuxberg, Faunan pa och Kring Novaja Semlja; aus : Dvega-Expeditionens Vetenskapliga Jakttagelser, Bd.5. Stockholm 1886. — Auf S. 18 — 23 sind 40 daselbst ge- sammelte Arten aufgezählt. H. Townsend erlegte Tringa damacensis (Horsf.) auf der Otter- Insel in der Berings-See; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 275. S. auch Th. Pleske, oben S. 67. Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. H. Bd. LH. G 98 An t. Reiche now: Bericht über die Leistungen in der IV. Biologie, Zucht und Pflege. Lebensweise im Allgemeinen. E. T. Bootli, Rougli Notes on the Birds Observed during Twenty Years' Shoo- ting and Collecting in the British Islands. London 1886. Fol. Pt. 10—13. L. Buxbaum wärmt die alte Anekdote von der Be- gleitung wandernder Kraniche durch kleine Vögel wieder auf; Zool. Gart, 27 pag. 60. [Redactionen wissenschaftl. Zeitschriften sollten derartigen „Seeschlangen" doch nicht immer von neuem die Spalten ihrer Journale öifnen]. E. Collet berichtet über Lebensweise, Brutgeschäft, Nest und Eier von Phylloscopus borealis; Ibis (5) Vol. 4 pag. 217—223. K. W. V. Dalla Torre, Bio-psychologisches aus der Vogelwelt; Kosmos 19 pag. 379—382. B. W. Ev ermann beobachtete Stria; flammea americana in Canada im Winter in Schaaren bis zu 50 Individuen und mehr beisammen und fand in den Nestern der Art von 5 bis 10 Eier; Auk Vol. 3 pag. 93. Derselbe theilt biologisches über Pica nuttalli mit; Amer. Natural. 20 pag. 607—611. A. Faleschini, Kampf einer männlichen Schwarz- amsel (Turdus merula) mit einer Zauneidechse (Lacerta agilis); Mitth. naturw. Ver. Steiermark 1885. pag. CVII bis CVIII. E. A. Goldi schildert die Lebens-, insbesondere Nist- weise des Töpfervogels (Fvrnarivs) ; Zool. Gart. 27 pag. 265—274. F, J. Grabowsky liefert biologische Notizen über einige Vögel Süd-Ost-Borneos; Ornis 1. pag. 149 — 163. J. Hancock theilt einige Beobachtungen über die Lebensweise des Kukuks mit; Zoologist Vol. 10 pag. 203 bis 207, s. auch A. C. Chapman, ebenda pag. 243—244; F. Head, 244-255; H. R Harper, 245 — 246 und M. Browne, 246. J. E. Harting, über das frühere Nisten von Platalea leuce7'odia in Middlesex; Zoologist 10 pag. 81 — 88. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 99 C. Jex, Zur Biologie des Cucuhs canorus; Journ. Omith. 34 pag. 622—623. F. C. Keller schildert Einzelheiten der Lebensweise des Bartgeiers; Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 39—65. Derselbe theilt biologische Beobachtungen über ein- zelne Alpenvögel mit; ebenda pag. 252 — 266. A. V. Krüdener, lieber Balzen der Gallinago major; Zool. Gart. 27 pag. 291—292. K. Th. Liebe liefert eine Reihe biologischer Notizen über Turdus 'pilaris^ Turdus iliacus und Turdus musicns; Monatsschr. Ver. Schutz, d. Vogelwelt 11. p. 4—11, 30—34, 310—315. Mit Abbildungen. A. Morris berichtet über die Lebensweise, Nest- bau etc. von Menura superba; Zoologist Vol. 10 pag. 113 bis 114 u. Zool. Gart. 27. pag. 33—34. A. Nehrling beschreibt die Lebensweise von Carpo- dacus frontalis Gray; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10.) pag. 24—26, 91—92. Derselbe schildert die Lebensweise von Phaeno- pepla nitens in Kalifornien ; Zool. Gart. 27 pag. 87 — 90. Derselbe bespricht eine Anzahl Vogelarten von Texas in biologischer Hinsicht nach eigenen Beobachtungen; ebenda pag. 216— 225, 244-251, 303—312. Derselbe schildert die Lebensweise von Zono&icMa albicollis; ebenda pag. 381 — 385. F. C.Noll, die Nebelkrähe als Verbreiter der Kirschen; ebenda pag. 326. W. Reid giebt einige Notizen über die Lebensweise von Lestris parasifica; ebenda pag. 180 — 182. A. Reischek theilt einige Beobachtungen über die Lebensweise neuseeländischer Vögel mit; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 109—112; s. auch oben S. 87. S. W. Rhoads schildert die Schlafplätze von Corvus americamis und das Betragen der Vögel an denselben; Amer. Natural. 20. pag. 691—701, 777—787. H. Schacht, Aus dem Vogelleben der Heimath. Ornithologische Vorträge. Detmold, Hinrichs 1885. 8^. 302 pag. G* 100 An t. Reiche 11 ow: Bericht über die Leistungen in der Nach C. Smitb erhält Falco tijmuncidns erst mit dem vierten Jahre das voll ausgefärbte Gefieder des alten Männchens; Zoologist Vol. 10 pag. 110—113. J. Vi an, Monographie des Poussins des Oiseaux d'Eu- rope qui naissent vetus de duvet; Bull. Soc. Zool. France 1886 pag. 340-419. Ad. Walter erörtert von neuem die Frage über die Fürsorge des Kukuks für seine Nachkommenschaft und fügt seinen früheren diesbezüglichen Beobachtungen einige neue hinzu. Das Resultat ist: „Das Kukuksweibchen entfernt beim Legen seines Eies ein oder mehrere Nest- eier, um seinem eigenen Ei gehörigen Platz und dadurch zugleich die richtige Brutwärme zukommen zu lassen, die übrigen Nesteier, resp. Nestjunge, bringt es erst dann bei Seite, wenn der Kukuk aus dem Ei geschlüpft ist; nie- mals wirft es in der Zwischenzeit, also während der Brütezeit des Nestvogels ein Ei aus dem Nest"; Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 66—78. Nisten, Eier. H. B. Bailey über merkwürdigen Nest- stand des Turdus Wilsoni; Auk Vol. 3. pag. 489. F. Besant, Swallow nesting in a Tree; Zoologist 10. pag. 486. E. Bidwell, Ueber Nisten der Vögel auf den Scilly- Inseln; s. oben S. 69. E. W. H, Blagg, Pheasant, Partridge and Wild Duck laying in the same Nest; Zoologist 10. pag. 295. W. Brewster, Jwico hyemalis Nesting in a Bush; Auk Vol. 3. pag. 278. J. Büttikofer beschreibt Nest und Eier von Fraseria ocreata; Notes Leyd. Mus. 8. pag. 257. E. A. Capen, Oologie von Neu-England, s. oben S. 89. G. H. Caton Haigh, Wild Duck and Pheasant laying in same Nest; Zoologist 10. pag. 299. R. Collett, Ueber Brutgeschäft von Phylloscopus ho- realis, s. oben S. 68. J. Dalgleish beschreibt das Ei von Larus rossi; Auk Vol. 3. pag. 273—274. B. Dürigen s. Willibald. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. IQl N. S. Goss beschreibt die Eier von Aegialiüs nivosa; Aiik 3. pag. 409. H. S. Green ough theilt Beobachtungen über Brut- pflege und Jungenwachsthum bei Trochilus colubris mit; Amer. Natural 20. pag. 528 — 532. H. B. Guppy berichtet über die Bestandtheile von Salanganen-Nestern von den Salomonsinseln ; Zoologist 10. pag. 336—327 und Nature 34. pag. 100. J. H. Gurneyjun., New-Colonies of the Black-headed Gull in Norfolk; Zoologist Vol. 10. pag. 110. E. Hart er t beschreibt die Eier von Scotomis longi- caiidus; Journ. Ornith. 34. pag. 591. W. Hoxie schildert das Brutverfahren von Caiharista atrata; Auk Vol. 3. pag. 245—247. H. u. N. E. Jones, Nester und Eier der Vögel Ohio's, s. oben S. 91. Kutter s. 0. Reiser. J. H. Langille, Nidification of Birds on the St. Clair Fiats; Bull Buff. Soc. Nat. Sc. 5. pag. 33—39. H. Parker, lieber Eier ceylonesischer Vögel, s. oben S. 83. L. Petit berichtet über das Nisten von Cypselus Sharpei in Höhlen bei Landana; Ornis 1. Jahrg. pag. 585 — 586. Derselbe berichtet über merkwürdige Nist- und Brutweise von Hirundo Poucheü, welche auf der Erde nisten, nur des Nachts brüten und während des Tages der Sonne die Erwärmung der Eier überlassen soll (!); Ornis 1. Jahrg. pag. 587—588. 0. Reiser beschreibt ein Ei des Gypaetus barbatus aus Dalmatien; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 230— 232. [Vergl. auch: Kutter, ebenda pag. 243 u. 315 — 316.] J. Sargent, Snipe and Redshank laying in the same Nest; Zoologist 10. pag. 248. Derselbe, Grey Hen and Partridge laying in the same Nest; ebenda pag. 298. W. E. D. Scott beschreibt das Brutgeschäft, Nest und Eier von Aphelocoma sieberii arizonae, Peucaea rvßceps bou- carc/i und Lopliophanes ivohveberi ; Auk Vol. 3. pag. 81 — 86. 102 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Derselbe beschreibt das Nest von Geococcyx cali- fornianus; ebenda pag. 425. H. Seebohm beschreibt das Ei von Larus rossi; Proc. Z. S. London pag. 82. R. B. Sharpe beschreibt Nest und Eier von Hypo- colius ampeliniis Bp. ; Ibis (5) Vol. 4 pag. 477. H. M. Smith berichtet über ein eigenartiges Nest von Chelidon erythro gast er ; Auk Vol. 3. pag. 278. J. G. Wells liefert biologische Notizen, insbesondere Beschreibungen von Nestern und Eiern westindischer Vögel [s. oben Lawrence S. 95]. E. Willibald, Die Nester und Eier der in Deutsch- land und den angrenzenden Ländern brütenden Vögel. Vollständ. umgearb. 3. Aufl. von B. Dürigen. Leipzig, Koch 1886. Nahrung. B. Altum glaubt, dass die Zapfen der Arve zur Winterzeit die hauptsächliche Nahrung der Nucifraga caryocatacies und Mangel an denselben die Ur- sache seiner Wanderungen seien ; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10.) pag. 49—53, 97—98. Derselbe schreibt über Färbung des zur Aussaat verwendeten Kiefernsamens mit Mennige und betont, dass Vergiftungen durch solches Verfahren noch nicht beob- achtet seien; Journ. Ornith. 34. pag. 77 — 8L A. Piccone hat Untersuchungen darüber angestellt, ob Früchte, welche von Vögeln gefressen wurden, häufiger der mechanischen Wirkung des Magens und der chemi- schen der Verdauungssäfte widerstehen, so dass sie nach Abgang mit den Exkrementen oder Gewöllen keimfähig bleiben, und führt danach 22 Arten von Baum- und Strauch- gewächsen an, deren Früchte von den verschiedensten Vögeln, insbesondere Drosseln und Grasmücken genossen wurden und ihre Keimkraft behalten, die also auf solche Weise durch Vögel verbreitet werden, darunter Rhamnus frangida, Fr iimis- Arten ^ Rubus-Arten^ Crataegus oxyacantha, PzVws-Arten, Myrtus communis, Olea europaea, Hedera lielix u. a.; Nuovo Giornale Botanico Italiano 18. pag. 286. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 103 Flugvermögen. H. E. Stockbridge erwähnt eines Beispiels, wie weite Strecken ein Vogel ohne zu rasten fliegend zurückzulegen vermöge: ein Charadrius virginicus Hess sich in vollständig ermattetem Zustande auf einem Schiffe nieder, welches im stillen Ocean fahrend 1200 bis 1500 englische Meilen von den nächsten Küsten ent- fernt war; Amer. Natural. 20. pag. 898—899. Gesang. A. v. Mojsisovics und V. v. Tschusi be- richten über den Gesang der Nucifraga caryocatactes und deren Begabung, den Gesang anderer Vögel nachzuahmen ; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 113 u. 278. Mauser. A. Crette de Palluel bespricht die plötz- liche totale Mauser der Schwingen bei manchen Schwimm- und Stelzvögeln, welche nach des Verfassers Beobachtungen ebensowohl die weiblichen wie die männlichen Individuen betrifft; Naturaliste 8. pag. 267—269, 277—278; s. auch Bull. Soc. Acclim. France (4.) 3. pag. 534—543. J. E. Karting, Ueber die Mauser der Schwanzfedern von Anas hoschas; Zoologist 10. pag. 228 — 233. G. Rogeron, Ueber die Mauser der Enten; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 544 — 549. Abänderungen, Missbildungen u. Bastarde. J. A. Allen berichtet über Entenbastarde in der Freiheit; Auk Vol. 3. pag. 274—275. W. Brewster berichtet über einen augenscheinlichen Bastard von Helminthophila pinus und laiorencei; ebenda, pag. 411 — 412. R. Collett giebt ausführliche Mittheilungen über die Bastarde von Tetrao tetrix und Lagopus albus, nebst Ab- bildungen verschiedener Kleider; Pr. Z. S. London 1886. pag. 224—240, T. 21 u. 22. Ch. B. Cory beschreibt und bildet ab einen Campe- philus prinäpalis hairdi mit monströsem Schnabel, dessen Oberkiefer zu etwa vierfacher Länge über den Unter- kiefer hinausgewachsen ist und in einem Bogen bis auf die Brust sich herab krümmt; Auk Vol. 3. pag. 374. W. Faxon erwähnt eines Melanismus von Turdus migratoriiis; ebenda pag. 284, 104 Ant. Reichenow: Bericht über die LeistuDgen in der A. Fritsch berichtet über einen Bastard von Phasiamis colchicus und Tetrao tetrix; Mitth. Orn. Ver. WienlO. pag\98 bis 100. Mit Holzschnitten. H. Gadeau de Kerville, Ueber Zwitterbildungen s. oben S. 54. H. Gressner beschreibt Albinismen verschiedener Vogelarten; Journ. Ornith. 34. pag. 403 — 405. J. E. Karting, Ueber Bastard von Dompfaflf und Stieglitz; Zoologist 10. pag. 109—110. G. H. Henke hält Collett gegenüber seine Ansicht aufrecht, dass der als Tärao alho-tetrix beschriebene Vogel ein Bastard von Birk- und Schneehuhn sei ; Zeitschr. ges. Ornith. 3. pag. 267—269. A. V. Krüdener beschreibt einige Albinismen; Zool. Gart. 27. pag. 290— 291. K. Th. Liebe berichtet über Albinos von Fhyllopneuste trochüus und Hypolais salicaria; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 215. G. Lunel beschreibt einen Lariis ridihundus mit mon- ströser Fussbildung ; Mem. Soc. sc. nat. Saone-et-Loire 1 884. pag. 3—9. A. V. Pelz ein schreibt über Chlorochroismus, Geraio- chroismus, Melanismus und Albinismus bei Vögeln; Mitth. nat. Ver. Steiermark 20. pag. 84 — 90. Derselbe beschreibt einen Albino von Otus vulgaris; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 287. R. Ridgw^ay beschreibt einen vermuthlichen Bastard von Dryohates nuttalli und D. pubescens gairdneri ; Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 521—522. Derselbe beschreibt zwei Varietäten von Sialia sialis; Auk Vol. 3. pag. 282—283. J. H. Sage beschreibt einen theilweise Albino der Twxlus aonalaschkae pallasii; Auk Vol. 3. pag. 282. V. V. Tschusi berichtet über Farben -Abweichungen der ornithologischen Sammlung des Museums Francesco- Carolinum in Linz a. D. ; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 183—184. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 105 D er elbe beschreibt eine Anzahl hahnenfedriger Weib- ehen von Ruücilla phoenicura; Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 219—222. J. Whitaker, Varieties of Common Birds; Zoologist Vol. 10. pag. 182. T. White berichtet über Bastarde von Anas boschas und supercüiosa; Trans. Proc. New-Zeal. Inst. 18. pag. 134—135. Vogelschutz, Jagd, Fang. B. Grobe, Das Ver- schwinden der Nachtigal ; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 66 — 67 [s. auch H. Burghard, ebenda pag. 151 bis 153]. J. E. Karting, A Perfect Booke for Kepinge of Sparhawkes or Goshawkes. Written about 1575. Now first printed from the original MS. on vellum, with Intro- duction and Glossary. London 1886. 8vo. 51 pag. R. Payne-Gallwey, The Book of Duck Decoys: their Construction, Management, and History. London 1886. 4. 214 pag. 32 illustr. Pietsch, Das Verschwinden der Nachtigal in Roitzsch betreffend; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 181 bis 184. 0. Reiser, über Nutzen und Schaden des Garrulus glandarius und Nucifraga caryocatactes; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 305—307. V. Riesenthal, Raubvögel s. oben S. 63. A. Schieb, Das Abholzen der Uferwände in Be- ziehung zu unserer Vogelwelt; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 60—66. A. Schillbach, beschreibt den Vogelfang mit dem „Kloben" ebenda pag. 93 — 94. M. J. Schuster, Die Eule im Dienste der Land- und Volkswirthschaft sowie als Ziervogel. 2. Aufl. Ilmenau, Schröter, 8 ^. 56 pag. Fr. V. Ulm-Erbach, Falkenjagd in Japan; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 114—117. Erste Wandtafel der wichtigsten deutschen Klein- 106 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der vögel. Herausgeg. v. d. Ver. z. Schutze d. Vogelwelt. A. Huch, Zeitz 1886. Das Isländische Vogelschutzgesetz, von dem Althinge gegeben und von Sr. Maj. dem Könige unter- zeichnet am 16. Dec. 1885; Ornis 2. pag. 375. Die nützlichen Vögel oder die Freunde des Land- manns. Beschreibung der für die Landwirthschaft nütz- lichsten Vogelarten nach C. G. Friedrich. M. 60 Holzschn. Im Auftrage des eidgen. landwirth. Departem. bearbeitet. (Bern u. Lausanne 1886). 8« 126 pag. Einbürgerung^ Pflege, Zucht. E. T. Adney berichtet über die Einbürgerung von Carduelis elegans bei New- York; Auk Vol. 3 pag. 409. L. Magaud d' Aubusson bespricht diejenigen Vogel- arten, deren Acclimatisation oder Domestication in Frank- reich sich empfehlen würde; Bull. Soc. d'Acclim France (4.) 3 pag. 1, 244—261, 417—429, 573—586. A. Berthoule referirt über die Straussenzucht in der Kapkolonie; Bull. Soc. d'Acclim. (4.) 3. pag. 365 bis 368. W. Bock er, Der Kanarienvogel. Beiträge zur Kennt- niss der Kanarien mit besonderer Berücksichtigung der Harzer Edelroller. 2. Aufl. Ilmenau u. Leipzig (A. Schröter) 1886. Derselbe, St. Andreasberg und seine Kanarienzucht, ebenda 8. 56 pag. Derselbe, Der wilde Kanarienvogel und seine Ver- edelung in der Gefangenschaft, ebenda 8. 52 pag. H. Bolau berichtet über zwei Gyps fulvus und einen Licmetis nasicus, welche seit 24 Jahren im Zoologischen Garten in Hamburg leben; Zool. Gart. 27. pag. 388. 0. Brandner, Wie begründen wir edle Canarien- stämme? Stettin, Brandner. 1886. 12 », 31 pag. J. Brazier berichtet über ein Porphyrio vitiensis, welches in Gefangenschaft während eines Zeitraums von 7 Jahren 491 Eier legte, einmal in einem Jahre 101; Proc. Z. S. London pag. 330. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 107 C. Cöster, über Gefang-enleben eines Kukuks; Zool. Gart. 27. pag. 96—99. Cornely berichtet über seine Züchtigungen im Park Beaujardin bei Tours, darunter Ceriornis blythi und caboti, Argus giganteus, Callophasis ellioti; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 564 — 565. Creput giebt neuere Notizen über den Stand der Straussenzucht in Algier ; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 496—501. F. Grässner, Etwas über Mehlwürmerzucht; Monats- schrift Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 317—321. Hu et berichtet über Züchtungen und Erwerbungen in der Menagerie des Naturhist. Museums in Paris während 1886; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 305-308, 567—569. „Ko" berichtet über Abrichtung von J^achypetes minor auf den Kokosinseln; Zool. Gart. 27. pag. 60. Th. Koppen, Anleitung zur Züchtung u. Ansiedelung von Nachtigallen auf Grund eigener Erfahrungen. 2. Aufl. Berlin Janke. 8. 119 pag. A. Leniez, La tuberculo-diphterie des Oiseaux, ses rapports avec la tuberculose et la diphtherie de l'homme et des animaux; Mem. Soc. Linn. Nord de la France 1884 bis 85 pag. 1—194, T. 1—8. F. Lindner, Eingewöhnung von Goldhähnchen; Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 11. pag. 184 — 185. L. Merlato berichtet über Zucht der Strausse in Algier, deren Krankheiten und vorbeugende Mittel; Bull. Soc. d'Accl. France (4) 3. pag. 65—72. A. de Montlezun beschreibt die Arten der Gattung Beriiicla, nebstBemerkungen über derenZucht in Gefangen- schaft; ebenda pag. 132—167. A. Reimer, lieber Canarienzucht ; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10.) pag 20—23. G. Roger on, berichtet über Züchtigung verschiedener Entenarten in Gefangenschaft; Bull. Soc. d'Acclim France (4.) 3. pag. 308—312. 108 An t. Reiche now: Bericht über die Leistungen in der E. Rüdiger schildert das Betragen des Gebirgsloris in Gefangenschaft und züchtete Pycnonotus leucotis; Zool. Gart. 27. pag. 121—125 u. 256-259. H. Saunders berichtet über einen in Gefangenschaft gezüchteten Bastard von Fidigida cristata und ferina\ P. Z. S. London 1886 pag. 550—551. M. J. Schuster, Der Papageienfreund. Die Be- schreibung, Zucht, Pflege, Abrichtung etc. sämmtlicher bis jetztbekannter Papageien. 2. Auf 1. Ilmenau 8^. Schröter. 148 pag. P. L. Sclater berichtet über den Zuwachs der Menagerie derZoologischen Gesellschaftin London während des Jahres 1885; Proc. Z. S. London 1885 pag. 933—956. Derselbe über den Zuwachs der Menagerie der Zoologischen Gesellschaft in London, darunter Lencoptemis palliata, Falco fnsco-caerulescens, Ära leari, Bolborhyncluis lineolatus ebenda 1886. pag. 2, 137, 176, 318, 417. Derselbe über den Zuwachs der Menagerie der Zoologischen Gesellschaft in London an Vögeln während des Jahres 1886; ebenda pag. 673—697. Unter dem Titel: „La Voliere. Revue illustree d'Acclimatation en France et ä l'Etranger" erscheint in Paris eine neue Zeitschrift für Einbürgerung, Pflege, Zucht und Schutz der Vögel. Monatlich zwei Nummern. Hausgeflügel. Allatt, Die Tauben im Kriegsdienste; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 81—83. E. Assmus stellte durch Versuche fest, dass aus der Form des Hühnereies das künftige Geschlecht des Kükens sich nicht erkennen lasse; ebenda pag. 213. Ed. Brinckmeier, Der Hühnerhof. Vollständige und deutliche Anweisung, die Hühner zu züchten, zu veredeln u. s. w. 9. Aufl. Ilmenau u. Leipzig, Schröter 1886. 8 o. 172 pag. J. Bungart, Wasser- und Ziergeflügel. lUustrirtes Handbuch zur Beurtheilung der Racen und Schläge unseres Wasser- und Ziergeflügels. 16 Taf. Leipzig, Twietmeyer. 80 80 pag. Naturgescliichte der Vögel während des Jahres 1886. 109 E. Buruaud, Aufziiclit von Wyandottes; Mitth. Oru. Ver. Wien 10. pag\ 246—247. F. Chapuis, Die Abstammung der belgischen Brief- taube; ebenda pag*. 46 — 47, 58 — 59. Derselbe, Die Brieftaube in Afrika; ebenda pag. 259 bis 263. G. F. Dowdeswell, On the Appearances which some Micro organisms present under ditferent conditions, as exemplified in the Microbe of Chicken Cholera; Journ. R. Micr. Soc. London 1886 pag. 32—36 T. 6. Erdmann theiltFälle ausserordentlicher Fruchtbarkeit bei Hausgeflügel mit. Eine Pekingente legte in 5 Monaten 223 Eier. Neun Hühner, von welchen 2 gebrütet und etwa 40 Tage lang die Jungen geführt, legten während des Frühjahrs und Sommers 1077 Eier; Journ. Ornith. 34. pag. 405-406. H. George, Die Eier als Nahrungsmittel; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 3—10, 21—22. Derselbe, Der Geflügelhof im alten Rom; ebenda pag. 45 — 46. R. Germain bespricht die Hausgeflügel-Rassen (Gans, Ente, Huhn, Taube) in Cochinchina; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 530—533. H. Gr essner berichtet über Vorkommen von Krallen am Flügel eines Haushuhns; Journ. Ornith. 34. pag. 402. S. Hey mann, Graue Schotten; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 236—237. E. Lemoine, Elevage des animaux de basse-cour. 2. 6d. Paris, Masson 1886. N. Masson, Die Kalkbeine oder die Krankheit der Füsse, gewöhnlich „rauhe Läufe" genannt; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 10, 22, 32—33. Derselbe, Die Perlhühner; ebenda pag. 69 — 70, 79—81, 90—91, 102—103, 118, 175—176, 214—215. Ollmann, über Geflügelkrankheiten; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10.) pag. 40—42. E. Paske, Das Italienerhuhn; ebenda pag. 4 — 7. 110 An t. Reiche now. Bericht über die Leistungen in der Derselbe, Der Pommersche Kröpfer; ebenda pag.17 bis 20, 45. J. Pederseii, Das Wyandotte-Huhn als Eierleger, besonders als Herbst- und Winterleger; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 213—214. LaPerre de Roo, Die militärischen Taubenschläge in Frankreich; ebenda pag. 23, 34. Derselbe beschreibt die Art der Abrichtung von Brieftauben, welche zwischen zwei Orten hin- und her- fliegen sollen; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 570 bis 572. E. C. Phillips, Some further remarks on the origin of domestic poultry; Ornis 1. Jahrg. pag. 577 — 580. G. Prütz, Illustrirtes Mustertauben-Buch. * (Hamburg, Richter.) Lief. 26 — 40 erschienen. A. Rawengel, Langshan - Huhn ; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10.) pag. 58—61, 73—75, 83 bis 84, 100—102. C. V. Scherz er, Die Bedeutung der Federviehzucht in Europa und insbesondere in Oesterreich-Ungarn; Mitth. Olli. Ver. Wien 10. pag. 296—297. M. J. Schuster, Das Wassergeflügel im Dienste der Land- und Volkswirthschaft sowie als Zierde, enthaltend gründliche Anleitung zur rationellen Zucht der Gänse, Enten und Schwäne. 2. Aufl. Ilmenau, Schröter. 8^. Derselbe, Die Gans im Dienste der Land- und Volkswirthschaft sowie als Ziervogel. 2. Aufl. ebenda74pag. Derselbe, Der Schwan als Zier- und Nutzvogel. 2. Aufl. ebenda, 21 pag. J. B. Sutton, Avian Tuberculosis: an Illustration of Amoebic Warfare ; Journ. Comp. Med. Surg. New-York 1886. pag. 329—357, T. 2. C. Stichler, Die Taube im Kriegsdienste; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 200—203. K. Tragau, Die Geflügelzucht. Ein ertragreicher Nebenerwerbszweig der Landwirthschaft; Samml. gemeinn. Vortr. Prag, No. 101 u. 106. Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1886. m Fr. V. Ulm -Erb ach beschreibt ein von ihr zweck- mässig eing-erichtetes Geflügelhaus; ebenda pag. 57—58. Dieselbe, Das schwanzlose Huhn; ebenda p. 88 — 90. Voitellier, L'incubation artificielle et la basse-cour. Traite complet d'elevage pratique. 4. ed. Paris, Firmin- Didot 1-886. C. E. Weber, Ueber Hühnerkrankheiten; Zeitschr. Ornith. prakt. Geflügelz. Stettin 7. (10.) pag. 7—11. T. C. Wink 1er erzählt von 4 Brieftauben, welche von Leyden nach Haarlem (30 km) in 30 Minuten flogen und nach V4 Stunden Rast, nachdem sie Nahrung genommen, denselben Weg zurück in 20 Minuten durchmassen; Bull. Soc. d'Acclim. France (4.) 3. pag. 452 — 454. A. Zecha, Versuche mit der Truthühnerzucht auf Racebildung; Mitth. Orn. Ver. Wien 10. pag. 284—287. Zürn, Tuberculose der Hühner; ebenda p. 249 — 250. — ? Die Spanierhühner; ebenda pag. 274 — 275. Ueber das Gewicht der Eier verschiedener Hühner- rassen befindet sich eine Zusammenstellung in: Zool. Gart. 27. pag. 94. Parasiten. C. Parona führt die Eingeweide-Para- siten einer Anzahl sardinischer und ligurischer Vogel- arten auf; Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova Ser. 2 a. Vol. 4. 24. Bd. pag. 372—373 und 500. Y. Systematik. Familie Sylviidae. Äccentor ocularis n. sp. aus dem Gebiet des Kaspischen Meeres, nahe A. fulvescens; G. Radde, Fauna u. Flora Casp. Geb. pag. 19. Acrocephalus orientalis specifisch verschieden von stentoreus; W. Blasius, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 102. Locustella lanceolata auf Luzon ; W. Ramsay, Ibis (5) Vol. 4, pag. 160. Lusciöla höhmi n. sp. von Simbile in Ugunda (Ost- Afrika), nahe L. phüomela (Bebst.); A. Reichenow, Journ. Ornith. 34. pag. 115. Merula erythrotis n. sp, von Süd-Travancore, ähnlich M. simülima Jerd.; W. Davison, Ibis (5) Vol. 4. pag. 205. Myiophoneus s. unter Timeliidae. Phyllopseuste : J. Vian bespricht die auf Helgoland beobachteten 112 An t, Reiche now: Bericht über die Leistungen in der asiatischen Arten dieser Grattuug : Ph. horealis, nitida, viridana, coro- nata, fuscata, tristis, proregidus u. superciliosa und führt die charac- teristischen Kennzeichen, insbesondere in Vergleich zu den europäischen Arten an; Bull. Soc. Zool. France 11. pag. 652—670. Saxicola deserti in England; W. E. Clarke, Ibis (5) 4. pag. 100. — S. stapazina, Unterschiede der westlichen und östlichen Form (melano- leuca), S. dresseri neuer Name für die westliche Form-, H. Seebohm, Zoologist Vol. 10. pag. 193—195, — S. tholloni n. sp. vom Kongo, ähnlich S. arnotti und pileata; E. Oustalet, ISaturaliste 8. pag. 300. Turdus alpestris Brehm u. torquatus L. verschiedene Arten; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 365—373. — T. carri- baeus Lawr. anscheinend unterschieden von T. gymnophthalmus Gab. ; G. N. Lawrence, Pr. Un, St. Nat. Mus. 9. pag. 610. — T. pilaris, über Nistplätze in Mecklenburg; Wiese, Zeitschr. Ornith. prakt. G-eflügelz. Stettin 7. (10) pag. 174. — T. stormsi n. sp. vom Tanganjika-See; Gc. Hartlaub, Bull. Mus. roy. bist. nat. Belgique 4. pag. 143, T. 3. Familie Timeliidae. Ärses henJcei n. sp. von den Artrolab-Bergen, Neu-Gruinea, ähnlich Ä. aruensis; A. B. Meyer, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 16 T. 3 F. 1—2. Cittocincla melanura n. sp. von der Insel Nias bei Sumatra, sehr ähnlich C. macrura; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 549 T. 8. Copsychus niger n. sp. vonElopura, Nordost-Borneo; W, Ramsay, Proc. Z. S. London p. 123. Cossypha pecilei n. sp. vom Kongo, nahe C. emerina Hartl.; E. Oustalet, Naturaliste 8. pag. 300. Erythrocercus thomsoni in Angola gefunden; J. A. de Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Natur. Lisboa No. 42. Harporhynchus crissalis u. lecontei, weitläufige Beschreibungen beider Arten, Verbreitung und eingehendes über Lebensweise; E. A. Mearns, Auk Vol. 3. pag. 289—307. Icoturus n. g. Timeliidarum : Bill rather long and slender, slightly hooked and notched at tip; culmen straight to near the tip; gonys slightly couvex, equal in length to the distance from nostrils to tip; nostrils at the anterior end of the nasal groove overhung by the membrane, oval and slightly oblique, and removed from the feathering a considerable distance; bristles at base of upper mandible tolerably well developed. Wings short, rounded, and very concave; distance of secondaries from tip of lougest primary less than the length of the exposed culmen. Tail much shorter than wing, slightly rounded. Feet long; tarsus nearly 'twice as long as exposed culmen, rounded behind, booted; toes long and slender, outer toe longer than inner; hind toe long, with a strong curved claw. Type: Icoturus namiyei n. sp. von den Liu-kiu-Inseln, Japan. — Ferner ist in diese Gattung Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 113 zu rechnen : Sylvia Jcomadori Temra. ; L. Stejneger, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 643—646. Mimocichla ravida n. sp. von Gross-Cayman, W.-Ind.; C. B. Cory, Auk Vol. 3. pag. 499. Myiophoneus tihetanus n. sp. von Tibet, ähnlich M. temmincki; J. V. Madaräsz, Ibis (5) Vol. 4. pag. 145. Sylvietta stampßii n. sp. von Liberia, nahe S. flaviventris; J. Bütti- kofer, Notes Leyden Mus. 8. pag. 252. Thryothorus guadeloupensis n. sp. von Guadeloupe; Ch. B. Cory, Auk Vol. 3. pag. 381. Trochalopterum cinnamomeum n. sp. von Süd-Travancore, ähnlich T. cackinnmis Jerd. ; W. Davison, Ibis (5) Vol. 4. pag. 204. Troglodytes hirtensis identisch mit T. parvulus; H. E. Dresser, Ibis (5) Vol. 4. pag. 43—45. Familie Paridae. L. Stejneger giebt eine Uebersicht der japanischen Pariden — [s. oben unter Faunistik S. 77]. Parus griseiventris Rchw. abgebildet; Journ. Ornith. 34, T. 2. — P. palustris dresseri n. subsp. von Gross -Britannien; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 200—201. Fsaltrites helviventris Cab. identisch mit (vielleicht $ von) Psal- trites melanotis (Hartl.); R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. Vol. 9 pag. 134. Bemiza n. g. (=: Aegithalus Boie nee Herm. u. a), Typus : Aegithalus consohrinus Swinh. ; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 387. Familie Certhiidae. Sitta amurensis clara n. subsp. von Yesso nebst Uebersicht der japanischen Ä'^a- Arten; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. p. 392. — S. haicalensis Tacz., amurensis Swinh., albifrons Tacz., Unter- schiede der drei Arten; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 390. Ticliodroma muraria am 24. Nov. 1885 bei Gleisweiler (Rhein- pfalz) erlegt; F. Grässner, Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. 11. pag. 23. Familie Dacnididae. P. L. Sclater liefert eine Monographie der CoereUdae. Die als Familie aufgefasste Gruppe wird in vier Unterfamilien getheilt: 1. Mit gradem Schnabel, Oberkiefer gebogen, mit der Spitze den Unterkiefer überragend : Biglossinae. Gattungen: Diglossa mit 16 Arten und Biglossopis mit 1 Art. 2. Mit gradem, spitzem Schnabel, beide Kiefer von gleicher Länge : Bacnidinae. Gattungen : Oreomanes (1 Art)^ Conirostrum (8), Xenodacnis (1), Hemidacnis (1), Bacnis (14), Cer- thidea (2). 3. Mit gestrecktem Schnabel, beide Kiefer gebogen: Coerebinae. Gattungen: Chlorophanes [2], Coereba (4), Certhiola (19). Arch. f. Naturgescli. 53. Jahrg. II. Bd. 1. H. H 114 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der 4. Mit kurzem, conischem, etwas gebogenen Schnabel : Glossiptilinae. Eine Gattung Glossiptüa mit einer Art. Im Ganzen 12 Gattungen mit 70 Arten. Neu beschrieben Bacnis Sahnoni. Abgebildet: Biglossa mystacalis T. 1 , Conirostrum fraseri ^ und Bacnis Salmoni $ T. 2, Bacnis coerebicolor (J u. $ T. 3, Oilorophanes purpurascens ^ T. 4, Certhiola martinicensis u. dominicana T. 5. Die Verbreitung der Coerebiden erstreckt sich nach Angabe des Verf. von Süd-Mexico bis zum Golf von Guyaquil an der Westküste Südamerikas, dem grossen Amazonen-Thal an der Ostseite der Anden und der Grenze des Wald- gebietes Südost-Brasiliens. [Hierzu ist darauf aufmerksam zu machen, dass Taczanowski 28 Arten von Coerebiden für Peru aufführt, dass u. a. Conirostrum cinereum nach Jelski bei Lima , Biglossa brunnei- ventris nach Jelski bei Tarma, nach Whitely bei Paucartambo , die erstgenannte Art nach d'Orbigny sogar bei Tacna und in der Provinz Sicasica in Bolivien vorkommt, so dass die Südgrenze der Ver- breitung der Familie auch an der Westküste Südamerikas viel weiter südlich, etwa auf dem 18. " zu ziehen ist. Ref.]; Cat. B. Brit. Mus. 11 pag. 1—48. T, 1—5. Certhiola atrata vermuthlich Melanismus von C. saccharina, C. B. Cory, Auk Vol. 3. pag. 53. — C. sharpii n. sp. von Grand Cayman, W. I., ebenda pag. 497. — C. sundevalli Ridgw. vermuthlich ein Ent- wicklungsstadium von C. dominicana Taylor und C. finschi ein solches von C. martinicana^chh.; Ch. B. Cory, Auk Vol. 3. pag. 52 u. 53. Bacnis salmoni n. sp. von Antioquia (nach $ beschrieben); P. L. Sclater, Cat. B. Brit. Mus. Vol. 11. pag. 27. T. 2. F. 2. Bicaeum nehrlcorni n. sp. von Nord-Celebes, nahe B.flammeum; W. Blasius, Braunschweig. Anzeigen No. 52, 3. März 1886. — B.pecto- rale abgebildet; Gould, B. Neu-Guinea Th. 21. Pardalotus, Schlüssel der Arten dieser Gattung, Notizen über P. affinis u. assimilis, letztere als subspecies der ersteren Art auf- zufassen; L. Stejneger, Pros. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 294—296. Familie Nectariniidae. Aethopyya cara Shelley u. seheriae (Tick.), Unterschiede, T. Sal- vadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 593. Familie Meliphagidae. Euthyrhyncha fulvigula, Unterschiede zwischen Exemplaren vom Arfak-Gebirge und solchen vom Hufeisengebirge ; A. B. Meyer, Zeit- schrift Ges. Orn. 3. pag. 181—182. Meliarclms sclateri abgebildet; Gould, B. New-Guinea Th. 21. Melidectes emilii n. sp. vom Hufeisengebirge, Neu-Guinea, ähnlich M. torquatus; A. B. Meyer, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 22. T. 4. F. 2. Meli'potes fumigatus n. sp. vom Hufeisengebirge, Neu -Guinea, ähnlich M. gymnops; A. B. Meyer, Zeitchr. Ges. Orn. 3. pag. 22. T. 4. F. 1. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 115 Melirrhophetes batesi n. sp. von Süd-Neu-Gruinea-, R. B. Sharpe, Nature 34. pag. 340. — Abbildung; Gould, B. New-Guinea Th. 22. Myzomela ramsmji n. sp. von den Inseln Kapaterong und Nusa, nordwestlich von Neu-Irland, ähnlich M. nigrita] 0. Finsch, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 21. Ptüotis fulvocinerea n. sp. von dem Hufeisengebirge, Neu-Guinea, ähnlich Ft. unicolor; A. B. Meyer, Zeitschr. Ges. Orn. pag. 24. T. 5. F. 1. Stigmatops kebirensis u. squamata abgebildet; Gould B. Neu- Guinea, Th. 21. Xanthotis chrysotis abgebildet; ebenda. Familie Brachypodidae. Aegithina philipi u. sp. von Hue in Annam ; E. Oustalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (2) T. 8. pag. 286. Ändropadus flavescens in Angola gefunden; J. A. de Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Natur. Lisboa No. 42. Crateropus tanganjiccte n. sp. von Marungu, westliche Seite des Tanganjika; A. Reichenow, Journ. Ornith. 34. pag. 115, T. 3. Hypsipetes p-gefi-i n. sp. von den Liu-kiu-Inseln (Japan), ähnlich H. amaurotis Temm.; L. Stejneger, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 642. Familie Alaudidae. Mira fr a philippinensis n. sp. von Manilla, ähnlich M. parva; W. Ramsay, Ibis (5) Vol. 4. pag. 160. PyrrJmlauda signata n. sp. von Somaliland, ähnlich P. verticalis; E. Oustalet, Bibl. Ecole de Hautes Etudes, Sect. Sc. I^at. 31. No. 10. Familie Sylvicolidae. P. L. Sclater hat die „Familie Tanagridae" monographisch bearbeitet, in welche ausser den eigentlichen Tangaren auch die Ruderfinken (Pitylinae) eingeschlossen werden. Verf. unterscheidet 6 Unterfamilien: 1. Procniatinae, Gattung Frocnias mit 1 Art. 2. Eu phoniinae: Chlwophonia (9 Arten), Euphonia (33), Hypophaea (1) Pyrrhuphonia (1). 3. Tanagrinae: Tanagrella (4), Chlorochrysa (3) Pipridea (1), Procnopis (1), Calliste (61), Pseudodacnis (1), Iridornis (5) Delothraupis (1), Stephanophorus (1), Poecilothraupis (5), Buthraupis (6) Compsocoma (4), Dubusia (1), Tanagra (14), Spindalis (6), Bham phocoelus (12), Phlogothraupis (1), Calochaetes (1), Pyranga (16) Cyanicterus {1} , Orthogonys (1), Chlcyrothraupis {^) , Lanio {Q), Tachy phomis (12), Creurgops {!), Malacothraupis [\), Eucometis {5), Tricho- thraupis [l], Cypsnagra {\\ Pyrrhocoma (1), Nemosia{7), Thlypopsis {%). Phoenicothraupis (9). ^. Lamprotinae mit 2 Gattungen: Lamprotes {\), Sericossypha (1). 5. Phoenicophilinae mit den beiden Gattungen Phoe- nicophüus (2) und Calyptophilus (1). 6. Pitylinae: Chlorospingus (32), H* 116 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Urothraupis (1), Mia-ospingus (1), Pesopetes (1), Buarremon (35), Nesospingus (1), Arremon (14), Biucopis (1), Conothraupis (1), Psi^o- spiza{'2), Saltator (19), Lamprospiza (1), Orchesticus (1), Oreothraupis{l), Cissopis (2), Schistochlamys (2), Pitylus (8). Im Ganzen sind 59 Gattungen und 376 Arten aufgeführt. Neu sind die Gattungen Fseudodacnis u. Delothraupis. Neue Arten : TIilypopsisamazonumu.Ärremonnigrirostns. Abgebildet werden : Chl&rophonia roraimae (J u. Chlorophonia flavirostris T. 6 , Euphonia concinna (^ $ T. 7, Euphonia finschi u. saturata T, 8, ^. melanura ^ $ T. 9, ^. vittata (^ T. 10, Phoenicothraupis gutturalis ^ TAI, Nemosia albigularis (^ $ T. 12, Thlypopsis (yrnata u. inm-nata T. 13, Buarremon leucopis T. 14, jB. comptus T. 15, 5. tricoloi' T. 16, Arremon wuchereri T. 17. Bezüglich der Verbreitung bemerkt Verf., dass die Tanagridae der Neotropischen Region angehören mit Ausnahme einiger Arten der Gattung Pyranga, welche Nordamerika als Sommervögel be- wohnen-, Cat. B. Brit. Mus. Vol. 11, pag. 49—307, T. 6—17. Anthus richardi in Schottland erlegt; J. G. Millais, Zoologist Vol. 10, pag. 26—27. Arremon nigrirostris n. sp. von Süd-Peru; P. L. Sclater, Cat. B. Brit. Mus. Vol. 11, pag. 276. Calliste versicolor Lawr. verschieden von C. cucullata Sws. ; G. N. Lawrence, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 613. Dendroeca vitelUna n. sp. von Gross - Cayman, W. Ind.; C. B. Cory, Auk Vol. 3 pag. 497. Delothraupis n. g. AUied to Iridornis, from which it differs in its longer and more compressed bill. Typus: Calliste castaneoventris Sei; P. L. Sclater, Cat. B. Brit. Mus. Vol. 11. pag. 142. Eucometis oleaginea n. sp. von dem Brittischen Guiana, ähnlich E. Cassini; 0. Salvin, Ibis (5) Vol 4 pag. 57. Euphonia nigricolUs (Vieill.) in Bucaramanga (Columbien); H. V. Berlepsch, Ibis (5) Vol. 4 pag. 57. Geothlypis coryi und tanneri nn. spsp. von den Bahama-Inseln, ähnlich G. heldingi Ridgw. ; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 334 u. 335. — G. trichas, Veränderungen des Gefieders nach Alter und Jahres- zeit; Th. W. Beckham, ebenda pag. 279— 281. Helminthophila celata in Süd-Carolina, A. T. Wayne, Auk Vol. 3 pag. 138—139. Phonipara fumosa Lawr. identisch mit Amaurospiza unicolor Cab. ; 0. Salvin, Ibis (5) Vol. 4 pag. 502. Pipilo complexus u. submaculatus nn. spp. von Puebla, Mexico, ersterer ähnlich P. macronyx Sws.; letzterer P. maculatus Sws.; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 332. Pseudodacnis n. g. General characters of Calliste, but bill rather longer and more slender. Wings rather long, first four primaries Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 117 equal and longest. Plumage of Dacnis. Typus: Dacnis hartlaubi Sei; P. L. Sclater, Cat. B. Brit. Mus. Vol. 11. pag. 138. Pyranga rubra, Beschreibung des ersten Sommerkleides; A. W. Beckham, Auk Vol. 3 pag. 487. Spindalis salvini u. sp. von Gross Cayman, W. Ind. ; C. B. Cory, ebenda pag. 499. Spodiornis jelskii n. sp. von Peru; L. Taczanowski, Orn. Perou T. 3 pag. 42. Thlypopsis amazonum n. sp. von Bolivien und Peru; P. L. Sclater, Cat. B. Brit. Mus. Vol 11. pag. 229. Familie Fringillidae. E. Brooks liefert in Anschluss an eine frühere Arbeit (Ibis 1885 pag. 381) einige Bemerkungen über die Unterschiede der Acanthis- Arten. A. exilipes weicht nur durch geringere Grösse von hornemanni ab. Im Ganzen sind 5 Arten zu unterscheiden: A. hornemanni, exilipes, rostrata, linaria, rufescens und eine zweifelhafte: holboelU; Ibis (5) Vol. 4 pag. 359— 364 [Vergl. Stejneger, Bericht f. 1884 pag. 216]. Acanthis linaria auf Island brütend; H. Slater u. T. Carter, Ibis (5) 4. pag. 47. Ammodramus petenicus abgebildet; Godman u. Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 28 F. 2. — A. p-inceps in Texas und in Neu- Schottland erleg-t ; G. B. Sennett u. T. M. Jones, Auk Vol. 3 pag. 135. Amphispim ferrariperezi n. sp. von Puebla, Mexico, ähnlich A. quinquestriata ; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 332. Carpodacus severtzovi n. sp. von Centralasien, nahe Crubicillus; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London pag. 354. Chrysomitris atriceps und xanthogastra abgebildet; Godman u. Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 31. — Ch. forreri n. sp. von Mexico, ähnlich Ch. notata; Godman u. Salvin, Biol. Centr. Amer. pag. 429. Coccothraustes humii n. sp. von Attock in Punjab (= C. vulgaris Hume, Ibis 1869 pag. 456 und Stray Feathr. 1877 pag. 413 u. 462); R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London pag. 96—97. Cyanospiza rositae ^ u. $ abgebildet; Godman u. Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 25. Emberiza melanocephala bei Rothenacker b. Ehingen in Württem- berg beobachtet; G. Grellet, Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württem- berg 42. pag. 347. — in Notts, England ; J. R. Ashworth, Zoologist pag. 73. — E. stewarti n. sp. von Koteghur, Himalaya; L. C. Stewart^ Zoologist pag. 435. Euethia (Phonipara) marchii Baird identisch mit Euethia bi- color (L.); Ch. B. Cory, Auk Vol. 3 pag. 209. Rabia melanocephala (Sws.) scheint nicht auf Cuba vorzukommen (vergl. Journ. Oruith. 1856 pag. 9); Ch. B. Cory, Auk Vol. 3 pag. 203. 118 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Haemophüa humer alis, rufescens, supercüiosa u. ruficauda ab- gebildet ; Godman u. Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 20 u. 30. — H. lawrencii n. sp. von Mexico, ähnlich H. ruficauda; ebenda pag. 397 — H. pulchra n. sp. von West-Peru; P. L. Sclater, Ibis (5) Yol. 4 pag. 258—259 T. 8. Haplospiza uniformis abgebildet ; Grodman u. Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 27 F. 1. Junco aUicola abgebildet ; Godman ii. Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 26 F. 1. — J. hyemalis carolinensis n. subsp. vom Westlichen Nord- Carolina ; W. Brewster, Auk Vol. 3 pag. 108. Loxia curvirostra stricMandi in Kansas erlegt; L. Dyche, ebenda pag. 258—261. Loxigüla harhadensis n. sp. von Barbados, ähnlich L, noctis u. L. richardsoni n. sp. von Santa Lucia (West-Indien); Ch. B. Cory, ebenda pag. 382. Melospiza palustris, Beschreibung des jungen $ ; R. H. Bulley, ebenda pag. 277. Passer pyrrhonotus am See Mancha, Sind; E. F. Becher, Zoologist pag. 430. Peucaea notosticta abgebildet; Godman u. Salvin, Biol. Centr Amer. T. 28 F. 1. Plectrophenax hyperboreus brütet nach Townsend auf der Hall- und St. Matthews -Insel in der Behringssee, auf den Pribylow-Inseln hingegen P. nivalis; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 276—277. Poliospiza flegeli n. sp. vom Benue, nahe P. reichardi Rchw. ; E. Hartert, Joum. Ornith. 34. pag. 583. Propasser rhodometopus Bidd. von Yarkand verschieden von P. rhodochlamys Brandt vom Altai und von P. grandis Blyth (= rhodo- chlamys Bidd.) vom Himalaya; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London pag. 353. Pyrrhula kurilensis n. sp. von den Kurilen, nahe P. orientalis; R. B. Sharpe, Zoologist pag. 485. Spizella pinetorum abgebildet ; Godman u. Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 27 F. 3. — S. pusilla arenacea n. subsp. Wintervogel in Süd -Texas, Sommeraufenthalt unbekannt; A. P. Chadbourne, Auk Vol. 3 pag. 248. Zonotrichia vulkani u. quinquestriata abgebildet; Godman und Salvin, Biol. Centr. Amer. T. 26 F. 2 u. Taf. 27. F. 2. Familie Ploceidae. G. E. Shelley liefert eine Monographie der Ploceidae der äthiopischen Region. Verf. folgt der zuerst von Sundevall, später von Reichenow vorgenommenen Eintheilung, indem er die Familie in zwei Untergruppen trennt: Ploceinae mit langer und Viduinae Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 119 (Spe)-mestinae Rchw.) mit kurzer 1. Schwinge. Der vorliegende 1. Theil der Arbeit behandelt die Viduinae [doch stellt Verf. in diese Gruppe auch die Grattung Phüetaerus, obwohl diese Form nur 9 Handschwingen hat, also vielmehr unter die FringüUdae zu rechnen ist. Ref.]. Be- schreibungen werden nicht gegeben, nur kurze „Schlüssel" zum Be- stimmen der Arten, dagegen ist ausführlich die Sjmonymie behandelt. Die Verbreitung wird nur im Allgemeinen bezeichnet. Die auge- nommenen G-attungen sind: 1. Nigrita mit 7 Arten, 2. Phüetaerus mit 3 Arten (ausser socius auch die sonst zu Nigrita gestellten species Cabanisi und Arnaudi [!]), 3. Spermestes (5 Arten), 4. Munia (5), 5. Amadina (2), 6. Pyrenestes, 1 Art (coccineus Cass., ostrinus Vieill. und personatus Dub. zusammengezogen [!]), 7. Spermospiza (2), 8. Cryptospiza (1), 9. Hi/j^rgus (S), 10. Pytilia (7), 11. Lagonosticta (11),' 12. Estrelda (20), 13. Ortygospiza (2), 14. Hypochera (1 Art, nitens und aenea zusammengezogen), 15. Vidua (6 sp., paradisea und verreauxi vereinigt), 16. Coliuspasser (11) (hiermit Orynx Rchb. ver- einigt), 17. Pyromelana (13), 18. Quelea (4, sanguinirostris u. lathami vereinigt [!]); Ibis (5) Vol 4 pag. 301— 359. Estrelda atricapilla und Pyromelana aurea sind abgebildet T. 9. Amauresthes fringüloides in Angola gefunden; J. A. de Sousa, Jörn. Sc. math. Phys. Natur. No. 43 Lisboa. Cinnamopteryx n. subgen., Typus: Ploceus castaneofuscus Less,, A, Reichenow, Zool. Jahrb. I. pag. 126. Bonacicola Imnsteini n. sp. von Neu-Irland; 0. Finsch, Ibis (5) Vol. 4 pag. 1 T. 1. Eiiplectes nigrifrons Böhm abgebildet; Journ. Ornith. 34. T. 2. Habropyga poliogastra n. sp. von Mossambik, sehr ähnlich H. incana Sund.; A. Reichenow, Journ. Ornith. 34. pag. 121. Hyphantica: A. Reichenow unterscheidet drei Arten der Gattung und eine Abart: H. sanguinirostris (L.) von Nordwest - Afrika, H. aethiopica (Sund.) von Nordost-Afrika, H. aethiopica var. inter- media Rchw. n. var. von Ost -Afrika und H. lathami (Smith) von Süd-Afrika. Die einzelnen Formen sind beschrieben, Synonymie und genaue Verbreitung angegeben; Journ. Ornith. 34. pag. 391 — 394. Lagonosticta nitidula n. sp. vom Tanganjika-See, nahe L. rufo- pida; G. Hartlaub, Bull. Mus. roy. bist. nat. Belgique 4. p. 145, T. 4. Melanopteryx n. subgen., Typus: Ploceus nigerrimus Vieill.; A. Reichenow, Zool. Jahrb. 1. pag. 125. Ploceus: A. Reichenow liefert eine Monographie der Gattung. 38 Arten sind aufgeführt, von welchen 32 afrikanisch, 5 malayisch, 1 madagassisch. Sechs Untergattungen sind angenommen: Xantho- philus Rchb., Melanopteryx Rchw. n. subg,, Cinnamopteryx Rchw. n. subg., Hyphantoruis Gray, Sitagra Rchb. u. Ploceus Cuv. — Ab- gebildet sind Ploceus xanthops, sakalavus, dimidiatus und subpersonatus ; 120 Ant. Reiche now: Bericht iiher die Leistungen in der Zooh Jahrb. 1. pag. 113 — 164 T. 5. — P. duboisi n. sp. vom Tan- ganjika-See, nahe P. capitalis Lath. ; G. Hartlaub, Bull. Mus. roy. bist. nat. Belgique 4. pag. 144; F. heugUni nom. uov. für Textor atrigularis Heugl. nee Voigt; Zool. Jahrb. 1. pag. 147. — P. reichardi Rchw. n. sp , nahe P. vitelUnus , von Karema am Tanganjika - See ; A. Reichenow, Zool. Jahrb. 1. pag. 150; abgebildet; Journ. Ornith. 34. Taf. 2. Familie Icteridae. P. L. Sclater giebt eine Monographie der Icteridae. Im Allgemeinen ist die Familie in derselben Weise behandelt wie in der früheren Bearbeitung desselben Gegenstandes [vergl. Ber. f. 1883 pag. 359 u. f. 1884 pag. 219]; nur einige Aenderungen werden vor- genommen: Ostinops montezumae, hifasciatus, guatimozinus u. y^ra- carium werden in der neuen Gattung Gymnostinops abgesondert. Ebenso ist Cassicus solitarius u. holosericeus in der Gattung Ambly- cercus Gab. gesondert und Cassidix Less., welche früher zu den Quiscalinae gezogen war, unter die Cassicinae gestellt. Zu den Icterinae ist Gymnomystax hinzugezogen, welche früher den Ägelaeinae eingereiht war. Von den Ägelaeinae werden Trupialis und Sturnella als Sturnellinae getrennt. Die früher unter der Gattung Xantho- somus Gab. getrennten Arten icterocephalus, flavus, frontalis und ruficapillus sind mit Agelaeus vereinigt und A. forhesi ist neu be- schrieben. Icterus nigerrimus Orb. wird unter der Gattung Nesopsar Sei. getrennt. Cyrtotis maxillaris (d'Orb. et Lafr.) Bp. hält Verf. für Molothrus honariensis ^ mit deformem Schnabel. Vermehrt wurde die Familie ferner um den 1885 entdeckten Icterus hauxivelli, welcher auf T. 18 abgebildet wird. Im Ganzen sind nunmehr 29 Gatt. u. 128 Arten bekannt. Die Verbreitung anlangend, erstreckt sich die Familie von dem Polarkreis bis Patagonien, ist aber in Mittel- und dem Norden von Süd- Amerika am reichsten vertreten; Gat. B. Brit. Mus. Vol. 11. pag. 308—405 T. 18. Agelaeus forhesi n. sp. von Pernambuco, Brasilien (vielleicht — Agelaius pustulatiis Sws.); P. L. Sclater, Gat. B. Brit. Mus. Vol. 11 pag. 345. Gymnostinops n. g. Base of lower mandible naked. Typus Cacicus montesuma Less. ; ebenda pag. 312. Icterus bairdi n. sp. von Gross - Gayman, W.-Ind.; G. B. Gory, Auk Vol. 3 pag. 500. Molothrus honariensis (Gab,), erwähnt von Bisque, Jungfern- Inseln (Ibis 1860 pag. 308) ist aus der Liste der westindischen Vögel zu streichen ; Gh. B. Gory, Auk Vol. 3 pag. 220. Ostinops guatemozinus SihgehMet; Godman u. Salvin, Biol. Gentr. Amer. T. 32. Quiscalus caymanensis n. sp. von Gross-Gaymann, ebenda pag. 499. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 121 Familie Sturnidae. Cälornis altirostris sp. n. von der Insel Nias b. Sumatra, ähnlich C. chalyhaea (Horsf.); T. Salvadori, Ann Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 553. T. 9. — C. feadensis ahgebildet; Gould, B. Neu-Guinea Th. 21. Gracida robusta sp. n. von der Insel Nias bei Sumatra, ähnlich G. javanensis {Oy\).)\ T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 554, T. 9. Melanopyrrhus anais u. orientalis abgebildet; Gould B. Neu- Guinea Th. 22. Familie Paradiseidae. 0. Finsch and A. B. Meyer, On some new Paradise Birds; Ibis (5) 4. pag. 237 — 258 T. 7. — [Uebersetzung, vergl. Ber. 1885 S. 173.] d'Hamonville bespricht die in neuester Zeit entdeckten Paradiesvögel und giebt eine Uebersicht über sämmtliche (52) Arten der Familie. Falculia palliata ist hierin nicht eingeschlossen; Bull. Soc. Zool. France 11. ann. pag. 503 — 511. Ämblyornis suhalaris abgebildet ; Gould, B. New-Guinea Th. 22. Drepanornis JBruijnii abgebildet ebenda Th. 21. Lophorina minor (Rams.), Berichtigungen bezüglich der Dar- stellung des Nackenkragens auf Taf. 17 der Zeitschr. f. Ges. Orn. 2. Jahrg. ; A. B. Meyer, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 180 mit Holzschn. Bhipidornis Gulielmi-tertii vermuthlich auf Neu-Guinea heimisch, nicht auf Waigiu; A. B. Meyer, Proc. Z. S. London pag. 297 — 298. Paradisornis rudolphi abgebildet Ibis (5) 4. T. 7. Familie Corvidae. Aphelocoma insularis n. sp. von Californien; H. W. Henshaw^, Auk Vol. 3 pag. 452. Cycmocorax jnleatus nicht auf Jamaica; Gh. Cory, ebenda pag. 230, Corvus dominicensis von San Domingo vermuthlich n. Abart von C. leucognaphalus Daud. von Porto Rico ; ebenda pag. 228. Corvus ossifragus nicht auf Cuba; ebenda pag. 230. Nucifraga caryocatactes am 8. Februar in Hampshire erlegt, A. G. Renshaw, Zoologist Vol. 10 pag. 182. — N. caryocatactes macror- hynchus Brehm: Wanderzüge der Art im Herbst 1885 und Winter 1885/86, Unterschiede der Formen bracJiyrhT/nchus Brehm (des typischen N. caryocatactes L. des westlichen Europas) und macrorhynchus Brehm, der östlichen (asiatischen) Form, für welche beide die neuen Namen pachyrhynchus und leptorhynchus angewendet werden; R. Blasius, Ornis 2. 4. Heft u. separat: Wien, Gerold 1886. 122 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Familie Laniidae. Ärses s. unter Timeliidae. Cyclorhis flaviventris yucatanensis n. subsp. von Yucatan ; R. Ridg- way. Proc Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 519. Lanius excubitor. R. Collett weist darauf hin, dass in Norwegen die Form L. excubitor neben L. major und zwar jede von beiden in den verschiedensten Altersstufen und in verschiedenen Geschlechtern angetroffen werde. Verf. fand beide Formen als gepaarte Paare, hierbei in der Regel major als $, und ferner als Junge derselben Brut. Verf. schliesst daraus, dass beide Formen nicht als verschiedene Arten, sondern nur als Varietäten zu betrachten seien, wobei allerdings der typische excubitor vorzugsweise den südwestlichen, der typische major den nordöstlichen Theilen der Palaearktischen Region angehöre. Ersterer wird noch in Finnmarken, bei Archangel, am Ob gefunden, letzterer bis Ungarn und Osterreich. Ausser major betrachtet Verf. als Ausläufer der Variabilität von L. excubitor noch die Formen mollis, horealis von Nordamerika, homeyeri und leucoptefi'us von Süd- Sibirien; Ibis (5) Vol. 4 pag 30—40. Otomela hogdanoivi n. sp. von Nord-Persien, nahe 0. romanowi Bogd.; V. Bianchi, Bull. Ac. Sc. St. Petersb. 30 pag. 514-519. Pachycephala coUaris abgebildet; Gould B. Neu-Guinea Th. 21. Vireo alleni n. sp. von Gross Cayman, W. Ind.; C. B. Cory, Auk Vol. 3 pag. 500. — V. solitarius dlticola n. subsp. vom westlichen Nord-Carolina; W. Brewster, ebenda pag. 111. Familie Campophagidae. Edoliisoma poliopse abgebildet; Gould B. New-Guinea Th. 22. GraucaUis guillemardi n. sp. von den Sulu-Inseln (=Ärtamides pollens Guill. nee Salvad., Proc. Z. S. London 1885 pag. 258); T. Salvadori, Ibis (5) Vol. 4 pag. 154. Ldlage leucopygialis, Unterschiede von terat\ W. Blasius, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 112. — L. melanothorax Sharpe ist zu unterdrücken, da das Exemplar, auf welches die Art begründet wurde, sich als Kunstprodukt erwiesen hat; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London pag. 354. Pericrocotus lansbergei n. sp. von Sumbawa; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. 8. pag. 155. T. 6. — P. novus n. sp. von Manilla, ähnlich P. exsul von Java; W. Ramsay, Ibis (5) Vol. 4. pag. 161. — P. tegimae n. sp. von den Liu Kiu Inseln (Japan), ähnlich P. cinei-eus; L. Stejneger, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 648. Familie Muscicapidae. Bradyornis henguellensis n. sp. von Benguella, nahe B. murinus; J. A. de Sousa, Jörn. Sc. Math. Phys. Natur. Lisboa No 43. Cyornis albo-oUvacea Hume identisch mit Seta/ria pectoralis Salvad. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 123 u. Bhinomijias pcctoralis Sharpe, C. poUogenys Brooks mit Siphia cacharensis Mad.; R. B. Sharpe, Pr. Z. S. London pag. 354. — C. herioti n. sp. von Manilla, ähnlich C. elegans; W. Ramsay, Ihis (5) Vol. 4 pag. 159. Dioptrornis hrunnea Gab. und B. fischeri Rchw. $ und juv. ab- gebildet; Journ. Ornith. 34. T. 1. Erythromyias riedelin. sp. von den Tenimber Inseln; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. 8. pag. 62 T. 3. — E. pyrrhonota Müll, abgebildet ebenda. Myiarchus coalei n. sp. vom Orinoco; R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 520. Fseudogerygone cinereiceps n. sp. von Sogeri, Neu-Guinea; R. B. Sharpe, Nature 34. pag. 340. — Ps. woiato abgebildet; Gould B. New- Guinea Th. 21. — Ps. chrysogastra und cinereiceps abgebildet; ebenda Th. 22. Bhipidura ruhrofrontata abgebildet; ebenda Th. 21. — Bh. hy- perythra abgebildet; ebenda Th. 22. — Bh. cinnamomea n. sp. von dem Hufeisengebirge, Neu- Guinea, als ^ bezeichnetes Exemplar dem 9. von Bh. brachyrhynchu nahe stehend; A. B. Meyer, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 17. T. 3. F. 3. Siphia poUogenys (Brooks), {Cyornis poUogenys Brooks) identisch mit S. cacharensis v. Madar. (1884), aber verschieden von Cym-nis oUvacea Hume; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. London pag. 354. Tei'psiphone insularis n. sp. von der Insel Nias bei Sumatra, ähnlich T. affinis (Ray); T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 539. Familie Hirundinidae. R. B. Sharpe u. t). W. Wyatt, A Monograph of the Hirundi- nidae, or Family of Swallows. London 1886. 4to. Pt. 3 u. 4 er- schienen. — Enthält Abbildungen und Text von: Cotüe concoloi' u. ohsoleta, Uirundo smithi, nigrorufa, cucuUata, atrocaerulea , melano- crissa, griseopyga u. nigrita, PetrocheUdon ariel, PsaUdoprocne holo- melaena u. pristoptera. CheUdon namiyei n. sp. von den Liu Kiu Inseln (Japan), ähnlich Ch.javanica (Sparrm.); L. Stejneger, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 646. Cotüe ohsoleta, Brutvogel bei Aden; J. W. Yerburg, Ibis (5) Vol. 4. pag. 14. Hirundo gutturalis specifisch verschieden von H. rustica; W. Bla- sius, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 108. — H. lunifrons Say kann nicht auf H. pyrrhonota Vieill. bezogen werden nach R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. Vol. 9. pag. 139. Phedina brazzae n. sp., vom Kongo; E. Oustalet, Naturaliste 8. pag. 300. 124 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Familie Anabatidae. Picolaptes rikeri n. sp. von Santarem , unterer Amazonenstrom ; R. Ridgway, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 523. Xenerpestes n. g. Dendrocolaptidarum ; Rostro brevi, gracili, conspicue deorsum curvato, basi latiore, dein subito angustato, maxillae tomiis ad oris angulum projectis, tumidis, deute finali nullo. Narium aperturis oblongis, pone rostri basin, lateralibus, membrana partim obtectis nee plumosis. Tarsis brevibus fortibus, digitis brevissimis, unguibus fortioribus, valde incurvis instructis. Digito externo interno valde longiore. Trunci pennis quam in genere Synallaxidi firmioribus, plumis in fronte rigidis setaceis, supra narium aperturas valde pro- minentibus. Alis pro mole longioribus. Remigum primariorum decem 2., 3., 4. longissimis, fere aequalibus; 2. = 7. secundariis multo longioribus. Cauda modice gradata, rectricibus externis mediis circiter 15 mm brevioribus: rectricibus omnibus laxis, latitudine aequali, api- cibus rotundatis nee acuminatis. Coloribus insolitis, sexibus similibus, ptilosi aetatis juvenilis diversa. Typus: X minlosi n. sp. von Buca- ramanga (Columbien); H. v. Berlepsch, Ibis (5) Vol. 4. pag. 54. T. 4. Familie Tyrannidae. Blacicus flaviventris n. sp. von Grenada, West -Indien, nahe B. brunneicapHlus; G. N. Lawrence, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 617. Emjyidochanes fuscatus (Wied), Unterschiede von Empidochanes fuseatus, fringillaris und oliva. E. vireoninus vermuthlich n. sp. von Tobago; R. Ridgway, Ibis (5) Vol. 4. pag. 460—461. Empidonax, Unterschiede von Mitrephanes und Empidochanes, Uebersicht der Arten des Genus: fulvifrons, rubicundus, pygmaeus, alhigularis, hrunneus, griseipectus , pusillus, minimus, acadicus, diffi- cilis, flaviventris, hairdi, salvini, flavescens, hammondi, obscurus, fulvi- pectus, mit Angabe deren Verbreitung; Ibis (5) Vol. 4. pag. 461 — 468. — E. salvini n. sp. von Guatemala; R. Ridgway. Ibis (5) Vol. 4. pag. 459. Lawrencia n. g. Tyrannidarum : Wing very much rounded, the first quill shortest, the second quill not longer than secondaries, and fifth and sixth longest; longest primaries exceeding secondaries by less than the distance from tip of second to that of longest quill; distance from tip of first quill to that of the longest considerably greater than the length of the tarsus. Tarsus long (about twice the length of the exposed culmen), the posterior face, on both sides» booted. Bill small, much depressed, triangulär, the lateral out lines slightly concave; distinctly notched, the rictal bristles streng; length of bin from nostril about equal to its width at base. Tail nearly as long as the wing, slightly rounded. Color olive above, browner on Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1886. 125 remiges and rectrices, grayer on head, the wing-coverts with two whitish bands; lower parts whitish; tinged with sulphuryellow late- rally and posteriorly. Type: Empidonax nanus Lawr.; R. Ridgway, Auk Vol. 3. pag. 382—383. Müvulus forßcatus an der Südost-Küste von Florida gefangen; N. S. Goss, Auk Vol. 3. pag. 134; Ridgway ebenda. Myiarchus coalii n. sp. vom Orinoeo ; R. Ridgway , Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 520. — M. denigratus n. sp. von Gross - Cayman, W.-Ind.; Ch. B. Cory, Auk Vol. 3. pag. 500. Oncostoma olivaceum Lawr. in Bucaramanga (Columbien) ; H. v. Berlepsch, Ibis (5) Vol. 4. pag. 57. Pip-a dubia n. sp. Vaterland unbekannt ; J. v. Madarasz, Zeit- schr. ges. Ornith. 3. pag. 270, abgebildet T. 9. Familie Ampelidae. HypocoUus ampelinus Bp. Brutvogel bei Fao in Persien; R. B. Sharpe, Ibis (5) Vol. 4. pag. 477. Pipreola whitelyi n. sp. von Roraima im Brittischen Guiana; 0. Salvin, Ibis (5) Vol. 4. pag. 502. T. 12 {^ u. $). Pyroderus masoni n. sp. von Venezuela, sehr ähnlich P. m^eno- censis Lafr., Unterschiede dieser und der Arten P, scutatus Shaw. u. grenade7isisJj2ih\\ R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 92—93, Auk Vol. 3. pag. 333. Familie Trochilidae. H. V. Berlepsch giebt eine Uebersicht über die Colibri- Literatur nebst kritischen Bemerkungen; Festschr. Ver. f. Naturk. Cassel 1886. d'Hamonville beschreibt einige weniger bekannte Kolibri- Arten; Bull. Soc. Zool. France 11. pag. 311—318. Familie Cypselidae. Chaetura; Anatomie; s. Lucas S. 56. — Ch. poliura (Tem.) auf St. Vincent; Ch. B. Cory, Ibis (5) Vol. 4 pag. 473. Cypselus myochrous n. sp. von Karema am Tanganjika, nahe C. parims; A. Reichenow, Joum. Ornith. 34. pag. 116. Hirundinapus Uaedi n. sp. von Tadang, W.- Sumatra, nahe H. nudipes Hodgs. ; J. Büttikofer, Notes Leyd. Mus. 1886 pag. 40. Familie Caprimulgidae. Caprimulgus europaeus s. oben Wendt S. 51. S. auch Beddard oben S. 51— 52. 126 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Familie Coraciidae. Aegotheles wdllacii abgebildet; Gould, B. Neu-Gruinea Th. 21. Familie Meropidae. Von H. E. Dresser 's „Monograph of the Meropidae or Family of the Bee-eaters" ist Th. 5 erschienen und das Werk damit abge. schlössen. Verf. unterscheidet 5 Gattungen : Nyctiornis, Meropogon (forsteni), Merops, Dicrocercus (hirundineus) u. Melittophagus. Mero- piscus gularis und Verwandte sind zu Melittophagus gestellt [!]. Merops viuscatensis n. sp. von Maskat am Arabischen Meer; R. B. Sharpe, Ibis (5) 4. pag. 15 u. 165. Familie Alcedinidae. Ceyx gentiana abgebildet; Gould, B., Neu-Guinea Th. 22. Ceryle varia Strikl. und rudis, Unterschiede beider Arten; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 586. Familie Bucerotidae. Buceros casuarinus Gray ist juv. von Bycanistes cylindricus; P. L. Sclater, P. Z. S. London 1885 pag. 851. Familie Picidae. L. Stejneger liefert eine Uebersicht der Spechte Japans [vergl. oben unter Faunistik S. 77]; Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 99— 124. Centurus Uakei u. nyeanus nn. spp. von den Bahama-Inseln, beide ähnlich C. superciUaris (Tem.); R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 337 u. 336. — C. caymanensis n. sp. von Gross-Cayman, W.-Ind. ; C. B. Cory ebenda pag. 499. Chloronerpes callonotus peruvianus n. subsp. von Peru ; L. Tacza- nowski, Orn. Perou T. 3 pag. 80. Chrysophlegma , Monographie der Gattung. 6 Arten werden unterschieden: flavinucha Gould, mystacale Salvad., mentale Temm., squamicolle Less . , miniatum Forst. , malaccense Lattr. ; E. H a r g i 1 1 , Ibis (5) Vol. 4 pag. 260—281. Colaptes gundlachi n. sp. von Gross-Caynian, W.-Ind.; C. B. Cory, Auk Vol. 3 pag. 498. Chrysoptüus punctipedus Sei. n. sp von Peru; L. Taczanowski, Orn. Perou T. 3 pag. 88. Dendropicus pecilei n. sp. vom Kongo ; E. Oustalet, Naturaliste 8. pag. 299. Dryobates namiyei n. sp. von Japan, Südwesten der Mittelinsel und D. subcirris n. sp. Norden der Mittelinsel, beide ähnlich D. leuco- notus, letztere Art vermuthlich Brutvogel auf Yesso; L. Stejneger, Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 127 Proc. Un. St. Nat. Mus. Vol.'9 pag. 116, 113 u. 114. B. namiyä abgebildet ebenda T. 2. — D. nuttaUi -{-D. pubescens gairdneri, ver- muthlicher Bastard, beschrieben; R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat.Mus.9. pag. 521—522. Gezinus flavirostris n. sp. aus der Oase Ahal-Teke, südwestlich der Wüste Kara-Kura; Ball. Soc. Nat. Moskou 1886 No. 2. Miylyptes infuscatus n. sp. von der Insel Nias bei Sumatra; T. Salvadori,, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 531. Picumnus punctifrons n. sp. von Peru (P. aurifrons Tacz. 1874); L. Taczanowski, Orn. Perou T. 3 pag. 65. Picus arizonae n. sp. von Arizona, ähnlich P. stricMancU; Ibis (5) Vol 4 pag. 115. — P. canus jessoensis 11. subsp. von Yesso; L. Stej- neger, Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 106. — P. canus viridi-canus (Mey. Wolf) von Mitteleuropa unterschieden von der typischen nor- wegischen Form P. canus Gm,; ebenda. — P. canus peft-pallidus n. subsp. von Sidinij, Ussuri; ebenda pag. 107. Familie Capitonidae. Barbatula bocagei n. sp. von Caconda (Angola) ; ähnlich B. leu- cotis Sund.; A. de Sousa, Jörn. sc. math. phys. nat. Lisboa No. 43. Trachyphonus shelleyi n. sp. von Somaliland, nahe T. erythroce- phalus; Synonymie und Verbreitung der bekannten 9 Arten der Gattung: caffe)- Vieill., margaritatus Rüpp., arnaudiVreY. et Desm., böhini Fisch, et Rchw,, versicolor Hartl, erythrocephalus Gab., shelleyi Hartl., purpuratus Verr., goffini Schleg. ; G. Hartlaub, Ibis (5) Vol. 4 pag. 105— 112 T. 5. Familie Rhamphastidae. Äulacorhamphus dimidiatus n. sp. von Venezuela, ähnlich A. atro- gularis Sturm, R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 93 und Auk 3. pag. 333. Familie Cuculidae. Centropus savorgnani n. sp. vom Kongo; E. Oustalet, NaturalisteS. pag. 299. Coccystes brazzae n. sp. vom Kongo, nahe C.jacobinus; E. Oustalet, Naturaliste 8. pag. 299. Geococcyx californianus, ausführliche"' Beschreibung der Anatomie, hinsichtlich welcher sich insonderheit grosse Verschiedenheiten zwischen genannter Form und der Gattung Coccyzus ergeben und durch welche die von anderen Autoren vorgenommene Sonderung der Unterfamilieu Centropodinae {Zanclostoniinae) und Cuculinae neue Bestätigung erhält; R. W. Shufeldt, P. Z. S. London 1886 pag. 420-490 T. 42-44. 128 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Hierococcyx hocU n. sp. von West - Sumatra , ähnlich H. spar- verioides; W. Ramsay, Ibis (5) Vol. 5 pag. 157. Microdynamis parva abgebildet; A. B. Meyer, Zeitschr. Ges. Orn.3. T. 5. F. 2. Familie Musophagidae. H. Schalow liefert eine Monographie der Familie. Verf. unter- scheidet 6 Gattungen: Musophaga, Corythaix, Gallirex, Corythaeola und Gymnoschizorhis n. g. (mit unbefiedertera Gesicht und Kehle), Typus: Schisorhis leopoldi Shell. Die Familie umfasst 25 Arten. [Bezüglich des Vorkommens von C Uvingstoni ist berichtigend zu bemerken, dass die von Fischer angeführten Fundorte in Ostafrika auf C. cahanisi, zum Theil auf C. reichenowi sich beziehen [vergl. Journ. Orn. 33. pag 123]. Wahrscheinlich sind in gleicher Weise die Angaben Kirk's bezüglich des Vorkommens dieser Art richtig zu stellen. Auch Fundortsangabe Mossambik bedarf der Bestätigung. Für C. buffoni ist irrthümlich „Kamerun (Reichenow)" angeführt; letztere Notiz vielmehr bei C. persa zu ergänzen] ; Journ. Ornith. 34. pag. 1—77. Gallirex porphyreolophus in Angola; J. A. de Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No, 42. Familie Pionidae. Chrysotis caymanensis n. sp. von Gross Cayman, W. Ind.; C. B. Cory, Auk Vol. 3 pag. 497. Familie Conuridae. Conurus rubritorques n. sp. (Vaterland unbekannt), ähnlich C. euops\ P. L. Sclater, P. Z. S. London 1886 pag. 539 T. 56. Myiopsitta lineola (Cass.). alt und jung beschrieben ; R. Ridgway Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 94. Familie Trichoglossidae. Charmosyna stellae n. sp., ähnlich papuensis, vom Hufeisen- gebirge, Neu-Guinea; A. B. Meyer, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 11 T. 2 Eos fuscata abgebildet; Gould B. New-Guinea Th. 21. Eos incondita n. sp. nahe E. fuscata von Jobi; A. B. Meyer Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 6 T. 1 Fig. 2. Familie Micropsittacidae. Cyclopsittacus salvadorii, Beschreibung der Geschlechter und des Jugendzustandes, Unterschiede von verwandten Arten mit Abb. [mangelhaft]; E. Oustalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (2) T. 8. pag. 301—303. Taf. 12. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 129 Psittacella madaraszi n. sp. nahe modesta und Fs. palUda n. sp. (nach einem § beschrieben) nahe Ps. hrehmii vom Hufeisengebirge, Nen-Guinea; A. B. Meyer, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 4 u. 3, T. 1 F. 1 (Ps. madaraszi). — P. madaraszi abgebihlet; Gould B. New-Guinea Th. 22. Familie Platycercidae. Platycercus auriceps, Varietät beschrieben; Trans. Proc. New- Zeal. Inst. 18. pag. 129—130. — P. unicolor Vig., welche Art auf ein einzelnes 1831 in London lebend gehaltenes Exemplar begründet und seitdem nicht wieder gefunden war, wurde neuerdings auf der Antipoden-Insel an der Küste Neu-Seelands angetroffen ; F. W. Hutton, Ibis (5) Vol. 4 pag. 385. Ordnung Raptatores. Siehe 0. v. Riesenthal oben S. 63. Familie Strigidae, Aegoliiis tengmalmi in Yorkshire erlegt; R. P. Harper, Zoologist Vol. 10. pag. 214. Bubo maximus auf den Goto-Inseln, W. S. W. von Nangasaki; J. H. Gurney, Ibis (5) Vol. 4 pag. 524. — JB. milesi n. sp. von Maskat (Arabien), am nächsten Biibo magellanicus; R. B. Sharpe, Ibis (5) Vol. 4 pag. 163. T. 6. — B. virginianus: Vorkommen auf Jaraaica erscheint zweifelhaft; C. B. Cory, Auk 3. pag. 464. MegasGops elegans auf den Liu-Kiu- Inseln wiedergefunden; L. Stejneger, Pr. Un. St. Nat. Mus. Vol. 3. pag. 640. Micrathene graysoni n. sp. von der Insel Socorro, W. Mexiko, ähnlich M. whitneyi; R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. Vol. 9 pag. 166 u. Auk 3. pag. 333. Ninox dimorpha abgebildet; Gould B. New-Guinea Th. 22. Strix flammea, Etymologie des Namens, s. Salvadori oben S. 50. Syrnium niasense n. sp. von der Insel Nias bei Sumatra, sehr ähnlich S. leptogrammicum u. myrtha; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 526. Familie Falconidae. Astiir melanochlamys abgebildet; Gould, B. New-Guinea Th. 22. Buteo abhreviatus Gab., ausführliche Beschreibung, Synonymie, Verbreitung in den Vereinigten Staaten; E. A. Mearns, Auk Vol. 3 pag. 63—69. B. latissimus{Wih.), Melanismus der Art beschrieben; R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 248—249. — B. vulgaris bei Oxford erlegt; A. H. Macpherson, Zoologist Vol. 10 pag. 108. Arch. f. Naturgesch. 53. Jalirg. II. Bd. 1. H. J 130 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen in der Erythrotriorchis doriae abgebildet; Gould B. New-Gruinea Th. 21. Falco tinnunculus, Beschreibung verschiedener Alterskleider; Zoologist 10. pag. 110—113; s. auch H. T. Frere, ebenda pag. 180. Gypoictinia melanosternon (Gould), Beschreibung des Nestkleides ; J. H. Gurney, Ibis (5) Vol. 4 pag. 457—458. Machaerhamphus remili n. sp. von Somaliland, zwischen M. al- dnus u. andei'ssoni; E. Oustalet, Bibl. Ecole de Hautes Etudes, Sect. Sc. Nat 31 No 10. Urubitinga anthracina (Lcht.) nistend in Arizona: ausführliche Beschreibung und Synonymie; E. A. Mearns, Auk Vol. 3 pag. 69 —73. Familie Vulturidae. Neophron pileatus in Angola gefunden; J. A. de Sousa, Jörn. Sc. Math. Phys. Natur. No 43. Lisboa. Familie Tetraonidae. Cupidonia americana Hchb. (Tympanuchus americanus) ist die richtige Bezeichnung für die westliche Form des Cupidohuhns, C. cupido; C. pinnata Brewster [S. Ber. f. 1885 S 223] ist gegen diesen älteren Namen wieder einzuziehen; Ank Vol. 3 pag. 132 — 133, Tetrao lagopoides. Ausführliche Beschreibung dieser Bastardform von T. tetrix und Lagopus albus, Verbreitung, Erörterung der Eltern- frage, welche Verfasser offen lässt Der neue Name Lagopus tetrici- alhus wird für die Form vorgeschlagen. Ferner werden andere Bastardformen des Genus Lagopus, L. scoticus u. Tetrao tetrix, L. albus u. L. mutus, Bonasa bonasia u. L. albus besprochen; R. Collett, Proc. Z. S. London pag. 224—240. Taf. 21 u. 22. — T. urogallus hat 18 oder 20 Schwanzfedern; W. Wurm, Zool. Gart. 27. pag. 226- Familie Perdicidae. Colinus ridgwayi, über Verbleib des typischen Exemplars der Art berichtet J. A. Allen, Auk Vol. 3. pag. 483. Phüortyx personatus n. sp. von Puebla, Mexico, ähnlich P. fasciatus Gould; R. Ridgway, ebenda pag. 333. Familie Phasianidae. Numida marchei n sp., nahe meleagris, vom Ogowe und Congo (Franceville) ; E. Oustalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (2) T. 8 pag. 306 T. 14. Phasianus komaroivü n., nahe colchicus und persicus. Herat, Land • der Ssaryk-Turkmenen; M. Bogdanow, Bull. Acad. imper. Sc. St. Petersbourg T. 30 No. 3 pag. 356. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 131 Pucrasia meyeri n. sp. von Tibet, nahe P. xanthospüa ; J. v. Ma- daräsz, Ibis (5) Vol. 4 pag. 145. Bheinartius verbessert für Bheinardius ; E. Oustalet, Rev, Trav- scient. 1883 T. 3 pag. 723. — B. ocellatus beschrieben und abgebildet' E. Oustalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (2) T. 8 1886. pag. 256—266 T. 11. Tetraophasis desgodinsi n. sp. von China (Yer-ka-lo), nahe T. ob- scurus; E. Oustalet, Naturaliste 8. pag. 276. — T. szechtnyii Mad. [Zeitschr. Ges. Orn. 1885 pag. 50] stammt von Central-Tibet, nicht von Ost-Tibet wie 1. c. unrichtig angegeben; J. v. Madaräsz, Ibis (5) Vol 4. pag. 145. Familie Megapodiidae. Megapodius brenchleyi abgebildet; Gould, B. New-Guinea Th. 22 Familie Tinamidae. Crypturus rubripes n. sp. von Peru; L. Taczanowski, Orn. Perou T. 3 pag. 303. Nothoprocta godmani n. sp. von Peru; L. Taczanowski, ebenda pag. 305. Familie Columbidae. Chdlcophaps stephani identisch mit hombroni und wallacei; "W. Blasius, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 137. Engyptüa collaris n. sp. von Gross-Cayman, W. Ind. ; C. ß. Cory, Auk Vol. 3 pag. 498. Eutrygon leiicopareia n. sp. von dem Hufeisengebirge, Neu- Guinea, ähnlich Eu. terrestris; A. B. Mayer, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 29. Macropygia macassariensis wahrscheinlich Jugendkleid von M. albi- capilla; W. Blasius, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 133. — M. modiglianii n. sp. von der Insel Nias bei Sumatra ; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 559 T. 8. Peristei'ci pretiosa neuer Name für Columba cinerea Temm. (nee Scopoli); Ferrari-Perez, Proc. Un. St. Nat. 3Ius. 9. pag. 175. Tymimnistria virgo n. sp. von Djanda (Inneres Ost-Afiika), nahe T. bicolor (=fraseri Bp.J); G. Hartlaub, Ibis (5) Vol. 4 pag. 2. Zenaida spadicea n. sp. von Gross- Cayman, "W. Ind.; C. B. Cory Auk Vol. 3 pag. 498. Familie Carpophagidae. Carpophaga consobrina n. sp. von der Insel Nias bei Sumatra; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 24. Bd. pag. 558. — C. sub- flarescens n. sp. von Neu- Irland, nahe C. spüorrhoa; 0. Finsch, Ibis (5) Vol. 4 pag. 2. J* 132 Ant. Reiclienow: Bericht über die Leistungen in der Ftilopus (llhamphiculus) marcliei n. sp., nahe P. occipitalis und fischeri, von Luzon; E. Oustalet, Nouv. Archiv. Mus. Paris (2) T. 8 pag.SOo.T. 13. [mangelhaft]. — F. melanocejyhalussii^f Borweo; A.Everett, Ibis (5) Vol. 4 pag. 524. — P. patruelis n. sp. von dem Hufeisengebirge, Neu-Guinea, ähnlich Ft. hellus; A. B. Meyer, Zeitschr. ges, Orn. 3. pag. 27 T. 6. Treron permagna n. sp. von den Liu-Kiu-Inseln (Japan), nahe T. fonnosa; L. Stejneger, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 637. Familie Ardeid ae. Siehe Beddard, oben S. 52. Ärdea picata auf den Tenimber Inseln nachgewiesen ; J. Bütti- kofer, Notes Leyden Mus. 8. pag. 67. Ardetta neoxena n. sp. von Florida; Ch. B. Cory, Auk Vol. 3 pag. 262. Botaurus stellaris bei Oxford erlegt; A. H. Macpherson, Zoologist Vol. 10 pag. 108. — In Nottinghamshire erlegt; J. Whitaker, Zoologist Vol. 10 pag. 213. Butorides javanica (Horsf.) specifisch verschieden von B. ma- crorhyncha (Grould); W. Blasius, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 167 u. 169^- Demiegretta asha Standvogel bei Fao in Persien; E.. B. Sharpe Ibis (5) Vol. 4 pag. 490. Ciconiidae. Siehe Beddard oben S. 52. Familie Phoenicopteridae. PJwenicopterus jamesi n. sp. von Tarapacä (Nord-Chile) ähnlich Fh. andinus; P. L. Sclater, Proc. Z. S. London pag. 399. T. 36. Familie Turnicidae. Turnix hkikistoni Swinh. auf den Liu-Kiu-Inseln (Japan) nach- gewiesen; L. Stejneger, Pr. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 635. Familie Rallidae. L. Stejneger giebt eine Uebersicht der Rallidae Japans [s. oben Faunistik S. 78]; Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 395-408. Porphyrio ellioti Salvad. wahrscheinlich identisch mit palliatus Brügg.; AV. Blasius, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 155. Forzana tabuensis auf den Philippinen; W. Ramsay, Ibis (5) 4 pag. 161. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. 133 Eallus jouyi n. sp. von Chijia, Unsterschiede von B. striatus imd B. gularis; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 362—364. — B. 2)eriivianus n. sp. von Peru ; L. Taczanowski, Orn. Perou T. 3 pag. 313. — B. plateni n. sp. von Nord-Celebes, ähnlich B. elegans; AV. Blasius, Braunschw. Anzeigen No 52, 3. März 1886. Familie Scolopacidae. Himantopus. H. Seebohni fasst die drei Formen Himantopus, Avocetta und CladorhipicJnis zu einer Gattung zusammen, von welcher er 10 Arten unterscheidet. Letztere werden kurz charakterisirt, mit Angabe der Verbreitung und der Synonymie ; Ibis (5) Vol. 4 pag. 224 bis 237. Numenius, Uebersicht über die Arten der Gattung; N.arcuatus, arcuatus lineatus, tenuirostris, phaeopus, phaeopus variegatiis, tahitiensis, hudsonicus, minoi', horealis, longirostris, cyanopus; H. Seebohm,Zoologist Vol 10. pag. 137—148. — N. cyanopus (Vieill.) durch Riedel auf Celebes nachgewiesen; W. Blasius, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 199. Scolopax. H. Seebohm liefert eine Uebersicht über die Arten dieser Gruppe, in welche er die Waldschnepfen (Scolopax) mit den Sumpfschnepfen (GaUinago) zusammenwirft. Verf. führt 28 Arten auf (die Namen ohne Autor und Synonymie) und bespricht deren geographische Verbreitung; Ibis (5) Vol. 4 pag. 122 — 144. — S. rusticola in Sind; E. F. Becher, Zoologist Vol. 10 pag. 183. Steganopus wilsoni in Leicestershire (England) erlegt; J. Whi taker, Proc. Z. S. London pag. 297. Tringa damacensis (Horsf.) auf der Otter-Insel in der Behiings See erlegt, R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 275. Familie Charadriidae. Aegialitisgeoffroyif'ünteYSchiede wonasiatica; W. Blasius, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 147. — Äe. mongolica specifisch verschieden von pyrrhothorax; ebenda pag. 148. — Ae. vereda specifisch verschieden von asiatiaca und montana; ebenda pag. 143. — Ae. vociferiis auf Madeira; J. Y. Johnson, Madeira, its Climate etc. pag. 192. Charadrius fidvus specifisch verschieden von virginiamis; W. Blasius, Zeitsch. ges. Orn. 3. pag. 140. — Ch. virginianus in Schottland erlegt; J. G. Millais, Zoologis£ Vol. 10 pag. 26—27. Cursorius. Uebersicht über die 12 Arten der Gattung mit Be- schreibung und Angabe des Vorkommens: somalensis, gaUicus, rufus, senegalensis, coromandelicus, chalcopterus, cinctus, hicinctus, hisignatus und gracilis, welche beiden Formen als Subspecies von hicinctus be- trachtet werden, hitoi'qiiatus, aegyptius. Verf. hält es für wahr- 134 An t. Reich eiiow: Bericht über die Leistungen in der scheinlich, dass das Verbreitungscentrura der Gattung in dem Mittel- meergebiet gelegen sei, von wo aus die Ausbreitung über Indien und Afrika während der Glacialzeit stattgefunden. [Gründe für diese Anschauung fehlen, dürften auch schwer zu finden sein. Richtiger wird die Gattung für eine typisch aethiopische Form zu betrachten sein. Ref.]; H. Seebohm, Ibis (5) Vol. 4 pag. 115— 121. Haematopus, Uebersicht über die Arten der Gattung; H. See- bohm, Zoologist pag. 41 — 49. — H. galapagensis n. sp. von den Galapagos (Chatam- Insel), ähnlich H. palUatus; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 331. — H. palliatus Tem., galapagensis Ridgw. u. leucopus Garn. ; Unterschiede der drei Arten ; R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. 9. pag. 325. Löbivanellus superciliosus n. sp. von Marungu, westlich des Tanganjika; A. Reichenow, Journ. Ornith. 34. pag. 116, T. 3. Orthorhamphus magnirostris auf Borneo; A. Everett, Ibis (5) Vol. 4 pag. 525. Vanellus resplendens hat keine Hinterzehe ; P. L. Sclater, Proc. Z. S. London pag. 403. Familie Anseridae. Änser erythropus an der Küste von Northumberland erlegt; H. Seebohm, P. Z. S. London 1886 pag. 420. Bernida brenta bei Ringwood (England) erlegt; G. B. Corbin, Zoologist Vol. 10 pag. 213. Familie Anatidae. Anas, Uebersicht der nordamerikanischen Arten der Gattung in engerem Sinne: boschas L., obscura Gm., fulvigula'Riägw. [Water Birds of N. America 1884 pag 503], diazi Ridgw., aberti Ridgw.; R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. Vol. 9. pag. 173. Anas boschas. Beschreibung verschiedener Alterskleider und Varietäten-, L. d'Hamonville, Bull. Soc. Zool. France 11. pag. 286—293. — Ä. diazi n. sp. von Puebla, Mexico, ähnlich Ä. fulvigula; R. Ridg- way, Auk Vol. 3 pag. 332. — A. mergoides Kjärb. 0. Wolschke be- richtet über ein in der Sammlung des verstorbenen Herrn F. Schmidt in Wismar befindliches, jetzt in des Verf. Besitz übergegangenes Exemplar dieser Bastardform, welches im Februar 1865 in der Nähe von Pol erlegt wurde. Verf. hat die gesammten Notizen über ge- nannte Form aus der Litteratur zusammengestellt und wieder abge- druckt, wobei man jedoch die neueste Nachricht von G. Kolthoff (Öfvers. Vet. Ak. Förh. 1884 No. 9 pag. 185 — 199) vermisst. Das erwähnte Stück ist abgebildet; Siebenter Jahresb. d. Annaberg-Buch- holzer Vereins f. Naturk. (Annaberg 1886) S. 112— 127 m. Taf. Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1886. ] 35 Bafila modesta n. sp. von der Sidney- Insel (Phoenix-Gruppe, 4» 30' S. Br., 171" 20' W. L. Gr.); H. B. Tristram, Proc. Z. S. London pag. 79 T. 7. Fuligula rufina, Beschreibung des Dunenkleides; H, A. Mac- pherson, Zoologist 10. pag. 489. Nettapus pulchellus Gould durch Riedel auf Celebes nachgewiesen ; W. Blasius, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 202. Familie Sulidae. Fregata minor auf den Tenimber-Inseln nachgewiesen ; J. Bütti- kofer, Notes Leyden Mus. 8. pag'. 68. Familie Graculidae. Plotus chantrei Oust. identisch mit P. levaillanti, auch P. novae hollandiae nicht zu trennen von melanogaster Gm. [s. unten], somit nur drei Arten : anhinga L. Tropisches Amerika, levaillanti Lcht. Afrika bis Syrien, melanogaster Gm. Madagaskar, Indien, Malayische Inseln und Australien; H. B. Tristram, Ihis (5) Vol. 4. pag. 41—43 T, 3. (P. chantrei). — P melanogaster specifisch verschieden von novae hollandiae [s. vorher]; "W. Blasius, Zeitschr. ges. Orn. 3. pag. 175. Familie Sternidae. EydrocheUdon hybrida auf Celehes; W. Blasius, Zeitschr. Ges. Orn. pag. 204. Sterna anaethetus in Süd-Carolina erlegt; W. Brewster, Auk Vol. 3 pag. 131. — St. fidiginosa heiBüth. in England erlegt; H.Saunders, Proc. Z. S. London pag. 6. — St. saundersi Hume Brutvogel bei Fao in Persien; R. B. Sharpe, Ibis (5) Vol. 4 pag, 493. Familie Laridae. Larus barrovianus n. sp. aus der Behrings-See, nordwärts bis Point Barrow, südwärts bis Japan (im Winter), ähnlich L. glaucus und leucopterus; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 330 — 331. — Larus rossii bei Christianshaab in Grönland brütend gefunden; J. Dalgleish, Auk Vol. 3 pag. 273-274. Familie Procellariidae. Ueber eine fossile Diomedea s. Lydekker oben S. 56. Äestrelata sandioicliensis n. sp. von den Sandwichsinseln, nahe Ae. haesitata (Kühl), vielleicht identisch mit Ae. phaeopygia Salv. Mit Ae. haesitata ist Procellaria meridionalis Lawr. identisch ; R. Ridg- way, Proc. Un. St. Nat. Mus 9. pag. 95—96. — Ae. scalaris n. sp. von New- York; W. Brewster, Auk Vol. 3 pag. 390—393. Pealea n. g. Similar to Oceanites Keys, and Blas., but claws very broad, flat, and blunt (as in Pelagodroma Rchb.), the tarsus ex- 136 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen etc. ceeding- the middle toe with claw by the length of the culmen (to nasal tube), and the first quill equal to or longer than the third. Type: Thalassidroma lineata Peale; R. Ridgway, Auk Vol. 3 pag. 334. Tkalassidroma leucorrhoa bei Ringwood (England) erlegt; G. B. Corbin, Zoologist Vol. 10 pag. 213. Familie Aleida e. Brachyrhamphus perdix (Fall.); specifische Unterschiede von B. hrevirostris (Vig.) und B. marmoratus (Grm.) ; L. Stejneger, Zeitschr. Ges. Orn. 3. pag. 210—219. — B. perdix abgeb. ebenda T. 8. Synthliborhamphus icumizusume nicht in Nordamerika nachge- wiesen; L. Stejneger, Proc. U. St. Nat. Mus. 9. pag. 524. Brevipennes. F. E. Beddard über die Luftsäcke von Casuarius, s. oben S. 51_ J. V. Haast über Megalapteryx hectori und Dinornis oweni s. oben S. 54. W. V. Nathusius über das Ei von Struthiolithus, s. oben S 56, E. T. Newton über Gastornis Klaasseni, s. oben S. 56. R. Owen über das Sternum von Dinornis, s. oben S. 57. Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1886. Von Dr. Oskar Boettger in Frankfurt a. Main. Reptilia. Literatur. Den Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1885 im „Zool. Jahr.- Bericht, herausgeg. v. d. Zool. Station in Neapel, Abth. IV, Leipzig, W. Engelmann" lieferte 0. Boettger (Reptilia pag. 131 — 181, Batrachia pag. 108 — 130), den Bericht für F. J. Bell's Zool. Record for 1885; Vol. 22 of the Record of Zool. Literatiire (Reptilia pag. 1 — 21, Batrachia pag. 21 bis 26) G. A. Boulenger. Letzterer gibt darin zahl- reiche synonymische Bemerkungen, die Ref. grossentheils schon im vorjährigen Bericht benutzen konnte. Geschichte. E. A. Goeldi berichtet über zwei ältere, unbekannt gebliebene, illustrierte Manuscripte portugie- sisch-brasilianischer Naturforscher. Speciell erwähnt wer- den Zeichnungen A. R. Ferreira's von Emys, Chelone caretta und HeterodactyliLs imhricatas Spix aus Brasilien. Zool. Jahrbücher Bd. 2 pag. 175—184. Eine Notiz über deutsche Benennungen für Eidechsen und Schwanzlurche in der Nahegegend gibt L. G eisen - heyner. Bei Münster a. St. heisst nicht blos Lacerta viridis ,,die Grünedis", sondern überhaupt jede Lacerte; in Gemünden u. a. Orten des Hunsrückens gilt derselbe J** 138 Dl'' Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Name aber für die Tritonen und speciell für Molge al- pestris. Salamandra heisst in der Kreuznacher Gegend, z. B. bei Oberheimbach, „das Regenmännclien". Zool. Garten 27. Jahrg. pag. 386. C. Gould, Mythical Monsters (Dragons, Sea Ser- pent etc.). London, 8 ^. 406 pag. Über die Eideclisen im Volksglauben gibt H, M.Grimm eine kurzgefasste Skizze. Mitth. Nat. Ver. Steiermark, Jahrg. 1885, Mise. pag. 109— 112. Museen. In einem Jahresbericht für 1885 bringt F. V. Hauer umfassende Mittheilungen über Einrichtung des neuen Wiener Museums, über Personal und in 1885 gemachte Musealarbeiten und Neuerwerbungen. Die aus- zustellenden Batrachier sind auf weisse Glasplatten theil- weise angeklebt, grössere Exemplare einfach vor solche Platten eingeklemmt. Die Etiquetten sind geschrieben. Ein gedruckter Katalog der Reptilien der Wiener Samm- lung von F. Steindachner wird im Laufe der nächsten 3 — 4 Jahre in Aussicht gestellt. Ann. k. k. Nat. Hof-Mus. Bd. 1 pag. 1—46, Taf. 1. A. Haly gibt in First Report on the CoUection of Lizards in the Colombo Museum, 18 pag. und in First Report on the Collection of Snakes in the Colombo Mu- seum, 8 pag. Colombo, 8 ^. zwei Spezieslisten ceylanischer Reptilien, die nach Günther's Reptiles of British India und nach Boulenger's British Museum Catalogues zu- sammengestellt sind. Einige Notizen über Fundorte und Färbung während des Lebens werden beigefügt. Betr. der Sammlung der Bombay Nat. Hist. Society s. unten Ophidia unter H. M. Phipson. British Museum Guide to the Department of Geology and Palaeontology, 4. ed. ist der Titel eines aus 117 pag. mit 49 Fig. bestehenden neuen Führers durch die reichen palaeontologischen Schätze des British Museums. Die Rep- tilien, die in Pterosauria, Crocodilia, Dinosauria, Ano- modontia, Ichthyosauria, Ophidia, Lacertilia, Plesiosauria und Chelonia eingetheilt werden, sind auf pag. 70—87 kurz und übersichtlich abgehandelt. Die Anomodontia in der Herpetologie während des Jahres 1886. 139 umfassen als Unterordnungen dieTheriodontia, Dicjmodon- tia, Rhynchocephalia, Cryptodontia, Endothiodontia und Placodontia. Die Mosasauriden stehen als Familie bei den Lacertilia. Abbildungen von Rhamphorhynclius, Pterodac- tylus, Dirnorplwdon, Iguanodon, Megalosanrus, Ichthyosaurus, Plesiosaurus , Megalania und Chelonc schmücken das von H. Woodward zusammengestellte Buch. Angeheftet ist ein Plan der palaeontologischen Abtheilung des neuen Gebäudes. — Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 428—430. R,. Lydekker, Catalogue of the remains of Siwalik Vertebrata, contained in the geological department of the Indian Museum, Calcutta Pt. IL Aves, Reptilia et Pisces. Calcutta, 80. Technische Hilfsmittel. P. L. Martin gibt Bemer- kungen und Rathschläge für das Sammeln, Ausstopfen und Aufbewahren von Reptilien und Batrachiern. Die Praxis der Naturgeschichte. I. Th. Taxidermie. 3. Aufl. mit Atlas. Weimar, B. F.Voigt, pag. 61 — 63, 85 und 153—154. Werke allgemeineren Inhalts. Der Artikel ,,Reptiles" in der neuen 9. Auflage der Encyclopaedia Britannica Bd. 20 pag. 432 — 473, Figg. ist von A. Günther und St. George Mivart verfasst. Der erster e übernahm die Mittheilungen über das Allgemeine, die Literatur, Klassi- fication und Verbreitung in Raum und Zeit, der letztere die über die Anatomie der Reptilien. N. C. Rom, 325 kolorerede Afbildninger til de kold- blodede Hvirveldyr og lavere Dyrs Naturhistorie. Kjöben- havn, Fol. gibt auf 30 Taf. und 4 pag. Text Abbildungen von Reptilien und Batrachiern nach Schubert's Atlas. Von Bronn's Klassen und Ordnungen des Thierreichs: Reptilien, bearbeitet von C. K. Hoffmann, erschienen in 1886 die Lieferungen 50 — 55 mit pag. 1569—1776 und Taf. 129 — 137. Sie enthalten den Rest der Anatomie der Schlangen — Circulations- und Respirationsorgane — und einen systematischen Theil, der die Klassification und geo- graphische Verbreitung der Schlangen bringt. Die Auf- 140 Dl*- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Zählung und Charakterisierung* der Familien und Gat- tungen reicht bis zum Genus 341 Hydrojiliis. Einige der gegebenen anatomischen Abbildungen sind nach Originalen angefertigt. In G. B. Goode's The Fisheries and Fishery Indu- stries of the United States. Sect. I, Nat. Hist. of üseful Aquatic Animals. Washington 1884 (1886), 4^. 34, 895 pag., 292 Taf. behandelt F. W. True pag. 137—163 Verbreitung, Lebensweise und Nutzen der nordamericanischen Alli- gatoren, Schildkröten und von Rana cateshyana. Allgemein Anatomisches. K. B. Brühl gibt auf 23 Tafeln 314 nach der Natur radierte anatomische Figuren des Kopfes von Crocodiliern , Sphenodon, Eidechsen und Schlangen. Günther's Angaben über Sphenodon werden mehrfach berichtigt. Zootomie aller Thierclassen für Lernende nach Autopsieen skizziert. Wien, A. Holder, 4 ^. Lief. 34—39 mit Text und Taf 133—156. — Auch separat: Eeptilienkopf (Crocodile, Eidechsen, Schlangen) aus dessen Zootomie aller Thierclassen. Wien, A. Holder, 4^. Text 115 pag., Atlas 23 Taf. R. Wiedersheim bekämpft die Gegenbaur'sche Hy- pothese über die Entstehung der Gliedmaassen der Wirbel- thiere aus einem Archipterygium und erörtert, dass die- selben vielmehr Auswachsproducte der einzelnen Leibes- segmente darstellen. Hand- und Fusswurzel in ihrer ge- schichtlichen Entwicklung werden besprochen und nament- lich der siebenstrahligen Urform der Hand und des Fusses, sowie der sogenannten sechsten Zehe der Anuren gedacht. Die Abbildungen beziehen sich auf die Vorder- und Hinter- extremität eines Molches. Humboldt (Krebs) 5. Jahrg. pag. 361-370, Figg. Sceletsystem. Wegen G. Baur'sHomologieen einiger Schädelknochen der Reptilien und Stegocephalen s. unten Stegocephala. In einer Mittheilung über Morphogenie der Wirbel- säule der Amnioten gibt derselbe in sehr lichtvoller Darstellung die Geschichte der beiden sich gegenüber- in der Herpetologie während des Jahres 1886. 141 stehenden Wirbeltheorien von Gaudry - Fritsch und von v.Meyer-Cope-Credner und weist nach, dass nur die letztere Ansieht die richtige sein könne. Ein primitiver Wirbel bestehe aus 6 Elementen, nämlich den 2 oberen Bögen, den 2 Pleurocentren und den 2 unteren Bögen (Intercen- tren). Das Intercentrum sei meist ungetheilt, aber bei Sphargis und Trimeroi^hachis in zwei seitliche Theile ge- spalten. Der Wirbelkörper werde durch Verschmelzung der beiden Pleurocentren gebildet, was besonders bei Hemivertebrie deutlich hervortrete. Verf. stellt die ver- schiedenen Meinungen über die Morphologie der Wirbel- säule bei den Batrachiern der Permformation tabellarisch zusammen und wägt die verschiedenen AufPassungen gegen einander ab. Er hat jetzt auch bei Tarentola Hypapo- physen gefunden und weiter nachgewiesen, dass das knor- pelige, scheibenförmige Intercentrum an den unteren Bögen von Sphenodon auch zwischen den praecaudalen Wirbeln vorhanden ist, und dass nur sein basilarer Theil verknöchert und das ,, Zwischenwirbelbein" vorstellt. Da- raus schliesst er, dass die Intercentra (die unteren Bögen der Schwanzwirbel) von Cricotus homolog den Intercentren von Sphenodon sein müssen, und weiter weist er nach, dass sich dasselbe auch bei Archegosaurus nachweisen lasse. Danach sind auch die Pleurocentra die eigent- lichen Wirbelkörper der Amnioten; also nicht gleich den Praezygapophysen , was eingehend nachgewiesen wird. Entspricht der Wirbelkörper der Amnioten aber den Pleuro- centren, so muss sich zeigen lassen, dass derselbe sich aus zwei lateralen Elementen bildet. Dies scheint in der That der Fall zu sein. Zum Schluss werden die Reptilien, bei denen wolentwickelte Intercentra vorkommen, auf- gezählt. Sphenosaurus wird wieder zu den Reptilien ver- wiesen. Bei den Batrachiern fehlen nach Cope eigentliche Wirbelkörper; sie besitzen nur Intercentra. Die Homologien der Wirbelsäule werden sodann in einer Tabelle über- sichtlich zusammengestellt. Biol. Centr.- Blatt Bd. 6 pag. 332—342, 353—363. lieber den morphologischen Werth der Wirbelgelenke 142 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen bei Reptilien und Batrachiern hat auch P. Alb recht eine Mittheilung gemacht. Ebenda pag. 603 — 604. Gelegentlich einer Besprechung von Archaeopteryoc und seiner Literatur bemerkt G. Baur, dass das Pubis der Vögel dem der Reptilien homolog sei. Das Pubis der Crocodilier stehe im embryonalen Zustand beinahe senk- recht zum Ilium und drehe sich successive nach vorn; der Fortsatz der Dinosaurier sei höchstwahrscheinlich homolog dem Acetabularknochen. Wäre dieser Fortsatz in der That das Pubis, so hätten wir hier den in der ganzen Wirbelthierreihe einzig dastehenden Fall, dass die distalen Enden des Pubis nach aussen und nicht nach innen gerichtet sind. Zoolog. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 107 Anm. Auch W. D'Arcy Thompson hat Untersuchungen über den Beckengürtel bei Vögeln und Reptilien angestellt. Roy. Soc. Edinburgh, Sitz. v. 15. März. In einer Arbeit über die Kanäle im Humerus der Amnioten recapituliert G. Baur die Kenntnisse H.v.Meyer's über den Entepicondyl- und Ectepicondyl-Kanal und macht auch Mittheilung darüber, dass v. Meyer bereits beide Kanäle zugleich an Permsauriern gekannt habe. Die Pelecysauria Cope's besitzen den Entepicondyl-Kanal aus- nahmslos ; der Ectepicondyl-Kanal fehlt nach Cope. Gegen die Annahme, dass die Pelecysaurier die directen Vorfahren der Säugethiere sind, spricht der einfache Hinterhaupts- condylus und das mit der Scapula verwachsene, kleine Coracoid. Die hypothetische Gruppe zwischen Batrachiern und Reptilien des Perm, aus denen Verf. die Säugethiere hervorgehen lässt, nennt er Sauro-Mammalia. In einer instructiven Tabelle werden die Beziehungen zwischen Batrachiern der Permformation, Pelecysauriern, Rhyncho- cephalen, Säugethieren und Sauro-Mammalien wieder- gegeben; die Unterschiede in Bezug auf die Kanäle des Humerus, die Intercentra und den Unterkiefer rühren vom Verf. her. Morph. Jahrb. Bd. 12 pag. 299—305. In seinen Beiträgen zur Kenntniss von Carpus und Tarsus der Batrachier, Reptilien und Säugethiere hat iu der Herpetologie während des Jahres 1886. 143 G. Kehrer u. a. auch Hand- und Fusswurzel jüngerer Exemplare von Cryptohranchus japonicus, Ranidens, Iso- dactylium schrenchi^ sodann von Sphenodon jninctatus, Emys und Testudo eingehend untersucht. Er hat bei den ge- nannten Caudaten Spuren theils nur von einem Praehallux, theils von PraepoUex und Praehallux gefunden. Praepollex und Praehallux der Anuren weisen auf Abstammung der- selben nicht von den Caudaten, sondern von einer ungleich älteren Gruppe der Batrachier. Bei Reptilien fand Verf. Spuren eines Praepollex nur bei den Schildkröten und kommt zu dem Schlüsse, dass alle Wirbelthiere nicht von einer fünf-, sondern von einer siebenzehigen Urform ab- zuleiten seien. Literaturübersicht über den Gegenstand und Abbildung der wichtigsten vom Verf. untersuchten Carpal- und Tarsalelemente sind angeschlossen. Ber. Naturf. Ges. Freiburg i. Br. Bd. 1 pag. 73—88, Taf. 4. G. Baur bemerkt in seiner Arbeit über den Astragalus und das Intermedium tarsi, dass der Tarsus der Thero- morphen die grösste Ähnlichkeit mit dem der Säugethiere habe. Es sei wahrscheinlich, dass der ganze Astragalus bei dieser Ordnung dem Intermedium homolog ist. Onto- genetische Untersuchungen an Reptilien zeigen niemals eine doppelte Anlage des Astragalus; derselbe entsteht vielmehr aus einem einzigen Knorpelelement. Sehr wahr- scheinlich hat auch der Fuss der Schildkröten, Crocodile und Eidechsen auf der tibialen Seite Reductionen er- litten; es ist möglich, dass wir auch hier im Astragalus das Intermedium tarsi zu sehen haben, und dass das Tibiale reduciert worden ist. Erhalten ist es noch bei den Theromorphen und bei den Embryonen einiger Schild- kröten. Morph. Jahrb. Bd. 11 pag. 468— 483, Taf. 27. Nervensystem. H. F. Osborn sucht nachzuweisen, dass der untere Querfaserzug des Reptil- und Batrachier- gehirns der Comrnissura anterior des Säugethiergehirns sammt der Pars olfactoria und der Pars temporalis ent- spricht, während der obere Querfaserzug mit dem Corpus callosum homolog sei. Auch Elemente des Fornix glaubt 144 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Verf. im Gehirn der Schildkröte nachgewiesen zu haben. Die Untersuchungen wurden an Querschnitten von Testudo, Emys, Menopoma, Amphiuma, Menohranchus, Proteus, Sah- mandra und Rana gemacht. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 200—205. In einer weiteren Notiz über die Gehirncommissuren bei den niederen Wirbelthieren und über ein anscheinend im Gehirn von Tropidonotm auftretendes Fornixrudiment bemerkt derselbe, dass das Corpus callosum sowol bei den Batrachiern als auch bei den Sauropsiden vorhanden sei; die Pars olfactoria scheint bei Emys zu fehlen, ist aber sammt einer Pars frontalis bei Tropidonotus gut ent- wickelt. Das Corpus callosum von Emys w4rd besprochen und eine gewisse Homologie desselben mit der Commissura cornu ammonis hervorgehoben. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf die wahrscheinliche Anwesenheit eines Fornixrudiments bei Tropidonotus. Ebenda pag. 577 — 578. Jn seiner grösseren Arbeit über den Ursprung des Corpus callosum, welche in zwei Theilen erschien, be- handelt derselbe die Batrachier pag. 225 — 227 und pag. 236— 241, Taf. 2, Taf. 13, Fig. 13 — 14, Taf. 14, Fig. 7 — 12, die Reptilien pag. 227 — 228, 241 — 244 und 531 — 533, Fig. 4— 5 und Taf. 13, Fig. 15-19, Taf. 25, Fig, 20 — 21. Morph. Jahrb. Bd. 12. ~ Ref. in Science Bd. 8 pag. 167-168, 5 Figg. W. Kühne' s Untersuchungen über die motorische Nervenendigung stützen sich auf Beobachtungen an zahl- reichen Reptil- und Batrachierformen. Zeitschr. f. Biol. Bd. 23. 148 pag., 16 Taf. M. M i u r a ' s Forschungen über die motorischen Nervenendigungen der quergestreiften Muskelfasern sind wesentlich an Muskeln der Extremitäten von Eidechsen angestellt. Virchow's Archiv Bd. 105 pag. 129-135, Taf. 7. Sinnesorgane. Die Entdeckung eines dritten Auges oder Parietalauges bei gewissen Reptilien ist zweifellos die wichtigste herpetologische Entdeckung während des Jahres 1886. H. W. De Graaf hat das Verdienst zuerst in der Herpetologie während des Jahres 1886. 145 klar gezeigt zuhaben, dass bei Anguis das von Leydig mit der Stirndrüse des Frosches verglichene, sogenannte Frontalorgan die Structur eines Invertebratenauges besitzt. Die Zirbeldrüse sei nichts anderes als der Stiel dieses Scheitelauges. Sie entstehe bei den Batrachiern wie bei den Reptilien als eine blasenförmige Ausstülpung des Zwischenhirndaches dort, wo das Zwischenhirn in das Mittelhirn übergeht. Die Thatsache, dass ein vollständig abgeschnürtes Epiphjsenstück bei den Anuren excranial unter der Oberhaut, bei Lacerta und Anguis aber excere- bral unterhalb des Foramen parietale zu liegen kommt, lässt über die Homologie beider Gebilde keinen Zweifel aufkommen. Beachtet man ferner, dass schon bei den Stegocephalen sich in der Parietalnaht ein Loch findet, das in seiner Lage dem bei den lebenden Sauriern voll- ständig entspricht, so müssen wir annehmen, dass die Epiphyse bei den Vorfahren der heutigen Wirbelthiere eine grosse Rolle gespielt haben muss und vielleicht als ein uns bis jetzt unbekanntes Sinneswerkzeug fungiert hat. Die Untersuchungen erstreckten sich auf Siredon, Molge, Salamandra, Rana, Alytes, Bombinator, Bufo, Hyla ; Lacerta, Anguis. Bijdrage tot de Kennis van den Bouw en de Ontwikkeling der Epiphyse by Amphibien en Rep- tilien. Leiden, 4^. 62pag., 4 Taf. und Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 191—194. — Ref. in Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2) Bd. 1, Versl. pag. 133—134. W. B. Spencer bringt eine ausführliche Darstellung des Scheitelauges, die sich auf die Untersuchung von 29 Saurierarten stützt und den Beweis liefert, dass es sich dabei zweifellos um ein in Rückbildung begriffenes Organ handelt. Je nach den verschiedenen Eidechsenarten zeigt sich diese Rückbildung mehr oder weniger weit vorge- schritten; nur heiSphenodon ist die Verbindung des Scheitel- auges mit der Zirbeldrüse noch erhalten. Die histologi- sche Untersuchung ergab die volle Übereinstimmung mit dem Bau eines Sehorgans, ähnlich dem der Tunicaten. Quart. Journ. Microsc. Sc. Bd. 27 pag. 165 — 238, 7 Taf., Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. IL Bd. 1. H. K 146 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Proc. Roy. Soc. Bd. 40 pag. 559—565 und Nature Bd. 34 pag. 33—35, 2 Figg. Auch L. Darkewitscli hält nach vergleichend ana- tomischen Untersuchungen am Frosch und an Säugethieren die Glandula pinealis für ein nervöses Gebilde. Neurol. Centr.-Blatt pag. 29—30. F. E. Schulze konnte das unpaare Auge besonders schön an Lacerta vivipara demonstrieren. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 160. Bezugnehmend auf De Graaf s oben erwähnte An- gaben über die Function der Zirbeldrüse weist H. Rabl- Rückhard nach, dass ähnliche Deutungen schon früher, 1872 und 1881 von Leydig, 1882 und 1884 von ihm aus- gesprochen worden sind. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 405—407. R. Wiedersheim nimmt an, dass das Parietalauge der Saurier heute noch, wenn auch nur in beschränkter Weise, als Sehorgan functioniert, da das darüber liegende Bindegewebe vielfach noch völlig pigmentlos und durch- sichtig ist. Ohne die Annahme einer physiologischen Leistungsfähigkeit hält Verf die Vollkommenheit im Bau dieses Auges für unerklärlich. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 148—149. Eine werthvolle Zusammenfassung aller im Laufe des Jahres über diesen Gegenstand erschienenen Arbeiten bietet E. Korscheit. Kosmos (Vetter) Bd. 19 pag. 177 bis 185, 4 Figg. — Ref. in Rev. Scientif. (3) Bd. 38 pag. 806—809, Fig. Nach E. D. Cope wird es durch die Entdeckung Ahlborn's und Rabl-Rückhard's wahrscheinlich, dass auch die Diadectiden der Ordnung Theromorpha ein hochent- wickeltes Parietalauge besessen haben. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 736. H. Credner zufolge entsprach dem Foramen parietale bei den Stegocephalen ein drittes unpaares Auge, dessen Vorhandensein er namentlich aus der Stellung, Form und Grösse der Parietalschuppen des fossilen Anthracosaarus in der Herpetologie während des Jahres 1886. 147 raniceps Gold., aber auch aus der Analogie des Parietal- augenrudiments der lebenden Rhynchocephalen und Ei- dechsen in hohem Grade wahrscheinlich macht. Zeitschr. D. Geol. Ges. Bd. 38 pag. 697—698. P. Schiefferdecker dehnte seine Studien zur ver- gleichenden Histologie der Retina auch auf Reptilien und Batrachier aus. Zur Untersuchung kamen Tropidonotus, bei dem concentrische Stützzellen nicht nachgewiesen werden konnten, Lacerta, Emi/s, Chelone, Siredon, Sala- mandra, Molge und Rana. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 28 pag. 305-396, Taf. 22— 24. A. Koränyi gibt Beiträge zur Entwicklung der Krys tallinse bei den Wirbelthieren. Die Reptilien und Batrachier werden pag. 234 — 235 abgehandelt. Intern. Monatschr. Anat. Eist. Bd. 3 pag. 226—238. Von F. Mercanti erschien eine Arbeit über den Ciliarmuskel auch der Reptilien [vergl.Ber.f. 1883 pag. 380]. Mem. R. Accad. Lincei (3) Bd. 19 pag. 61—66, 1 Taf. Verdauungsorgane. J. L. Wortman, Comparative Anatomy of the Teeth of the Vertebrata. Reprint, fr. the Amer. System of Dentistry (1.) 8^ 153 pag. P. de Meuron hat in seiner Arbeit über Thymus und Thyreoidea genannte Drüsen bezüglich ihrer Anatomie sowol bei erwachsenen Reptilien und Batrachiern, als auch bezüglich ihrer Entwicklung bei Embryonen eingehend untersucht. Rec. Zool. Suisse Bd. 3 pag. 517—628, 4 Figg., Taf. 23-27. Beiträge zur Histologie des Verdauungsapparates bei Batrachiern und Reptilien gab M.Sacch i. Die auf Embryo- logie bezüglichen Angaben bringen nichts Neues. In Bezug auf den Bau des Magens und seiner Drüsen ist grosse Übereinstimmung bei beiden Thierklassen, nur die Einzel- formen weichen in untergeordneten Punkten ab. Zur Untersuchung dienten Magen und Darmtractus von 3 Arten Caudaten, 3 Anuren, Crocodil, 2 Schildkröten, 2 Eidechsen und 3 Schlangen. Atti Soc. Ital Sc. Nat. Milano Bd. 29 pag. 361— 409, Taf. 10— 11. 148 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen In einer Studie über Bürstenbesätze an Drüsenepi- tbelien schildert 0. Tornier eingehend und bildet ab die von ihm an Magendrüsen von Anguis und Lacerta, an Fundusdrüsen von Axolotl, Molge, Salamandra und Bufo und an der Niere von Anguis, Molge und Rana gefundenen Bürstenbesätze. Sie hängen offenbar mit der Secretions- thätigkeit zusammen. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 27 pag. 181—191, Taf. 9. Respirationsorgane. Zur Morphologie des Larynx bei Reptilien und Batrachiern bringt E. Dubois in einer vergleichenden Studie Notizen. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 178—186, 225—231, 12 Figg. Circulationsorgane. Über die Blutproteide gewisser niederer Wirbelthiere macht W. D. Haliburton Mitthei- lungen. Journ. of Physiol. Bd. 7 pag. 319—323. Urogenitalsystem. Der erste Theil der Arbeit H. Ga- dov^'s über Cloake und Geschlechtswerkzeuge der Amni- oten beschäftigt sich nach einer vorläufigen Mittheilung mit dem Sphincter und den copulatorischen Muskeln, dann folgt eine eingehende Beschreibung der Cloake. Sphenodon steht hierin den Batrachiern am nächsten. Den Cloaken- raum theilt Verf. ein in Proctodaeum, Urodaeum und als innersten Raum Coprodaeum. Viele Übereinstimmungen im Bau der Cloake mit den Säugethieren zeigen nament- lich die Schildkröten und die jungen Crocodile. Proc. Roy. Soc. London Bd. 40 pag. 266—267. Mittheilungen über Penis, Penoid und Pseudopenis bei den Wirbelthieren macht P. Albrecht in seinen Ver- gleichend-anatomischen Untersuchungen Bd. 1, Heft 1. Hamburg, 8«. 42 pag., 5 Fig. und Biol. Centr. -Blatt Bd. 6 pag. 204—212. Die freien Gliedmaassen der Batrachierund Amnioten sollen nach einer angeschlossenen Auseinander- setzung des Verf. nicht den meta-, sondern den meso- pterygischen Abschnitten der paarigen Selachierflosse ent- sprechen. Ontogenie. G. Assaky, Origine des feuillets blasto- dermiques chez les Vertebres. These ä la Faculte de in der Herpetologie während des Jahres 1886. 149 Medecine de Pai'is. Paris, Aselin & Houzeau, 8^ 136 pag., 2Taf., 36 Fig. behandelt compilatorisch die Keimblätter der Batrachier pag. 45 — 63, der Reptilien pag. 64 — 73. Auch W. Wolff's Arbeit über die beiden Keimblätter und den Mittelkeim ist hier zu erwähnen. Über die frühesten Embryonalstadien der Reptilien und Batrachier hat Verf. eigne Untersuchungen angestellt. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 28 pag. 425—448, Taf. 27. Über die Geschichte des Primitivstreifens bei mero- blastischen Eiern macht J. Kollmann Mittheilungen. Bei den Reptilien hat er die Form eines Knopfes; auf ihm erscheint die Primitivrinne in Gestalt des Canalis neur- entericus. Für diesen Kanal treffen alle für den Primi- tivstreifen aufgestellten Merkmale zu, und infolgedessen ist seine Deutung als eine Form der Gastrula nicht zu- lässig. Verf. kommt zu dem Schlüsse, dass sich bei allen Wirbelthieren bis zu den Knochenfischen für den Primitiv- streifen Übereinstimmung ergebe, und dass die vorhan- denen Unterschiede andeuten, wann die verschiedenen grossen Abtheilungen phylogenetisch ihre specifischen Bahnen eingeschlagen haben. Tagebl. 58. Vers. D. Naturf. u. Ärzte pag. 204 und Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 8, Heft 1. 9 pag. H. F. A. Sasse hat die Entwicklung und phyloge- netische Bedeutung der Hypophyse auch an Tropidonotus und Lacerta studiert und bestätigt die ecto dermale Ent- stehung derselben aus der Mundhöhle. Bijdrage tot de Kennis van de Ontwikkeling en Beteekenis der Hypo- physis cerebri. Akad. Proefschr. Utrecht. 71 pag., 1 Taf. J. W. van Wijhe gibt in einer Notiz über Somiten und Nerven im Kopfe von Reptilembryonen eine wört- liche deutsche Übersetzung der bereits im Ber. f. 1883 pag. 382 referierten Originalarbeit. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 657 — 660. A. Raub er wendet sich in einer Mittheilung über die Mitosen des Medullarrohrs gegen die Lehre vom Wachs- thum der Hirnwand ausschliesslich aus dem Ventrikel- 150 Dr- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen epithel und wiederholt gegenüber Merk [vergl. Ber. f. 1885 pag. 272], dass beim Frosche ausser den ventricularen auch ultraventriculare Kerntheilungsfiguren sowohl im Gehirn als auch im Rückenmark vorkommen. Auch bei Tropido- notus finde er ultraventriculare Mitosen, freilich gegenüber den ventricularen in sehr geringer Anzahl. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 159—164. In einer Arbeit über das Quadratum der Säugethiere bestätigt G. Baur die Ansicht, dass der Hammer aller Sauropsiden nicht vom Hyoidbogen aus entstehe, sondern als ein Derivat des ersten Kiemenbogens aufzufassen sei. Ber. Ges. Morph, u. Physiol. München pag. 45 — 57. J. F. van Bemmelen bemerkt in einer Mittheilung über die Visceraltaschen und Aortenbögen bei Reptilien und Vögeln, dass er bei Embryonen von Lacerta muralis und Tropidonolus natrix 5 Paar Kiemenspalten gefunden habe. Das Schicksal der hinteren vier von diesen Spalten sei bei Schlangen und Eidechsen gänzlich verschieden von einander, was eingehend ausgeführt wird. Die Entwick- lung der Aortenbögen fand Verf. übereinstimmend mit Rathke's Auffassung. Von den hinteren Bögen entwickelt sich der sechste zur Aorta pulmonalis, während der fünfte sich sehr frühzeitig rückbildet. Ahnlich bei Schildkröten. Bei allen Reptilien bleiben ausser der Thymus noch manche andere Derivate der Kiemenspalten erhalten, die sich sämmtlich durch ihren epithelialen Bau der Thymus gegen- überstellen, und unter diesen ist nur eines allen Reptilien gemeinsam, nämlich eine epitheliale Carotisdrüse, wahr- scheinlich ein Derivat der dritten Kiemenspalte. Weitere Notizen beziehen sich auf die frühen Stadien von Anguis, Platydactylus und Varanus und auf Vergleichung der bei Vögeln gefundenen analogen Verhältnisse. Versl. Buiten- gew. Wetensch." Vergad. Nederl. Dierk. Ver. Sitz. v. 30. Jan. und 27. März 1885 und Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 528 bis 532, 543—546 fs. auch Ber. f 1885 pag. 244]. — Vergl. auch G. Fritsch's kurze Notiz zur Abwehr in Zool. An- zeiger 9 Jahrg. pag. 573 — 574. — P. de Meuron be- in der Herpetologie während des Jahres 1886. 151 schäftigt sich ebenfalls mit der Entwicklung- der Kiemen- spalten bei den Reptilien und ihrem Verhältniss zu Thymus und Thyreoidea. Rec. Zool. Suisse Bd. 3 pag. 517—628, 4 Fig., Taf. 23 — 37. Beide Forscher sind in Bezug auf die Derivate der Visceraltaschen vielfach zu von einander abweichenden Resultaten gelangt. P. deMeuron findet, dass die Obliteration des Lu- mens des Oesophagus in gewissen weiter vorgeschrittenen Entwicklungsstadien auch u. a. bei Eidechsen und Anuren- larven nachweisbar ist. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 102 pag. 1401—1403. Bemerkungen zu Fraisse's Arbeit über Regeneration von Geweben und Organen [vergl. Ber. f. 1885 pag. 244] macht 0. Zacharias. Biol. Centr.-Blatt Bd. 6 pag. 225 bis 230. 0. E. Eiffe hat bei Lacerta vivipara eine schwanz- ähnliche Neubildung an Stelle eines verloren gegangenen halben Unterschenkels und Fusses unterhalb der Bruch- stelle gefunden. Das Gebilde hatte 7 Wirbelkörper von etwa SmmGesammtlänge entwickelt. Zool. Garten 2 7. Jahr- gang pag. 324. Biologisches. F. A. Lucas bringt eine Notiz über die Überwinterung von Reptilien. Journ. Trenton Nat. Hist. Soc. Bd. 1 pag. 14—16. In seinem Aufsatz über die Nachtheile der einseitigen Anpassung kommt E. Krause auch auf Anpassungser- scheinungen bei Batrachiern und Reptilien zu sprechen. Kosmos (Vetter) Bd. 19 pag. 168—170. Über ,,mal de gueule", eine schwere und oft zum Tode führende, dem Scorbut ähnliche Krankheit bei Rep- tilien und namentlich bei Schlangen, die in 34 Fällen be- obachtet werden konnte, berichtet Magitot. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 103 pag. 896—899. Palaeontologisches. C. W. De Vis, On a fossil Sau- rian. Proc. Roy. Soc. Queensland Bd. 2 pag. 181 — 192, Taf. 10— 15. . 152 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen W. Roux beobachtete in Schliffen von Wirbeln fos- siler Saurier zahlreiche von Haversischen Kanälen aus- gehende feinere Kanäle, die durch besondere, ihr My- celium im Knochen entwickelnde Fadenpilze (Myceliies ossifragus) bedingt sind, welche also schon in der Secundär- zeit vorkamen. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 276 — 277. E. D. Cope gibt eine systematische Aufzählung aller bis jetzt im nordamericanischen Perm gefundenen Ba- trachier und Reptilien. Es werden pag. 286 verzeichnet 16 Batrachier und zwar die Ganocephalengattungen Tri- merorhachis mit 2 Arten, die Rhachitomen Zatrachys mit 2, Eryops mit 4, Acheloma mit 1, Anisodexis mit 1, die Stego- cephalen Diplocaulus mit 2 und die Embolomeren Cricotus mit 4 Arten. Die 39 Reptilien pag. 287 sind sämmtlich Theromorphen und zwar a) Clepsydropiden: 1 Lysorhophns, 1 Archaeohelus , 6 Clepsydrops , 4 Dimetrodon, 3 Naosaurus, 4 Thecopleura, 2 Embolophorus und 1 Edaphosaurus, b) Pari- otichiden: 2 Pariotichus, 3 Ectocynodon und 1 Pantylus, c) Bolosauriden: 1 Bolosaurus und 1 Chüonyx, d) incertae sedis: 1 Metarmosaurus und e) Diadectiden: 1 Diadectes, 5 E7npedias und 2 Helodectes. Synonymie und Literatur werden genau verzeichnet und die neuen Arten eingehend beschrieben und abgebildet. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 16 pag. 285—297, Taf. 2—3. Über Lagerungsverhältnisse und Alter des reptilfüh- renden Sandsteins von Elgin in Schottland vergl. J.W. Judd in Proc. Roy. Soc. London Bd. 39 pag. 394 — 404. Derselbe enthält vonRhynchocephalen Telerpeton und Hyperodapedon, von Crocodiliern Stagonolepis, von Dinosauriern 2 Vertreter, darunterwahrscheinlichi>as?/p'na/Ä?45, und von Theromorphen Dicy?iodon; er gehört unzweifelhaft zur Trias und nicht zum 0. Old Red, wie bisher angenommen wurde. Aus triassischen Schichten von Pennsylvania nennt E. D. Cope die Reptilien Belodon priscus Leidy von York Co. und Phoenixville, carolinensis Emm. von ebenda, lept- urus Cope, Falaeosaurus fraseridnus, Suchoprion cyphodon und aulacodus Cope, sämmtlich von York Co., Clepsysaurus in der Herpetologie während des Jahres 1886. 153 Ijcnnsylvanicus Lea von Phoenixville und veatleianns, Pa- laeoctonns appalachianus und Thecodontosaurus gibhidens Cope von York Co. , sowie den Batrachier Eupelor durus Cope von Phoenixville. Verf. parallelisiert diese Schichten mit dem Keuper Europas. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 403—404. Vorläufige Mittheilungen über die Saurier der bitu- minösen Triasschichten von Besano in der Lombardei macht F. Bassani. Die Lagerstätte ist vom Alter der unteren Raibler Schichten. Nach einem geschichtlichen Überblick gibt Verf. Diagnosen eines neuen Ichthyosaurus (s. unten Ichthyopterygia) und beschreibt dann mehr oder weniger ausführlich Fachypleura edwardsi Com. (s. Sau- ropterygia) und ein neues Genus Tribelesodon (s. Ptero- sauria). Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 29 pag.l5— 30. H. E. Quilter zählt aus dem U. Lias von Leicester- shire auf Plesiosaurus megacephalus , Ichthyosaurus com- munis, tenuirostris , intermedius und platyodon Con. Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 6L Cornuel verzeichnet aus dem Neocom (U. Kreide) der Haute-Marne Reste von Plesiosaurus, Ichthyosaurus und Iguanodon. Bull. Soc. Geol. France (3) Bd. 14 pag. 313. Andeutungen über eine mitteleocäne Vertebratenfauna von Issel bei Castelnaudary, Frankreich, mit Lophiodon, in der sich Reste zahlreicher grosser Schildkröten und Crocodile finden, macht H. Filhol. Bull. Soc. Philomath. Paris (7) Bd. 10 pag. 86—88. In seiner Monografia degli strati pontici del Mioceno superiore nell' Italia settentrionale e centrale führt D. Pan- tanelli drei Reptilien aus der pontischen Stufe des nord- und mittelitalienischen 0. Miocaens mit Synonymie und Fundorten auf. Mem. R. Accad. Sc. Modena (2) Bd. 4. T. C. Winkler gibt in seiner Histoire de l'Ichnologie eine Studie über fossile Fussspuren und Thierfährten und eine Beschreibung der Gesteinsplatten mit Fährten, welche sich im Museum Teyler befinden. Verf. führt 66 Fundorte für Fussspuren auf. Gewisse Fährten auf Solenhofer Platten 154 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen schreibt er Rhamphorhynchus phyllarus Mrsh. und Ftero- dactylus kochi v. Myr. zu, andre, zumeist von Hessberg stammende werden ebenfalls abgebildet. Ein Verzeicbniss aller von 1828 — 1886 erschienenen Schriften über fossile Thierfährten ist beigefügt. Arch. Mus. Teyler (2) Bd. 2 pag.239- 440, Taf. 8—19. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1888 I. pag. 462. H. Pohlig hat die von Cotta 1848 im U. Rothliegenden von Friedrichsroda in Thüringen zuerst nachgewiesenen Thierfährten wieder aufgefunden und nennt sie Saurich- nites coitae; sie passen in Form und Dimensionen unge- fähr zu dem grossen Richelsdorfer Proterosaurus. Be- achtenswerth ist nach Verf das Vorkommen von Saurich- niten in drei aufeinanderfolgenden Systemen (Carbon, Perm und Trias) am Südrand des sächsisch- thüringischen Beckens als Markstein alter Küstenlinien; es beweist eben- sowol das hohe Alter der betreffenden Gebirgserhebungen als solcher, wie die vielfache Wiederholung genau auf gleiche Weise und in gleichen Gegenden sich abspielender Hebungs- und Senkungsvorgänge während Ablagerung aller jener drei Formationen. Verh. Nat. Ver. Bonn Jahr- gang 42 (1885), Sitz. Ber. pag. 285—286. Faunistisches. P. Parenti & L. Picaglia geben die Liste der von P. Parenti auf der Fahrt der italieni- schen Corvette Vettor Pisani in 1882—85 und von V. Ra- gazzi an den Küsten des Rothen Meeres und Südamericas 1879 — 84 gesammelten Reptilien. Erwähnt und z. Th. kurz charakterisiert werden 38 Eidechsen, 54 Schlangen, 5 Schildkröten und ein Crocodil verschiedener Provenienz, deren interessanteste im folgenden nach den Vaterlands- angaben geordnet angeführt werden sollen. Leider sind die Bestimmungen eines sehr erheblichen Theiles falsch. Atti Soc. Nat. Modena, Mem. Orig. (3) Bd. 5 pag. 26—96. Palaearctische Region. Dieselben nennen Clemmys caspia Wgl. von Tuzla auf Greta, Acanthodactylus boskianus Fitz, von Port Said und Ismailia und Agama pallida Rss. von Ismailia, Aegypten. Ebenda Bd. 5. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 155 F. de P. Martine z y Saez hat die wenigen Rep- tilien der F. Quiroga'schen Reise nach der West-Sahara bestimmt. Es sind Tarentola delalandei D. & B., Chakides viridanus Grav. [fälschlich ocellatus genannt. Ref.], Lacerta galloti Gerv. und Thalassochelys caretta L., sämmtlich von Gran Canaria, Canaren, und Acanthodactylus savignyi Aud. von Rio de Oro, W.-Sahara. Anal. Soc. Esp. H. N. Bd. 15 pag. 522. F. E. Schulze erwähnt Tarentola mauritanica L. und Agama colonorwti Daud. [ist bibroni A. Dum. Ref.] von Tanger, Trogonophis wiegmanni Kaup und Acanthodactylus lineomacidatus D. & B. von Casablanca, Psaniynodromus his- panicus Fitz, [ist sicher falsch bestimmt. Ref.] von Tanger, Plestiodon auratus Sehn, [ist Eumeces algeriensis Pts. Ref.], Gongylus ocellatus Forsk., Seps viridanus Grav. [ist mion- ecton Bttg. Ref.] und Chamaeleon vulgaris Daud. von Casa- blanca; Coronella cucullata GeofFr. und Ti^opidonotus vipe- rimis Merr. von Tanger und Feriops hippocrepis L. und Coelopeltis laceiiina Fitz, von Casablanca, die Quedenfeldt aus Marocco eingeschickt hatte. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 1, 32. E. Sequeira bringt in seiner verdienstvollen Geo- graphischen Verbreitung der Reptilien [und Batrachier] in Portugal ausser den bereits in der Literatur aufge- zählten noch zahlreiche neue Fundpunkte für die meisten portugiesischen Kriechthiere. Von mehr als localem Inter- esse ist, dass pag. 17 Vipera aspis L. in Portugal bestimmt fehlt, dass dagegen pag. 18 Coronella austriaca Laur. in Alemtejo, Algarve und Ponte do Lima (Entre Douro e Minho) und pag. 19 Acanthodactylus vulgaris D. & B. bei Abrantes (Estremadura) vorkommen. Bol. Soc. Geograph. Lisboa (6) No. 5. 20 pag. 0. Goldfuss gibt Fundortsnotizen für einige deutsche Reptilien. Coronella und Tropidonotus natrix finden sich in der Goetsche bei Bitterfeld, Vipera berus fehlt in der Umgegend von Halle und in der Götsche; Lacerta vivipara lebt bei Thale und Leipzig, fehlt aber bei Halle. Zeitsch, Naturw. Halle Bd. 59 pag. 265. 156 Dl*. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen R. Gassner gibt Lebensschilderungen der 6 nord- böhmischen Reptilien. Er nennt Vipera herus, sodann Coronella laevis vom Spitzberg bei Leipa, Tropidonotus natrix, Lacerta agilis, vwipara bei Leipa und Schoenfeld und Angnis fragilis. Stücke von Emys europaea bei Künast dürften verschleppt gewesen sein. Mitth. Nordböhm. Exc- Club 8. Jahrg. (1885) pag. 102—108. A. V. Mojsisovics nennt aus der Umgebung von Bellye, S. -Ungarn, pag. 93 Tropidonotus natrix und tesse- latus, aus dem Keskenderwald pag. 95 — 96 Anguis und Coluber aesculapii. Mitth. Nat. Ver. Steierm. Jahrg. 1885, Abhandl. J. Kolombatovic, Imenik Kraljesnjaka DalmacijelL Dio Dvoznivci (Reptilien), Gmazovi (Batrachier) etc. — 3. Aggiunti ai Vertebrati della Dalmazia. Split, 8^. 12 pag. [vergl. Ber. f. 1882 pag. 510]. F. Sordelli's Rettili di Orta-keuei (Adrianopoli) rac- colti e donati al Civico Museo di Milano dal Sign. Cavre. L. De Magistris sind mir leider bis heute unzugänglich geblieben. Rend. Ist. Lomb. (2) Bd. 19 pag. 295—304. G. Radde verzeichnet beiläufig Fundorte einiger Rep- tilien aus dem russisch-persischen Grenzgebiet, so Testudo ihera Fall. pag. 339 von Lenkoran und pag. 251 aus der Mugansteppe, Emys orhicularis L. pag. 90 aus dem Ascha- ganyady-Bach im Süden von Lenkoran, Clemmys caspia Gmel. pag. 90 von ebenda und pag. 250 aus der Mugan- steppe; Stellio caucasius pag. 187 vom Ambaran-tschai in Aderbaidshan, Persien ; Zamenis airovirens Shaw var. tra- halis Fall., Elaphis sauromates Fall, und E. dione Fall, pag. 251 und Tropidonotus natrix L. pag. 246 von Bela- suwar am Rande der Mugansteppe, letztere Art auch pag. 110 zwischen Futasar und Taengrut im Süden von Len- koran, Tr. tesselatus Laur. var. hydrus Fall. pag. 347 in den Morzi bei Lenkoran und fraglich Vipera mauritanica pag. 254 in der Mugansteppe bei Belasuwar. Reisen a. d. pers.-russ. Gränze: Talysch u. seine Bewohner. Leipzig, F. A. Brockhaus. 18, 450 pag., 12 Fig., 4 Taf., 1 Karte. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 157 0. Boettger hat die Reptilien und Batrachier in G. Radde's Fauna und Flora des südwestl. Kaspi-Gebietes. Wissenschaftl. Beiträge z. d. Reisen a. d. pers.-russ. Gränze. Leipzig-, F. A. Broekliaus. 13, 425 pag., 3 Taf. auf pag. 30 bis 82 bearbeitet. Verf. gibt nach Materialien des Herrn H. Leder einen Überblick über die Reptilien des Ta- lyschgebiets und zählt 3 Schildkröten, 15 Eidechsen und 17 Schlangen auf. 5 Batrachier. Von diesen 40 Arten sind 36 mit Transkaukasien, 32 mit Persien gemeinsam ; nur 4 Species (Lacerta hra7idti, Agama ruderata, Phryno- cephalus per5zc2. & B. und Idiotyphlops flavoterminatusf Pts. von Guayaquil, Crocodilus pacificus Boc. vom Rio Guayas bei Guayaquil. Aus Peru werden verzeichnet Dromicus lineatus L. und Elaps fulvius L. var. von Payta und Chim- bote, Oxyrrhopus fitzingeri Tsch. von Chimbote, Phyllo- Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. IL Bd. 1. H. L 162 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen dactylus micro])hyllus Cope von Deserto di Piiira, Epicrates cenchris Wgl., Botlij^ops pictusTsch.^ Xiphosoma caninumlj.^ Oxyrrhopus tergemijius D. & B., Elaps marcgravii Wied und fulvius L. von Chan cliamayo, Bothropspictus, Leptodira annu- lata, Leptognathm catesbyi D. & B., Elaps fulvius und var. und Stenostoma albifrons Wgl. von Cerro de Pasco, Elaps fulvius var. auch von SuUana und Stenostoma albifrons auch von Callao. Von Montevideo, Uruguay, stammen Tejus monitor Merr., Eirem's agassizi Jan, Coronella jyulchellaBibY.^ Helicops spixi Jan, Herpetodryas boddaerti Seetz. und Dryo- phylax viridissimus L. , von hier und vom Rio Parana, Argentina, Leptogiiathus ocellatus h. und von den Gala- pagos-Inseln Oreocephalus cristatus Bell von der Insel Chatham und Liocephalus pacificus Stdr. von Indefatigable Island. Atti Soc. Nat. Modena, Mem. Orig. (3) Bd. 5. Von F. Bocourt erschien die 10. Lieferung der Mission Scientifique au Mexique et dans l'Amerique centrale. 3. partie: Etudes sur les Reptiles et les Batraciens. Paris, fol. pag. 593—660, Taf. 36—41. Sie enthält Abbildung, Beschreibung und Synonymie zahlreicher Calamariiden und Coronellinen Mexicos und Centralamericas, die unten auf- gezählt werden sollen [vergl. Ber. f. 1884 pag. 296]. F. Ferra ri-Perez zählt die in Mexico von der Co- mision Geographica Mexicana gesammelten Kriechthiere auf. Die Bestimmungen rühren von E. D. Cope her, der auch die 5 neuen Species beschreibt. Es sind 90 Arten Reptilien. Ausser den schon im Ber. f. 1885 pag. 258 bis 259 unter Cope aufgeführten Arten und Fundorten sind es folgende. Aus der Prov. Veracruz von Veracruz selbst Crocodilus americanus Schnd., von Jalapa Stenostoma phaenops Cope, Boa imperator Daud., Sibon annulatus L., Spilotes corais erebe^mus Cope, Eataenia proxima Say, Rha- dinaea decorata Gthr. , Rliabdosoma semidoliatum D. & B., Bothrops at? ox L. ; Coelonyx elegans Gray, Sceloporus tor- quatus formosusWgm., variabilis Wgm.^ Discoglossus stein- dachneri Cope, Cnemidophorus guttatus Wgm. , Oligosoma gemmingeri Cope, von Jicaltepec Boa imperator Daud., in der Herpetologie während des Jahres 1886. 163 Iropidonotus mesomelanus Jan, Eutaenia sirtalis L., Ninia diademata B. & G. , Enicognathus annulatus cyclurus Cope; Aiiolis nannodes Cope, Ctenosaura teres Harl., Gerrhonotus liocephalusW^m.^ von Misantla Drymohius margaritiferus Schlg., Ophibolas polyzonus Cope; Corythophanes hernandezi Wgm., Laemanctus serratus Cope, von San Jose Aeatino Dipsas cenchoa L., Rhinecliis deppei D. & B., Eutaenia sca- laris Cope, Elaps bernadi Cope, von Actopam Drymobius boddaerti Seetz., Ophryacus undidatus Jan; Anolis nannodes Cope, Laemanctus longipes Wg*m., von Arroyo del Potrero Erythrolamprus fissidensQfihx.^ Enicognathus annulatusD.&B.^ von Vega de Alatorre Tguana tuberculata Laur., Ctenosaura teres Harl. Aus der Prov. Puebla ßceloporus scalaris Wgm., sodann von Puebla selbst Eutaenia scalaris Cope, flavilabris Cope, Crotalus basiliscus Cope; Sceloporus micro- lepidotiis Wgm. , aeneus Wgm. , Fhrynosoma orbiculare L., Barissia imbricata Wgm., Cnemidophorus sexlineatus L., cos- tatus Cope, von Teziutlan Stenostoma macrolepis Pts., Dry- mobius margaritiferus Schlg. , Eutaenia pulchrilatus Cope, Opliibolus polyzonus Cope; Eumeces furcirostris Cope, von Tlapanala Uta bicarinata A. Dum., Sceloporus grammicus Wgm., aeneus Wgm., variabilis Wgm., Cnemidophorus sex- lineatus L. , communis Cope, von Izucar Ctenosaura teres Harl., pec^mato Wgm., Cnemidophorus communis Cope; Ci- nosternum leucostomum A. Dum. , von Tepexi Anolis nebu- losus Wgm., von Chachapa Crotalus basiliscus Cope, von Chiantla Iguana tuberculata Laur., Cnemidophorus lineatis- simus Cope und von Tehuacan Sceloporus spiriosus Wgm. Aus der Prov. Chiapas Boa imperator Daud., Sibon annu- latus L. , Dipsas gemmistrata Cope , Dryiophis acuminatus Wied, Coluber üavirufus Cope, Spilotes auribundus Cope, corais Cuv. , Oxyrrhopus cloelia Daud., Conophis pulcher Cope, Ophibolus polyzonus Cope, Erythrolamprus puncti- gularis Cope, Elaps nigrocinctus Gir., Crotalus durissus L. ; Basiliscus vittatus Wgm., Fhrynosoma asio Cope; Cinosternum leucostomum A. Dum. Aus der Prov. Chihuahua von Huajuguilla Fhrynosoma cornutum Harl. Aus der Prov. Baja California Cinosternum leucostoynum A. Dum. und L* 164 Dl". Oskar Boettger: Berieht über die Leistungen Chelonia imhricata L. Proc. ü. S. Nat.-Mus. Bd. 9 pag. 182 bis 199. In einem 13. Beitrag zur Herpetologie des tropischen Americas bringt E. D. Cope Listen von Reptilien aus Nicaragua und Panama. Von Nicaragua werden pag.276 aufgezählt Ameiva festiva Licht. , Corythophanes cristatus, Anolis copei und roderiguezi Boc. , crassulus Cope, capito Pts. , oxylophiis und quaggalus Cope; Rhadinaea decorata Gthr., Ophibolus polyzonus var. micropholis Cope, Dendro- pliidium dendrophis Schlg. , Hapsidophrys saturatus Cope, Elaps nigrocinctus Gir., multifasciatus Jan und je ein neuer Sphaerodactylus (s. Geckonidae) und Herpetodryas (s. Drya- dinae). Von 31 Reptilien und Batrachiern aus Nicaragua sind 4 weitverbreitete südamericanische, 3 mexicanische, 24 centralamericanische Formen; die Verwandtschaft mit dem Norden ist geringer als die mit dem Süden. Von Panama pag. 279 stammen Dipsas cenchoa L., Drymobius boddaerti Seetz., Elaps nigrocinctus Gir., Botkrops atrox L. und je eine neue Rhadinaea (s. Coronellinae) und Lepto- gnathus (s. Amblycephalidae). Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 271—281. Derselbe verzeichnet von Tarapota in Peru Neustic- urus ecpleopus Cope und Polychrus marmoratus L. , vom Mamore-Fluss in Ost-Bolivia A^nphisbaena alba L., einen neuen Pseuderyx (s. Homalopsidae) , Liophis almadensis Wgl., Herpetodryas fuscush., einen new-en Xetiodon (s. Coro- nellinae) und Elaps surinamensis Cuv. Ebenda pag. 94 bis 95, Anm. Derselbe bringt einen Katalog der von J. Hauxwell bei Pebas am oberen Amazonas gesammelten Reptilien. Es sind von Eidechsen Mabuia agilis Raddi, die neue Gattung Mionyx (s. Tejidae), ein neues Leposoma (s. desgl.), Centropyx dorsalis Gthr., Ameiva surinamensis Gray, Hypsi- batus agamoides Spix, Hyperanodon peltigerus Cope, Enyalius laticeps Guich., Anolis bucHeyi O'Sh., bouvieri Boc. nnd ein neuer Anolis (s. Iguanidae), von Schlangen Typhlops reti- culatus L., Boa constrictor L., Rhabdosoma brevifrenum Jan, in der Herpetologie während des Jahres 1886. 165 microrhynchum Cope, Contia serrata n. sp. (ohne Diagnose), Ehadinaea nicaga Cope (s. Coronellinae), Opheomorphus meleagris Shaw, Helicojys angulatus L., Oxyrrhopus scolopax Kl., Dipsas cenchoa L., Rhinohothryum lentiginosum Scop., Leptognathus cateshyi Weig. , Leptophis marginatus Cope, Dryiophis argenteiis Daud. , Elaps lemniscatus L. und Bo- tlirops hrasiliensis Latr. Bekannt sind von dort jetzt 14 Ei- dechsen und 23 Schlangen. Ebenda pag. 94 — 103. Derselbe verzeichnet von Canutama und von Marra- han am mittleren Purus im Stromgebiet des Amazonas Liophis almadensis Wgl., Ehadinaea nicaga Cope, Pseaderyx callostictus Gthr. (Hydrops) und Tortrix scytale L. Ebenda pag. 103, Anm. G. A. Boul enger gibt in seiner Synopsis der Reptilien und Batrachier der brasilianischen Provinz Rio Grande do Sul nach den Sammlungen von Hensel und v. Ihering ein Verzeichniss aller (63) bis jetzt aus diesem Theile Süd- amerikas bekannten Reptilarten. Sie vertheilen sich auf 6 Schildkröten, 1 Crocodilier, 14 Eidechsen und 42 Schlan- gen. Vielfach sind Schlüssel für die Unterscheidung schwierigerer Gattungen und Arten beigegeben. Die für die Provinz neu verzeichneten Formen und zahlreiche synonymische Bemerkungen sind unten namhaft gemacht. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 423—445. Australische Region. W. Macleay bringt in seiner Zoologie von Australien pag. 291 — 293 auch eine kurze Uebersicht der Reptilfanna. Proc. Roy. Soc. Tasmania 1885 pag. 285—308. Da mir erstjetzt dielO erstenDecaden vonF.McCoy's Prodromus of the Zoology of Victoria, Melbourne 1885, 8 ^ zugänglich geworden sind, tra^e ich unten die noch nicht in diesen Berichten aufgeführten Abbildungen nach. In 1886 erschienen die Decaden 12 und 13. W. Macleay nennt von Cairns, Queensland, von Schlangen Tropidonotus jncturaüis Schi. ^ Dipsas boydi Msicl., Hoplocephalus assimilis Mach, nigrostriatus Krefft, Nardoa crassa Mach und Dendrophis hilorealis Macl., von Eidechsen 166 I^i". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Varanus ocellatus Gray, Varanus sp., Hinulia n. sp. und u. a. 4 anscheinend neue Geckoniden. Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales, Sitz. v. 25. Aug. G. A. Boulenger beschreibt die Gesammtreptilfauna der Salomoninseln, aus der er schon früher [vergl. Ber. f. 1884 pag. 275] Diagnosen der neuen Arten gegeben hatte, ausführlich und bildet alle noch nicht illustrierten Formen ab. Diese Fauna besteht aus vier Gruppen, nämlich 4 Arten, welche dem papuanischen und poly- nesischen District gemeinsam sind (Gymnodactylus pela- gicus, Gehyra oceamca, Mahuia cyanura und Platurus fas- ciatus), 6 rein indomalayischen oder papuasischen Arten ( Crocodüus porosus, Gecko vittatus, Varanus indicus, Keneuxia smaragdina, Enygrus carinatus undDipsas irregularis), 4 rein polynesischen Arten (Gonyocephalns godeffroyi, Mabuia cartereti, nigra und Enygrus hihroni) und 5 für die Inseln (und Neu-Irland) eigenthümlichen Species (Lepidodactylus guppyi, Lipinia anolis, Corucia zehr ata, Dendrophis solo- 7nonis und Hoplocephalus par). Die Fauna wird mit der der Duke of York-Insel verglichen, und 12 Arten werden als identisch bezeichnet. Trans. Zool. Soc. London Bd. 12 pag. 35—62, Taf. 7. Systematisches. Unter dem Titel Herpetologische Notizen bringt J. G. Fischer Mittheilungen über 6 Schlan- gen und 4 Eidechsen verschiedener Provenienz, die unten verzeichnet werden sollen. Abb. Naturw. Ver. Hamburg Bd. 9, Heft 1. 19 pag., Taf. 1—2. Theromorpha (nur fossü). E. D. Cope's Arbeiten über Gehirn und inneres Ohr eines permischen Theromorphen , auf die schon im Ber. f. 1885 pag. 262 hingewiesen werden konnte, finden sich in Proc. Amer. Ass. Adv. Sc. Bd. 34 pag. 336—341 und in Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 234—237, 1 Taf. Die Untersuchungen stützen sich auf Gehirn- abgüsse von "Vertretern der Familie Diadectidae. Desselben Arbeit „Structure of the Columella auris in the Pelecysauria" [vergl. Ber. 1 1884 pag. 275] steht in Mem. Nat. Acad. Washington Bd. 3, 1886 pag. 93—95, Figg. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 167 Wegen des Parietalauges der Diadectidae s. oben Cope pag. 146. Mittheilungen über Theromorphen mit langen Dornfortsätzen aus dem Perm von Texas macht gleichfalls E. D. Cope. In ihren Hauptcharakteren, namentlich nach Gebiss und Wirbelbildung, kurz beschrieben wird die zu den Clepsydropiden gehörige Gattung Bimetrodon (incisivus). Der Dornfortsatz ist hier mehr als zwanzigmal länger als sein Wirbelkörper lang ist. Vielfach neu sind die Notizen über drei Arten von Naosaurus (cruciger, microdus, claviger), deren Unterschiede hervorgehoben werden, und die sich dadurch von Bime- trodon trennen, dass die Neuraldornen ihrer Wirbel Querfortsätze tragen. Besonders merkwürdig ist bei allen diesen Formen, dass die Dornen hohl und an der Spitze offen sind. Naosaurus microdus Cope war übrigens schon vom Yerf. als Edaphosaurus [vergl. Ber. f. 1884 pag. 264] beschrieben worden. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 544 — 545. In seinem systematischen Katalog der Wirbelthiere des ameri- canischen Permsystems [s. oben pag. 152] stellt derselbe einen neuen Ectocynodon {incisivus n, pag. 290, Taf. 2, Fig. 4 — 5) nach dem Schädel auf. Er ist aus dem Perm von Texas und steht zwischen E. ordinatus und aguti. Von Bimetrodon werden pag. 292 Rippen, Wirbel, Sternum (Taf. 3, Fig. 5), Clavicula und Hinterfuss beschrieben. Naosaurus pag. 293 unterscheidet sich von Bimetrodon nur durch die Anwesenheit von Querfortsätzen an den Neuraldornen. Beschrieben und abgebildet werden -ZV^. claviger n. pag. 294, Taf. 2, Fig. 1 — 2, Taf. 8, Fig. 1—2 aus dem Perm von Texas, N. cruciger Cope Taf. 3, Fig. 3 und JV^. microdus Cope Taf. 2, Fig. 3, Taf. 3, Fig. 4. Die Unterschiede der drei Arten dieser wunderbaren Gattung werden nach Schädel^ Wirbeln und Rippen festgelegt. Von Thecopleura pag. 293 wird Taf. 3, Fig. 6 der Hinterfuss abgebildet. Für 1884 bereits beschriebene und abgebildete Reste schlägt Verf. pag. 287 den neuen Namen Embolophorus doUovianus vor und beschreibt schliesslich pag. 296 und bildet ab Taf. 3, Fig. 7 den Sporn eines Pelecysauriers, der in auf- fallender Weise dem Sporn von Ornithorhynchus (Fig. 8) nahekommt. Die Clepsydropiden haben also vermuthlich schon die bei den Batrachiern persistierende sechste Zehe besessen. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 16 pag. 285—297, Taf. 2—3. Vorläufige Notiz über den Bicynodon- Fund bei Elgin [vergl. Ber. f. 1885 pag. 263] bringt R. H. Traquair auch in Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1885 pag. 1024—1025. — Ueber das Alter dieser Bicynodon ■'Reste vergl. oben unter Judd pag. 152. Eine vorläufige Mittheilung über Schädelreste und Bezahnung von Galesaurus planiceps Owen s. in Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 572—573 und in Nature Bd. 35 pag. 94. Auch bei dieser Gattung sind die Zähne in Schneidezähne, Eckzähne und Molaren differenziert. 168 1^1'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Chelonia. Integumentalgebilde. A. Pilliet hat neben anderem auch die Hautknochenplatten der Schildkröten und die Art der Knochenbildung vermittelst des Knochenmarks zur Unterlage einer Studie gemacht. Die Untersuchungen pag. 628 — 632 wurden an Emys europaea angestellt. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 623—651. Sceletsystem. G. Baur macht Mittheilungen über die Homologie der Nuchalplatte bei den Schildkröten. Zoolog. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 688. Respirationsorgane. Bei den amerikanischen Trionyx-Arten sind nach S. H. u. S. Phelps Gage die Lungen nicht die einzigen Athemwerkzeuge [vergl. Ber. f. 1885 pag. 265] ; vielmehr ist die mucöse Membran des Pharynx dicht besetzt mit fadenförmigen Anhängen, die, durch reichliche Blutzufuhr geschwellt, die Function innerer Kiemen, analog denen der Batrachierlarven, angenommen haben. Dass dies in Wahrheit der Fall ist, wird durch Versuche erhärtet. Der Vergleich der freien Gase des Wassers mit den Gasen desselben Wassers, in dem ein Triomjx, unter Abschluss von der äusseren Luft, längere Zeit geathmet hatte, ergab eine Abnahme des Sauer- stoffs der im Wasser gelösten Luft. Die Schildkröte, die ein Kilo wog, hatte den im Wasser gelösten Gasen in 10 Stunden 71 mgr freien Sauerstoffs entnommen und 318 mgr Kohlensäure zugefügt. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 233-236. — Ref. in Rev. Scientif. (3) Bd. 37 pag. 701 und in Biol. Centr.-Blatt Bd. 6 pag. 213—214. Ueber einen neuen Respirationsmechanismus bei den Seeschild- kröten berichtet G. Rouch. Er weist nach, dass bei der Athmung auch von Thälassochelys caretta der Brustpanzer Bewegungen ausführt, aber in etwas anderer Weise wie es Charbonnel-Salle von Emys europaea nachgewiesen hat. Die Exspiration wird durch die Elasticität des Panzers bewirkt. Eingehend werden die Muskeln, welche die Inspirationsbewegungen ausführen, besprochen. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 461—470. Urogenitalorgane. Nach H. List sind die Zellen der obersten Lage in der Blase von Testudo graeca becherähnlich, aber doch keine wahren Becherzellen, vielmehr eher dem Magenepithel ähnlich. Das Epithel der Blase von Emys europaea ist ein gewöhnliches geschichtetes Pflasterepithel. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 28 pag. 416—421, Taf. 26. Bemerkungen über den Urin der Schildkröte mit besonderer Rücksicht auf den Gehalt desselben an Harnsäure und Harnstoff bringt T. W. Mills. Journ. of Physiol. Bd. 7 pag. 453—457. OntOgenie. Das wichtigste Resultat der von K. Mitsukuri u. 0. Ishikawa an Embryonen von Trionyx japonicus angestellten Untersuchungen über die Entwicklung der Keimblätter der Schildkröte ist, dass sie vollständig mit der der Batrachier übereinstimmt. Qu. in der Herpetologie während des Jahres 1886, 169 Jonrn. Micr. Science Bd. 27 pag. 17—48, Taf. 2—5. — Ref. in Journ. Roy. Micr, Soc. London (2) Bd. 6 pag. 936—937. H. Gadow hat die bemerkenswerthe Entdeckung gemacht, dass Landschildkröten im Stande sind, Theile ihres knöchernen Hautscelets und der Hornplatten zu reproduciei-en. Ein Theil des Panzers wurde bis herab auf die weichen Hautlagen entfernt; letztere erzeugten die neue Cutis, und diese erfuhr dann den normalen Process der Ver- knöcherung, bis der Panzer vollständig verheilt war. Journ. Anat. Phys. Bd. 20 pag. 220—224, Taf. 6. Biologiscbes. Ueber das auffallend langsame Wachsthum der Schildkröten macht J. Sehn eck kurze Mittheilungen und hebt den Fall hervor, dass eine 1824 authentisch mit einem Zeichen versehene Cistudo Carolina L. im Freien mehr als 60 Jahre alt geworden sei. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 897. Obgleich man die Seeschildkröten gewöhnlich für herbivor hält, wurden doch von G. Pouch et u. J. de Guerne im Magen einiger bei den Azoren gefangener Stücke von Thalassochelys caretta L. Ptero- poden, Lepadiden, Amphipoden, Medusen und kleine Fische gefunden. Compt. Rend. Acad. Paris Bd. 102 pag. 877—879. Palaeontologisches. S. Calderon verzeichnet den Rest einer Art von Hellochehjs May. aus dem Wealden von Nordspanien. Bull. Soc. Geol. France (3) Bd. 14 pag. 406. Notizen über Schildkröten aus dem mitteloligocaenen Rupelthon Belgiens pag. 12 — 14 und über eine neue Schildkröte aus der Kreide von Maestricht pag. 15 — 25, 4 Figg. bringt G. Smets. Ann. Soc. Scientif. Braxelles 10. Jahrg. B. Rames verzeichnet Panzerreste zweier an Ptychogaster emydoides und Testudo erinnernder Schildkröten aus mitteloligocaenen Thonen von Brons bei St. -Flour im Cantal, Frankreich. Bull, Soc. Geol. France (3) Bd. 14 pag. 358. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 I pag. 313. In einer Mittheilung über die Wirbelthiere aus der Swift Current Creek Region der Cypress Hills nennt E. D. Oope aus dem Oligocaen der White River Epoche von Assiniboia im Nordwest -Territorium Canadas pag. 2 Fragmente von Trionyx und Stylemys, ohne sie näher zu beschreiben. Ann. Rep. Geol. and N. H. Sui-vey Canada 1885 (Mai 1886). Sep.-Abdr. 7 pag. C, S. Wilkinson bringt kurze Notiz über den Fund fossiler Schildkröteneier, die zusammen mit Megalania-^esten in den Korall- sandschichten von Lord Howe's Insel vorkamen. Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales (2) Bd. 1, Pt. 1. — Ref. im Zool. Anzeiger 9. Jahi-g. pag. 264, FaunistiSChes. L. L o r t e t schildert eingehend in Tracht, Färbung und Lebensweise und bildet ab die Land- und Süsswasserschildkröten des Mittelmeergebiets Testiido ibera'PoW., graecalt., marginataSchoe^fi, 170 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen die aiisschliesslich in G-riechenland und auf den griechischen luseln lebt, und Meinmanni n. sp., sowie Lutremys europaea Gray, Emys sigriz D. & ß. und caspia Gmel. Erwähnt werden ausserdem Trionyx aegyptiacus Geoffr., den Verf. im See Tiberias, Syrien, beobachtete, aber nicht erbeuten konnte, und Thalassochelys caouana, die sehr häufig an den Küsten von Syrien und Kleinasien gesehen und ge- fangen wurde. Die Unterschiede der verwandten Arten werden scharf hervorgehoben und eine grosse Anzahl neuer Fundorte — worin der Hauptwerth der Arbeit neben den vortrefflichen Abbildungen liegt — für die einzelnen Species festgelegt. Arch. Mus. H. N . Lyon Bd. 4. 26 pag., 8 Taf. J. H. Sears nennt als Bewohner von Essex County, U. S. A , nach den Materialien des Peabody Museums von Sphargididen Dermo- chelys coriacea Blv., von Chelydriden Chelydra serpentina Schwgg., von Cinosterniden Äromochelys odm^ata Gray und von Emydiden Chrysemys picta Gray, Cistudo carinata Flem., Nanemys guttata Ag., Emys meleagris Bon. und Glyptemys insculpta Ag. Bull. Essex Inst. Bd. 18 pag. 94. E. A. Goeldi zählt aus Brasilien nach einem Manuscript des J. M. da Silva Coutinho mit Randbemerkungen A. Dumeril's meist nur mit Localnamen bezeichnet auf von Chelydiden 5 Podocnemis- ähnliche Arten und 1 Chelys und von Testudiniden 3 Testudo. Eine ganz junge Podocnemis wird als n. sp. kurz beschrieben und abge- büdet. Ber. St.-Gall. Nat. Ges. 1884—85 pag. 273—280. Systematisches. L. Dollo hat in seinen Arbeiten über foss. Schildkröten das Strauch'sche Eintheilungssystem verlassen und das Cope'sche angenommen, das er erweitert und modifiziert. Als hypo- thetische Vorläufer der typischen Schildkröten werden die Marsh'schen Macelognatha unter den ^Namen Procheloniens oder Odontochelones den andern gegenübergestellt, die als Eucheloniens oder Rhynchochelones bezeichnet werden. Die letzteren zerfallen wieder in Athecae und Thecophora, und letztere setzen sich endlich aus Cope's Cryptodira und Pleurodira zusammen. Die Epiplastra sind nach Verf. nicht den Claviculae der übrigen Reptilien homolog. Die Cryptodira werden in die drei Untergruppen Dactyloplastra, Clidoplastra und Lysoplastra eingetheilt und den Dactyloplastren die Familien Chelonidae, Triony- chidae, Eurysternidae und Chelydridae zugewiesen. Discutiert wird überdies die Frage über die Homologie des Bauchschildes der Schild- kröten mit dem Brustbein der übrigen Wirbelthiere, sowie die Nomen- clatur der einzelnen Knochen des Bauchpanzers. Bull. Mus. Roy. H. N. Belg. Bd. 4 pag. 75-96, Taf, 1—2. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 I pag. 462—463 und in Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 521-522. — E. D. Cope rügt in einer Kritik dieser Arbeit, dass Dollo ^wi/- sternum von den Chelydriden abtrenne und wegen der vorhandenen Plastronfontanelle daraus eine eigne Familie Eurysternidae bilde, was in der Herpetologie während des Jahres 1886. 171 er nicht gutheissen könne. Dollo vereinige auch die Propleuriden mit den Cheloniden, während er sie doch in einer zweiten späteren Arbeit (Cheloniens Landeniens) wieder als TJnterfamilie zu denselben stelle. Mit Recht tadelt er auch die Aenderung der Namen Dactylo- sterna, Clidosterna und Lysostema in Dactylo „plastra" etc. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 967—968. G. B aur wendet sich gegen die Abtrennung der Dermatochelydidae s. Athecae von den Cheloniden als einer durchaus künstlichen und sucht dies an der Schädel- und Halswirbelübereinstimmung und an der Gestalt der Klauen, des Plastrums und der Nuchalplatte zu be- weisen. Psephodemia v. Myr. aus der Trias der bayrischen Alpen gehöre zweifellos zu den Schildkröten. Zool. Anz. 9. Jahrg. pag. 687. Sphargidae. Anatomisches. Bemerkungen über ein an der Essex-Küste Nordamericas gefangenes Exemplar und wenig bekannte literarische Nachweise über frühere Funde von Dermochelys coriacea L. bringt J. H. Sears. Bull. Essex Inst. Salem Bd. 18 pag. 87—94. Ghelydridae. Sceletsystem. G. Baur beschreibt die Schwanz- wirbel und die beiden Centralia carpi von Chelydra serpentina. Nicht alle Schwanzwirbel seien opisthocoel, sondern die 2 oder 3 ersten procoel, der nächste amphicoel. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 740—742. Palaeontologisches. L. Dollo beschreibt eingehend eine neue Gattung Pseudotrionyx (mit delheidi n.) aus Bruxellien (M. Eocaen) von Melsbroek bei Yilvorde, Belgien. Sie unterscheidet sich von Änostira Leidy dadurch, dass Rücken- und Bauchschild nicht durch Naht, sondern durch kurze Ausstrahlungen verbunden sind, und durch die Sculptur des Rückenpanzers. Bull. Mus. Roy. H. N. Belg. Bd. 4 pag. 75—96, Taf. 1—2. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 967—968, in Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 523 und in N. Jahrb. f. Min. 1887 I pag. 462—463. Testudinidae. Yerdauungsorgane. Eine Mittheiluug über Grösse und Form von Magen und Darmcanal bei den herbivoren Schildkröten bringt L. Vaillant. Untersucht wurden Testudo- und Cinyxis-AYten, Kachuga tectum Gray und Nicoria incisa Boc. Auch Batagur haska Gray sei herbivor. Bull. Soc. Philom. Paris (7) Bd. 10 pag. 135—138. Palaeontologisches. R. Lydekker beschreibt und bildet ab einen prachtvoll erhaltenen Panzer von Clemmys imtsoni n. sp. aus dem Pliocaen der Siwaliks von der Insel Perim, Arabien. Er wird mit Ocadia sinensis (Gray) und mit der miocaenen Cl. pygolopha Pts. verglichen. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 42 pag. 540—541, Taf. 15. P er on erwähnt Clemmys sigris&ViS dem Pleistocaen der algerischen Teilregion. Ann. Sc. Geol Bd. 14, Heft 4 (1883); auch sep.: Essai d une description geologique de l'Algerie. Paris , Masson 1883, 8 °. 202 pag. 172 "Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Faunistisches. Gr. A. Boulenger nennt aus der brasil. Prov. Rio Grrande do Sul Clemmys dorbignyi (D. & B.). Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18, pag. 424. Systematisches. Derselbe unterscheidet 7 Arten süd- afrikanischer Testudo aus der Verwandtschaft der T. geometrica, nämlich T. geometrica L. Cap-Halbinsel, tentoria Bell Beaufort West, verreauxi Smith Quellen des Oranje River, semiserrata Smith Gegend zwischen Latakoo und dem Wendekreis des Krebses, und 3 n. sp. Proc. Zool. Soc. London pag. 540-542, Taf. 57—58. G. Smets, Note sur trois Testudinides de l'Afrique australe. Ann. Soc. Scientif. Bruxelles 10. Jahrg. pag. 1—11; auch sep. : Bruxelles, 8 ». 13 pag. Clemmys caspia Gmel. abgeb. Taf. 8. — Cl. sigriz D. & B, abgeb. Taf. 7. Lortet, Arch. Mus. H. N. Lyon Bd. 4. Emys dorbignyi D. & B. = Clemmys. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 424. — E. europaea Gray abgeb. Lortet, Arch. Mus. H. N. Lyon Bd. 4, Taf. 6. JSomopus nogueyi n. sp. verwandt areolatus Thunbg. Medine, Haut-Senegal. Lataste, Naturaliste (Deyrolle) 8. Jahrg. pag. 286-287 Lebt von Vegetabilien und Insekten. Testudo fiski n. sp. Hopetown, Capland. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 542, Taf. 58. — T. graeca L. abgeb. Taf. 2 und 3, Fig. 1. — T. ibera Pall. abgeb. Taf. 1. — T. Tdeinmanni n. sp. [= leithi Gthr. Ref.] U. Aegypten pag. 11, Taf. 5. — T. marginata Schoepff abgeb. Taf. 3, Fig. 2 und Taf. 4. Lortet, Arch. Mus. H. N. Lyon Bd. 4. — T. smithi n. sp. S.-Afrika pag. 542. — T. trimeni n. sp. Mündung des Oranje River, pag. 541, Taf. 57. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London. Chelonidae. Nervensystem. Nach T. W. Mills sind bei Chelone mydas der Sympathicus und der Vagus während des grössten Theils ihres Verlaufs mit einander verbunden, wenn auch nicht un- trennbar, bei Chelone caretta und imbricata aber verlaufen sie weit von einander. Journ. Anat. Phys. Bd. 21 pag. 1—20, Taf. 1 [vergl. auch Ber. f. 1885 pag. 265—266]. Palaeontologisches. Nach R. Etheridge jun. stammt die in Journ. R. Soc. N.-S.-Wales Bd. 17, 1884 pag. 87 beschriebene Notochelys costata Ow. aus den Kreideschichten von Landsborough Creek in N.-S.-Wales. Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 239—240 [vergl. auch Ber. f. 1882 pag. 515]. Eingehende Mittheilungen über Chelone vanbenedeni bringt G. Smets. Ann. Soc. Scientif. Bruxelles 10. Jahrg. pag. 109—128, 22 Fig. In einer ersten Arbeit über die foss. Schildkröten des belgischen Landenien (U. Eocaen) beschreibt L. Dollo das neue Genus Pachy- rhynchus, verschieden von Chelone durch die sehr lange und flache in der Herpetologie während des Jahres 1886. 173 Mandibularsymphyse und die Stellung der Choanen. Dazu gehören Chelone longiceps, planimentum und trigoniceps Owen und P. gosseleti n. sp. von Erquelinnes. Die Gattung wird zugleich als Unterfamilie Pachyrhynchinae den Chelouinae gegenübergestellt. Bull. Mus. R. H. N. Belg. Bd. 4 pag. 129—141, 4 Fig. — Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 523 und in N. Jahrb. f. Min. 1887 I pag. 326. — E. D. Cope vermuthet in einer Kritik dieser Arbeit, dass Dollo's neues Genus zu Euclastes oder zu Lytoloma Cope gehöre; die Pachyrhynchinae würden dann mit den Propleuriden Copes zusammenfallen. Die neuen Familiencharaktere seien übrigens besser als die früher von ihm auf- gestellten. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 967— 968. — G. A. Boulenger bemerkt, dass der Name Pachyrhynchus vergeben sei, dass aber Cope 1871 bereits die generische Benennung Puppigerus für die oben genannten Owen'schen Arten vorgeschlagen habe. Zoolog. Record f. 1886 Rept. pag. 8. Faunistische s. Eine vorläufige Notiz über die Seeschildkröten der chilenischen Küste von R. A. Philippi findet sich in Proc. Zool. Soc, London, Sitz. v. 16. Nov. ffliolaniidae Blgr. (foss). Palaeontologisches. R. Owen beschreibt weitere [vergi. Ber. f. 1883 pag. 398] fossile Reste, darunter Kreuzhein, Metatarsal- und Zehenknochen, die er seiner gigantischen Landeidechse Megalania prisca Ow. zuweist, von King's Creek in Queensland. Proc. Bd. 40 pag. 93 und Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 177 pag. 327—330, Taf. 13—15. C. S. Wilkinson erwähnt des Fundes von Resten des Rücken- und Bauchpanzers einer Süsswasserschildkröte und von Hornschildern, Theilen der Körperbedeckung, und Knochen einer Megalania, die eine dritte Species dieser grossen Saurier vermuthen Hessen. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 1, Sitz. v. 24. Nov. R. Owen beschreibt ein neues foss. Genus oder Subgenus Meiölania (mit minor n. und platyceps n.) aus den Korallsandschichten von Lord Howe's Insel in N.-S.-Wales. [Huxley hat dasselbe in- zwischen als Schildkrötengattung erkannt, Boulenger dieselbe zu einer eignen Familie erhoben. Ref.] Kleiner als Megalania hatten beide Arten zwar zahnlosen Hornschnabel , aber sauroide Schädel- und Wirbelcharaktere. Sieben Homkegel zeigen sich auf dem Kopfe; der Schwanz ist lang und steif und seine Wirbel sind in eine knöcherne Scheide eingebettet, welche mit den Wirbeln correspondierende, her- vorragende Fortsätze entwickelt. Diese Schwanzbewehrung ist also ähnlich wie bei Megalania, aber schwächer. Proc. Bd. 40 pag. 315—316 und Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 177 pag. 471—480, Taf. 29—32. — Notizen über Vorkommen und Lagerstätte dieser Reste bringen auch C. S. Wilkinson und E. P. Ramsay. Proc. Linn. Soc, N.- S.-Wales (2) Bd. 1, Sitz. V. 26. Mai. 174 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Chelydidae. Biologisches. E. A. Goeldi's Mittheilungen über Bedeutung, Fang und Verwerthung der Schildkröten am Amazonas, die sich auf ein Manuscript des J. M. da Silva Coutinho stützen, beziehen sich im wesentlichen auf Podocnemis expansa, die von Januar bis Juli in den überschwemmten Uferwaldungen und Uferseen lebt und sich fast ausschliesslich von abgefallenen Baumfrüchten ernährt. Die Fangmethoden der Indianer mit Harpune und Pfeil zu dieser Zeit werden geschildert, auch des Netzfanges im August Erwähnung gethan. Die Begattung erfolgt im Wasser; die Eiablage geschieht Ende September bis October in der Morgenfrühe. 80 — 200 Eier füllen die 0,44— 0,58 m tiefe Grube. Die Eier werden gegessen, oder es wird aus denselben in grossem Maasstabe „Butter" gewonnen, die zumTheerzusatz, zu Beleuchtungszwecken, seltener zur Speisebereitung verwendet wird. Selbst die eben ausgeschlüpften Jungen werden nicht geschont. Die Schildkröten haben durch diese rücksichtslose Vertilgung schon fühlbar abgenommen, was mit Ziffern belegt wird. Empfohlen wird, um völlige Ausrottung zu verhindern, das Halten derselben als Hausthiere und das Verbot der Butterherstellung aus den Eiern. Zool. Garten 27. Jahrg. pag. 329 — 335, 366 — 372, 2 Fig. Palaeontologisches. G. Burmeister beschreibt aus dem Tertiaer vom Parana eine neue Platemys (torrentium). Anal. Mus. Nac. Buenos Aires Bd. 3, Entr. 14 pag. 147 [vergl. Ber. f. 1885 pag. 249]. Systematisches. G. A. Boulenger gibt einen Schlüssel für die Unterscheidung der drei in Rio Grande do Sul vorkommenden Flatemys- Arten und nennt als dort gefunden PI. hüairei D. & B. von Rio Grande selbst und PI. spixi D. & B. von S. Lorenzo. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 424. G. Burmeister macht Mittheilungen über die Hydromedusa- Arten der Argentina. Anal. Soc. Cientif. Argent. Bd. 21 pag. 5—6, Chelymys macquariae Cuv. [= Emydura Ref.] abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 82—83. Hydromedusa platensis Gray und H. wagleri Gthr. =maxi'miliani Wgl. vars. (nach Boulenger = tectifera Cope). Burmeister, An. Soc. Cient. Argent. Bd. 21 pag. 5. Podocnemis coutinhii n. sp. (juv.) Rio-Negro. Goeldi, Ber. St.- Gall. Nat. Ges. 1884—85 pag. 278, Taf. 5. Spatulemys lasalae Gray =^Platemys hüairei D. & B. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 424. GarettOChelydidae Blgr. Systematisches. E. P. Ramsay beschreibt als Carettochelys eine wunderbare Schildkröte, die er als einen Uebergang zwischen den Süsswasser- und Seeschildkröten auffasst : Carettochelysn. gen. Nach Boulenger augenscheinlich eine pleurodire Süsswasserform mit Gliedmaassen von ähnlicher Bildung wie bei den in der Herpetologie während des Jahres 1886. 175 Seeschildkröten und ohne Epidermalschilder auf dem Panzer. Das Bauchschild besteht aus 9 Knochenstücken; die Finger sind sehr ver- längert, nur die zwei inneren tragen Nägel. Der Nacken ist nicht zurückziehbar. — Hierher G. insculpta n. sp. Fly-River, Neuguinea. Länge 46 cm. Ramsay, Proc. Linn. Soc. N,-S.- Wales (2) Bd. 1 pag. 158—167, Taf. 3—6. Sauropterygia (nur fossil). Gr. Baur kommt zu dem Schlüsse, dass die Extremitäten der Saui'opterygier nnd Ichthyopterygier keine primaere Structur zeigen, sondern wie die der Cetaceen als sekundäre Bildungen aufzufassen sind, hervorgerufen durch Anpassung an das Wasserleben. Die Ahnen der Enaliosaurier waren also Landreptilien, weil erstens es unter den Sauropterygiern Formen gibt mit Extremitäten, welche genau so gebildet sind wie die der auf dem Lande lebenden Reptilien, und weil zweitens, wenn sie sich aus den Ichthyopsiden entwickelt hätten, sie Kiemenbögen besitzen müssten, was nicht der Fall ist. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 245— 252. NothOSauria. Ueber Pachypleura edwardsi Com. aus der Trias von Besano in der Lombardei, die Literatur über dieselbe und über ihre Unterschiede von Lariosaurus balsami Cur. macht F. Bassani Mittheilungen. Macromerosaurus plinii Cur. sei identisch mit Lario- saurus balsami Cur. ; Neusticosaurus pusülus Fraas sei ebenfalls ein Lariosaurus und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch mit L. balsami übereinstimmend. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 29 pag. 21 bis 28. Ueber Lariosaurus und einige andere Saurier der lombardischen Trias arbeitete auch W. De ecke. Der beschriebene X. balsami Cur. aus dem Muschelkalk von Perledo ist ein sehr schön erhaltener Rest, dem freilich Kopf, Hinterextremitäten, Schwanz und Theile der Vorder- extremität fehlen. Lariosaurus Cur. gehört mit Notkosaurus, Simo- saurus, Pistosaurus und Neusticurus zu den Nothosauriden und wird vom Verf. eingehend besonders mit Nothosaurus und Neusticosaurus verglichen. Eine neue Diagnose der Gattung siehe pag. 187, eine solche der Gattung Macromerosaurus Cur. ebenfalls aus dem Muschel- kalk von Perledo pag. 189. Letztere wird von den Sauropterygiern abgetrennt und provisorisch zu den Lacertiliern (was aber nach Baur und Dames sicher irrthümlich ist) in die Nähe von Proterosaurus verwiesen. Pachypleura aus dem Muschelkalk von Besano wird da- gegen zu den Nothosauriern gestellt und als Neusticosaurus sehr nahe verwandt bezeichnet. Erwähnt wird ferner ein an Neusticosaurus und Pachypleura sich anschliessender Saurier unbekannten Alters aus den steyrischen Alpen pag. 187 und 193. Angeschlossen ist eine Uebersicht 176 Dr. Oskar ßoettger: Bericht über die Leistungen der bis jetzt aus lombardischer Trias bekannten Reptilien, meist wenig klarer Reste. Zeitschr. D. Greol. Ges. Bd. 38 pag. 170—197, Taf. 3-4. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 I pag. 463—464. Ueber den eben erwähnten an Pachypleiira und Neusticosaurus erinnernden Saurierrest aus dem Alluvialschutt der Steiner- Alpen in Krain berichtet derselbe. Am besten erhalten ist das linke Hinterbein; der Tarsus besteht aus zwei Knochen, an die sich 5 Metatarsalen anschliessen. Der Schwanz ist stärker und länger als bei den genannten Gattungen. Verb. Geol. Reichsanst. Wien pag. 50—52. Nach G. Gürich besitzt Dactylosaurus [vergl. Ber. f. 1884 pag. 279] 3 Carpalknochen ; ob ein Interclaviculare vorhanden war oder fehlt, bleibt unentschieden. Zeitschr. D. Geol. Ges. Bd. 38 pag. 457—458. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 I pag. 464. Für Neusticosaurus Seel., Macromerosaurus Cur. (aus dem Lias vom Comersee 1 847), dessen Organisation nach den vorhandenen Literatur- angaben discutiert und mit der von Neusticosaurus verglichen wird, weiter im Dactylosaurus Gür. und Pachypleiira Corn. schlägt G. Baur die neue Familie Macromerosauridae vor. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 246. — Derselbe macht auf die Synonymie dieser Familie, die er wieder einzieht, mit den Lariosauridae Gerv. 1859 aufmerksam. Ebenda pag. 323. Placodontia. Eine kurze Notiz über ein Oberkieferfragment von Placodus cf. gigas aus dem Muschelkalk von Freyburg a. U. bringt K. V. Fritsch. Zeitschr. Naturw. Halle Bd. 59 pag. 643. Plesiosauria. Vorläufige Mittheilung über einen neuen Plesio- saurus [degenhardti) aus dem mittleren Wealden von Bückeburg und Obernkirchen macht E. Koken. Zeitschr. D. Geol. Ges. Bd. 38 pag, 664. Ichthyopterygia (nur fossil). Die Vielstrahligkeit der Ichthyosaurus -Ylosse beruht nach G. Baur zum grössten Theil auf Spaltung der distalen Enden der Strahlen. Nur bei Bapta?iodon (Sauranodon) seien 6 vollständige Strahlen vorhanden; den sechsten Strahl denkt sich Verf. aus der Verlängerung und Difierenzierung des Pisiforme entstanden. Vergl. im übrigen oben pag. 175 unter Sauropterygia. Zool. Anzeiger 9. Jahrg^ pag. 245 — 252. In seiner Notiz über den morphologischen Werth überzähliger Finger und Zehen bemerkt P. Albrecht, dass die Flosse von Ichthyo- saurus nicht siebenstrahlig, sondern fünfstrahlig sei mit Dactyloschisie der ersten und fünften Zehe. Centr.-Blatt f. Chirurg, pag. 105—107. A. Smith Woodward weist nach und beschreibt die Columella (Epipterygoid) des Schädels bei einem britischen Ichthyosaurus, die in der Herpetologie während des Jahres 1886. 177 sehr grosse Aehnlichkeit mit der von Sphenodon zeigt. Proc. Zool. Soc. London pag. 405—408, 4 Fig. — Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 430. F. Bassani beschreibt einen ne\ien Ichthyosaurus (cornalianus) aus der Trias von Besano in der Lombardei, verwandt dem I. com- munis Con. and I. tenuirostris Con. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milane Bd. 29 pag. 20—21. Ob Pouech, Memoire sur un fragment de mächoire d'un grand Saurien fossile de la famille des Ichthyosaures trouve ä Bedeille (Ariege). 24 pag., 4 Tai 1886 erschienen ist oder früher, und in welcher Zeitschrift, ist mir unbekannt geblieben. Croeodilia. Sceletsystem. G. Baur weist nach, dass das Huxley'sche Unterscheidungsmerkmal zwischen Crocodiliern und Dinosauriern an den unteren Wirbelbögen haltlos sei ; bei den Crocodiliern zeigten sich alle Übergänge von freien und geschlossenen oberen Enden der unteren Bögen. Sodann verfolgt Verf. das Quadratojugale der Crocodilier und zeigt, dass alle Gavialiden und Crocodiliden einen deutlich sichtbaren spitzen vorderen medianen Fortsatz am Quadratojugale haben, der den Alligatoriden stets fehle. Weitere Bemerkungen beziehen sich auf das Postfrontale und das Postorbitale und die hintere, wahr- scheinlich fünfzehige Extremität von Belodon. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 738—740. Auch eine Mittheilung über Proatlas, Atlas und Axis der Cro- codilier bringt derselbe. Bei ihnen entwickelt sich der Proatlas aus zwei verschiedenen Knorpeln in derselben Weise wie alle Neura- pophysen. Diese beiden Theile können noch bei älteren Thieren deutlich sein, vereinigen sich aber gewöhnlich schon früh im Embryo zu einem Element. Möglich ist auch das Vorhandensein eines Proatlas bei dem Sphenodon nahe verwandten Rhynchosaurus Ow. und wahr- scheinlich bei den Proterosauria. Weiter bemerkt Verf., dass es keinem Zweifel unterliege, dass Atlas und Axis des tertiaeren Alli- gator darivini Ludw. und des Crocodilus ehertsi Ludw. dieselbe Structur und insbesondere das untere Schlussstück des Atlas ebenso besassen wie alle lebenden Crocodiliden. Die Beziehungen von Axisrippe zu Atlas und Axis bei Teleosaurus, Enaliosuchus, Gavialis, Alligatoi' und Crocodilus werden eingehend besprochen und abgebildet. Alle Croco- diliden besitzen Atlas- und Axisrippen. Bei den Teleosauriern und bei dem untercretaceischen Enaliosuchus hat die Axisrippe ein wol- entwickeltes Capitulum und Tuberculum, und das letztere articuliert mit einer wol entwickelten Diapophyse. Bei den jüngeren Crocodiliern wird die Diapophyse und mit ihr das Capitulum rudimentär; die Axisrippe verliert ihre Articulation mit der Axis und legt sich auf den Atlas. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 288—293, 5 Fig. Arch. f. Naturgesch. 53. Jalirg. II. Bd. 1. H. M 178 Df- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Über die Anzahl der praesacralen (23 — 25) und der sacralen (2 — 3) Wirbel bei Gavialis gangeticus, Crocodilus acutus, Alligator, Aeo- lodon pi'iscus v. Myr. und Bhacheosaurus gracilis v. Myr. berichtet derselbe. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 689 — 690. Nervensystem. Im Rückenmark von Alligator findet sich nach W. H. Gras kell eine G-ruppe von Nervenzellen weit entfernt von der centralen grauen Masse an der Peripherie des Rückenmarks ge- legen. Verf. ist geneigt, diese isolierten Granglien für ein Stück des hinteren "Wurzelganglions anzusehen. Proc. Physiol. Soc. , Sitz, vom 12. Dec. 1885. — Ref. in Journ. of Physiol. Bd. 7, 2 pag. XXIX. Verdauungsorgane. Über Form und Lage des Peritoneums von Crocodilus acutus macht F. E. Beddard eine Mittheilung. Proc. Zool. Soc. London 1885 pag. 836—844, 2 Figg. Circulationsorgane. Über die Physiologie des Herzens beim Alligator schrieb F. W. Mill s. Journ. Anat. Phys. Bd. 20, Pt. 4 [vergl. Ber. f. 1885 pag. 268]. Palaeontologisches. A. Smith Woodw^ard gibt eine Ge- schichte der fossilen Crocodilier. Auch durch Abbildungen erläutert er die wichtigsten Typen derselben, indem er die in England ge- fundenen besonders hervorhebt. Proc. Geol. Assoc. Bd. 9 pag. 288 bis 344, Figg. [vergl. Ber. f. 1885 pag. 267]. — Ref. in Nature Bd. 33 pag. 331. Nach E. Koken gehören die Crocodilier -Reste des norddeut- schen mittleren Wealden zu den Gattungen Pholidosaurus , Macro- rhynchus und Goniopholis. Diese Genera entfernen sich in wichtigen Punkten von den älteren Teleosauriern und nähern sich bereits den heutigen procoelen Crocodilen und namentlich dem lebenden Tomistoma. Von ihnen sind namentlich schöne natürliche Ausgüsse der Schädel- höhle und der Gehörgänge bekannt, die aber in wesentlichen Theilen schon mit den- entsprechenden Gebilden der heutigen Crocodilier über- einstimmen, was eingehend ausgeführt wird. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 2 — 4. Über das Vorkommen fossiler Crocodilier in den Wealdenbildungen I^orddeutschlands und über die Systematik der mesozoischen Croco- dilier bringt derselbe eine weitere vorläufige Mittheilung. Im mitt- leren Wealden von Bückeburg und Obernkirchen wurden neuerdings Reste von J2 Goniopholis- und von 3 Macrorhynchus- Arten gefunden. Maerorhynchus, zu welcher Gattung auch Pholidosaurus schaumbur- gensis v. Myr. gehört, erinnert zwar in den amphicoelen Wirbeln , in der Bepanzerung, der Grösse der Schläfengruben und der Grösse und Lage der Choanen an die Teleosauriden , schliesst sich aber in der Gestaltung der Gehirnhöhle und der Gehörgänge eng an Tomistoma an. Macrorhynchus wird daher mit Tomistoma zu einer Familie Ma- crorhynchidae vereinigt, die ausserdem Thoracosaurus neocaesariensis (De Kay), Gavialis macrorhynchus Blv., Gavialosuchus eggenhurgensis in der Herpetologie während des Jahres 1886. 179 T. &K,, Tomistoma champsoides (Ow.), Steneosaurus geoffroyi Ow., latifrons Ow. (wahrscheinlich zu Macroi'hynchus zu stellen) und Petro- suchus lemdens Ow. umschliesst , also Crocodilier des Jura, der Kreide und des Tertiaers. Pelagosaurus entfernt sich schon etwas weiter. Verf. weist nach, dass man die Crocodilier nur in zwei grosse G-ruppen theilen dürfe, Parasuchia und Crocodilina, welch' letztere aus den in einander übergehenden Mesosuchia und Eusuchia zu hilden sei. Zeitschr. D. Geol. Ges. Bd. 38 pag. 664—670. E. Lydekker gibt eine kurze Geschichte unserer Kenntniss der Gattung Tomistoma Schlg. und rechnet zu dieser Gattung auch den foss. Melitosaurus champsoides Ow. (Schnauzenspitze abgeb. Taf. 2) aus dem Miocaen von Malta, Crocodilus gaudensis Hlke. aus dem Miocaen von Gozzo, Gavialosuchus eggenburgensis T. & K. [vergl. Ber. f. 1885 pag. 267] und die Genera Bhamphostoma und Bhynchosuchus. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 42 pag. 20—22, Taf. 2. — Ref. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 17 pag. 294 und in N. Jahrb. f. Min. 1886 n, pag. 382—383. H. Burmeister bemerkt, dass der tertiaere Crocodilus australis Bravard vom Parana auf zwei Formen basiert sei, nämlich auf einen Alligator und auf einen Gavial, für welch' letzteren pag. 151 der Name Bhamphostoma neogaeum n. vorgeschlagen wird. Anal. Mus. Buenos Aires Bd. 3, 1885 pag. 148- 152 [vergl. Ber. f. 1885 pag. 249]. Die Crocodilfauna der ostindischen pliocaenen Siwalikbildungen ist nach R. Lydekker nahe verwandt der jetzt noch in Indien lebenden Fauna, aber reicher und dadurch besonders bemerkenswerth, dass die Gaviale auffallend in den Vordergrund treten, von denen zwei grösser sind als der jetzt lebende. Beschrieben und abgebildet werden 2 Crocodilus [sivaUnsis n. verwandt palustris Less. aus den Siwaliks vom Pundjab bis Burma pag. 213, Taf. 28, Fig. 1—2, Taf. 29, Fig. 3 — 4 und palaeindicus Falc), 5 Gavialis {gangeticus Gmel., hysu- dricus n. für Leptorhynchus leptodus Falc. part., curvirostris n. U. Siwaliks von Sind pag. 224, Taf. 31, Fig. 1—2, leptodus F. & C. und pachyrhynchus n. U. Siwaliks von Sind pag. 227, Taf. 33, Fig. 1—2, 4) und eine neue Gavialidengattung Bhamphosuchus mit crassidens (F. & C.) von den Si- waliks bis zum Pundjab pag. 230, Taf. 33, Fig. 3, 5, Taf. 34 u. 2 Fig. Bei ihr passt der erste Unterkieferzahn wie bei Alligator in eine seit. liehe Einbuchtung des Oberkiefers, der 4. in^ eine Höhlung im Ober- kiefer ; alle Zähne des Oberkiefers beissen aussen über die des Unter- kiefers hinaus. Nach Verf. pag. 212 ist Gavialosuchus T. & K. = To- mistoma Schlg. Palaeontologia Indica (10) Bd. 3 pag. 209 — 240, Taf. 28-35, 2 Fig. — Ref. in Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 159—161, in Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 173 — 174 und in N. Jahrb. f. Min. 1887 II, pag. 367—369. "W. Dam es bringt eine kurze Notiz über einen subfossilen, wahrscheinlich zu Crocodilus robust us Vaill. & Grd. gehörigen, früher M* 180 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen von Gruldberg zu Äepyornis gestellten Humerus von Madagascar. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 68—70. Über einen im Modenesischen gefundenen Scliädel eines fraglichen tertiaeren Crocodilus n. sp., den er dem Cr. arduini De Zigno ver- wandt nennt, macht G. ITzielli Mittheilungen. Boll. Soc. Geol. Ital. Bd. 5 pag. 355-361, Taf. 9— 10. Faunistisches. Auf Andros, Bahamas, sollen früher öfters Alligatoren angetrieben worden sein. Von einem neueren Fall auf Inagua berichtet J. Gardiner. Die Thiere mögen hier auf Treibholz von San Domingo herrühren; die auf Andros angetriebenen können nur von Nordwest- Cuba stammen. Nature Bd. 34 pag. 546. Systematisches. R. Lydekker gibt eine Zusammen- stellung der Hauptunterscheidungsmerkmale der vier lebenden indi- schen Crocodilus- Arten. Palaeontologia Indica (10) Bd. 3 pag. 213. Crocodilus palustris Less. Schädel abgeb. Lydekker, ebenda Taf. 29, Fig. 1. Dinosauria (nur fossil). "Wegen Ornithochirus hüsensis Kok. s. unten Pterosauria. Orthopoda. Iguanodontidae. Ein Referat R. Lydekkers über Dollo's Nachweis der im Laufe der Zeit complicierter werdenden Structur der Zähne herbivorer Dinosaurier [vergl. Ber. f. 1885 pag. 269] ist dadurch von besonderem Literesse, dass in demselben Abbildungen aus der schwer zugänglichen Originalarbeit gegeben werden. Es sind abgebildet Zähne von Morosaurus, Scelidosaurus, Hadrosaurus, Iguan- odon prestwichi und Craspedodon lonzeensis. Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 274—276, 10 Fig. J. W. Hulke beschreibt und bildet ab einen Oberkiefer von Iguanodon mantelli aus dem Wealden von Cuckfield. Er ist 30 cm lang und besitzt 19 Alveolen ; 3 mögen noch zu ergänzen sein. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 42 pag. 435 — 436, Taf. 14. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 I, pag. 461. L. Dollo fand beim Iguanodon von Bernissart verknöcherte Sehnen an den Wirbeln und dem Ilium, die dem Musculus sacro- lumbaris und den darunter liegenden Muskeln entsprechen und erst ligamentös waren, dann ossifizierten. Diese Verknöcherung hat wie bei den Vögeln die Bedeutung, die Beckengegend zu verfestigen. Warum auch die Schwanzwirbel so verbunden waren, ist noch nicht hinreichend aufgeklärt. Arch. de Biol. Gand Bd. 7 pag. 249 — 264, Taf. 8-9. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 I, pag. 325-326. Hadrosauridae. E. D. Cope bildet das Stemum von Diclonius mirabilis Leidy und 7on Monoclonius crassus Cope ab und vergleicht es mit dem von Iguanodon. Die langen Fortsätze zeigen nach hinten und dürften zum Ansatz der Rippen gedient haben. Deutliche Ge- lenkstellen für das Coracoid, ähnlich wie beim Crocodil, lassen sich in der Herpetologie während des Jahres 1886. 181 am oberen Theile des Knochens nachweisen. Verf. ist also in der Deutung des Schultergürtels von Ljuanodon in Übereinstimmung mit Dollo gegen Hulke [vergl. Ber. f. 1885 pag. 269— 270j. Die Scapula von Diclonius wird mit der von Hadrosaurus foulkei verglichen. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 153—155, 2 Fig. Theropoda. Zanclodontidae. Eine Mittheilung über die über- zähligen Gelenkfortsätze der Rückenwirbel von Zanclodon bringt G. Baur. FAicamerotus HWlq., Bothriospondijlus Ow. part. und Chon- drosteosaurus Ow. sind mit Ornithopsis Seel. synonym. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 742—743. miynchocephalia. Hatteriidae. Allgemein Anatomisches. K. B. Brühl, Hat- teriakopf (aus dessen Zootomie aller Thierclassen). Wien, A. Hoelder, 4^2 Taf. mit 12 pag. Text. F. E. Schulze macht unter Vorlage eines lebenden Exemplars auf die Ordnungscharaktere von Sphenodon aufmerksam. Sitz. -Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 125. Sceletsystem. A. Smith Woodward gibt die Abbildung der Columella (Epipterygoid) von Sphenodon punctatus. Proc. Zool. Soc. London pag. 407, Fig. 4. G. Baur beschreibt das Quadratojugale, das Opisthoticum, Proo- ticum und Epioticura, sowie den Vomer von Sphenodon. Beim jungen Thiere fand er in der Mitte jedes Vomers einen deutlich ausgebildeten Zahn. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 685. Derselbe critisiert die Nomenclatur gewisser Knochen des S^JÄenoc^on-Schädels in dem Artikel über Anatomie der Reptilien in Encyclopaedia Britannica, indem er diese Arbeit Günther zuschreibt. Ebenda pag. 685. — A. Günther verwahrt sich gegen Äusserungen, die er gar nicht gemacht habe und bemerkt, dass der Name Sphenodon zu Gunsten von Hatteria einzuziehen sei. Ebenda pag. 746. E. D. Cope weist nach, dass bei Sphenodon die Chevronknochen der Schwanzwirbel in der Hauptsache nicht an die Centra, sondern an ein knorpliges, scheibenförmiges Intercentrum befestigt sind, das dem vor Cricotus sehr ähnlich ist. Dadiu'ch werde es noch wahi"- scheinlicher, dass die Embolomeren die Vorfahren der heutigen Rep- tilien sind. Die Centra von Sphenodon sind übrigens in der Form sehr verschieden von denen von Cricotus und ähneln mehr denen der Pelecy Saurier. In der Cervicalregion des rhachitomen Eryops ver- muthet Verf. ein pleurales Hypocentrum. — Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 175. — G. Baur hat auch in den praecaudalen Wirbeln von Sphenodon das Intercentrum gefunden; Fritsch's Fund von angeb- lichen Pleurocentren in den Halswirbeln junger Exemplare konnte er nicht bestätigen. Ebenda pag. 465 — 466. — Entgegnung von A. Fritsch s. ebenda pag. 736. 182 Dr- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Eine Abbildung der Wirbelsäule von Sphenodon guentheri Bull, gibt E. D. Cope. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 16, Taf. 1, Fig. 10. Gr. Baur theilt neue Beobachtungen mit über die Wirbelsäule von Sphenodon. Das Intercentrum I besteht aus zwei lateralen Hälften. Freie Praezygapophysen an den Wirbeln, wie sie Fritsch beschreibt, fehlen den Wirbeln ganz bestimmt. Wie bei Champso- sauriis verlässt die Rippe das Centrum niemals vollkommen. Der Satz Albrecht's, dass die Columella von Sphenodon nichts anderes sei als das Alisphenoid der Crocodilier, wird nach einer historischen und bibliographischen Abschweifung über die Columella bei den verschie- denen Reptilordnungen bestätigt. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 733 bis 738. Derselbe beobachtete bei Sphenodon zweiköpfige Rippen am 1. bis 4. Halswirbel und einköpfige Rippen an den übrigen Hals- und Rückenwirbeln, ganz analog wie bei den permischen Pelecysauriern, bei denen Cope das Capitulum der zweiköpfigen Rippen an das Inter- centrum angeheftet fand. Auch alle Crocodilier, Dinosaurier und wahrscheinlich auch Ornithosaurier zeigten die erste Atlasrippe zwischen dem Occipitalcondylus und dem Atlas an dem Intercentrum befestigt. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 979—980. Nach demselben hat zuerst Bayer [vergl. Ber. f. 1884 pag. 292] die beiden Centralia im Carpus von Sphenodon beschrieben. Er selbst fand auch ein fünftes freies Carpale. Weitere Notizen wenden sich gegen die Deutung verschiedener Fusselemente bei Sphenodon durch Bayer Verf. hält pag. 1.89 Cope's neues Genus Stereosternum [vergl. Ber. f. 1885 pag. 249] nach der Form der Schwanzwirbelsäule und der Extremitäten für ein mit den Rhynchocephalen verwandtes Reptil. Die Gattung hat 5 isolierte Tarsalia der zweiten Reihe, der einzige Fall bei einem Reptil. Dadurch wird es wahrscheinlich, dass das Cuboideum in der That aus zwei Elementen besteht. Endlich hat Verf. Hypapophysen (Intercentra) zwischen allen Wirbeln nachge- wiesen. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 188—190. Sinnesorgane. Über das Parietalauge von Sphenodon vergl. oben Spencer pag. 145. Ontogenie. Über das Verhalten der grossen Halsarterien und Vaguszweige zu den embryonalen Kiemenspalten bei Sphenodon be- richtet J. F. van Bemmelen. Die Verhältnisse sind denen der typischen Lacertilier und besonders denen der Geckoniden sehr ähnlich. Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2) Bd. 1, Heft 4. Biologisches. Mittheilungen über die Lebensweise von Sphe- nodon macht A. Reischek. Trans. N.-Zeal. Inst. Bd. 18 pag. 108 bis 110. Palaeontologisches. W. Colenso beschreibt Knochenreste eines angeblich neuen Sphenodon (diversus) von Hawke's Bay, N.-See- land. Ebenda pag. 118—123. in der Herpefcologie wähi'end des Jahres 1886. 183 Choristodera. V. Lemoine macht Mittheilungen über Simoido- 5awrM5- Reste im U. Eocaen von Sezanne. Es sind Neuralbögen, Schwanzwirbel, Scapula, Coracoid, Beckentheile, Femur, Tibia, Astra- galus, Kieferbruchstücke und Zähne, die dem *S'. ijeroni zugeschrieben und auf 3 Taf. abgebildet werden. Diese neuen Funde werden ein- gehend mit den americanischen und belgischen Resten Cope's und Dollo's von Champsosaurus und mit den indischen Resten Lydekker's von Hyperodapedon verglichen. Bull. Soc. Geol. France (3) Bd. 14 pag. 21— 32, Taf. 3—5. — Dazu bemerkt L. Dollo, dass sowol Cope als Lydekker ihm in der Identification von Simoidosauriis = Champso- saurus beistimmten. Ebenda pag. 95 — 96. — Entgegnung von V. Le- moine, der auf seiner Ansicht beharrt. Ebenda pag. 167— 168. In dem Factum, dass bei Champsosaurus die Rippe das Centrum wie bei Sphenodon nie verlässt, findet G. Baur einen neuen Beweis dafür, dass die fossile G-attung ein Rhynchocephalier (Lydekker) sein muss und nicht in eine besondere Ordnung Simoidosaurier (Dollo) gehört. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 735. Pythonomorpha (nur fossil). Mosasauridae. Eine Notiz von "W. Swanston über den Fund eines Theiles der Wirbelsäule von Mosasaiirus graciUs Ow. im Kalk der 0. Kreide von Whitewell bei Belfast, Irland, bringen Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 134 und Nature Bd. 33 pag. 348. Ueber Lagerstätte und Alter der Schichten, in welchen sich Uainosaurus bernardi Dollo fand, vergl. M. F. L. Com et. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 42 pag. 330, 337. Ophidia. Museen. A. Haly gibt eine Aufzählung der nach Günther's Reptiles of British India auf Ceylon vorkommenden Schlangen. First Report of the Collection of Snakes in the Colombo Museum. Colombo, 8 «, 18 pag. Eine Namenliste der im Museum der Naturhist. Gesellschaft in Bombay aufgestellten Schlangen bringt H. M. Phipson. Journ. Bombay N. H. Soc. Bd. 1 pag. 84—86. Sceletsystem. A. Carlsson fand- bei einer kleinen Anzahl von Schlangen einen Plexus brachialis und Reste von Schul termusculatur. Die hintere Extremität erhielt sich länger als die vordere. Bei einigen Schlangen kommen Scelettheile, Musculatur und Plexus vor, bei anderen ist nur der letztere vorhanden, bei noch anderen fehlt auch dieser. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 189. — Dieselbe untersuchte, um Material für die Abstammungsgeschichte der Schlangen zu erhalten, eingehend die vorhandenen Reste von Extremitäten, besonders den 184 Dl*. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen conservativsten Bestandttheil derselben, die Plexusbildungen, an Ver- tretern zahlreicher Schlangenfamilien und an einzelnen fusslosen Eidechsen, sowie an Siren und Siphonops. Typhlops braminus hat kein Beckenrudiment, das bei T. mirus existiert. Beim ^ von Python sind die Gliedmaassen mehr entwickelt als beim $. Der Plexus lumbosacralis fehlt gänzlich nur bei Trigonocephalus rhodostoma und bei Vipera berus. Bihang tili K. Svenska Vet. Akad. Handl. Bd. 11, No. 11. Stockholm. 38 pag., 3 Taf. [vergl. auch Ber. f. 1885 pag. 272] und Meddel. fr. Stockholms Högskola No. 41. Stockholm 8 ^ Sinnesorgane. Eine Notiz Lockington's, welche zeigen soll, dass die Form der Schlangenpupille keine Beziehungen zu den giftigen oder ungiftigen Eigenschaften der Schlangen hat, bringt nichts Neues. Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia pag. 300. Verdauungsorgane. In einer Mittheilung über die Gift- drüsen der Gattung AdeniopJiis Pts. bemerkt A. B. Meyer, dass er von Adeniophis-KYi^n kenne intestinalis (Laur.), malayanus (Gthr.), philippinus (Gthr.), nigrotaeniatus Pts., bivirgatus (Schlg.) und tetra- taenia Bleek. , von ächten Callophis-Arten aber japonicus Gthr., macuUceps {Gthr. ),macclellandi (Reinh.), trimaculatus (Daud.), annularis Gthr., nigrescens Gthr. und gracilis Gray ; auch den Gattungen Hemi- bungarus und MegaeropMs fehlten die grossen in der Leibeshöhle gelegenen Giftdrüsen. Sitz.-Ber. Akad. Berlin Bd. 36 pag. 611 — 614. Ontogenie. Beobachtungen über die 5 Kiemenspalten von Trimeresurus bringt J. F. van Bemmelen. Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. (2) Bd. 1, Heft 3. Biologisches. Eine Notiz darüber, ob junge Schlangen im Maul, resp. Magen ihrer Mutter Zuflucht suchen und Schutz finden, bringt J. Le Conte. Nature Bd. 33 pag. 441. S. Gar man beobachtete Äncistrodon contortrix von N.-Carolina in der Gefangenschaft. Die Schlange legte ihre Wildheit nicht ab. Mäuse tödtete ihr Biss in 1 — 4 Minuten; hungrig verschlang sie die- selben sogleich, zu anderen Zeiten Hess sie sie bis zu einem Tage lang liegen. Fische berührte sie nicht. Bei der Häutung wurde sie durch eine schweissartige Perspiration sehr unterstützt, die Verf. auch bei Coluber, Ophibolus, F/utaenia und Heterodon beobachten konnte. Äncistrodon schwingt ähnlich der Klapperschlange das Schwanzende mit hörbarem Geräusch. Boston Scientif. Soc. Sitz. v. 12. Oct. E. D. Cope beschreibt das Verhalten von Heterodon platy- rhinus und von Tropidonotus sipedon gegenüber einem Äncistrodon contortrix. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 744 — 745. Da die Schlangen in der Freiheit ihre Eier nicht unmittelbar in die reine Erde oder in Sand, sondern in Löcher, Spalten, sowie zwischen oder unter Steine ablegen, darf nach J oh. v. Fischer bei der Züchtung die Erde nur mittelbar oder gar nicht auf den Eiern lasten. Zwei erprobte Methoden für die künstliche Zeitigung von in der Herpetologie während des Jahres 1886. 185 Schlangeneiern werden eingehend beschrieben, die eine für Bewohner trockener Orte, wie Coelopeltis, Coronella, Periops und Rhinechis, die andre für Liebhaber feuchter Oertlichkeiten und des Wassers, wie Äblabes leopardiniis und Tropidonotus. Zool. Garten 27. Jahrg. pag. 297 bis 303. Ueber Mimicry vou Basypeltis scabra L. nach Vipera atropos L. macht W. HamondTooke eine kurze Mittheilung. Nature Bd. 34 pag. 547. - A. B. Meyer bringt auf diesen Gegenstand bezügliche Literaturangaben. Ebenda pag. 596. A. B. Me y e r betrachtet das Zusammeuvorkommen von Adeniophis phüippinus (Gthr.) neben Hemibungarus calligaster (Wgm.), wie das von Ä. bivirgatus (Schlg.) neben Megaerophis flaviceps (Reinh.) und das von Ä. nigrotaeniatus (Pts.) und malayanus (Gthr.) neben Callophis gradlis Gray als Mimicry. Sitz.-Ber. Akad. Berlin Bd. 36 pag. 611—614. V. Richards, The Land -Marks of Snake-Poison Literature, being a Review of the more important Researches into the Nature of Snake-Poisons. Calcutta 1885, 16 ". 176 pag. AV. Mitchell &E. T. Reichert, Researches upon the Venoms of Poisonous Serpents. Washington, Fol. 186 pag. mit col. Taf. und in Smithsonian Contrib. Knowledge pag. 674 ff. — Ref. in Rev. Scientif. (3) Bd. 40 pag. 476—477 und in Biol. Centr.-Blatt Bd. 7, 1887 pag. 477—480. Die ausführliche Arbeit von R. N. Wolf enden über das Gift voniVöy'a tripudiam L. [vergl. Ber. f. 1885 pag. 274] findet sich in Journ. of Phys. Bd. 7 pag. 327—356. In einer zweiten Abhandlung berichtet derselbe über das Gift von Vipera BusseUi. Auch in ihm fand Verf. drei Eiweisskörper als Träger der Giftwirkung, wie bei der Brillenschlange, ein Globulin, welches vorwaltet, eine kleine Menge Serumalbumin und eine Art Albumose. Ebenda pag. 357 — 364. Derselbe hat auch die von Wynter Blyth beschriebene Cobra- säure darzustellen versucht, ist aber zu dem Resultat gekommen, dass diese Säure nicht existiert, und dass die von ihrem Entdecker be- schriebenen Krystalle nichts anderes waren als Gyps. Ebenda pag. 365 bis 370. W. Heidenschild hat die Wirkung des Giftes der Brillen- und der Klapperschlange auf lebende Thiere untersucht und gefunden, dass die Zahl der Leucocyten im Blut bis auf 25*'/o der vorher vor- handenen Anzahl herabsinkt. Das Gift ist diffundierbar. Auf Spalt- und Schimmelpilze und auf einzellige Thiere konnte keine Wirkung beobachtet werden, schon Hydra viridis aber erlag der giftigen Ein- wirkung und alle höheren Thiere anscheinend um so schneller, je höher ihre Organisation ist. Untersuchungen über die Wirkung des Giftes der Brillen- und der Klapperschlange. Dorpat, 8 ". 52 pag. Ueber einen Todesfall nach Biss von Naja berichtet Nature Bd. 35 pag. 111—112. Dem Thiere waren die Giftzähne ausgebrochen 186 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen gewesen. Der Gebissene blieb trotz der Lähmung aller Bewegungs- nerven bei Bewusstsein ; er starb nach kurzer Besserung am 5. Tage. — Ref. in Zool. Garten 28. Jahrg. pag. 62-63. G. Giovanoli macht Mittheilungen über Vergiftungsfälle von Haussäugethieren durch Schlangenbiss und über die ärztliche Be- handlung der verletzten Thiere. Zur Beobachtung kamen Bissfälle von Vipera an Rindern, Ziegen und Schafen. Schweiz. Arch. f. Thierheilk. Bd. 28, Heft 1. Faunistisches. Ueber die geographische Verbreitung der Schlangen über den Erdball bringt A. Senna nach den Materialien des Mailänder Museums, oder richtiger nach dem bereits zur Zeit seines Erscheinens in systematischer Beziehung vollkommen antiquierten Werke von Jan, eine lange Arbeit. Schade, dass so viel Fleiss auf ein absolut ungenügend durchgearbeitetes und vielfach unkritisches Material verwendet wurde! Das Resultat ist infolgedessen auch gleich Null und die Arbeit überhaupt unbrauchbar, da sie im grossen wie im kleinen von der Verbreitung der Schlangen ein absolut ungenaues, ja vielfach falsches Bild gibt. Was seit 30 Jahren überdies für die Systematik der Schlangen hauptsächlich in England und in Nord- america gearbeitet und durch Druck zugänglich gemacht worden ist, scheint dem Verf. vollkommen unbekannt geblieben zu sein. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 29 pag. 477—516. Systematisches. E. D. Cope gibt eine analytische Tabelle aller bekannten Schlangengattungen. Seine Haupteintheilung ist von dem 1864 durch ihn veröffentlichten Schema nicht verschieden; die feinere Eintheilung dagegen ist vielfach neu. Da aber der Verf. nicht speciell das Neue als solches hervorhebt, so ist ein Referat über die gehaltreiche und äusserst mühsame Arbeit schwierig. Eine end- giltige Definition der Unteii'familien mit Ausnahme der Homalopsinae wird nicht gegeben; die der Gattungen stützt sich im wesentlichen auf Furchung oder Nichtfurchung der hinteren Zähne, auf Mangel oder Vorhandensein und Zahl der Schuppenporen und auf Theilung oder Nichttheilung des Analschilds. Immerhin dürfte der hier ge- gebene Schlüssel ein Fortschritt sein in der Systematik der Schlangen, und er darf, trotz seiner auch dem Verf. nicht unbekannten Mängel, mit Dank aufgenommen werden. Die Typhlopidae werden in 6 Gattungen gespalten, die Stenostomatidae und die Tortricidae in je 2, die Rhin- ophidae in 7, die Xenopeltidae in 1, die Pythonidae in 8, die Boidae in 16, die Charinidae in 1, die Acrochordidae und die Nothopsidae je in 2. Die grosse Familie der Colubridae wird in 12 Unterfamilien zerspalten, von denen die Calamariinae 58 Genera erhalten, die Coro- nellinae 22, die Scytalinae 18, die Colubrinae 36, die Philodryadinae 9, die Dryiophidinae 7, die Psammophidinae 3, die Lycodontinae 17, die Leptognathinae und die Dipsadinae je 7, die Dasypeltinae 2 und die Homalopsinae 29. Die Acontiophidae erhalten 1, die Hydrophidae 8, die in der Herpetologie während des Jahres 1886. 1§7 Najidae 19, die Elapidae 3, die Dendraspididae 1, die Causidae 3, die Atractaspididae 1, die Viperidae 7 und die Crotalidae 12 Genera. Im ganzen kennt Verf. 315 Gattungen. Betreffs der zahlreichen Neuerungen in der Synonymie der Gattungen muss auf die Originalarbeit ver- wiesen werden. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 479 — 499. Der systematische Theil über die Schlangen in Bronn's Classen und Ordnungen ist leider nicht mit derselben Umsicht und Sach- kenntniss gearbeitet, wie die übrigen Theile des grossen Werkes, und die Verwechslungen, das Aufführen einer und derselben Gattung unter zwei oder drei Namen oder in zwei verschiedenen Familien sind leider sehr häufig. Eine feinere systematische Anordnung wird ganz vermisst. Immerhin hat die Arbeit als Nachschlagebuch insofern einigen Werth, als sie die wichtigsten Charaktere und die Literatur weniger bekannter Gattungen zu finden erleichtert und viel zerstreutes Material zu- sammenträgt. Vergl. oben Hoff mann pag. 139. G. A. Boulenger gibt einen Schlüssel zur Unterscheidung der 17 in der brasilianischen Prov. Rio Grando do Sul vorkommenden Gattungen colubriformer Schlangen und der Arten der in mehr als einer Species dort repraesentierten Genera. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 429. E. D. Cope macht darauf aufmerksam, dass die Fam. Erycidae kaum genügend von der Farn. Boidae getrennt sei und schlägt vor, beide zu vereinigen. Für die problematische Gattung Charina Gray eiTichtet er die Fam. Oharinidae und gibt die osteologischen Merkmale derselben im Vergleich zu denen der Pythoniden und Boiden. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 293—294. Typhlopidae. Systematisches. Typhlops (Onychocephalus) anchietae n. sp. verwandt haUotveUi Jan. Huilla, Angola pag. 172. — T. (Onychocephaliis) humbo n. sp. verwandt dinga und riparius Pts. ym^peteisi Barb. Quissange, Benguella pag. 171. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Lisboa Bd. 11. Stenostomatidae. Systematisches. Stenostoma dissimile n. sp. Weisser Nil pag. 174. — St. rostratum n. sp. verwandt macro- rhynchum Jan. Humbe am Cunene, W.-Afr. pag. 173. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Lisboa Bd. 11. Uropeltidae. Systematisches. R. H. Beddome gibt eine Synopsis der Gattungen und Arten der Familie, deren 39 Species auf die feuchten Wälder und den Gebirgsfuss von Britisch-Ostindien und Ceylon beschränkt sind. Im allgemeinen sind dieselben sehr local und selbst an ihren Fundplätzen sehr selten. Sie beissen, wenn ge- fangen , niemals , sind ovovivipar und leben von Regenwürmern. In Gefangenschaft haben sie sich bis jetzt nicht fortgepflanzt. Verf. bringt die Arten in 7 Gattungen, von denen eine neu beschrieben wird; 4n. sp. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 17 pag. 3—33. 188 Dl*- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Platyplectrurus biUneatus n. sp. Madura, S.-Ind. pag. 33. — PL Iiewstoni Bedd. = Teretrurus sanguineus Bedd. var. pag. 28. Beddome, ebenda. Plecirurus davidsoni n. sp. Anamallays in 4700' pag. 25. — PI. scabricauda n. sp. AnamaHaj'S pag. 27. Beddome, ebenda. Süyhura dupeni Bedd. = ochracea Bedd. pag. 17. — S. levingii Bedd. = broughami Bedd. pag. 11. — S. madurensis Bedd. = arcticeps Gthr. = nilgherriensis var. arcticeps Gthr. pag. 16. — S. nilgherriensis Bedd. (= ceylanicaCxjiY.) ^di,Y.annulata n. Wynad pag. 15, var. myhendrae n. S.-Travancore pag. 15 und var. j^icta n. N.-Travancore pag. 16. — S. shortii Bedd. = nilgherriensis var. pag. 15. Beddome, ebenda. Teretrurusn.g^i^. Schwanz allmählich verschmächtigt; Endschuppe mit einer einzigen scharfen Spitze ; Kinn ohne mediane Längsfurche. — Für Plectrurus sanguineus Bedd. und T. travancoricus n. sp. Zwischen Travancore und Tinevelly in 3000—5000'. Beddome, ebenda pag. 28-29. Bhinophis microlepis Bedd. = sanguineus Bedd. Beddome, ebenda pag. 8. Calamariidae. Systematisches. E. D. Cope gibt einen Schlüssel zur Unterscheidung der drei mexicanischen Chivnactis-Kri&n varians Jan, diazi n. sp. und acutus n. sp. Proc. U. S. Nat. Mus. pag. 189. Chionactis acutus n. sp. Tuchitan, Isthmus von Tehuantepec pag. 189. — Ch. diazi n. sp. (= Conopsis Uneatus Boc. non Kenn.) Puebla, Mexico pag. 188. Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Elapomorphus biUneatus D. &B. abgeb. Taf. 36, Fig. S.~E. blumi Schlg. abgeb. Fig. 2. — E. coronatus Sauv. abgeb. Fig. 1. Bocourt, Miss. Scient. Mexique, Rept. Geophis dugesi Boc. abgeb. Bocourt, ebenda Taf. 37, Fig. 1. — G. fuscus n. sp. Jalapa, Mexico. J. G. Fischer, Abh. Naturw. Yer. Hamburg Bd. 9 pag. 11, Taf. 2, Fig. 5. Homalocranium bimaculatuyn Cope , abgeb. Taf. 36 , Fig. 6. — H. coronatum B. & G. abgeb. Taf. 37, Fig. 5. — H. deppei Boc. abgeb. Taf. 36, Fig. 11. — H. gracile B. & G. abgeb. Fig. 5. — H. maestum Gthr. abgeb. Fig. 9. — H. melanocephalum L. abgeb. Taf. 37, Fig. 4. — H. planiceps Blv. abgeb. Taf. 36, Fig. 7. — K praeoculum Boc. ab- geb. Fig. 8. — R. rubrum Cope abgeb. Taf. 37, Fig. 6. — H. schistosum Boc. abgeb. Taf. 36, Fig. 10. — H. taeniatum Boc. abgeb. Taf. 37, Fig. 3. — H. virgatum Gthr. abgeb. Taf. 36, Fig. 4. Bocourt, Miss. Scientif. Mexique, Rept. Ogmius acutus n. sp. Tehuantepec. Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. pag. 189. Bhabdosoma longiceps n. sp. verwandt muUitorques Cope. Vera- cruz, Mexico. Cope, ebenda pag. 189. Scolecophis atrocinctus Schlg. abgeb. Bocourt, Miss Scient. Mexique, Rept. Taf. 37, Fig. 2. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 189 Stenorhina degenhardti Berth. abgeb. Taf . 37 , Fig. 7 und var. kennicottiana Cope abgeb. Fig. 9. — St, freminvillei D. & B, abgeb. Fig. 8 und var. apiata Cope abgeb. Fig. 10. — St. quinquelineata Hall, abgeb. Fig. 11. Bocourt, Miss. Scient. Mexique, Rept. OligOdontidae. Systematisches. J. Gr. Fischer vervoll- ständigt Günther's Beschreibung von Simotes formosanus Gthr. nach Stücken aus S.-Fonnosa. Abb. Nat. Ver. Hamburg Bd. 9 pag. 12. Eine Notiz über einen fraglichen Oligodon subpunctatus D. & B. bringt Gr. Vidal. Journ. Bombay N. H. Soc. Bd. 1 pag. 144. Holarchus n. gen. für alle Simotes -Arten mit ungetheiltem Anale. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 488. Simotes herzi n. sp. [= Coluher rufodorsatus Cant. Ref.] Shanghai. Boettger, Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 519. Tripeltis n. gen. Von Oligodon Boje verschieden durch ein ein- ziges Internasale. Typus: 0. brevicauda Grthr. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 487. GolUbridae. a, Coi^onelUnae. Faunis tisch es. Mittheilungen über Coronella austriaca JjdMY . in England macht 0. P. Cambridge. Proc. Dorset N. H. Club Bd. 7 pag. 84—92, Taf. 6. Wegen Verbreitung von Coronella in Deutschland s. unten N otthaft unter Viperidae. J. Kolombatovic nennt auf Sp. Brusina's Autorität hin Coro- nella girundica Daud. fälschlich [ergab sich = Elaphis quaterradiatus Grmel. Ref.] aus N.-Dalmatien. Imenik Kraljesnjaka Dalmacije II. Dio Dvoznivci, Grmazovi etc. Split. pag. 5. G. A. B u 1 e n g e r zählt pag. 432 Liophis typhlus (L.) und pag. 435 Tomodon ocellatus D. & B. von S. Lorenzo in Rio Grande do Sul auf und pag. 434 Heterodon histricus Jan vom Rio Cahy nächst S. Joäo de Mte. Negro. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18. Systematisches. Aporophis anomalus Cope = Coronella pag. 431. — A. flavifrenatus Cope = Dromicus pag. 433. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18. Cohiher poecilogyrus Wied = Liophis, gute Art. Boulenger, ebenda pag. 432. Coniophanes fissidens Gthr. abgeb. Taf. 41 , Fig. 3 und var. U- punctata Gthr. abgeb. Taf. 40, Fig. 8. — C. piceivittis Cope abgeb. Taf. 41, Fig 2. Bocourt, Miss. Scient. Mexique, Rept. Conophis lineatus D. & B. abgeb. Tai 38, Fig. 5. — C. pulchei- Cope abgeb. Fig. 6 und var. similis n. pag. 647. — C. vittatus Pts. abgeb. Taf. 38, Fig. 7. Bocourt, ebenda. Coi-onella coccinea Schlg. abgeb. Taf. 39, Fig. 1. — C. doliata L. abgeb. Fig. 2, var. conjuncta Jan abgeb. Fig. 6 und var. gentilis B. & G. abgeb. Fig. 5. — C. formosa Schlg. abgeb. Fig. 3, var. abnorma n. Ober-Verapaz, Guatemala pag. 614, Taf. 39, Fig. 4, var. oligozona Boc. (= Ophibolus polijzonus Cope non Sum.) abgeb. Fig. 8 und var. polyzona 190 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Cope abgeb. Fig. 7. — C. multifasciata n. sp. Californien pag. 616, Taf. 40, Fig. 2. Bocourt, ebenda. Biadophis decoratus Gthr. abgeb. Taf. 40, Fig. 3. — D. punctatus L. abgeb. Fig. 1 , var. laeta Jan abgeb. Fig. 4 und var. modesta n. Californien pag. 623. Bocourt, ebenda. Enicognathus annulatus D. & B. abgeb. Taf. 40, Fig. 6. — E. qod- mani Grthr. abgeb. Fig. 5. — E. aumichrasti n. sp. Cocopriets, Isthmus von Tehuantepec pag. 628, Taf. 41 , Fig. 5. — E. vittatus Jan abgeb. Fig. 1 . Bocourt, ebenda. Erythrolamprus venustissimus Wied var. abgeb. Bocourt, ebenda Taf. 38, Fig. 4. Heterodon nasicus B. & Gr. abgeb. Taf. 38, Fig. 1 und var. ken- nerlyi Kenn, abgeb. Fig. 2. Bocourt, ebenda. Liophis elapoides Cope abgeb. Taf. 41, Fig. 6, var. aequdlis Gthr. abgeb. Fig. 7 und var. diastema n. Plateau von Gruatemala pag. 636, Taf. 41, Fig. 8. Bocourt, ebenda. — L. merremi Jan = fuscus Cope pag. 431. — L. merremi Blgr. und merremi var. poecilogyra D. & B. = poecilogyrus Wied pag. 432. — L. poecilostictus Jan = Philodryas schotti (Schlg.) pag. 435. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18, — L. reginae L. var. alhiventris Jan abgeb. Bocourt, Miss. Scient. Mexique, Rept. Taf. 41 , Fig. 4. — L. reginae L. vars. ornatissima Jan, suh- lineata Cope und viridicyanea Jan = poecilogyrus Wied. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 432. Lygophis nicagus Cope = Ehadinaea Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 102. — L. rutilus Cope = Coronella anomala Gthr. Bou- lenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 431. Mesotes obtrusus Jan = Thamnodynastes strigatus (Gthr,). Bou- lenger, ebenda pag. 437. Opheomorphus fuscus Cope = Liophis, gute Art. — 0. meleagris Cope = Liophis poecilogyrus Wied. Boulenger, ebenda pag. 432. Bhadinaea fulviceps n. sp. Panama pag. 279. — Mh. nicaga Cope neu diagnosticiert pag. 102. — Bh. quinquelineata n. sp. verwandt taeniata Pts. Hidalgo und Puebla, Mexico pag. 277, Anm. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. Bhinochilus antonii n. sp. Mazatlan. A. Dug^s, ebenda pag. 290, 5 Fig. — Bh. lecontei ß. & G. abgeb. Bocourt, Miss. Scient. Mexique, Rept. Taf. 40, Fig. 7. Tachymenis hypoconia Cope = Thamnodijnastes strigatus (Gthr.). Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 437. Tomodon lineatus Gthr. & Salv. = Conophis pulcher Cope var. similis n. Bocourt, Miss. Scient. Mexique, Rept. pag. 647. — T. strigatus Gthr. = Thamnodynastes. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 437. Xenodon bijoraeoculis n. sp. Fluss Mamore, O.-Bolivia. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 95, Anm. — X severus L var. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 191 angustirostris Pts, abgeb. Bocourt, Miss. Scient. Mexique, Rept. Tal 38, Fig. 3. b. Colnh'inae. Biologisches. Beobachtungen über Eiablage und Brutdauer von Elaphis quaterradiatus Grmel. theilt M. Peracca mit. Das ^ scheint seltner zu sein als das ^. Verf. hat nach 56 Tagen Junge aus dem Ei schlüpfen sehen, deren Färbung eingehend be- schrieben wird. Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 16. 8 pag. Bhinechis Scolaris Schz. ist nach A. v. Feoktistow entgegen Joh. V. Fischer's Erfahrungen [vergl. Ber. f. 1884 pag. 299] weder eine sehr bissige noch unzähmbare Schlange. Sie frisst auch todte Mäuse und dürfte in der Freiheit den Mäusen bis in ihre Nester folgen. Eingehend wird über Erfassung der Beute, Fress- und Schlingact berichtet. Die Verdauung erfolgt rasch. Im Monat vertilgt sie etwa 20 Mäuse und kann 4 Stück nach einander verschlingen. Verf. kneipt den lebend gereichten Mäusen die Spitzen der unteren Nagezähne ab, um die Schlange vor etwaigen Bissen derselben zu schützen. EJmiechis sammelt Erfahrungen, sie lernt todte von lebenden Mäusen unterscheiden und richtet danach ihr Benehmen ein. Auch über die Färbung der alten Thiere gibt Verf. von den allgemein angenom- menen Anschauungen abweichende Schilderungen. Zool. Garten 27. Jahrg. pag. 177 — 185. — In einer Erwiderung darauf beharrt Joh. V. Fischer bei seiner Ansicht, dass diese Schlange die jäh- zornigste aller europäischen Nattern und die flinkste aller Schlangen des Welttheils ist. In Bezug auf die Färbung sei Schreiber's Dar- stellung ganz correct. Ebenda pag. 286—288. Faunistische s. G. A. Boulenger nennt Ptyas panthei-inus (Daud.) von Porto Alegre, Prov. Rio Grande do Sul. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 433. Systematisches. Ar izo7ia elegans Kenn. =: Bhinechis. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 284. Bothrophthalmus modestus n. sp. Kamerun. J. G. Fischer, Abh. Naturw. Ver. Hamburg Bd. 9 pag. 13. Cynophis moellendor/fi n. sp. Prov. Guang-hsi und Guang-dung, S.-China. Boettger, Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 520. Pityophis elegans Cope = Bhinechis. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 284. c. Bryadinae. F a u n i s t i s c h e s. G. A. Boulenger nennt Bromicus flavifrenatus (Cope) von S. Lorenzo, Prov. Rio Grande do Sul. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 433. Systematisches. Dendrophidium chloroticum n . sp . verwandt dendrophis Schlg. Guatemala. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 278, Anm. Bromicus amdbilis Jan = flavifrenatus (Cope) pag. 433. — B. me- lanocephalus Pts. = Coronella poecilopogon Cope pag. 431. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18. 192 Dr. Oskar ßoettger: Bericht über die Leistungen Euophrys modestus Gthr. = Phüodryas schotti (Schlg.). Bou- lenger, ebenda pag. 435. Herpetodryas melas n. sp. verwandt grandisquamis Pts. Nica- ragua. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 278. Phüodryas carinatus Hens. = aestivus (Schlg.). Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 435. d. Natricinae. Systematisches. Ätomarchus muUimaculatus Cope = Eutaenia. Zugleich mit systematischen Notizen. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 284—285. Bothrodytes n. gen. für die Amphiesma- Axttn mit 2 Schuppen- poren. Typus: A. subminiatum Reinw.; eine zweite Species ist A. tigrinum Boje. Cope, ebenda pag. 495. Grayia giardi n. sp. Tanganjika. DoUo, Bull. Mus. R. H. N. Belg, Bd. 4 pag. 158, 2 Fig. Trojndonotus collaris Jan = Eutaenia cyrtopsis Kenn. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 285. Homalopsidae. Systematisches. Einen Schlüssel für die feinere Eintheilung der Homalopsiden und für die Unterscheidung der von ihm dieser Familie zugetheilten Gattungen bringt E, D. Cope. Ebenda pag. 494— 495. Ein fragliches Homalopsidengenus aus den Centralprovinzen Ost- indiens beschreibt F. Dreckman. Journ. Bombay N. H. Soc. Bd. 1 pag. 24. — Nach J. Murray gehört die Art zu Ferania sieboldi Schlg. Ebenda pag. 219. Dimades Gray = Pseuderyx Tschudi. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 94, Anm. Helicops trwittatus Cope = carinicaudus (Wied). Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 436. Hydrops Wgl. = Pseuderyx Tsch. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc Bd. 23 pag. 94, Anm. Hypsirhinapolylepis n. sp. Fly-River, Süd-Neuguinea. J. G. Fischer, Abh. Nat. Ver. Hamburg Bd. 9 pag. 14. Pseuderyx mimeticus n. sp. ähnlich Hydrocalamus quinquevittatus (D. & B.). Fluss Mamore, O.-Bolivia. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 94, Anm. Dendrophidae. Systematisches. Nach E. D. Cope unter- scheidet sich Hapsidophrys Fisch, von Leptophis durch das Vorhanden- sein eines Frenale und von Phüothamnus Smith durch gekielte Schuppen. Von americanischen Arten gehören zu Hapsidophrys: mexicanus D. &B., diplotropis Gthr, und saturatus Cope, zu Leptophis: hilineatus, occidentalis Gthr., sargi Fisch, und praestans Cope, zu Philo- thamnus: aeruginosus Cope, modestus Gthr. und depressirostris Cope. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 279. Dryiophidae. Biologisches. Ein ^ von Dryiophis prasinus, das seit 15. Aug. trächtig sein musste, gebar am 9. Jan. 8 lebende In der Herpetologie während des Jahres 1886. 19 3 Junge. Proc. Zool. Soc. London pag. 124—125 und C. C. Hopley in Nature Bd. 33 pag. 295. Dipsadidae. Systematisches. E. D. Cope gibt eine Syno- nymie der 7 ihm bekannten Arten von Trimoi'phodon. Es sind Tr. lyro- phanes, tau, yimlon und coUaris Cope und biscutatus D. & ß. , sowie 2 n. sp. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 286. Sibon frenatus n. sp. verwandt p&rsonatus Cope. Jalapa, Mexico. Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. pag. 184. Thamnodynastes nattereri var. laevis Blgr. und Th. punctatissimus Hens. non Wgl. = stngatus (Gthr.). Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 437. Trimoi'phodon lambda n. sp, verwandt lyrophanes Cope. Gruaymas, Sonora pag. 286. — Tr. wilkinsoni n. sp. verwandt biscutatus D.&B. Stadt Chihuahua, Mexico pag. 285. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. Scytalidae. Faunistisches. G. A. Boulenger nennt Oxyr- rhopus cloelia (Daud.) von Rio Grande do Sul. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 437. Systematisches. Oxyrrhopus bipraeocularis D.&B. = ^jeia- larius (L.). — 0. immaculatus Hens. non D. & B. = dathratus D. & B. Boulenger, ebenda. Phimophis n. gen. für JRhinosimus D. & B. (Name vergriffen). Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 489. LyCOdontidae. Systematisches. Ophites ruhstrati n. sp. S -Formosa. J. G. Fischer, Abh. Naturw. Ver. Hamburg Bd. 9 pag. 16, Taf. 2, Fig. 6. Amblycephalidae. Systematisches. Leptognathus stratissima n. sp. Panama. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 280. Pythonidae. Palaeontologisches. R. Lydekker beschreibt und bildet ab Wirbel von Python molurus (L.) aus dem Pliocaen der Siwaliks bis zum N.-Pundjab. Palaeontologia Indica (10) Bd. 3 pag. 237, Taf. 35, Fig. 2—7. Systematisches. E. D. Cope stellt die mexicanische Gattung Loxocemus Cope zu den Pj^thoniden. Amer, Naturalist Bd. 20 pag. 293. Morelia variegata Gray abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 13. Boidae. Systematisches. E. D, Cope bringt die mexicanische Gattung Lichanura Cope jetzt zu den Boiden. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 293. Charinidae. Systematisches. Dieser neuen Familie fehlen nach demselben sowol Postfrontal- als auch Supraorbital- und Coronoidknochen ; hierher nur die mexicanische Gattung Charina Gray. Ebenda pag. 293—294. Arch. f. Natuvgesch. 53. Jahrg. II. Bd. 1. H, N 194 -f^^- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Elapidae. Biologisches. Morton isiiid in einem Hoplocephalus curtus 109 Junge, nachdem er früher derselben Art höchstens 32 Junge entnommen hatte ; verwandte Species sollen bis 70 Junge haben. Nach Meet. Roy. Soc. Tasmania in Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 903 und in Nature Bd. 34 pag. 201. Faunistische s. Eine Notiz über Naja oxiana Eichw. bringt A. M. Nikolsky. Trudi St. Petersburg. Naturf. Ges. Bd. 17 pag. 405. P. Parenti &L. Picaglia verzeichnen Gruayaquil als Vater- land des bis jetzt heimatlosen Elaps bocourti Jan. Atti Soc. Nat. Modena, Mem. Orig. (3) Bd. 5, S. A. pag. 58. Systematisches. TJeber die Unterschiede von Adeniophis und Callophis, Hemibu7igarus und Meyaerophis s, oben Meyer pag. 184. W. Macleay bemerkt bei Gelegenheit der Publication einer n. sp., dass aus Australien bis jetzt 24 Hoplocephalus- Äxten beschrieben seien. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 1 pag. 1111—1112. Acanthophis antarctica Shaw abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 12. Boulengei'ina n. g. verwandt Naja. Eine Reihe von 3—4 einfachen Zähnen hinter dem Giftzahn. Rostrale massig gross; 2 Nasalen, in Contact mit dem Praeoculare; 2 Postocularen. Hals nicht erweiterungs- fähig. Schuppen glatt, in 21 nicht schief gestellten Reihen; Anale einfach; Subcaudalen doppelt. — Mit B. storinsi n. sp. Tanganjika. Dollo, Bull. Mus. R. H. N. Belg. Bd. 4 pag. 159, 3 Fig. Diemenia aspidorhyncha Mc Coy abgeb. Fig. 4. — D. microlepidota Mc Coy abgeb. Fig. 2—3. — B. superciliosa Fisch, abgeb. Fig. 1. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 23. Elaps ephippifer n. sp. verwandt aglaeope und euryxanthus, Pacif. Seite des Isthmus von Tehuantepec. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 281, Anm. Furina hicucullata Mc Coy abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 32. Hoplocephalus coUaris n. sp, Beza, N.-S- Wales. Macleay, Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 1 pag. IUI. — H. coronoides Gthr. abgeb. Taf. 11, Fig. 2. — H. curtus Schlg. abgeb. Taf. 3. — H. flagellum Mc Coy abgeb. Taf. 11, Fig. 1. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria. — H. par Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 7, Fig 4. — H. superbus Gthr. abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 2. Micrurus spixi Wgl. = Elaps corallinus (L.). Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 438. Pseudechis porphyriacus Shaw abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 1. Vermicella annulata Gray abgeb. Mc Coy, ebenda Taf. 52. Atractaspididae. Systematisches. F. Mocquard zählt die 11 bekannten Arten von Atractaspis mit Angabe ihrer Literatur auf iu der Hei-petologie während des Jahres 1886. 195 und beschreibt eine n. sp., die er mit Ä. bibroni Smith vergleicht. Bull. Soc. Philom. Paris (7) Bd. 10 pag. 14—18, Taf. 5. Ätractaspis leucura n, sp. Assinie, Groldküste. Mocquard, ebenda pag. 15, Taf. 5. Hydrophidae. Biologisches. Bemerkungen über die Lebens- weise der Seeschlaugen bringt Kneeland. Proc. Boston N. H. Soc. Bd. 23 pag. 163. Crotalidae. Biologisches. Betr. Ancistrodon contm'trix s. ohen Cope und Gar man pag. 184. Faunistische s. Ueber das Vorkommen von Crotalus hcnridus L. im südlichen Neu-England berichtet A. S. P a c k a r d. In Connecticut und Rhode Island ist er wol fast gänzlich ausgerottet, in Massachussetts aber stellenweise noch häufig. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 736—737. Systematisches. T. W. van Lidth de Jeude bespricht in einer Studie die Unterscheidungsmerkmale, die Synonymie und die Varietaeten von Bothrops wagleri Boje und von B. sumatranus Raffles und beschreibt eine anscheinend neue Art. Notes Leyden Mus. Bd. 8 pag. 43—54, Taf. 2, Fig. 6. Von Trimeresurus mucrosquamatus Cant. theilt J. Gr. Fischer eine Schuppenformel mit. Abb. Naturw. Ver. Hamburg Bd. 9 pag. 18. Bothrops hageni n. sp. an B. sumatranus Raffl, juv. ? Sumatra, Banka. Lidth de Jeude, Notes Leyden Mus. Bd. 8 pag. 54, Taf. 2, Fig. 6. Trigonocephalus formosus Müll. & Schlg. = Bothrops sumatranus Raffl. Lidth de Jeude, ebenda pag, 51. — T. (Bothrops) pubescens Cope = diporus Cope. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 438. Tropidolaemus formosus Bleek. = Bothrops wagleri Schlg, Lidth de Jeude, Notes Leyden Mus. Bd. 8 pag. 44. Viperidae. Biologisches. H. Lachmann macht über die Nahrung von Vipera berus in der Gefangenschaft Mittheilungen. Seit Jahren bemühte er sich vergeblich, seine Ottern zum Fressen zu bringen; jetzt hat endlich einmal bei ihm eine Otter eine Maus gebissen und verschlungen. Zool. Garten 27, Jahrg. pag, 226. Ueber die Frage, ob Kreuzottern ihre Jungen verschlingen, bringen J. C. Mansel-Pleydell und P. Ren dal 1 Bemerkungen. Zoologist (3) Bd. 10 pag. 340 und 370—371, Faunistische s. In einer Notiz übei- die Verbreitung der Kreuzotter in Deutschland bemerkt J. Notthaft, dass da, wo in Deutschland Vipera berus häufig sei, Coronclla fehle und umgekehrt. Beide Schlaugenarten scheinen sich auf sehr umfangreichen Gebieten auszuschliessen. Die grösste Ausdehnung der von Ottern freien Landschaft in Südwestdeutschland zeigt das Rheinthal von Basel bis Coblenz. Die Ostgrenze dieser freien Zone wird anfangs durch die Höhen des Schwarzwaldes gebildet, dehnt sich dann aber weiter gegen Osten bis Ansbach, Rotenburg a. d. Fulda und Cassel aus. Das ganze N* 196 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Rheinland mit Ausnahme der Umgebung von Metz, sodann Luxemburg, der grösste Theil der Rheinprovinz und ein beträchtliches Stück von Westfalen sind ebenfalls otternfrei. Von kleineren otternfreien Gebieten werden die Umgebung von Passau, Nossen und Freiberg i. Sachsen genannt. Frei von Coronella sind dagegen Pommern, Westpreussen, Mecklenburg, der Unterlauf der Weser, das Fichtelgebirge und fast ganz Brandenburg. Auch die Verbreitung in Schwaben und in Oldenburg wird kurz angezogen. Diese eigenthümliche Dispersion sucht Verf. auf klimatische Momente zurückzuführen. Vipera scheine feuchte, Coronella sonnige und trockne Lagen vorzuziehen. Zool. Anzeig. 9. Jahrg. pag. 450—454 und Kosmos (Vetter) Bd. 19 pag. 219—221. L. Holtz gibt als Fundort für Vipera herus die Insel Furillen, östlich von Gothland, Schweden, an, beschreibt das Terrain, auf dem die Art namentlich in Pommern lebt, bringt die Lebensgeschichte derselben, ohne viel neues zu bieten, gibt dagegen zahlreiche Einzeln- heiten über Fundorte in allen Bezirken Pommerns, über Bisswirkungen und Heilmethoden des Bisses; sehr selten ist dieser tödtlich. Dass Sturmfluten im tiefen Winter zur Verbreitung der Kreuzotter beitragen möchten, bezweifelt Ref. Mitth. Naturw. Ver. Neu -Vorpommern u. Rügen 17. Jahrg. pag. 45—62. Nach einer Notiz im Zool. Garten 27. Jahrg. pag. 199 sind in Deutsch-Lothringen nach amtlichen Nachrichten im Jahre 1884—85 230 Ottern erlegt und dafür Mk. 284 Fanggeld bezahlt worden. Dazu seien im Jahre 1885 — 86 bereits weitere 302 Ottern zur Anmeldung gekommen. H. Fischer-Sigwart verzeichnet Vipera aspis als zahlreich in der Gegend nördlich von Trimbach, von der Strasse von Trimbach nach Hauenstein und von Rickenbach im Gau, alles Örtlichkeiten in der Nähe von Ölten im Schweizer Jura. Über die Färbung der- selben wird Mittheilung gemacht. Mitth. Aargau. Nat. Ges. Heft 4 pag. 6—8. Systematisches. Vipera Schneider i n. sp. verwandt caudalis Smith. Angra Pequena. Boettger, Ber. Senckenberg. Ges. Vortr. u- Abh. pag. 8, Taf. 1, Fig. 1. Laoertilia. Museen. A. Haly gibt eine Aufzählung der nach Günther's und Boulenger's einschlägigen Arbeiten von Ceylon angeführten Geckoniden und Agamiden. First Report on the CoUection of Lizards in the Colombo Museum. Colombo, 8 ". 18 pag. Scelet System. R. J. Anderson macht Mittheilungen über das sogenannte Pelvisternum gewisser Wirbelthiere und beschreibt bei dieser Gelegenheit das Becken von lyuana tuberculata, Varanus gouldi, Lacerta viridis, Moloch horridus, Ameiva und Chamaeleon. Proc. Zool. Soc. London pag. 163—164. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 197 Muskelsystem. Werth volle Aufschlüsse über die Homologie zahlreicher Muskeln von Sauriern und Schlangen und über ihre Innervation bringt A. Carlsson. Bihang Svenska Vet. Akad, Handl- Bd. 11, No. 11. Nervensystem. S. Trinchese beobachtete die Art, wie die jungen Muskelfasern sich mit den Nervenfasern verbinden, bei Tarentola maiiritanica. Atti Acc. Lincei Eend. (4) Bd. 2 pag. 77—79 und Arch. Ital. Biol. Bd. 7 pag. 376—378 [vergl. auch Ber. f. 1885 pag. 284]. u 1 g e u i e. In einer Arbeit über Dottersackswand und Parablast der Eidechse gibt H. Strahl eine Übersicht über die Entwicklung der Dottersackswand bei Lacerta vivipara und beschreibt das Verhalten der sogenannten parablastischen Zellen von den Furchungsstadien an bis zur Zeit des Ausschlüpfens. Beim Reptilembryo tritt ein Über- einanderliegen des Gefässhofes des Mesoblasten und des Keimwulstes vomEntoblasten erst ein, wenn die erste Gefässbildung bereits abgelaufen ist. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 44 pag. 282 — 307, Taf. 16, 10 Fig. Desselben Untersuchungen an Embryonen von Lacerta agilis und vivipara ergaben, dass die erste Anlage der Segmentalbläschen und des Wolff'schen Ganges in den Urwirbeln zu suchen ist. Eine Beziehung der Urnierenganganlage zum Ectoblast liess sich nicht nachweisen. Marburg. Sitz. -Ber. pag. 43—46. Biologisches. 0. ßoettger erklärt die schwarzweisse Färbung gewisser Wüsteueidechsen und Wüstenkäfer für eine Anpassung an Mondschatten und Mondlicht. Ber. Senckenberg. Nat. Ges., Vortr. u. Abb. pag. 15. Palaeontologisches. Die Arbeit über Knochen und Zähne einer grossen ausgestorbenen Eidechse von C. W. De Vis ist mir unbekannt geblieben. Proc. Roy. Soc. Queensland Bd. 2 pag. 25 — 31, Taf. 1—3. Systematisches. In einer sehr lobenden Besprechung von Boulenger's Catalogue Lizards Brit. Mus. Bd. 1 und 2 wird von E. D. Cope darauf aufmerksam gemacht, dass bei der Trennung der Lacertilier in Familien auch noch andere Kennzeichen, wie z. B. die Form des Prooticums und der Einschluss oder Nichteinschluss der Lobi olfactorii durch die Frontalia zu berücksichtigen seien. Auch die Zusammensetzung des Ramus mandibuli erlaube leicht die Anoliden von den Iguaniden, die Acontiadiden von den" Scinciden zu scheiden, Familien, welche von Boulenger nicht anerkannt würden. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 256—257. Die Arbeit von C. W. De Vis über eine neue Eidechsengattimg und Art ist mir unbekannt geblieben. Proc. Roy. Soc. Queensland Bd. 2 pag. 56-61. Geckonidae. Sceletsystem. Bei Gecko verticillatus hat G. Baur Hypapophysen (Intercentra) zwischen allen Wirbeln ähnlich 198 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen wie bei Sphenodon nachgewiesen. Amer, Naturalist Bd. 20 pag. 174 und Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 190. Faunistisches. Masters nennt Phyllurus inermis von Eli- zabeth Bay; bei Sidney sei er selten geworden. Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales (2) Bd. 1, Sitz. v. 28. Juli. Systematisches. Über einige Geckonen im Queensland-Mu- seum berichtet C. W. De Vis. 2 n. sp. Ebenda pag. 168—170. Diplodactylus venicauda n, sp. Chinchilla, N. -Queensland. De Vis, ebenda pag. 169. Hemidadylus greeffi n. sp. verwandt mahuia. S. Thome, "W.-Afr. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Lisboa Bd. 11 pag. 66, 71, 103. — H. na- varri Dug. [vergl. Ber. f. 1884 pag. 287J = Gehyra mutilata Wgm. Boulenger, Zool. Record f. 1885 Rept. pag. 10. Lepidodactyhis guppyi Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 7, Fig. 1. Nephrurus laevis n. sp. N.- Queensland. De Vis, Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 1 pag. 168. — .IV. platyurus n. sp. Adelaide. Bou- lenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 91. Sphaerodactylus homolepis n. sp. verwandt sputator. Nicaragua. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 277. Eublepharidae. Biologisches, über die Lebensweise von Eublepharis variegatus Baird macht E. D. Cope Mittheilungen. Die Art lebt paarweise unter Steinen. Der Schwanz wird in einer Verti- calrichtung eingerollt wie beim Spitzhund auf der einen Riickenseite getragen. Die Eidechse hat Stimme wie ein Gecko und frisst bei der Häutung die alte Hülle wie ein Batrachier. Die Nase wird mit der Zunge wie bei einem Hunde geleckt. Nördlich des Plateaus im Nordwesten von S. Antonio in Texas scheint die Art nicht mehr vor- zukommen. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 735—736. Pygopodidae. Sceletsystem. A. Carl sson hat das von Für- bringer bei Lialis entdeckte Os postcloacale auch hei Pygopus lepi- dopus gefunden. Bihang Svenska Vet. Akad. Handl. Bd. 11, No. 11. Agamidae. Sceletsystem. Über die Gestalt der Intercl avicula von Chlamydosaurus Gray bringt L. Dollo eine Notiz. Rev. Quest. Scientif. Bd. 19 pag. 318. Biologisches. Nach Joh. v. Fischer hat TJromastix acanthin- urus Bell, den er von Gafsa in Tunesien und von Laghouat in Al- gerien erhielt, eine Stimme, zischt im Zorn und ist auch nicht immer so verträglich wie früher [vergl. Ber. f. 1885 pag. 287] bemerkt wurde. Ausser der Brunstzeit kommt es auch manchmal wegen der Schlaf- plätze zum Streit. Leckerbissen für ihn sind Blüthen von Malven und Hibiscus, Luzerneheu und Rosinen. Auch Frost erträgt er unter Umständen gut, wofür ein Beleg gegeben wird. Der Farbenwechsel in der Wärme kann auch in der Gefangenschaft bei geeigneten Vor- kehrungen gut beobachtet werden. Zool. Garten 27. Jahrgang pag. 146 in der Herpetologie während des Jahres 1886. ] 99 bis 149. — Auch A. v. Feoktistow theilt biologische Beobachtungen über diese Eidechse mit. Danach schadet nicht Wasser an und für sich dem Thiere, sondern vermuthlich nur kaltes AVasser oder an- haltende starke Bodenfeuchtigkeit. Athemfrequenz 8 — 22 in der Mi- nute, bei Lacerta ocellata und Ophisaurus apus 20—32. Hauptnahrung ist trockenes Luzerneheu; frische Früchte verschmähen die Thiere- Im übrigen fressen sie eine grosse Anzahl wildwachsender Blätter und Blumen. Bestimmte Arten von Heuschrecken und Schaben fressen alle; Mehlwürmer werden ungern genommen. Tast- und Geschmacks- gefühl der Zunge sind entwickelt. Uromastix soll 13 Jahre in der Gefangenschaft leben können und ca. 12— 15 mm pro Jahr wachsen. Häutung etwa dreimal im Jahre. Die Fähigkeit des Farbenwechsels ist bei den einzelnen Stücken sehr verschieden. Ihre Intelligenz nennt Verf. hoch, sie seien gutraüthig, verträglich und würden schnell handzahm. Ebenda pag. 340 — 350. Systematisches. Agama houlengeri n. sp. verwandt hirM Blgr. Medine, Haut Senegal. Lataste, Naturaliste (Deyrolle) 8. Jahrg. pag. 212. Amphibolurus barbatus Kaup abgeb. Taf. 121. — A. muricatus Shaw abgeb. Taf. 111. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria. Physignatlius lesueuri var. hoivüti Mc Coy abgeb. Mc Coy, ebenda Taf. 81. Iguanidae. Faunistisches. E. D, Cope nennt Sceloporus grammicus Wgm. von Corpus Christi und San Diego in Südwest" Texas. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 283. Systematisches. Derselbe gibt eine Synopsis der Arten und Gattungen von Cydiira, Ctenosaura, Cachryx, Brachylophics, Iguana, Conolophus und Amblyrhynchus , die er als zu einer Unterfamilie Iguaninae gehörig betrachtet und als Iguaniden definiert ohne Ab- dominalrippen und ohne freie Hautsäume an den Fingern, aber mit den Naslüchern auf der Canthallinie und mit dem compressen Rumpf von Baumbewohnern ; nur Conolophus sei theilweise von terrestrischer Lebensweise. Für alle Alten werden eingehende Literaturnachweise gegeben. Die starke Variationsfähigkeit bei Cyclura (Metopoceros) cornuta Daud. wird pag. 263 — 266 eingehend erläutert. Von Cteno- saura werden 2 n. sp. und 1 n. subsp. beschrieben. Ebenda pag. 261 bis 271. G. A. Bou lenger vereinigt CacJiryx'^ Co])e mit Ctenosaura zu einer einzigen Gattung und berichtigt einen Irrthum Cope's betreffs der Verwandtschaft des ersteren Genus. Proc. Zool. Soc, London pag. 241. Anisolepis iheringi Blgr. = undulatiis Wgm. Boul enger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 426, Anolis macropus n. sp. (nach Boulenger = leptoscelis Blgr.) Pebas, Ob. Amazonas. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 101. 200 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Cachryx Cope = Ctenosaura Wgm. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 241. Ctenosaura Irevirostris n. sp. W. -Mexico. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 268. — Ct. erythromelas n. sp., zwischen Cteno- saura \m^ Cachryx. Unbek.Vaterl. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 241 , Taf. 23. — Ct. multispinis n. sp. Mexico pag. 267. — Ct. teres subsp. brachylopha n. Mazatlan pag. 269. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. AngUidae. Circulationsorgane. In der Seitenfalte des lebenden Ophisaurus apus sah F. Leydig fadig aufgereihte grau- weisse Körperchen, die bei der Section nicht mehr aufzufinden waren, und vermuthet jetzt darin Weliky'sche Lymphherzen. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 317-318. Systematisches. Biploglossus (Celestus) ohlendorfß n. sp. (nach Boulenger = striaius Gray) Haiti. J. G. Fischer, Jahrb. wiss. Anst. Hamburg Bd. 3, S.A. pag. 3, Fig. 1. Helodermatidae. Biologisches. Eine Notiz über Heloderma suspectum [nicht horridum Ref.] in der Gefangenschaft bringt A. Zip- perlen. Das beinahe 2' lange Exemplar befindet sich seit über 3 Jahren im Zool, Garten von Cincinnati. Es liegt den ganzen Tag unbeweglich da, häutet sich viermal im Jahre und frisst wöchentlich 3 — 4 rohe Hühnereier. Es scheint eine nächtliche Lebensweise zu führen ; dass es sich in den Sand einscharrt, konnte nicht beobachtet werden. Zool. Garten 27. Jahrg. pag. 162. Varanidae. Biologisches. Mittheilungen über Varanus griseus macht N. K. Senger. Nachr. Kais. Ges. Fr. Naturw. Moskau Bd. 8, Protok. pag. 188—191 (russ.). — N. Zaroudnoi fand im Magen des- selben mehrfach Junge der eignen Art und Agama sanguinolenta. Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou Jahrg. 1885 Bd. 61 pag. 266, Anm. Palaeontologisches. K Lydekker beschreibt und bildet ab Varanus sivalensis¥a]c. aus den pliocaenen Siwalikbildungen Ostindiens. Palaeontologia Indica (10) Bd. 3 pag. 236, Taf. 35, Fig. 1. Systematisches. C. W. De Vis diagnosticiert eine wahr- scheinlich neue Species von Varanus (an V. prasinus var. ? ) vom Herbert River, Queensland, ohne ihr einen Namen beizulegen. Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales (2) Bd. 1 pag. 1137. Varanus var/wsShaw abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 41. Tejidae. Systematisches. E. D. Cope gibt eine Kritik der Peters'schen Ecpleopodinae oder cercosaurinen Tejiden und stimmt mit Boulenger darin überein, sie nur als eine Unterfamilie der Tejiden gelten zu lassen. Er definiert sie als eine Gruppe derselben, in der das Nasloch in einem einfachen Nasale liegt. Nach der Zahl und, Form der Klauennägel u. a. Charaktere trennt er sie in 7 Gattungen deren Hauptkennzeichen in einer Synopsis gegeben werden. Er zählt in der Herpetologie während des Jahres 1886. 201 dann die hiehergehörigen Arten 1 Mionyx, 2 Iphisa, 2 Neiisticuriis, IPlacosoma, 28 Leposoma, 7 Proctoporiis und 1 Emphrassiotis namentlich auf. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 96-98. Derselbe gibt auch eine Bestimmungstabelle für die von Längsstreifung bis in Querstreifung variierenden sechs Hauptformen von Cnemidophorus sexlineatus L. Ebenda pag. 283—284. Leposoma picticeps n. sp. (nach Boulenger = Arthrosaura reti- culata O'Sh.). Pebas, Ob. Amazonas. Cope, ebenda pag. 99. Mionyx n. gen. Erste Zehe an Hand und Fuss mit gradem Nagelrudiraent; Nägel der übrigen Zehen klein, grade, conisch. Prae- frontalen und Frontoparietalen vorhanden und von einander getrennt. Trommelfell sichtbar. Kein deutliches Collare. Femoralporeu vor- handen. Körper beschuppt, Schuppen von nahezu gleicher Beschaffenheit. — Mit M. parietalis n. sp. Pebas, Ob. Amazonas. Cope, ebenda pag. 98. Lacertidae. Biologisches. L. Camerano beschreibt eine melanotische Lacerta viridis (Laur.) aus der Umgebung von Asti. Das Thier ist oberseits sehr dunkel olivengrün, fast schwarz, hie und da mit feinsten grüngelben Pünktchen; Kopfseiten und Kehle schwarz- blau, Unterseite olivenschwarz mit schmalen helleren Schuppenrändera und hie und da mit lebhaft hellgelben Makeln. Nur Gachet habe bisher ein ähnlich gefärbtes Stück von Bordeaux beschrieben. Verf. weist darauf hin, dass die dunkle L. serpa Raf. von den Faraglionen ebenfalls als melanotisch aufzufassen sei. Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 11. 2 pag. Nach M. Braun lebt Lacerta melisellensis Br. des Scoglio Brusnik nächst Lissa auf dunkel aschgrauem Diallagit. Sie wird als dreist geschildert. Das lebende Thier ist oben schwarz, unten azurblau: ein Stück war kaffeebraun mit hellerer Seitenbinde und mit helleren Fleck- reihen. Auf der aus licht gelblichem oder weisslichem Kalkstein be- stehenden Insel St. Andrea fand Verf. die schwarze Varietaet ebenfalls. Dass der Boden also auf die Dunkelfärbung der Eidechse in diesem Fall keinen Einfluss hat, leuchtet ein. Auf den Inseln Busi, Torcola und Pelagosa findet sich nur die braune L. muralis. Auf Pelagosa lebt von Schlangen nur Zamenis viridiflavus in einer oben kaffeebraunen, unten grüngelben Varietaet; Coelopeltis fehlt. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 426—429. Über den Kampf einer Schwarzamsel mit einer Lacerta agilis L. berichtet A. Faleschini. Mitth. :Nat. Ver. Steierm. Jahrg. 1885, Mise. pag. 107—108. Faunistisches. Nach L. Camerano fehlt Lacerta taurica Pall. in Italien-, die von ihm früher als taurica subsp, genei (Cara) aufgefasste Form ist L. muralis var. Italien besitzt also vier Formen der engeren Gruppe der muralis, nämlich L. muralis (Laur.), muralis subsp. genei (Cara), oxycephala D. &. B. subsp. bedriagae Cam. und serpa Raf. Boll. Mus, Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 7. 202 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Über die Verbreitung der drei Lacerta-Arten im Modenesischen berichten L\ Picaglia und P. Parenti. Atti Soc. Nat. Modena (3) Bd. 3, Rendic. S. A. 1 pag. Faunistische Notizen über NutophoUs nigropunctataD. &B. aus der Gegend von Belluno und die Abbildung eines Exemplares von Goerz bringt A. P. Ninni. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 29 pag. 339—343, Taf. 13. Systematisches. Mit „Beiträgen zur Kenntniss der Lacertiden- Familie" hat uns J. v. Bedriaga beschenkt. Aus dem reichen Inhalte der mit grossem Fleisse und an der Hand umfassenden Materials gearbeiteten Monographie sei hier hervorgehoben, dass liodactyle und pristidactyle Lacertiden aufs engste mit einander verknüpft sind, und dass deshalb die Dumeril & Bibron'sche Eintheilung verlassen werden muss. Lacerta pater Lat., bedriagae Cam. und graeca n. sp. werden als selbstständige Arten, delalandei'K.'Edw. als Vertreterin einer neuen Untergattung bezeichnet, andere werden eingezogen oder als pristidactyle Formen von der Arbeit ausgeschlossen. Die Gattung Lacerta L. wird pag. 6, die Untergattungen Lacerta L., Algiroides Bibr., Zerzumia Lat., Tropidosaiira Fitz, und Bettaia n. werden pag. 7 — 8 eingehend diagnosti eiert; pag. 8—11 wird ein Schlüssel für die Unterscheidung der 26 vom Verf. angenommenen Xrtcerte-Arten, pag. 11—12 werden kurz ihre Diagnosen, pag. 22—23 wird ein Schema für ihre Verwandtschaft gegeben. Dann werden die einzelnen Arten sorgfältig beschrieben, aufs eingehendste ihre Verbreitung festgestellt und systematisch besonders wichtige Theile abgebildet. Abb. Senckenberg. Nat. Ges. Bd. 14 pag. 17-444, Taf. 1. Auch sep.: Frankfurt a. M., M. Diesterweg, 4 ". 438 pag., 1 Taf. [citiert nach dem S. A.] Algiroides moreoticus D. & B. abgeb. Fig. 30, 32 und subsp. äoriae n. Zante pag. 388. — A. nigropunctatus D. & B. abgeb. Fig. 17. Bedriaga, ebenda. Bettaia n. subgen. (nach Boulenger = Nucras Gray) für Lacerta delalandei M. Edw. Bedriaga, ebenda pag. 7, 419. GastrophoUs n. gen. Sehr verwandt Lacerta, aber die Bauch- schilder mit deutlichem Längskiel; eine Gruppe grösserer, ebenfalls mit Längskielen versehener Praeanalschilder. — Hierher G. vittata n. sp. Sansibar. J. G. Fischer, Abb. Nat. Ver. Hamburg Bd. 9 pag. 3, Taf. 1, Fig. 1. Lacerta agilis Wolf abgeb. Fig. 26 und var. doniensis n. S.- und S.-O.-Russland pag. 135. — L. atlantica Pts. & D. abgeb. Fig. 27, 33—34. — A. ledriagae Cam abgeb. Fig. 6, 20. — L. cameranoi n. sp. (nach Boulenger = tesselata Smith) Tette, O.-Afr. pag. 362, Fig. 2, 9, 11, 31. — L. echinata Cope abgeb. Fig. 24. — L. galloti D. & B. abgeb. Fig. 36. — L. graeca n. sp. für oxijcephala vars. modesta und maculata Bedr. (nach Boulenger = danfordi Gthr.) S.-Morea pag. 274, Fig. 4, 12. — L. laevis Gray abgeb. Fig. 18, 22. — L. muralis fusca in der Herpetologie während des Jahres 1886. 203 var. persica n. Persien pag. 183 und subsp. steindachneri n. [— var- hispanica Steind. Ref.] Spanien pag. 166, 240. — L. orientalis Kessl. = agilis var. chersonensis Andrz. pag. 180. — L. oxycephala D. & B. nur in Dalmatien, abgeb. Fig. 16, 29 und subsp. bedriagae Cam. ist Species pag. 268. — L. paradoxa n. sp. (nach Boulenger = agilis var.) Kieff, Krim, Suchum pag. 154, Fig. 10, 23. — L. pater Lat- Name besser als oceWa^a var. viridissima Roz. pag. 39. — L.peloponnesiaca D. & B. abgeb. Fig. 7, 13. — L. tuurica Fall, abgeb. Fig. 25, 28. Bedriaga, Abh. Senckenberg. Nat. Ges. Bd. 14. — L. taurica subsp. genei Cara = miiralis Laur. subsp. Camerano, Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 7. — L. tesselata Smith abgeb. Fig. 3, 14—15 und «ubsp. pseudotesselata n. Tette pag. 361, Fig. 8, 21. — L. viridis Laur. var. trilineata n. Balkan -Halbinsel, Kl. -Asien, Syrien pag. 72, 83 und var. vaillanti n. Persien pag. 79, 84. Bedriaga, Abh. Senckenberg. Nat. Ges. Bd. 14. Tropidosaura algira L. var. doriae n. Insel Galitone. Bedriaga, ebenda pag. 409. Scincidae. Biologisches. Notizen über Ablepharus pannonicus Fitz, gibt G. Te schier. Math. Naturw. Mitth. Ung. Akad. Budapest 21 Köt., 1 sz. G. A. Boulenger bemerkt, dass die pflanzenfressende Corucia zeh'ata Gray die einzige Scincide mit Greifschvi^anz ist. Trans. Zool. Soc. London Bd. 12 pag. 44. Systematisches. Eine Unterscheidungstabelle für die 5 ihm bekannten ijpiwi« - Arten gibt derselbe ebenda pag. 42— 43, eine vervollständigte Diagnose von Corucia Gray ebenda pag. 43. Corucia zehrata Gray abgeb. Boulenger, ebenda Taf. 7, Fig. 3. Cyclodus gigas Bodd. (= Tiliqua scincoides Wh.) abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 72. Eumeces dugesi Thom. [vergl. Ber. f. 1883 pag. 405] = brevirostris Gthr. Boulenger, Zool. Record f. 1885, Rept. pag. 16. — Eu. microlepis n. sp. (nach Boulenger = adspersus Stdr.) Upolu, Samoa- Inseln pag. 10, Taf. 2, Fig. 4. — Eu. serratus n. sp. (nach Boulenger = Scincus atrocosfatus Less.) Murray Insel, Torresstrasse pag. 8, Taf. 2, Fig. 3. J. G. Fischer, Abh. Nat. Ver. Hamburg Bd. 9. Euprepes cupreus n. sp. (nach Boulenger = raddoni Gray) S. Thome, W.-Afr. J. G. Fischer, Jahrb. wiss. Anst. Hamburg Bd. 3, S. A. pag. 6, Fig. 2. — Eu. (Tiliqua) ruhstrati n. sp. (nach Boulenger = Eumeces siamensis Gthr.) S.-Formosa. J. G. Fischer, Abh. Nat. Ver. Hamburg Bd. 9 pag. 7, Taf. 1, Fig. 2. — Eu. virgatus Pts. = Mabuia dorsivittata Cope. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd 18 pag. 429. Lipinia anolis Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 7, Fig. 2. 204 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Mdbuia jüherti Thora. == dorsivütata Cope. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 429. Hhodona officeri Mc Coy { = Lygosoma pundatovittatum Grthr.) abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 51. Scincus miiscatensis n. sp. verwandt arenarius. Maskat, Arabien. J. A. Miirray, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 17 pag. 67—68. Tropidophorus sinicus n. sp. verwandt berdmorei Blyth. Prov. Guang-dnng, S.-China. Boettger, Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 519. Chamaeleontidae. Sceletsystem. Nach G. A. Boulenger ist in Parker's Arbeit Trans. Bd. 11, 1881 pag. 77 der Schädel des jungen Chamaeleon piimüus als der des Ch. vulgaris ausgegeben, und infolgedessen fallen auch alle daraufhin von Parker aufgestellten Schlussfolgerungen. Die Trennung des Praefrontale von dem Post- frontale ist ein specifischer Charakter des Ch. pumüiis; beiläufig be- merkt sei diese Art seit 1825 als ovovivipar bekannt. Proc. Zool. Soc. London pag. 543. G. Baur beschreibt Proatlas, Supratemporale (= Parietale Parker, = Epioticum Dollo) und Beckengürtel von Chamaeleon vulgaris, an dem er ein Supraüium fand. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 686. Respirationsorgane. R. Wied ersheim hat Chamaeleon vulgaris aus Syrien und monachus [angeblich auch aus Syrien; die Riebeck'schen Stücke dieser Art stammen aber sicher aus Socotra. Ref.] in Bezug auf ihre Athmungsorgane untersucht. Vom Kehlkopf werden Knorpelgerüst, Kehlsack und Musculatur, dann Trachea und Lunge eingehend beschrieben. Verf. fand eine sehr eigenartige Lungen- structur und namentlich eine grössere Anzahl von Blindsäcken, die uns die Fähigkeit der Chamaeleonten sich aufzublasen verstehen lassen. Ber. Naturf. Ges. Frei bürg i. Br. Bd. 1, Heft 3. 15 pag., Taf. 2 — 3. Pterosauria (nur fossil). Betreffs unserer heutigen Kenntniss dieser Ordnung vergl. E. T. Newton's Artikel „Pterodactyle" in Encyclopaedia Britannica 9. Ausg. Bd. 20 pag. 86—87, Figg. Provisorisch zu den Pterosauriern stellt F. Bassani ein neues Genus Tribelesodon (longobardicus n.j aus der Trias von Besano. Es soll Verwandtschaft mit Pterodactglus Cuv., Wiamphorhynchiis v. Myr. und Dimorphodon Ow. besitzen, aber in der Bezahnung wesentlich verschieden sein, die vielmehr an die gewisser Dinosaurier und La- certilier erinnere. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 29 pag. 25—30. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 205 Rhamphorhynchidae. E. Koken hält in einem Schlusswort gegen- über Meyer und Williston [vei'gl. Ber. f. 1885 pag. 300] die Ptero- sauriernatur von Oi-nithochirus hilsensis Kok. aufrecht; der betref- fende Knochen sei nicht blos hohl, sondern auch pneumatisch. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 21—23. — S. W. Williston's Gegenkritik, die nichts neues bringt, vergl. ebenda pag. 282— 283. — Ref. über Meyer's, Koken's und Williston's Streitfall s. in N. Jahrb. f. Min. 1886, II, pag. 113-114. Batracliia. Museen. G. A. Boulenger bringt eine Erste Mit- theilung über den Zuwachs an Batrachiern in den Samm- lungen des British Museums seit Herausgabe der neuen Cataloge. Er zählt 63 Anuren, 4 Caudaten und 7 Apoden auf, die seit 1882 erworben worden sind. 4 Anuren (s. Eanidae und Cystignathidae) und eine Caudatengattung und Art (s. Amblystomatinae) werden neu beschrieben. Proc. Zool. Soc. London pag. 411— 416, Taf. 39. A. Haly gibt in einem First Report on the CoUection of Batrachia in the Colombo Museum. Colombo, 8<>. 8 pag. eine Speciesliste ceylanischer Batrachier, die nach Gün- ther's Reptiles of British India und nach Boulenger's British Museum Catalogues zusammengestellt ist. Einige Notizen über Fundorte und Färbung während des Lebens sind beigefügt. Allgemein Anatomisches. Gr. Paladino sucht nach- zuweisen, in welcher Art die Karyokinese unter physio- logischen Verhältnissen zur histologischen Erneuerung einiger Gewebe und Organe beitrage und welche Modi- ficationen dieselbe zeige, obwohl sie fundamental immer dieselbe bleibe. Die Karyokinese wurde beobachtet im Endothel der Capillaren von Tritonlarven, hauptsächlich in den Capillaren der Muskeln, der nervösen Stämme und der Haut. Contrib. alla conoscenze sulla cariocinesi. Estr. d. Riforma Medica 1886. Integumentalgebilde. In seiner Arbeit über die Phy- siologie und Pathologie des Hautpigmentes bringt S. Ehr- mann auch Untersuchungen über Bildung und Fortschaf- 206 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen fung des Pigments bei Frosch und Salamander. Viertel- jahrsschr. f. Dermat. u. Sypli. Bd. 13 pag. 57—77. Sceletsystem. Das Knochengewebe der Batrachier stimmt nach D. Bergendal mit dem der Reptilien im Bau genau überein. Bei vielen Batrachiern treten in der Entwicklung der Knochen periostale Schichten und Ha- vers'sche Kanäle auf. Resorption abwechselnd mit Appo- sition bedingt das Knochenwachsthum ; dass metaplastische Verknöcherungen von grösserer Bedeutung daran Theil haben, ist nicht sicher bewiesen. Wirkliches Knochen- gewebe tritt in den Carpal- und Tarsalknochen auf. Ein eigenthümlicher Ossificationsprocess zeichnet die kurzen Knochen schon bei den Reptilien aus. Jemförande Studier och Undersökningar öfver Benväfnadens Struktur, Utveck- ling och Tillväxt. I. Hist. Inledning. IL Benväfnaden hos Amfiberna. Lund, 4^. 152, 11 pag., 6 Taf. ; auch in: Acta Univ. Lund Bd. 22. — Ref. in Anal Anzeiger 1. Jahrg. pa^. 189—190. H. C. Geelmuyden hat auch eine Reihe von Unter- suchungen über das Knochenmark als Stelle der Ent- wicklung rother Blutkörperchen bei Fröschen, Kröten und Tritonen vorgenommen, die aber nicht sehr entscheidend ausgefallen sind. Arch. Math, og Naturvid. Kristiania Bd. 11 pag. 1—198. Muskelsystem. S. Mayer untersuchte an Kaul- quappen die sogenannten Sarcoplasten, die er zwar als selbständige und specifische Gebilde anerkennt, aber nur als Producte eines Zerfalles normaler quergestreifter Mus- keln auffassen kann. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 231 bis 235. Eine Regeneration von organischer Musculatur bei Molge taeniata bewirkten H. Stilling & W. Pfitzner. Arch. f. mikrosk. Anat Bd. 28 pag. 396—412, Taf. 25. Sinnesorgane. Wachsthum und Regeneration des Epi- thels der Linsenkapsel — auch bei Frosch- und Triton- jarven — geschieht nach S. Robin ski nicht vom Rande her durch Anfügung, sondern hier und da mitten zwischen in der Herpetologie während des Jahres 1886. 207 den übrigeu, durch Theilung, durch Bildung und also Einlagerung neuer Zellen. Berlin. Klin. Wochenschr. 23. Jahrg. pag. 646 — 650. Circulationsorgane. C. Rabl hat an Embryonen von Salamandra und Molge Beobachtungen über die Bildung des Herzens angestellt. Morph. Jahrb. Bd. 12 pag. 252 bis 273, Taf. 15—16, 2 Fig. und Wien. Med. Presse No. 2 pag. 47—48. A. Blaschek brachte Untersuchungen über Ent- wicklung von Herz, Pericard, Endocard und Pericardial- höhle bei Eana, Bnfo und Siredon. Seine Angaben stehen mit denen Goette's und mit den eben erwähnten, etwas später veröffentlichten RabFs in offenem Widerspruch. Mitth. Embryol. Inst. Wien (2) Heft 1 pag. 33— 50, 3 Fig. S. Mayer hat Studien zur Histologie und Physiologie des Blutgefässsystems veröffentlicht, die er hauptsächlich an der Membrana hyaloidea des Froschauges gemacht hat. Sitz.-Ber. Akad. Wien Bd. 93, Abth. HI pag. 45—55. Urogenitalsystem. Beobachtungen über das secer- nierende Epithel der Batrachierniere hat J. Bouillot angestellt. Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (8) Bd. 3 pag. 325—326. Über Becherzellen im Blasenepithel verschiedener Batrachier s. auch J. H. List im Biol. Centr. -Blatt Bd. 5 (1885) No. 12. — Derselbe gibt eine erschöpfende Dar-, Stellung der Literatur und der Geschichte der Becher- zellen, der von ihm angewendeten Untersuchungsmetho- den, der Form der unbefussten und der befussten Becher- zellen und der Grösse derselben. Weiter wird der Inhalt der Theca in Bezug auf Filarmasse, Interiilarmasse, Inhalt des Fusses und Stieles und Kern besprochen und die Secretion, Stomabildung, Ausstossung, Entwicklung, Vor- kommen, Verhältniss von Becherzellen zu Leydig'schen Zellen und Schleimdrüsenzellen, Bechermetamorphose und Bedeutung der Becherzellen klargestellt. Sie sind stets als secernierende Gebilde und zwar als einzellige Drüsen 208 Dl*- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen aufzufassen. Arcli. f mikrosk. Auat. Bd. 27 pag. 481 bis 588, Taf 25—30 [vergl. Ber. f. 1885 pag. 305]. Einen Fall von Hydropisie des Ovariums bei Molge jjunctata erwähnt J. Jullien. Bull. Sog. Zool. France Bd. 11, Proc.-verb. pag. 40. C. K. Ho ff mann hat die Entwicklungsgeschichte der Urogenitalorgane an Embryonen von Molge cristata und von mehreren Anuren eingehend studiert. Von der wichtigen und umfangreichen Arbeit lässt sich nicht wol ein kurzer Auszug geben. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 44 pag. 570—643, Taf. 33—35, 4 Fig. Ontogenie. In einer Notiz über Furchung und Achsen- bildung theilt A. Raub er mit, dass die erste Furchung das Batrachierei in der Eegel in eine vordere und in eine hintere, nicht in eine linke und in eine rechte Hälfte theile. Der Winkel der ersten Furche zur zukünftigen Längsachse beträgt bei Rana in 5 von 7 Fällen, bei Proteus in 10 von 15 Fällen nahezu 90 o. Die Theilung in eine rechte und in eine linke Hälfte ist also nicht durch das ganze Thierreich hindurch Gesetz. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 157—159 [vergl. Ber. f. 1884 pag. 314]. Erwähnt seien hier auch noch W. Roux' allgemeinere Arbeiten über Entwicklungsmechanik des Embryo in Zeit- schrift f. Biol. Bd. 21 (1885), 118 pag. und über die Be- stimmung der Hauptrichtungen des Froschembryo und über die erste Theilung des Froscheies in Breslau. Arztl. Zeit. 1885 No. 6ff., 54 pag. , weil sie sich auf Versuche und Beobachtungen am Ei von Eana temporaria stützen [vergl. Ber. f. 1884 pag. 312]. Über Kerntheilungsfiguren im Medullarrohr der Batra- chier macht A. R a u b e r Mittheilungen. Neben einer historischen Entwicklung bringt Verf. eigene Beobachtun- gen aus Hirn und Retina von Froschembryonen, aus Hirn, Rückenmark und Epithel des Geruchgrübchens von Frosch- larven. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 159 — 164 und Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 26 pag. 622—644, Taf. 31. in der Herpetülogie während des Jahres 1886. 209 G. Born gibt weitere Beiträge [vergi. Ber. f. 1883 pag. 424 und f. 1885 pag. 314] zur Bastardierung zwischen den einheimischen Anuren. Er weist überzeugend nach, dass die Kreuzung zwischen den verschiedenen Arten (namentlich zwischen Rana temporaria S und arvalis $) nicht blos möglich, sondern dass auch die reciproke Be- fruchtung zwischen $ und $ zweier Arten nicht selten ist. Befruchtungsfähigkeit ist übrigens nicht zu verwechseln mit voller Entwicklungsfähigkeit, die recht selten ist und auch dem Verf. nur in zwei Fällen bis zur Vollendung der Metamorphose gelang. Es waren das Bastarde von Rana temporaria S mit R. arvalis § und von Bufo varia- hilis S mit B. vulgaris $, die auch durch Mischung von väterlichen und mütterlichen Charakteren sich als solche erkennen Hessen. Im allgemeinen gilt auch jetzt noch der Satz, dass die Bastardbefruchtung am besten in der Hochbrunst beider Geschlechter gelingt, aber sie hängt in auffallender Weise von der Concentration des Samens ab. Die Procentzahl der regelmässig gefurchten Eier nämlich nimmt mit der Verdünnung der Samenflüssigkeit stetig zu, zugleich wächst aber auch die Zahl derer, welche ganz unverändert bleiben, also ganz unbefruchtet sind. Bei einer Verdünnung, bei welcher der Samen der eignen Art auf die Eier noch vollkommen wirksam ist, versagt der fremde Samen vollständig. Das Vorhandensein von mehr als einem Spermakern im Ei ist ein Umstandj welcher in den meisten Fällen die Entwicklung eines nor- malen Wesens auf das Schwerste bedroht. Alle gröberen Unregelmässigkeiten, die bei der Kreuzung der Batrachier auftreten, beruhen somit wahrscheinlich auf Polyspermie. Im grossen und ganzen aber finden wir, dass fast in allen Fällen, in denen in der Natur die Gefahr einer Kreuzung nahe liegt, die Befruchtung entweder durch besondere Verhältnisse am Ei oder Samen ganz vereitelt wird, oder, wenn doch eine solche eintritt, wenn die Samenkörper an das Ei herangelangen, dass dann im Ei nicht die rich- tigen Vorgänge, welche auf Ausschluss aller Samenkörper mit Ausnahme eines einzigen abzielen, ausgelöst werden, Aach. f. Naturgesch. 53. Jahrg. II. Bd. 1. H. Q 210 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen sodass durcli das Übermaass der Befruchtung selbst der zeitige Untergang der bastardierten Eier herbeigeführt wird. In anderen Fällen, in denen auch der complicierte Vorgang der Befruchtung selbst ganz normal verläuft, sterben die bastardierten Eier doch ab, wie es scheint, nur weil sich die verschiedenartigen, im Samenkörper und im Ei enthaltenen Entwicklungstendenzen nicht vereinigen lassen. In den meisten Fällen aber, wo nicht nur die Befruchtung, sondern auch die Entwicklung regulär ab- läuft, sichert die Natur die Erhaltung der Artcharaktere sehr einfach und wirksam dadurch, dass die Bastarde unfruchtbar werden. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 27 pag. 192—271, Taf. 10—12. Über Regeneration der glatten Muskelfasern s. oben Stilling & Pfitzner pag. 206. F. Tu ck er man fand ein überzähliges Bein beim S von Bana 'palustris. Journ. of Anat. a. Phys. Bd. 20 pag. 516—519, Taf. 16. Über eine Missbildung bei Rana esculenta berichtet R. Lauterborn. An Stelle des linken Hinterbeins fand sich ein von Haut bedeckter, dünner, abgerundeter Stum- mel ; auch das linke Auge fehlte und war nur durch einen bräunlichen Fleck angedeutet. Zool. Garten 27. Jahrg. pag. 164. Biologisches. Joh. v. Fischer behandelt in seiner bekannten, anschaulichen Weise den Nutzen der Batrachier für Landwirthschaft und Küche und speciell den von Rana esculenta und temporaria^ Discoglossus, Pelodi/tes^ Alytes^ Bom- binator, PelobateSy Bufo vulgaris, variabilis, calamita und panthermus, Hyla, Salamandra maculosa und atra, Sala- mandrina, Chioglossa, Pleurodeles, Molge cristata, helvetica, punctata, alpestris, pyrenaea, blasii und marmorata und von Spelerpes fuscus und Proteus. Hole des Amphibiens en Agriculture. Publication du Progres agricole et viticole. Montpellier, Grollier & Fils, 8^. 23 pag. Faunistisches. P. Parenti & L. Picaglia geben die Liste der von P. Parenti auf der Fahrt der italienischen Corvette Vettor Pisani in 1882-r-85 und von V. Ragazzi in der Herpetologie während des Jahres 1886. 211 an den Küsten des Rothen Meeres und Südamerikas 1879 bis 84 gesammelten Batrachier. Es sind 14 Anuren ver- schiedener Provenienz. Die wichtigsten sind: Bufo regularis Rss. von Ismaila, Aegypten, Rhacophorus maculatus Gray von Ticao, Philippinen, Dendrobates tinctorius Schnd., En- gystomops stentor Esp. und Bufo marinus L. von der Insel Taboga bei Panama, Paludicola hihroni Tsch. und Bufo spinnlosus Wgm. von Coronel, Chile, und Bufo marinus und dorhignyi D. & B. vom Rio Parana, Argentina. Atti Soc. Nat. Modena, Mem. Orig. (3) Bd. 5. 73 pag. Palaearctische Region. F. E. Schulze zählt von Tanger, Marocco, auf Hyla arhorea L., Bufo vulgaris Laur., variabilis Pall. [ist mauritanicns Schlg. Ref.], Discoglossus pictus Grav. und Pleurodeles icaltli Mich., die Quedenfeldt daselbst gesammelt hat. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 1. Die geographische Verbreitung der Batrachier in Portugal mit Anführung zahlreicher neuer Fundorte bringt E. Sequeira. Bol. Soc. Geograph. Lisboa (6) No. 5.20 pag. R. Gassner bringt Lebensschilderungen der 11 nord- böhmischen Lurche. Er nennt Bufo vulgaris^ variabilis^ Bombinator igneus mit rothem Bauche zwischen Leipa und Kosel, Pelobates fuscus unterhalb Leipa uud am Kahlen- berge, Hyla arborea^ Rana esculenta^ temporaria^ Salamandra angeblich bei Bodenbach und Schönfeld, Molge cristata, alpestris bei Nassendorf nächst Schönlinde und punctata. Mitth. Nordböhm. Exc.-Club 9. Jahrg. pag. 25—30. G. Rad de verzeichnet beiläufig Fundorte einiger Batrachier aus dem russisch -persischen Gränzgebiet, so pag. 347 Rana esculenta L. var. cachinnajis Pall. aus den Morzi bei Lenkoran und pag. 162 Hyla arborea L. von Ardebil in Aderbaidshan, Persien, pag. 339 von Lenkoran. Reisen an der persisch-russischen Gränze: Talysch und seine Bewohner. Leipzig, F. A. Brockhaus. 18, 450 pag., 12 Fig., 4 Taf., 1 Karte. 0. Boettger zählt aus dem Talysch-Gebiet nur 4 Anuren auf, wozu G. Rad de in einer Nachschrift pag. 81 noch einen Caudaten hinzufügt. Von genaueren Fund- 0* 212 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen orten sind zu verzeichnen Rana esculenta var. ridibunda PalL, agilis Tho., Bufo viridis Laur. und Hyla arborea (L.) vonLenkoran und Molge kareliniStr. von Anitino in Talyscb. G. Radde's Fauna und Flora des südwestl. Caspi- Gebietes. Leipzig, F. A. Brockhaus. pag. 76 — 82. Eine Ueb ersieht der braunen Frösche des nördlichen Asiens gibt G. A. Boulenger. 3 neue Arten. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 595-600. Nordamerikanische Region. E. Hughes bringt eine vorläufige Liste der Batrachier von Franklin County, Indiana. Bull. Brookville Soc. Bd. 2 pag. 40 — 45. Indische Region. Wegen der bis jetzt von den Philippinen in der Literatur verzeichneten Anuren vergl. 0. Boettger. Ber.Senckenberg. Nat. Ges. Frankfurt a. M., Vortr. u. Abb. pag. 121 — 125. Africanische Region. In einer Mittheilung über die von E. Storms in der Tanganjika- Region gesammelten Batrachier zählt L. Dollo vom Tanganjika auf die beiden Anuren Rappia marmorata Rapp und Bufo regidaris Rss. Bull. Mus. Roy. H. N. Belg. Bd. 4 pag. 151—160, 5 Fig. J. V. Barboza du Bocage zählt von der Insel S. Thome auf 1 Caecilie und 4 Anuren, darunter je eine nene Rana und Hyperolius (s. Ranidae). Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa Bd. 11 pag. 65—75. Tropisch -americanisclie Region. F. Ferrari-Perez zählt die in Mexico von der Comision Geographica Mexicana gesammelten 13 Batrachierarten auf. Die Be- stimmungen rühren von E. D. Cope her. Ausser den schon im Ber. f. 1885 pag. 309 unter Cope aufgezählten Arten sind es aus der Prov. Veracruz von Jalapa Rana halecina Kalm, Lithodytes rhodopis Cope und Bufo valliceps Wgm., von Jicaltepec Bufo marinus L., aus der Prov. Puebla von Puebla Rana halecina Kalm und Bufo compaciilis Wgm., aus der Prov. Chiapas Bufo canaliferus Cope, aus der Prov. Hidalgo von Huasca Amblystoma tigrinum Green und aus der Prov. Durango^von Villa Lerdo Bufo cognatus Say. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 9 pag. 197—199. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 213 In einem 13. Beitrag zur Herpetologie des tropischen Americas bringt E. D. Cope Listen von Batrachiern aus Nicaragua, Panama und Chiriqui. Von Nicaragua pag. 272 stammen Bufo haematitiois Cope, ynarinus L., vaUiceps Wgm., Dendrohates tinctorius Schnd. , typographus Kef., llypsihoas alhomarginatas Spix, Agalychnis helenae Cope, Lithodyies diastema Cope, Raiiula chrysoprasina Cope, und je ein neues Engystoma (s. Engystomatidae), Hypsihoas und Hyla (s. Hylidae), Hylodes und 2 Lithodytes (s. Cys- tignathidae) ; von Panama pag. 279 kommt Herpele ochrocephala Cope, von Chiriqui pag. 281 eine neue Hyla. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 271—282. Derselbe bringt eine Aufzählung der von J. Hauxwell bei Pebas am oberen Amazonas gesammelten Anuren. Es sind eine neue Hyla^ sodann Hyla marmorata Daud., Pithecopiis tomopternus Cope, Ceratophrys dorsata Wied, Dendrohates tinctorius Schnd. und triviftatus Spix. Bekannt sind von dort jetzt 15 Batrachier. Ebenda pag. 95 — 96. Derselbe verzeichnet von Canutama und von Marrahan am mittleren Purus im Stromgebiet des Amazonas Bufo agua L., Hyla leucophyllata var. Beir. und einen neuen Lithodytes (s. Cystignathidae). Ebenda pag. 103, Anm. In seiner Synopsis der Reptilien und Batrachier der brasilianischen Provinz Rio Grande do Sul zählt Gr. A. Boul enger 28 Batrachier — 27 Anuren, 1 Apoden — von dort auf. Für die Provinz neue Formen und die zahl- reichen synonymischen Bemerkungen sind unten ver- zeichnet. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 423—445. E. D. Cope verzeichnet aus Peru von Tarapota Dendrohates trivittatus Spix und Leptodactylus poecilochilus Cope, von Tombez Bufo haematiticus Cope und Hyla phaeota Cope. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 94, Anm. Australische Region. W. Macleay bringt in seiner Zoologie von Australien pag. 291 — 293 auch eine kurze Übersicht der Batrachierfauna. Proc. Roy. Soc. Tasmania 1885 pag. 285—308. Da mir jetzt erst die 10 ersten Decaden von F. Mc 214 Dl'- Oskar ßoettger: Bericht über die Leistungen Coy's Prodromus of the Zoology of Victoria, Melbourne 1885, S^ zugänglich geworden sind, trage ich unten die noch nicht aufgeführten Abbildungen nach. J. J. Fletcher nennt von Cairns, Queensland, Hyla dolichopsis^ caerulea ^ lesueuri^ peroni^ nasuta^ gräcilentay Limnodynastes or^natus und 2 unbestimmte Arten. Proc. Linn. Soc. K-S.- Wales (2) Bd. 1, Sitz. v. 25. Aug. G. A. Boulenger beschreibt eingehend und bildet ab die Anuren der Salomonsinseln, von denen er schon früher [vergl. Ber. f. 1884 pag. 316 u. f.] Diagnosen ge- geben hat. Alle 9 Arten sind für die Inseln eigenthümlich. Trans. Zool. Soc. London Bd. 12 pag. 35—62, Taf. 8—13. Systematisches. Derselbe beleuchtet die Kritik, mit der R. Blanchard [vergl. Ber. f. 1885 pag. 316] seine Eintheilung der Anuren bemängelt. Die Form der Wirbel als Haupteintheilungsprincip anzunehmen sei unausführbar; es habe z. B. unter den Pelobatiden Xenophrys procoele, Megalophrys opisthocoele Wirbel, unter den Salamandriden sei Pletliodon amphicoel, Desmognathus opisthocoel. Über- haupt sei der grössere Theil der Salamandriden nicht opisthocoel, sondern amphicoel. Irrig sei auch das Urtheil über die geringe systematische Bedeutung des Sacral- wirbels und seiner Apophysen, wie Verf. schlagend nach- weist. Die angeführten Beispiele genügen zu dem Beweise, dass Blanchard in diesen Dingen ohne genügende Sach- undLiteraturkenntniss geurtheilt hat. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 320—321. — Eine Erwiderung darauf bringt R. Blanchard. Ebenda pag. 322—323. E. D. Cope zählt in einer Synonymenliste der nord- americanischen Vertreter der Gattungen Bufo und Rana 10 Species von Bufo mit 4 Subspecies und 11 Species von Rana mit 13 Subspecies sammt ihrer Synonymie auf, und beschreibt sodann als neu 1 Bvfo^ 2 Subspecies von Rana, 1 Plet1iodo7i (s. Plethodontinae) und 3 Amhlystoina (s. Amblystomatinae). Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag.514 bis 526. in der Hei-petologie während des Jahres 1886. 215 Ecaudata* Allgemein Anatomisches. Von J. c. Ewart, The Dissection of the Frog [vergl. Ber. f. 1884 pag. 310] erschien eine neue Auf- lage in 4 ". Integumentalgebilde. Über die Pacini'schen Körperchen beim Frosche macht AV. N. Weliky Mittheilungen. Arbeit. St. Petersburg. Naturf. Ges. Bd. 15 (1884), Protoc. pag. 39—40 (russ.). In seiner Arbeit über schröpfkopfartige Gebilde und Haftorgane im Thierreich behandelt J. Niemiec auch die Schröpf köpfe der Froschlarven, die er als rein epidermale Gebilde auffasst. Rec. Zool. Suisse Bd. 2 (1885) pag. 1—148, Taf. 1—5. P, Mitrophanow fasst in einer Mittheilung über die ^Nerven- endigungen im Epithel der Kaulquappen und über Koelliker's Stiftchen- zellen [vergl. Ber. f. 1885 pag. 310—311] die im Laufe der letzten beiden Jahre über diesen Gegenstand veröffentlichten Arbeiten zu- sammen und sucht den Nachweis zu führen, dass die Kölliker'schen Stiftchenzellen der Batrachierlarven den Leydig'schen Zellen der Salamandrina-lj3iYYeTa. entsprechen, also drüsenartige Elemente sind. Die Verwandlung der Kölliker'schen Zellen der Kaulquappen in die Rudneff'schen Zellen der Frösche sei nicht unmöglich. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 548—553. Betreffs A. B. Macallum's Arbeit über die Nervenendigungen im Hautepithel der Froschlarve in Proc. Canad. Inst. Bd. 3 pag. 276 — 277 vergl. Ber. f. 1885 pag. 311. — Ref. in Journ. R. Micr. Soc. London (2) Bd. 6 pag. 947. Sceletsystem. C. Lloyd Morgan fand in der Wirbelsäule von Bana teniporaria mehrfach den 8. Wirbel procoel statt wie gewöhnlich amphicoel, bei einem Stück aber den 8. und 9. Wirbel in noch com- plicierterer Weise abnorm. Nature Bd. 35 pag. 53. G. B. Howes gibt eine Beschreibung abnormer Wirbelsäulen bei zwei Stücken von Eana temporaria. An der einen findet sich ein überzähliger 10. Wirbel, an der andern sind die 8 vorderen Wirbel normal, der 9. aber nimmt mittelst mächtiger Processus transversi den Beckengürtel auf. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 277 bis 281, Figg. Nervensystem. S . F r e n k e l untersuchte den Froschlarvenschwanz mit Rücksicht auf die Eberth-Pfitzner'schen Gebilde in den Epithelien. Arch. f. Anat., Phys. Abth. pag. 415—431, Taf. 13. ~ Anmerkung dazu von J. Gaule, ebenda pag. 429. Ueber den feineren Bau der peripheren markhaltigen Nervenfaser berichtet E. J acobi nach Beobachtungen am Ischiadicus des Frosches- Verb. Pbys. Med. Ges. Würzburg. 216 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Eingehende Mittheilungen über Nervenfasertheilungen in den Nervenstämmen der Froschmuskeln macht K. Mays. Zeitschr. f. Biol. Bd. 22 pag. 354-372, 1 Taf. M. V. Lenhossek stellt eingehende Untersuchungen an über die Spinalganglien von Bana esculenta. Während bei den Fischen die Nervenzellen der Wurzelganglien bipolar, d. h. mit zwei Fort- sätzen versehen sind, sind die der höheren Thiere sämmtlich unipolar Verf. sucht diesen auffallenden Befund dadurch zu erklären, dass dieselben nur anatomisch unipolar sind, physiologisch aber könne man sie ebenfalls als bipolare, im Verlauf der sensitiven Fasern eingestreute Zellen betrachten. Ein Schlusskapitel behandelt die den Spinalganglien des Frosches constant anhaftenden sogenannten Kalk- säckchen, die Verf. für zusammengesetzte tubulöse Drüsen ohne Ausführungsgang hält. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 26 pag. 870—453, Taf. 15—16 und Math. Nat. Ber. Ungarn Bd. 3 pag. 68—70. A. Braun beschreibt die Varietäten des Plexus lumbosacralis von Bana. Inaug.-Dissert. Bonn, 8 ". 26 pag. [vergl. auch Davidoff in Ber. f. 1885 pag. 320]. Mittheilungen über die Nervatur des Musculus rectus abdominis beim Frosche bringt K. Mays. Dieser Muskel zeichnet sich dadurch vor anderen aus, dass er von mehreren Nerven versorgt wird, die an verschiedenen Orten aus dem Wirbelcanale treten. Festschr. Euperto- Carola v. Nat. Med. Ver. Heidelberg pag. 19—43, 1 Taf. L. Po'gosheff beschreibt die Nervenendigungen in den Fasern des Musculus sartorius beim Frosche. Melang. Biol. Petersbourg Bd. 12 pag. 321—324. E. Lahousse berichtet über die Granglienzellen der Scheidewand des Herzens und über die Spina] ganglienzellen beim Frosche. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 114 — 116. Der Nervenplexus in der Vorhofsscheidewand des Froschherzens zeigt nach demselben die Structur eines der Neuroglia analogen Zellennetzes. Arch. f. Anat., Phys. Abth. pag. 191—196, Taf. 8. Mittheilungen über den Verlauf und die Function der Gefäss- nerven beim Frosche macht J. Arkharoff. Arch. Slav. Biol. Bd 1 pag. 570—574. Sinnesorgane. M. Schiff gibt einen Bericht über K. Schipiloff's Untersuchungen über den Einfluss der Nerven auf die Erweiterung der Pupille bei Fröschen. Untersucht wm-den der Antagonismus zwischen den verengernden und erweiternden Pupillennerven, die SpinalnervenwurzeJn, aus denen beim Frosch Erweiterer der Pupille entspringen, der Einfluss der sympathischen Ganglien auf Erweiterung und Verengerung und die Einwirkung der Reflexthätigkeit auf Er- weiterung der Pupille, der Einfluss des Lichtes auf die Pupille des ausgeschnittenen Auges und die Folgen der Verletzung desSympathicus in der Herpetologie während des Jahres 1886. 217 nach Zerstörung des Rückenmarkes. Pflüger s Arch. f. Phys. Bd. 38 pag. 219—273. Ueber circiimvasale Safträume der Glaskörpergefässe von Bana esculenta macht W. Zimmermann Mittheilungen. An den Capillaren der Hyaloidea sei in der That ein Saftlückensystem nachweisbar, das vom Gefässlumen ausgefüllt wird. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 27 pag. 410-418, Taf. 19. Über den Bau des Geruchsorgans bei den Batrachiern und speciell bei Bana temporaria berichtet A. Dogiel. Verfasser findet drei Arten von Zellen. Es Hess sich ein scharfer Unterschied zwischen Stützzellen und Riechzellen feststellen; die Stützzellen sind beim Frosch als Schleimzellen zu bezeichnen. Die Bowman'schen Drüsen gehören ihrem Bau nach zu den serösen Drüsen. Biol. Centr.- Blatt Bd. 6 pag. 428-431, Arbeit. Naturf. Ges. Kasan Bd. 16, Heft 1, 82 pag., 1 Taf. (russ.) und Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 29 pag. 74 bis 139, 3 Taf. E. Kaufmann stellte sich die Aufgabe, das Verhalten der Epithelial- und Riechzellen zu studieren, wenn dieselben verschiedenen Bedingungen und Einflüssen ausgesetzt sind, und zwar sowol am lebenden Thier (Bana), als an der im Zusammenhang mit dem Olfactorius herauspräpariei-ten Schleimhaut. Verf. ist geneigt, die Empfindung der Geruchsthätigkeit in sämmtliche Endorgane, d. h. in die Epithelial- und in die Riechzellen, zu verlegen. Med. Jahrb. Wien (2) Jahrg. 1 pag. 79—96. Circulationsorgane. Mittheilungen über den Bau der rothen Blutkörperchen bei Bana macht G. Boccardi. Albini, Lavori eseg. neir Ist. Physiol. Napoli Bd. 1 pag. 15-21. Bei 20— 35 mm langen Froschlarven fand W. "Weliky an jeder Seite der Schwanzflosse 3 — 4 Lymphherzen pulsierend und in die Seitenvenen mündend, die wie beim Salamander und Axolotl längs des Sulcus lateralis, dem Rumpfe näher, gelagert sind. Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 524 — 525. ürogenitalsytem. M. N u s s b a u m beschreibt eingehend und bildet ab den Gefässapparat der Froschniere. Abgehandelt werden die zuführenden Gefässe, Arterien und Vena portarum renis, und das ableitende , die Vena cava inferior. Sodann bespricht Verf. die Circulation in der Niere, den Bau der Malpighi'schen Körperchen und ihrer Verbindung mit dem Hodennetz, ihre Entwicklung, die Secretion der Vorniere, die Einmündung der Wimpertrichter in die Wurzeln der Vena cava inferior, die Anastomosen der Ovarial- und Mastdarmarterien und die von ihm angewendeten Untersuchungs- methoden. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 27, pag. 442—480, Taf. 21 bis 24. G. Kabrehl bestätigt die Existenz eines Lymphsystems in der Froschniere. Med. Jahrb. Wien (2) Jahrg. 1 pag. 385—391, 2 Taf. 218 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen In seinen Spermatologischen Beiträgen III macht A.v.la Valette St. George Mittheiluugen über den feineren Bau der Samenkörper von Bufo cmereus, Hyla arhorea und Rana esculenta und gibt neue Zeichnungen derselben. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 27 pag. 385 bis 397, Taf. 14—16. — Ref. in Journ. R. Micr. Soc. London (2) Bd. 6 pag. 935. Ontogenie. Mittheilungen über Reifung und Befruchtung des Eies von Bana temporaria bringt 0. S c h u 1 1 z e. Er bespricht Follikelepithel des fast reifen Eies, Dotterhaut und Gallerthülle des gelegten Eies, Drehung des Eies und die Eikerne nach der Befruchtung. Verf. bestätigt die Angaben von Bambeke, Hertwig und Born über die Befruchtung. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 149—152. Über den Nucleus des Froscheies berichtet G. Thin. Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1885 pag. 1069—1071. Eine Notiz über den Blastoporus als bleibenden After bei den Anuren bringt J. Perenyi. Magy. Tud. Akad. Ert. 5. Köt. pag. 11 bis 15 (ungar.). Eine Beobachtung über die Anwesenheit eines Canalis neur- entericus, der nichts mit dem Blastoporus zu thun hat, macht H. E. Durham bei Bana. Qu. Journ. Micr. Sc. (2) Bd. 26 pag. 509 bis 510, Taf. 27. Nach D. Barfurth werden durch Hunger die letzten Stadien der Verwandlung von Bana temporaria abgekürzt. Bei den Hunger- thieren kommen die Vordergliedmaassen schneller zum Vorschein. Auch gefütterte Thiere fressen in den letzten Stadien der Verwandlung weniger als vorher. Abschneiden des Schwanzes bleibt ohne Einfluss auf die Verwandlung oder verlangsamt dieselbe. Sämmtliche Thiere regenerierten den Schwanz; selbst solche, die sich schon kurz nach der Verstümmelung verwandelten, hatten wenigstens die Regeneration eingeleitet. Bei Verwandlung der Froschlarven geht immer die eine Körperseite, und zwar meistens die rechte, voraus. Tagebl. 59. Vers." D. Naturf. u. Ärzte pag. 139, Biol. Centr.-Blatt Bd. 6 pag. 609—613 und Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 314 — 317. Nach S. Cecchini's vorläufiger Mittheilung wird die Milz bei Bana nur dann reproduciert , wenn Stückchen des Milzparenchyms während der Operation in der Bauchhöhle ausgesäet worden sind. Rassegna Sc. Med. 1. Jahrg. No. 5. 10 pag. Biologisches. In Notizen über die Laichzeit der Frösche und Kröten im Venetianischen zeigt A. P. Ninni, dass diese Periode bestimmt wird durch atmosphärische Bedingungen, indem sie früher eintritt bei mildem, später bei kaltem Wetter im Vorfrühling. Atti Ist. Veneto (6) Bd. 4 pag. 1509—1533 und Rivista Scientif. Industr. vom Nov. G. A. Boulenger weist pag. 51 — 52 nach, dass Bana opisthodon Blgr. von den Salomonsinseln zu den Arten mit abgekürzter Ver- in der Herpetologie während des Jahres 1886. 219 Wandlung gehört und ihre Entwicklung im Ei vollendet. Das Ei misst 6 — 10mm. Das Junge hat beim Ausschlüpfen keine Spur eines Schwanzes, keine Kiemen, aber auf jeder Bauchseite mehrere regel- mässige Querfalten, die wol Reste von Athemorganen sein dürften. Die Schnauzenspitze trägt einen conischen Eizahn, der offenbar zur Durchbohrung der Eihülle bestimmt ist. Auch bei Cornufer solomonis Blgr. pag. 55. dessen Ei einen Durchmesser von 5 mm zeigt, und bei Ceratobatrachus pag. 58 wird eine abgekürzte Verwandlung vermuthet. Trans. Zool. Soc. London Bd. 12. Nach H. V. Ihering legt Phyllomedusa ihcringi Blgr. ihre Eier nicht ins Wasser, obgleich sich die Larve darin entwickelt, sondern zwischen zwei oder drei zusammengelegte Blätter, welche über stehendem Wasser hängen. Die Laichmassen haben bei 40 — 50 mm liänge 15 — 20mm Breite. Beigefügt ist eine kurze Notiz über geringe Intelligenz, Stimme und Erscheinungszeit dieses Laubfrosches. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 17 pag. 461—463, 1 Fig. Im Anschluss daran bemerkt G. A. Bouleuger, dass Chiromcmtis rufescens Gthr. = guineensis B. & Pts. eine ähnliche Brutpflege zeige. Es bringt die bis jetzt bekannten Thatsachen über Brutpflege bei den Anuren in folgendes Schema: I. Ei klein. Die Larve verlässt es in relativ frühem Embryonal- stadium. A. Das Ei wird im Wasser abgelegt (bei den meisten Batrachiern ; alle europäischen Arten mit Ausnahme von Ahjtes). B. Das Ei wird ausserhalb des Wassers abgelegt. a. auf dem Boden trockner Pfützen [Leptodactylus oeellatus L., mystacinus Burm., Faludicola yracilis Blgr.). b. in Blättern über dem Wasser (Chiromantis rufescens Gthr., Phyllomedusa iheringi Blgr.). II. Ei gross. Die Larve macht einen Theil oder die ganze Metamorphose innerhalb desselben durch. A. Das Ei wird auf feuchtem Boden oder in Blättern abgelegt (Bana opisthodon Blgr., Hylodes martinicensis D. & B.). B. Die Eier werden herumgeschleppt a. durch das $ 1. um die Beine gewickelt (Alytes), 2. im Kehlsack (Bhinoderma). b, durch das $ 1 . am Bauch befestigt (Bhacophorus reticulatus Gthr.), 2. auf dem Rücken befestigt (Pipa), 3. in einer Rückentasche (Nototrema), Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 17 pag. 463—464. 220 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Untersuchungen über die Entwicklung der Sexualität der Frosch- larven und über den Einfluss von Wellenschlag auf die Entwicklung stellte E. Yung an. Compt. Rend. Ass. Fr. Sc. Bd. 14, I pag. 151. F. E. Schulze hielt Larven von Discoglossus pictus in drei Behältern, in denen in dem einen nur mit Fleisch gefüttert wurde, im andern sich gewöhnliche Wasserpflanzen befanden, im dritten nur alte, in Auflösung begriffene, oder kranke Hydrodictyum utriculatum. Letztere gediehen am besten, dann die mit Fleisch gefütterten, am wenigsten die, denen nur die Wasserpflanzen zu Gebote standen. Im übrigen sind sie wie alle Froschlarven omnivor. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 31—32. Beobachtungen und Notizen über die Feinde der Frösche bringen W. A. Carter (Mäuse pag. 109, Schildkröten pag. 155), H. Ling Roth (Ratten, Mantiden, Blutegel, Schlangen und Agamiden pag. 194) und T. Martyr (Katzen pag. 217—218). Nature Bd. 34. — Eine ähnliche Notiz von H. Ling Roth s. Zoologist (3) Bd. 10 pag. 340. PalaeontolOgiSChes. AV. Wolter stör ff bringt im Eingang seiner mit Liebe verfassten Arbeit über fossile Frösche und speciell über das Genus Palaeobatrackus I. Theil eine Aufzählung der bekannten Literatur über fossile Anuren und gibt dann die eingehende Osteologie der Gattung Palaeobatrackus Tsch. und seiner Larve. Da der Brust- schultergürtel und die procoelen Wirbel auf die Areiferen hinweisen, könnte das Genus als Ordnung Palaeobatrachidae zwischen diese und die Aglossa gestellt werden. Palaeohatrachus weist in den wich- tigeren Theilen Ähnlichkeit mit Dactylethra , Pipa, Pelodytes und Batrachopsis auf und ist vielleicht, da diese Gattungen vier Familien und vier Erd theilen angehören, als Collectivform zu betrachten. Von den 9 Arten der Gattung werden eingehend beschrieben und abgebildet Palaeobatrackus düuvianus {GoMf), äsinnfritsc/nn. aus der miocaenen Braunkohle von Kaltennordheim, Rhön pag. 51, luedeckei n. aus der von Markersdorf, Böhmen, und Zittau, Sachsen pag. 67; vorläufig nur abgebildet ist eine unbenannte Species aus der Braunkohle von Kalten- nordheim und aus den Miocaenablagerungen von Weisenau bei Mainz. Jahrb. Nat. Ver. Magdeburg f. 1885 pag. 1—81, Taf. 1—6 u. zahl- reiche Maasstabellen. E. Ri viere hat im Pleistocaen der Höhlen von Mentone, Italien, nach den Bestimmungen von Brocchi gefunden Reste von einem Bufo von etwas grösseren Dimensionen als B. vulgaris, für die er den Namen B. vulgaris var. spelaea n. vorschlägt, und solche von Bana temporaria. Compt. Rend. Ac. Sc. Paris Bd. 103 pag. 1211. J. N. Woldf ich nennt aus dem Pleistocaen der Höhle Certova dlra bei Stramberg in Mähren Reste von Bana und Bufo. Verh. Geol. Reichsanst. Wien pag. 409. Systematisches, in einer Notiz über die Stellung des Afters bei den europaeischen Anurenlarven weist G. A. Boul enger nach. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 221 dass die Stellung, welche Heron-Eoyer nach Studien an Thieren im Larvenstadium den Hylideu in unmittelbarer Nähe der Raniden an- weist, gestützt wird durch die gleiche Lage der Afteröffnung bei den LaiTcn von Hijla und Bana. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 319. Derselbe gibt einen Schlüssel für die Unterscheidung der in der brasilianischen Provinz Rio Grrande do Sul vorkommenden Gattungen und Arten der Cystiguathiden, Bufoniden und Hyliden. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 439 ff. Ceratobatrachidae. Systematisches. Ceratöbatrachus guenthefi'i Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 12—13. Banidae. Sceletsystem. A. Borelli hat Untersuchungen über die osteologischen Verschiedenheiten der 3 braunen Frösche Italiens angestellt. Er beschreibt die relativen Längenverhältnisse von Kopf und Rumpf, von Vorder- und Hinterextremität , Länge, Breite und Höhe des Schädels und Form und Maasse der charakteristischeren Schädelknochen und macht auf die specifischen Verschiedenheiten derselben aufmerksam. Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 14, 16 pag. Biologisches. H. Fischer-Sigwart verzeichnet unter einer grossen Menge frisch ausgekrochener Larven von Hana tempwaria eine ganze Brut albiner. Mitth. Aargau. Nat. G-es. Heft 4 pag. 7. B. Hai 1er bemerkt, dass seine Beobachtung über ein blaues Kleid des Grasfrosches [vergl. Ber. f. 1885 pag. 316] sich wol auf Bana arvalis Nilss. beziehen möge; ein weissliches, leicht bläulich irisierendes Pigment aber, welches sich in den obersten Schichten der Lederhaut ausbreite, wie es Leydig von den blauen Stellen der Bana tempm-aria L. beschreibe, habe er nicht gesehen. Zopi. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 12—13. Faun istisches. Notizen über Bana iherica und latasteiBlgv. und über ihre drei deutschen Verwandten bringt 0. Boettger. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. Frankfurt a. M. pag. 87. Bemerkungen über Hauptunterscheidungsmerkmale und geogra- phische Verbreitung der fünf deutschen Eawa-Formen macht G. A. Boulenger. Danach lebt E. esculenta L. typ. in ganz Deutschland, Dänemark, Südschweden, Polen, Frankreich, Schweiz, Italien und Corsika, B. esculenta var. ridihunda Pall. in den Spreeseen bei Berlin, in Böhmen, Ungani, Polen, Russland, W.- und Central-Asien, B. tempo- raria L. in ganz N.- und Central-Europa und in Asien bis zur Mongolei, in S. -Europa nur in den Gebirgen, B. arvalis Nilss. in N.-, 0.- und Central-Europa, den Rhein westlich nicht überschreitend, dann in W.-Sibirien, im Kaukasus-Gebiet und N.-Persien und B. agilis Tho. in Frankreich, Schweiz, Italien, Dalmatien, Oesterreich, Griechenland; in Deutschland bis jetzt nur im Elsass. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin pag. 67—68. 222 E^i*- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Eine weitere Notiz über das Vorkommen von Eana latastei Blgr. in Piemont [vergl. Ber. f. 1885 pag. 316] und einen Vergleich der Eier derselben mit denen der B. agilis Thom. bringt M. G. Peracca. Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 5. G. A. Boul enger constatiert im palaearctischen Asien 8 Arten von braunen Fröschen, nämlich Rana temporaria L. aus N.-Asien bis Insel Yesso, ausserdem Amurprovinz, Abrekbusen in 0. -Sibirien, Wiloni-Fluss und Mongolei, macrocnemis Blgr., arvalis Nilss. von Sarai Gor am Ob, aus der Kirghisensteppe, Buchtarma-Thal im Altai, Albistan und Sultanie in Persien, agilis Tho., japonica Blgr., hierher sehr wahrscheinlich auch die Przewalski'schen Stücke von „temporaria" aus dem Ordosgebiet, Mongolei, und 3 n. sp. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 595—600. Derselbe nennt Nyctibatraclms margaritifefr Blgr. von den Willis Mts. auf Java. Proc. Zool. Soc. London pag. 412. Systematisches. G. A. Boulenger wendet sich gegen die Auffassung De Betta's, dass alle europäischen braunen Frösche nur Rassen der einen Art Bana temporaria [vergl. Ber. f. 1885 pag. 317] seien. Innere Öffnungen zu Schallsäcken fehlten dem $ von JB. agilis, latastei und iberica, während sie bei temporaria und arvalis deutlich zu beobachten seien. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 17 pag. 248—250. — M. Lessona lässt gleichfalls De Betta's genannte Arbeit Revue passieren und bemerkt, dass B. temporaria, agilis und latastei zweifellos gute Arten sind und keine Übergänge in einander zeigen. Atti R. Accad. Sc. Torino Bd. 21 pag. 288— 290. — Auch A. P. Ninni vertritt die Ansicht, dass De Betta keine einzige stichhaltige That- sache beigebracht hat, dass die drei braunen Frösche Oberitaliens einer einzigen Art zugehören, und schliesst mit Recht, dass die Valenz aller drei Species unanfechtbar sei. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 28 pag. 248— 252. — Dieselbe Ansicht vertritt L. Camerano in Atti Ist. Veneto (6) Bd. 4 pag. 833—848, in Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 8 und in Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 195—196. Auch erneute Untersuchung habe ihm ergeben, dass das (^ von B. temporaria Schallsäcke und innere Schallsacköffnungen besitze, die B. agilis und latastei vollkommen fehlten. — E. De Betta's Conveniente Risposta ad un Cenno critico del Dott. A. P. Ninni. Verona, G. Franchini, 8" wendet sich gegen die oben citierte Ninni'sche Arbeit, ohne Neues zu bringen. Auch Heron-Royer kämpft gegen die De Betta'sche Auf- fassung und zeigt an den Embryonen und kiementragenden Larven von Bana temporaria und agilis tiefgehende Unterschiede. Die Copulatiousbürsten des ^, die Stimme und die Eiablage beider Arten sind wesentlich von einander abweichend. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 681—690, Tai 21. in der Herpetologie während des Jahres 1886. 223 Gr. A. Boul enger erwähnt, dass bei Bana arvalis Nilss. weder die Form der Schnauze, noch das Vorhandensein von grauen oder schwarzen Copulationsbürsten am Daumen, noch auch die Ausdehnung der Schwimmhäute, noch auch die Vomerbezahnung ganz constante Unterscheidungsmerkmale von temporaria sind, wol aber die Form des Metatarsaltuberkels und der Spermatozoen. Die Art wird von Breslau, aus Schweden und von Kopenhagen verzeichnet. Interessant ist auch, dass nach dem Verf. die Stellung der Vomerzähne bei den europaeischen Fröschen überhaupt nicht ganz constant ist, und dass B. esculenta sogar öfters die Vomerzähne hinter der Choanenlinie inseriert zeigt. Proc. Zool. Soc. London pag. 242—243, Tal 24. Betreffs Synonymie der nordamericanischen Arten von Bana vergl. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 517—521. Über die wichtigsten Unterschiede der Larven YowBana temporaria und arvalis in Bezug auf Färbung und die Anzahl der Hornzähnchen- reihen berichtet Gr. Born. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 37 pag. 207 bis 210. Cornufer guppyi Blgr. abgeb. Fig. 1. — C. sölomonis Blgr. abgeb. Fig. 2. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 11. Hyperolius thomensis n. sp. [= Bappia. Ref.] verwandt spinosus Pts. S. Thome, W.-Afr. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Lisboa Bd. 11 pag. 70, 74. Ixalus asper n. sp. Larut in Perak. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 415, Taf. 39, Fig. 1. Bana amurensis n. sp. Amur. Boulenger, Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 598. — B. areölata subsp. aesopus n. Florida. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 517. — B. arvalis I^ilss. abgeb. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London Taf. 24. — B. aurora B. & G. = agilis aurora Cope pag. 521. — B. herlandieri Baird=7mZecwa halecina Kahn pag. 517. — B. boylei Baird, gute Art pag. 521. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. — B. bufoniformis Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 8, — B. camefrani n. sp. [nach Boulenger i. litt. ist der Diagnose beizufügen: Innerer Metatarsaltuberkel ziemlich kräftig, oval, weich wie bei JR. agilis ] ein kleiner äusserer Metatar- saltuberkel. Ref.] Russ. - Armenien. Boulenger, Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 597. — B. cantahridgensis subsp. latiremis n. See Allo- knagits , Alaska pag. 520. — B. capito Lee. ^= areölata capito Cope pag. 518. — B. eirculosa R. & D. = areölata circulosa Cope pag. 518. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. — B. guppyi Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 9. — B. halecina Blgr. = halecina hrachycephala Cope pag. 517, subsp. austricola n. Mexico pag. 517, subsp. hrachycephala n. Centr.- und Sonora - Districte und subsp. sphenocephala n. S.-O.-Nordamerica pag. 517. — B. lecontei B. & Gr. = nigricans Hall. = draytoni B. & Gr. pag. 521. — B. lecontei Blgr. part. (aus Mexico) = halecina subsp. austricola Cope pag. 517. — B. 224 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen leeontei Gthr. & Blgr., non B. & G. = haledna Daud. pag. 517. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. — B. leybarensis n. sp. verwandt dela- landei Tsch. Leybar, Senegal. Lataste, Naturaliste (Deyrolle) 8. Jahrg. pag.230 — 231. — B. macroims n. sp. für Ixalus japonicus Hall. Ohosima, Liu-Kiu. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 415. — B. martensi n. sp. verwandt temporaria. Yeddo, Japan. Boulenger, ebenda pag. 414 und Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 599. — B. newtoni n. sp. verwandt oxyrhynchus Sund. S. Thome, W.-Afr. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Lisboa Bd. 11 pag. 70, 73. — B. onca Cope = draytoni onca Cope. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 521. — B. opisthodon Blgr. abgeb. mit Ei und Jungem. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 10. — B. oxyrhynchus Hall. = halecina sphenocephala Cope pag. 517. — B. pretiosa B. & Gr. = temporaria pretiosa Cope pag. 519. — B. utricularia Harl. = halecina Daud. pag. 517. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. Engystomatidae. Sceletsystem. G. A. Boulenger hat den von Vaillant [vergl. Ber. f. 1885 pag. 308] beschriebenen Stemal- apparat von Bhomhophryne Bttg. ebenfalls untersucht und gefunden, dass die Praecoracoide und der grössere Theil des Sternums bei der Praeparation des Vaillant'scheu Stückes weggeschnitten worden waren. Vaillant's bogenförmige Epicoracoide seien die knorpligen proximalen Enden der Coracoide eines jungen Exemplars. Zool. Record f. 1885, Rept. pag. 24. Systematisches. Engystoma pictiventre n. sp. Nicaragua. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 272. Cystignathidae. Faunistisches. G. A. Boulenger nennt Pseudis mantidactyla Cope von Montevideo, Rio de la Plata, Hylodes hrocchii Blgr. von Verapaz, H. augusti Brocc. von Ventanas, Paludicola gracilis Blgr. von Uruguay und P. falcipes Hens. und Leptodactylus gracilis D. & B. von Rio Grande do Sul. Proc. Zool. Soc. London pag. 412—413. J. J. Fletcher kennt Mixophyes fasciolatus Gthr. vom Mt. Wilson in 3000', vom Tweed River in N.-S.-Wales und vom Pine Mountain, Queensland. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 1, Pt. 1. — Über Exemplare einer ähnlichen, aber wahrscheinlich neuen Art vom Richmond River berichtet ebenda Masters. Systematisches. Hylodes (Lithodytes) hransfordi n. sp. verwandt diastema. Nicaragua pag. 274. — H. [Lithodytes) cinereus n. sp. Mittl. Purus, Amazonasgebiet pag. 103, Anm. — H. polyptychus n. sp. Nicaragua pag. 276. — H. {Lithodytes) ranoides n. sp. verwandt rhodopis. Nicaragua pag. 275. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. — R. vertebralis n. sp. verwandt bucJcleyi. Intac , Ecuador. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 415. Limnodynastes dorsalis Gray abgeb. Fig. 2. — L. tasmanienm Gthr. abgeb. Fig. 1. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 42. iu der Herpetologie während des Jahres 1886. 225 Liuperus marmoratiis Burni. noii D. & B. in Rio Grande. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 440. Bufonidae. Sceletsystem. Eine Mittheilung über die zahn- förmigen Vorspriinge auf dem Gaumenbein einiger Bufo-Arten bringt Heron-Royer. Sie spielen dieselbe Rolle wie die Vomerzähne anderer Anuren, sind aber bei einer und derselben Species oft sehr ungleich entwickelt oder fehlen mitunter ganz. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 324-327, 2 Fig. Biologisches. Eine kurze Notiz über Ei und Larve von Pseudophryne bihroni Gthr. bringt J. J. Fletcher. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 1, Sitz. v. 28. Apr. Faunistisches. G. A. Boulenger nennt Bufo ander soni Blgr. von Tatta in Sind und B. pundatus B. & G. von La Paz, Cal. Proc. Zool. Soc. London pag. 413. Systematisches. Betreffs Synonymie der nordamerikanischen Arten von Bufo vergl. C o p e in Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 514 — 516. Bufo dlvarius B. & G. und B. heldingi Yarr. = pundatus B. & G., gute Arten pag. 514. — B. copei Y. & H. = lentiginosus americanus Lee. pag. 516. — B. diptermis Cope = cocjnatus Say, gute Art pag. 516. — B. frontosus Cope = lentiginosus icoodhousei Gir, pag. 516. — B. halophilus B.&G. = microscaphus Coi^e = pidus Co^e = columbiensis B. & G. pag. 514. — B. hemiophrys n. sp. N. -Montana pag. 515. — B. mu&icus Latr. = lentiginosus lentiginosus Shaw pag. 516. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. Chilophryne dialophus Cope. Ostküste von Nordamerica = Bufo quercinus Holbr., gute Art. Cope, ebenda pag. 516. Hylidae. Respirationsorgane. Mittheilungen über den Branchialapparat der Embryonen und Larven von Hijla arborea und meridionalis macht Heron-Royer. Beide Arten zeigen wesentliche Verschiedenheiten in der Entwicklung der äusseren Kiemen; bei letztgenannter Form seien sie rudimentär. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 687—688, Taf. 21, Fig. 6—7. Biologisches. Über die Brutpflege von Phyllomedusa iheringi Blgr. vergl. oben H. v. I bering pag. 219. Faunistisches. G. A. Boulenger nennt Hyla nasica Cope von Soriano in Uruguay und H. staufferi Cope aus Guatemala. Proc. Zool. Soc. London pag. 413. Derselbe bezeichnet das Vorkommen von Hyla mesophaea Hens. in der Prov. Rio Grande do Sul als fraglich und erwähnt H. rubra Daud. von Rio Grande. Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18 pag. 444. Systematisches. Hyla bradeator Hens. = pulchellaJ). & ß. Boulenger, ebenda pag. 445. — H. favosa n. sp. verwandt leucophyllata. Pebas, oberer Amazonas. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 95. — H. granulata Pts. und H. vauteri Hens., non Bell = nasica Cope Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. II. Bd. 1. H, P 226 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen pag. 444. — H. guentheri n. sp. für leucotaenia Gthr., non Burm. (= bt-acteator Blgr., non Hens.) pag, 445. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (5) Bd. 18. — H. macrops Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf, 11, Fig. 3. — E. microcephala n. sp. Chiriqui pag. 281. — H. (Hypsiboas) miUaria n. sp. verwandt marmorata. Nicaragua pag. 272. — H. quinquevittata n. sp. verwandt eximia Baird. Nicaragua pag. 273. Cope, Proc. Auier. Phil. Soc. Bd. 23. — H. the- saurensis Pts. abgeb. Boulenger, Trans. Zool. Soc. London Bd. 12, Taf. 11, Fig. 4. Ranoidea aurea Less. (= HylaJ abgeb. Mc Coy, Prodr. Zool. Victoria Taf. 53. Pelobatidae. Biologisches. In einer Fortsetzung seiner Mittheilungen über die Lebensweise der in Frankreich einheimischen Batrachier bringt H er on -Roy er Beobachtungen über die Arten von Pelohates und Pelodytes. Bull. Soc. Etud. Scientif. Angers Bd. 15 pag. 61—111; auch sep.: Notices sur les moeurs des Batraciens Fase. II, Angers, 8 « pag. 45—90 [vergl. Ber. f. 1885 pag. 315]. Über Lebensweise von Scaphiopus solitarius Holbr. berichtet N. Pike. Bull. Amer. Mus. N. H. New- York Bd. 1 pag. 213—220. F a u n i s t i s c h e s. Eine Notiz über das Vorkommen von Pelodytes punctatus Daud. bei Castino in Piemont und über Laichzeit, Stimme und Ei dieser Art bringt M. Gr. Peracca. Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 1. 3 pag. F. Ley dig weist nach, dass schon 1838 M. Rusconi den Pelohates fuscus aus Oberitalien gekannt habe, Zoolog. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 291—292. — L. Camer ano bemerkt dagegen, dass Rusconi und Panizza schon 1817 diese Art aus der Lombardei erwähnen, und dass Spallanzani sie sogar schon 1780 in Italien gefunden habe. Boll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 9. 3 pag. DiSCOglOSSidae. Ontogenie. F. E. Schulze macht auf die Verschiedenheit in der Bildung der Haftpapillen an der Unterseite des Kopfes bei Discoglossus-EmbvyonQii im Gegensatz zu Rana auf- merksam. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 5—6. Biologie. Über Vererbung von Albinisnms, über Begattung und Fortpflanzung und über den Einfluss des Spermas auf die Eihüllen von Alytes obstetriccms hat Heron-Royer Versuche angestellt und eingehende Beobachtungen veröffentlicht. Das Auge der vorliegenden albinen Larven hatte kein Schwarz, während das eines erwachsenen männlichen Albinos schwarze Pupille zeigte. Die von diesem albinen ^ befruchteten Eier ergaben normal gefärbte Quappen, da- gegen zeigten sich alle Brüten, bei denen beide Eltern Albinos waren, regelmässig albin. Das $ dürfte jährlich zweimal Eier legen. Bull. Soc. Zool. France Bd. 11 pag. 671—679. Systematisches. G. A. Boulenger gibt scharfe Unter- scheidungsmerkmale für die auffallend lange verkannten beiden in der Herpetologie wahrend des Jahres 1886. 227 europäischen Arten von Bomhinator, B. homhinus L. [jetzt pachypus Bon., die gelbbäuchige Art. Ref.] und B. igneus Laur. [mit rother Grundfarbe des Bauches. Ref.]. B. pachypus findet sich in Belgien, Frankreich, Rheinpreussen, Hessen -Nassau, Hannover, Thüringen, Oberfranken, Oberbayern, Schweiz, Ungarn, Tirol, Dalmatien, Ober- italien bis Florenz und in der Moldau, B. igneus bei Berlin, Dresden, Bitterfeld und Magdeburg und in der Moldau. In Deutschland wohnt B. pachypus in Gebirgsgegenden, igneus immer in der Ebene. Proc. Zool. Soc. London pag. 499—501, Taf. 50. Bomhinator igneus Laur. abgeb. Fig. 2. — B. pachypus Bon. abgeb. Fig. 1. Boulenger, ebenda Taf. 50. Caudata. Verdauungsorgane. P. Eisler's Untersuchungen über die Histologie der Magenschleimhaut wurden an Salamandra, Molge und Proteus angestellt. Ber. Naturf. Ges. Halle (1885) pag. 4—36. Circulationsorgane. Über die Lmervation der Lymphherzen berichteten W. N. Weliky in Arbeit. St. Petersburg. Naturf. Ges. Bd. 15 (1884), Protoc. pag. 34 — 35 (russ.) und G. Kabreh 1 in Med. Jahrb. Wien (2) Jahrg. 1 pag. 393-420. Urogenitalsystem. Die von G. Bellonci als Nuclei polimorfi bezeichneten Kerne der Sexualzellen vom Axolotl und von Molge haben eine sehr variable Gestalt. Sie finden sich entweder an der Peripherie des Ovariums oder auch tiefer zwischen Eiern von ver- schiedener Grösse. Ln Hoden zeigen sie sich an derselben Stelle, wo bei Bufo das Pseudoovarium liegt. Verf. glaubt, dass sie durch einen nicht zum Abschluss gelangenden Process der Karyokinese entstehen und schliesslich der Degeneration anheimfallen. Rendic. Acc. Bologna 1885—86 pag. 70 — 71 und Mem. Accad. Bologna (4) Bd. 7 pag. 169—182, 2 Taf. Ontogenie. Desselben Untersuchungen über die Spermato- genese der Vertebraten sind an Siredon und Molge angestellt. Im Einklang mit La Valette St. George findet Verf., dass die Primordial- eier und die Spermatoblasten erster Ordnung in allen Beziehungen identisch sind. Rendic. Acc. Bologna 1885—86 pag. 70—71. Salamandridae. a. Salaniandrlnae. Integumental- gebilde. E. Pauls en behandelt in seinen Bemerkungen über Secretion und Bau von Schleimdrüsen auch die der Haut von Salamandra maculosa. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. 28 pag. 413—415. In seiner Arbeit über Becherzellen und über Leydig'sche Zellen gibt J. H. List auch Beschreibung und in Fig. 8— 10 Abbildung von letzteren aus dem Schwanz von Molge-lL&vYen. Sie besitzen niemals ein Stoma und ihre Bedeutung ist unbekannt. Ebenda Bd. 26 pag. 543-552, Taf. 22. p* 228 ^Y- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Scelet System. Über Morphologie von Carpus und Tarsus beim Salamander macht H. Leboucq Bemerkungen. Anat. Anzeiger 1. Jahrgang pag. 17—21. Sinnesorgane. Eingehende Mittheilungen über die Entwicklungsgeschichte hauptsächlich der Spinalnerven und der Yerdauungsorgane von Molge cristata machen A, Johnson & L. Sheldon in Qu. Journ. Micr. Sc. Bd. 26 pag. 573—589, Taf. 34—36 und in Stud. Morph. Lab. Cambridge Univ., London Bd. 2, Pt. 2, 3 Taf., speciellere TSfotizen über die Entwicklung der Cranialnerven in Proc. Roy. Soc. London Bd. 40 pag. 94 — 95. Urogenitalorgane. Über den Bau der Samenkörper von Molge cristata und taeniata macht 0. Jensen Mittheilungen. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 251 — 257. Beobachtungen über Entstehen und Vergehen, Entwicklung und regressive Metamorphose der Samenkörper bei Molge bringt Gr. v. Wiedersperg. Med. Jahrb. Wien (2) Jahrg. 1 pag. 307—334, 2 Taf. Ontogenie. C. Kupffer konnte an Eiern von Salamandra atra eine Metamerie des Centralnervensystems, während dasselbe noch im Zustande einer Medullarplatte mit leicht erhöhten Rändern war, be- obachten. Auf das Hirn entfallen 8, auf das Rückenmark 13 — 14 Segmente, ohne dass aber die Gliederung das hinterste Ende des- selben erreichte. Sitz.-Ber. Akad. München, Math. Phys. Kl., Sitz. V. 5. Dec. 1885. Biologisches. Über eine Stimme bei Salamandfi'a atra und wacw?05a finden sich kurze Bemerkungen von Heron-Royer, J. de Bedriaga und J. G-azagnaire in Bull. Soc. Zool. France Bd. 11, Proc. -verb. pag. 35. Fortsetzung seiner Beobachtungen [vergl. Ber. f. 1885 pag. 321] über die Lebensweise von Salamandra maculosa bringt H. Fischer- Sigwart. Ln Aquarium scheint die Begattung stets in der Nacht etwa im Laufe des Februar stattzufinden. Von Mitte März bis Mitte Mai ist die Brutzeit; ausnahmsweise und abnorm werden aber auch im Herbste schon Junge abgesetzt. Die Geburt erfolgt innerhalb der vom Wasser durchströmten Schlupfwinkel, immer in der Nähe des fliessenden Wassers, und das Wasser befördert erst die neugeborenen Jungen ans Tageslicht, was Verf. direct beobachten konnte. Solche Junge sind 25 — 26 mm lang und werden als Larve bis zu höchstens 55 mm gross. Eine Tabelle für die Grössenentwicklung in der Freiheit in Quellen beobachteter Jungen und für die Temperatur dieser Quellen ist beigegeben. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf die Aufzucht der Larven, die als Objecte zur Demonstration des Blutlaufs in den Kiemen besonders zu empfehlen seien. Natur (Müller) 35. Jahrg. pag. 462—465, 472—475. Eine Notiz über Fortpflanzung von Salamandra maculosa in der Gefangenschaft im Winter gibt F. C. Noll. Danach gebar ein $ vom in der Herpetologie während des Jahres 1886. 229 6. — 13. Januar in 5 !N ächten 14, 4, 1, 1, und 4, in Summa 24 Junge. Zool. G-arten 27. Jahrg. pag. 167. F.Richters beobachtete in zwei Fällen plötzliches Absterben sämmtlicher Aquarienfische infolge von Vergiftung des Wassers durch das Drüsensecret sterbender Salamandra maculosa. Ebenda pag. 128. Joh. V. Fischer gibt eine Schilderung des Gefangenlebens von Salamandrina perspicülata Savi. Die zierliche Art variiert sehr in der Brillenzeichnung des Kopfes ; beim $ kann sie sogar ganz fehlen. Die gewöhnliche Grösse erwachsener Stücke ist nur 6 — 8 cm. Ob- gleich häufig an den Orten ihres Vorkommens, wird sie doch nur selten und nur im Frühjahr oder Herbst gefunden. Bei Berührung oder Störung bleiben sie regungslos liegen. Sie sind gegen Temperatur- einflüsse nicht so empfindlich wie CJiioglossa; die Haut ist schleimlos und trocken. Salamandrina ist ein Tagthier und wird in erster Linie durch das Auge geleitet. Stimme besitzt sie nicht. Der zweitbeste Sinn scheint der Geschmack zu sein. Von Geräuschen nehmen sie keine Notiz. Die Häutung geschieht ähnlich wie bei Chioglossa. Ausser der Paarungszeit suchen sie das Wasser nicht auf. Sie sind ver- träglich, ignorieren aber ihren Pfleger gänzlich; ihre Intelligenz ist eine äusserst geringe. In der Gefangenschaft ist die Art hart und un- gemein ausdauernd. Die Fütterung geschieht mit lebenden Fliegen und Käferlarven. Ebenda pag. 14—23. Beobachtungen über die Lebensweise von Molge viridescens Raf. bringt N. Pike. Neu dürfte das Verschlucken kleiner Muscheln sammt ihrem Inhalt sein. Eingehend wird besonders über die Art der Eiablage, über Fütterung und Aufzucht der Larven berichtet, sowie über Färbungsunterschiede bei den erwachsenen Thieren. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 17—25. Faunis tisch es. 0. Boettger eTwä^hni Salamandra maculosa Laur. und Molge vulgaris (L.) var. meridionalis Blgr. von der Sutomorska planina und zwar auf dalmatinischem wie auf montenegrinischem Gebiet. Jahrb. D. Malakozool. Ges. 13. Jahrg. pag. 35. Derselbe bringt eine Notiz über den Fund von Salamandra caucasia Waga bei Bad Abas-tuman in Transkaukasien. Ber. Sencken- berg. Nat. Ges. Frankfurt a. M. pag. 86. Das Vorkommen von Molge palmata in Lancashire berichtet L. Greening. Zoologist (3) Bd. 10 pag. 250. Notizen über italienische Stücke von Molge cristata var. Tcarelini Str. gibt A. P. Ninni. Namentlich die Form des Rückenkammes des brünstigen (J, Färbung und Grössenverhältnisse werden ein- gehend gewürdigt. Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Milano Bd. 29 pag. 327 bis 338, Taf. 7. Über das Vorkommen von 3Iolge alpestris (Laur.) bei Castino in Piemont bringt M. Borzone eine Notiz. Auch er kann das Auftreten einer abranchiaten und einer branchiaten Form — letztere 230 Dl*- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen selbst in niederen Lagen von 300— 450 m — bei dieser Art bestätigen, ßoll. Mus. Zool. Anat. Torino Bd. 1, No. 6. Systematisches. M. G. Peracca discutiert die specifische Valenz von 3Iolge Uasii de l'Isle, die sich nicht nur in der Bretagne, sondern auch in der Touraine und bei Angers findet, und kommt zu dem sicheren Schlüsse, dass sie eine Bastardform von M. cri&iata $ und M. marmorata ^ sei; auch der Bastard von M. marmorata ^ und M. cristata $ wird als hybr. trouessarti n. beschrieben und ab- gebildet. Ebenda No. 12. 13 pag., 1 Tat'. Mittheilungen über die Larve von Molge boscae Lat. macht E. Mattozo Santos. Jörn, Sc. Math. Lisboa Bd. 11 pag. 99 — 102. Molge Uasii de ITsle hybr. Uasii abgeb. Fig. 1 und hybr. trouessarti n. Angers abgeb. Fig. 2. — M. marmorata Latr. abgeb. Fig. 3. Peracca, Mus. Zool. Anat. Torino Bd 1, No, 12. Triton alensoi Seoane [vergl. Ber, f. 1884 pag. 322] = Molge palmata Schnd. Boulenger, Zool. Record f. 1885, Rept. pag. 25. b. Atnhlystofnatinae. I n t e g u m e n t a 1 g e b i 1 d e. Unter- suchungen über Entstehung und Vertheilung der Pigmentzellen beim Axolotl hat G. Cattaneo angestellt. Boll. Scientif. Pavia Bd. 8 pag. 42—46. Nervensystem. In seinen Mittheilungen über den Bau des Gehirns yoth Protopterus vergleicht G. Füll iquet dasselbe eingehend mit dem von Siredon. Eec. Zool. Suisse Bd. 3 pag. 1—130, Taf. 1 — 5. Biologisches, B. Dührigen, Fremdländische Zierfische. Nebst Anhang: Bemerkungen über den Axolotl. Berlin, P. Matte, 8 ". 52 pag., 1 Taf. S. G ar m an macht kurze Bemerkungen über einen in ÄmUystoma mavortium schmarotzenden Gordius und über eine höhere Intelligenz bei diesem Molche, als man ihm gewöhnlich zuschreibe. Boston Scientif. Soc, Sitz. v. 11. Mai. Derselbe nennt den Schwanz von ÄmUystoma pwnctatum gradezu ein Greiforgan, mit dem es sich in vielen Fällen anklammern und vor dem Falle schützen könne ; bei Ä. opaeum sei diese Fähigkeit nicht so ausgesprochen. Ebenda und Science Observer 1887. 1 pag. Mittheilungen über die Lebensweise von ÄmUystoma opaeum Gr. macht auch N. Pike. Bull, Amer. Mus. N. H. New- York Bd. 1 pag. 209—212. Kurze Notiz über ein lebendes ÄmUystoma tigrinum und seinen Unterschied von der Larve bringt F. E. Schulze Sitz-Ber. Ges. Naturf. Fr. Berlin pag. 133. Systematisches. ÄmUystoma anmdatum n. sp. verwandt microstomum. Vaterl unbek. pag. 525, — Ä. decorticatiim n. sp. verwandt paroticum Baird. Port Simpson, Alaska pag. 522. — Ä. leptitrum n. sp. verwandt cingulatwn. Vaterl. unbek. pag. 524. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. Geomolge n. gen. In der Bezahnung zwischen Onychodactylus in der Herpetologie während des Jahres 1886. 231 und Banidens, ohne Nägel, mit langem, ein Landthier andeutendem, an der Basis cylindrisehem, hinten compresseui Schwanz. Zunge gross, fast kreisrund, an den Seiten frei. Gaumenzähne in zwei leicht winkeligen Querchevrons , die durch einen schmalen Zwischenraum getrennt werden. 5 Zehen. — Hierher G. fischeri n. sp. Chaborowka am Ussuri, Manschurei. Bou] enger, Proc. Zool. Soc. London pag. 416, Taf. 39, Fig. 2. c. JPlethodontinae, Sceletsystem. Weitere Mittheilungen [vergl. Ber. f. 1884 pag. 323] über die Bildung der Wirbelcentra bei Anaides luguhris Hall, bringt L. Vaillaut. Am trocknen Praeparat seien sie in der That amphicoel, physiologisch [? Kef.] aber opis- thücoel zu nennen. Die Art frisst Käfer; Verfasser vermuthet, dass sie ovovivipar sei. Bull. Soc. Philomath. Paris (7) Bd. 10 pag. 42—44. Eine Abbildung der Wirbelsäule von Plethodon hiUneatus Green gibtE. D. Cope. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 16, Taf. 1, Fig. 11. Systematisches. Plethodon crassidiis n sp. verwandt oregonensis. Californien pag. 521. — PI jecanus Cope = Anaides pag. 526. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23. Amphiuraidae. Sceletsystem. F. A. Lucas beschreibt und bildet ab das Kreuzbein von Menopoma (Cryptobranchus) , das viel häufiger aus einem als aus zwei Sacralwirbeln bestehe. Auch die Anzahl der Rückenwirbel wechsle bei Menopoma von 19 bis 20, bei Muraenopsis (Amphiiima) von 105 — 111. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 561—562, 3 Fig. Respirationsorgane. S. H. & S. Phelps Gage haben die Beobachtung gemacht, dass erwachsene Cryptobranchus unter Wasser Athembewegungen ausführen, welche den Zweck zu haben scheinen, die durch den Mund eingeführte Luft durch die Kiemenspalten streichen zu lassen. Science Bd. 7 pag. 395. — J. Le Conte sieht diese Be- wegungen sich noch über den Pharynx hinaus erstrecken; wahrscheinlich treibt das Thier auf diese Weise die in den Lungen enthaltene Athem- luft nochmals durch die Kiemen, um den Sauerstoff derselben besser auszunützen. Ebenda pag. 462. Biologisches. Über das Leben von Amphiuma tridactyla Cuv. in der Gefangenschaft und über anatomische Verhältnisse derselben hatR. W. Shufeldt Beobachtungen veröffentlicht. Ebenda (1883) pag. 159—163. Systematisches. Über Organisation und Verwandtschaft der Amphiumiden macht E. D. Cope interessante Mittheilungen. Er will die Familie Amphiumidae mit Amphiuma von der Familie Protonopsidae mit Protonopsis und Megalobatrachus nach Verschiedenheiten in der Form und Stellung der Schädelknochen getrennt wissen. In einigen osteologischen Beziehungen hat der Schädel der Amphiumiden auch mit Caecilia Verwandtschaft (s. unten Apoda). Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 442—445, Taf. 6—7. 232 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Nach demselben sind Ämphiuma tridactyla Cuv. und Ä. means Gard. nur Formen einer und derselben Art, die er Ä. means nennt. Ebenda pag. 526. Ämphiuma means Gard. Abbild, des Schädels und eines vorderen ßückenwirbels. Cope, ebenda Taf. 6. Proteidae. Allgemein Anatomisches. Notizen über die Anatomie von Necturus bringt S. H. Gage. Rep. Proc. Amer. Soc. Microsc. 1885. Sceletsystem. F. A. Lucas hat bei Necturus 18—19 prae- sacrale Rückenwirbel gefunden. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 562. Circulationsorgane. J. W. Mills vergleicht das Fischherz mit dem von Menöbranchus besonders in Bezug auf Reflexhemmung und unabhängigen Herzschlag. Journ. of Phys. Bd. 7 pag. 81 — 95. Faunistisches. Über das Vorkommen von Proteus anguinus Laur. in der Umgebung von Monfalcone [vergl. auch Ber. f. 1885 pag. 324] berichtet auch A. P. Ninni. Atti Ist. Veneto (6) Bd. 4 pag. 1315. Systematisches. M. Katuric beschreibt in seinen Note zoologiche kurz den Proteus anguinus Laur. von Carpano bei Albona in Istrien als verwandt der var. xanthosticta Fitz., aber doch in einigen Eigenthümlichkeiten von ihr abweichend. Boll. Soc. Adriat. Sc. Nat. Trieste Bd. 9 (1886) pag. 219. Sirenidae. Sceletsystem. F. A. Lucas fand bei Siren 101 bis 108 praesacrale Rückenwirbel. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 562. Apoda. Integumentalgebilde. In einer Notiz über den Bau der Epidermis und über directe Communication des Blutes mit dem umgebenden Medium zeigen 0. F. & P. B. Sara sin bei der Larve Yon Epicrium, dass das freie Canalsystem, welches zwischen den Substanzbrücken der Epidermiszellen liegt, durch einzelne Gänge mit der Aussen weit unmittelbar communiciert. Arb. Zool. Inst. Würzburg Bd. 8 pag. 94 bis 101. Nervensystem. Mittheilungen über die Anatomie des Gehirns und des Nervensystems der Apoden bringt J. Waldschmidt. Die Hemisphaeren sind relativ und absolut massiger entwickelt als bei unseren einheimischen Batrachiern, ähnlich übrigens mehr dem Anuren- als dem Caudatentypus. Zwischenhirn und Mittelhirn sind nicht von einander diiferen ziert ; das Kleinhirn fehlt als nervöser Abschnitt ganz. Sehnerv und Hörnerv sind rudimentär. Jena. Zeitschr. f. Naturw. Bd. 20 pag. 461—476, Taf. 30—31, Biol. Centr.-Blatt Bd. 6 pag. 731—732 und Tagebl. 59. Vers. D. Naturf. u. Ärzte pag. 196. — Discussion zwischen F. E. Schulze, C. Hasse und R. Wieders- heim über dieses Thema s. ebenda pag. 196. Sinnesorgane, in einem Aufsatz über Rückschritt in der Natur kommt A, Weismanu pag. 7 auch auf die Verkümmerung des in der Herpetologie während des Jahres 1886. '233 Gehörorgans bei den Caecilien zu sprechen. Ber. Natiirf. Ges. Freibarg i. Br. Bd. 2 pag. 1—30. Systematisches. E. D. Cope hält die Apoden nicht für eine eigene Ordnung der Batrachier, sondern für eine modifizierte Familie der Caudaten, die mit den typischen Schwanzlurchen durch die Familie Amphiumidae verknüpft sei. Er sucht diese Ansicht ausführlich durch die wenig scharfe Trennung der Unterscheidungsmerkmale von denen der Caudaten zu begründen. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23 pag. 443—444. — Kef. in Nature Bd. 35 pag. 280. Chthonerpetum indistinctum R. & L. Abbild, von Schädel und Wirbeln. Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 23, Taf. 7. Stegocephala (nur fossil). G. Baur stellt die von ihm angenommenen Homologien einiger Schädelknochen (Opisthoticum, Squamosum und Supratemporale) der Stegocephalen und der Reptilien in einer Tabelle zusammen. Anat. Anzeiger 1. Jahrg. pag. 348—350. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 II pag. 371. Über den Zweck des Foramen parietale bei den Stegocephalen s. oben Credner pag. 146. E. D. Cope ist zu dem Resultate gekommen, dass bei den Pelecysauriern und bei dem rhachitomen Genus Eryops die Chevron- knochen der Wirbel mit dem Intercentrum (Hypocentrum Gaudry's) continuierlich verschmolzen sind; die Intercentra seien mithin bei Cleysydrops und Eryops homolog. In der Schwanzwirbelreihe des embolomeren Cricotus seien die Intercentra so gross wie die Centra, und abgesehen davon, dass sie mit den Chevronknochen in eins ver- schmolzen wären, glichen sie denselben und nähmen mit ihnen Theil an der Stützung des Neuralbogens. In der Rückenwirbelreihe von Cricotus dagegen verliere der Neuralbogen seine Gelenkverbindung mit dem Intercentrum und stehe ausschliesslich auf dem Centrum. Die Gründe, welche den Verf. bestimmen, die entgegenstehenden Ansichten von Gaudry und Fritsch für irrthümlich zu halten, werden geltend gemacht. Cope schliesst aus allen Untersuchungen, dass die Hauptwirbelkörper der Sphenosauriden [SpJienosaurus und Chelydo- saurus) Intercentra und keine Centra seien, hält es für wahrscheinlich, dass die wahren Centra in den Batrachier-Naehkommeu dieser Familie verschwinden, so dass die soliden Wirbel solcher Batrachier Inter- centra und nicht Centra darstellen, und bemerkt, dass die Kenn- zeichen von Cricotus dagegen auf den Verlust oder die Reduction der Intercentra hinweisen, wie wir es bei den pelecysauren Reptilien finden, und die Möglichkeit andeuten, dass die Embolomeren die Vor- fahren der Reptilien sind. Die Sphenosauriden aber sammt dem Genus Sparacjmites stünden zwischen den Rhachitomen und den Embolomeren, ähnlich den letzteren in der Vollständigkeit eines 234 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Wahren Centrums, verwandt den ersteren in der Unvollständigkeit ihres Intercentrums. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 76—77. In einer Arbeit über das Intercentrum der auf dem Lande lebenden Wirbelthiere beschreibt der selbe und bildet ab die Wirbel- säulen von Trimerorhachis , Eryops {megalocephalus Fig. 2 und 6), Cricotus [crassidiscus Cope Fig. 3) und Ärchegosaurtis und kommt zu dem Schlüsse, dass mit Ausnahme der Rhachitomen und Embo- lomeren die foss. Batrachier keine wahren Centra, sondern nur Inter- centra besessen haben. Es folgt dies daraus, dass 1. die lebenden Batrachier keine Intercentrum-ähnlicheu Körper zeigen, dass 2. die Rippen, welche bei den Reptilien vom intercentralen Knorpel oder vom Intercentrum entspringen, bei den Batrachiern aus den Haupt- wirbelkörpern ihren Ursprung nehmen, und dass 3. die Chevronknochen bei den Reptilien mit den Intercentren verschmolzen sind, bei den Batrachiern aber mit den Schwanzwirbelkörpern. Die Embryologie der Urodelen und Anuren lehrt überdies, dass den jetzigen Batrachiern, trotzdem dass sie zweifellos von den Rhachitomen abstammen, auch im Larvenzustand die rhachitome Wirbel structur verloren gegangen ist. Die Ganocephalen (mit Trimerorhachis und Archego säur us) sind nach dem Verf. die Ahnen der übrigen Batrachier und indirect auch der Reptilien. Dagegen zeigen die Embolomeren Tendenz, die Intercentra zu reducieren, während die Centra vorherrschen; sie müssen daher als diejenige Batrachierordnung betrachtet werden, von der in erster Linie die heutigen Reptilien abstammen. Die Sphenosauriden bilden eine Familie der Rhachitomen. Ein Schluss- kapitel wendet sich vornehmlich gegen die Deutung der Homologien der rhachitomen Wirbelbildung, wie sie durch Gaiidry und Fritsch versucht worden ist. Taf. 1 bringt endlich noch Abbildungen der Wirbelsäule von Eryops {erythrolithicus Cope Fig. 1), Cricotus {hypantricus Cope Fig. 2— 6), beide aus dem Perm von Texas, von Cricotus (heteroclitusCoi^e Fig. 7—8) aus dem von Illinois, von CZepsi/tZrqps {natalis Cope Fig. 9) aus dem von Texas, und von den lebenden Sphenodon guentheri Bull, aus Neuseeland Fig. 10 und Spelerpes bilineatus Gr. aus N.-America Fig. 11. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd.l6 pag. 243—253, Taf. 1 und 6 Fig. Auf die Wirbelbildung von Cricotus kommt auch A. Fritsch in Erwiderung von Cope's Kritik [Ber. f. 1885 pag. 326] nochmals zu sprechen. Geol. Mag. (3) Bd. 3 pag. 44. In seinem systematischen Catalog der Wirbelthiere des americanischen Permsystems [vergl. oben pag. 152] bemerkt E. D. Cope pag. 289, dass Eryops platypus Cope (Fig.) identisch sei mit Ichthy- acanthus Cope olim, und dass seine Tarsalcharactere denen der Theromorphen ähnlich seien. Von Zatrachys serratus Cope wird ebendaselbst der Schädel beschrieben. Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 16 pag. 285—297, Taf. 2—3. A. Gaudry beschreibt und bildet ab ein neues Genus Haptodus in der Herpetologie während des Jahres 1886. 235 (haijlei u.j aus dem 0. Perm von Autim. Die Schnauze erscheint relativ stark verlängert; die Kopfknochen sind glatt und nicht nach Art der Labyrinthodonteu sculptiert, die Zähne anscheinend acrodont, den Kiefern so fest angefügt, dass sie von denselben kaum unterschieden werden können, dichtstehend, spitz, seitlich comprimiert und aussen gestreift. Weder Endosternum noch Episternum noch Supraclaviculare; Wirbel aus einem Stück bestehend; vordere Rippen schmal, nicht verbreitert. Ein Schwanz ist nicht erhalten; Reste von Hautossificationen fehlen. Bull. Soc. Geol. France (3) Bd. 14 pag. 430 bis 433, Taf. 23 und Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 103 pag. 453 — 454. — Ref. in Naturaliste (Deyrolle) 8. Jahrg. pag. 353. Eine Notiz desselben über die von Fritsch im böhmischen Perm entdeckten und beschriebenen Stegocephalen enthält nichts Neues. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 102 pag. 898. Auch F. Stand fest's Stegocephalen, die eine Schilderung des Körperbaus von Branchiosaurus nach Fritsch und Credner bringen, enthalten nichts Bemerkenswerthes. Humboldt (Krebs) 5. Jahrg. pag.401 bis 404, 3 Fig. ArchegOSauridae. in einer Mittheilung über den ältesten Tarsus macht Gr. Baur auf eine wenig bekannte Abbildung Quenstedt's aufmerksam, welche die hintere Extremität von ArcJiegosaurus dar- stellt. In dem auffällig grossen Räume zwischen Tibia, Fibula und den Metatarsalen liegen in ungestörter Lage mindestens 10 Tarsal- elemente, von denen entweder 3 oder 4 als Centralia gedeutet werden müssen. Axolotl mit zuweilen 3 Centralien kommt diesem Tarsus somit am nächsten, ximer. Naturalist Bd. 20 pag. 173—174 und Zool. Anzeiger 9. Jahrg. pag. 104—106. Tecklenburg fand im Kalke des Mittel-Rothliegenden bei Offeubach a. M. ca. 170 m unter Tage den Unterkiefer eines Ba- tracliiers, den H. Credner kurz beschreibt und als einem Archcgo- sauriis zugehörig erkennt. Zeitschr. D. Geol. Ges. Bd. 38 pag. 681, 696-697. Apateonidae. H. Credner gibt die Entwicklungsgeschichte von Branchiosaurus a^nhlystomus Crdn. aus dem Rothliegenden des Plauen'schen Grundes bei Dresden, aus der sich ergibt, dass Br. (jracüis Crdn. = amhlystomus Crdn. juv. ist. Die Art durchläuft ähnlich wie die Salamandriden, denen die Branchiosauriden gleich- werthig sind, eine Metamorphose von eimem Larvenzustande mit Kiemenathmung bis zur Reife mit Luftathmung, was Verf. am Wachsthum der Schädeldecke (Taf. 17, Fig. 1—16), an den Änderungen in der Gestalt der Schädelbasis (Taf. 18, Fig. 8— llj, der Orbitae, der Augenkapsel, am Foramen parietale und dem Parietalauge und am Visceralscelet, insbesondere an den Kiemenbögen, überzeugend nach- weist, die wie bei den lebenden Caudaten jederseits in der Vierzahl auftreten, und deren Dorsalsegmente Reihen von zahnartigen Hart- gebilden trugen, während von den Ventralsegmenten nur das des 236 Dl'- Oskar Boettger: Bericht etc. ersten Bogens verknöcherte. Weiter wird die Entwicklung des Schultergürtels (Taf. 16, Fig. 1-11, Taf. 18, Fig. 12—20), der Rumpf- wirbelsäule, der Kreuzbeinwirbel und der Schwanzwirbelsäule, die nach und nach im Verhältniss zur Rumpf länge kürzer wird, beschrieben ; stattgehabte Regenerationen des Schwanzes konnten nicht nachgewiesen werden. Endlich wird der Beckengürtel, die höchst auffallende distale Verschiebung des Beckens im Laufe der Entwicklung, die Extremitäten und das Schuppenkleid der Bauchseite (Taf. 19) einer eingehenden vergleichenden Betrachtung unterzogen. Ein übersichtlicher Rückblick über die Hauptzüge der Entwicklungsgeschichte schliesst die wichtige Arbeit. Zeitschr. D. Geol. Ges. Bd. 38 pag. 576—633, Taf. 16—19, 3. Fig. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1887 II pag. 369 — 371 und Humboldt 6. Jahrg. 1887 pag. 298—299, Fig. Labyrinthodontidae. Über Reste eines Mastodonsaurus , ver- muthlich M. robiistus, von Cockatoo Island, Port Jackson berichtet W. J. Stephens. Verf. nimmt bei dieser Gelegenheit Veranlassung, sich über die ehemaligen geographischen Verhältnisse der südlichen Halbkugel zu verbreiten. Proc. Linn. Soc. N. - S. - Wales (2) Bd. 1 pag. 931. Derselbe macht Mittheilungen über weitere Labyrinthodonten- reste aus dem Hawkesbury-Wianamatta- Sandstein von N.-S. -Wales und beschreibt als neue Gattung Platyceps (non Platyceps Blyth 1860 t. Boulenger) wilkinsoni n., eine Larvenform aus diesen Schichten. Kopf, Thoraxplatten und Wirbelsäure bis zum Beckengürtel sind erhalten, ebenso sind die Kiemenbögen deutlich zu sehen. Das Stück stammt aus Gosford, während die andern beiden Labyrinthodontiden - Reste von Bowral kommen. Ebenda pag. 1175—1192, Taf. 22. Derselbe bringt eine zweite Miittheilung über den Biloela- Labyrinthodonten. Ebenda pag. 1113—1121, Taf. 14. Fusspuren, die auf Labyrinthodonten deuten, bildet L. P.Gratacap aus triassischen Sandsteinen von Weehawken, N. J. , ab. Amer. Naturalist Bd. 20 pag. 246. Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1886. Von Dr. P. Hilgendorf. Allgemeines. G. y. Hayek, Handb. d. Zoologie, III. Enthält Fische S. 239—414. Viele Xyl. 1885, 8«. Perier, Zoologie, les Poissons (1. Partie); Conference faite ä la faculte de medicin et pharm, de Bordeaux, Febr. 86, Bordeaux, 8^, 8 S. L. Vaillant warnt Sammler, Zinn-Etiquetten mit Kupfer- oder Eisendraht für Alkoholfische zu verwenden; der elektr. Strom zerstört Draht und Fisch; Bull. soc. philom. Paris, XI 50. Abstammung der Fische (Vertebraten) von Wirbel- losen s. Phylogenie. Anatomie und Physiologie. Allgemeines. R. Wiedersheim, Lehrb. d. vergl. Anat. d. Wirbth. , 2. Aufl. Ist sehr wesentlich verändert u. vergTÖssert. 614 Xyl. — Von dem kleineren „Grund- riss" eine engl. Übers, v. Parker: „Elements of comp. anat.'\ London 86, 8^. A. Nuhn, Lehrb. d. vergl. Anatomie, 2. Aufl., Heidel- berg, 8 0. F. Leydig, Zelle und Gewebe. Wegen der viel- fachen histor. Notizen u. der allgem. Betrachtungen wichtig; 238 l^r« ^- Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Fische werden u. a. berücksichtigt (keine Abb.): bei der Haut (S. 88), Riechhaut 92, Sinnesplatte der Mundhöhle V. Cypriniden 94, Seitenlinie 98, Verwandtschaft v. Drüsen- u. Sinneszellen 105, Muskel (besonders die dunklen der Seitenlinie) 151, 157, elektr. Org. 162, Zirbel 177. Zur Unters, dienten Süsswf. : Tinea, Lota, Alosa. Bonn, 1885. 80. 219 S., 6 Tf. M. Braun. Das zootomische Practicum (Fische, Perca, S. 181 bis 190, 7 Xyl.) Stuttgart. 8«. H. Dewitz, Anl. z. Anfertigung u. Aufbew. zootom. Präparate, Berlin, 8«; 96 S., 12 Taf. — Fische S. 54— 57, Taf. 8. Nur Üebersichts-Präparate. Brühl, Zootomie s. Skelet. Chitt. u. Cumm., Verdaulichkeit d. Fische, s. Rep. U. S. Fish Comm. XII unter Fischzucht. Haut (nebst Seitenorganen). J. H. List, „Strukturen V. Drüsenzellen", auch Becherz. der Haie erwähnt. Filar- masse der Zelle nicht mit der des Kerns im Zusammen- hang; die ganze Zellsubst. verschwindet in der reifen Z., die nur Filar- u. Interfilarmasse (= Schleim) enthält. Nach e. Vortr. auf 59. Vers, deutsch. Natf. u. Ae. im Biol. Centr.- blatt VI 592. J. H. L i s t , „ üb. Becherzellen u. Leydig'sche Z. (Schleimz.)", beide früher oft verwechselt, unterscheiden sich dadurch, dass bei Bechz. ein Stoma u. oft ein Fuss auftritt, ihr Kern der Wand anliegt u. diese glatt ist; sie sind einzellige Drüsen. Bei Leydig'schen Z. ist die Wand gerieft, sie bleiben immer in der Tiefe, Funktion fraglich. Abb. V. Bz. aus Cloakenepithel v. Squatina u. Scyll., Obh, V. Torp. marm., Cobitis foss. Arch. f. mikr. Anat., Bd. 26. 543 — 552, Tf. 22. — Weiter ausgeführt u. die Unters, auch auf Raja marg. u. miral. , sowie auf Salmo fario ausge- dehnt in: „Über Becherzellen," ebd. 27, 481-588, Tf. 25 bis 30. J. H. List, „Sekretion u. Struktur der Becherzellen," erwidert auf Merk's Kritik, dass bei Forellen 3 versch. Arten v. Becherz. vorkommen, sie entsprechen den ersten in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 239 Entwstad. der reiferen, an die Oberfläche gerückten Zellen der Selachier etc. ; das Fadennetz letzterer ist kein Kunst- gebilde sondern schon beim lebenden Obj. vorhanden (Tritonlarven). Ebd., 28. B., 48—53. J. H. List, „z. Morph, wandernder Leucocyten" bildet zahlr. Formen aus dem Cloakenepithel von Raja miral. ab; Kern u. Zellsubstanz bei Osmiumpr. deutlich. — Ebd., 28. Bd., 251—56, Tf. 18. E. Schaff, Unters, üb. das Integument der Lopho- branchier. Siphonost. typhle, Ner. ophid. u. Hippoc. ramu- losus sind berücksichtigt; es wird der Hautpanzer nach Form und Struktur, sowie die Histologie der Epidermis u. Cutis geschildert. Bemerkenswerth ist die jährliche Entwickl. u. Eückbildung von Knochenleisten an den Schildern d. zum Schutz der Eier jeden Sommer neu entste- henden Bruttasche; diese Leisten sollen nach Retzius bei S. acus durch Zusammenklappen der beiden Hälften der Schilder entstehen. Die Flammenzellen der Haut von Hipp. ram. weniger variebal als bei H. brevir. , nämlich immer kurz birnförmig. Farbenwechsel an lebenden sehr deutlich; in weissen Gefässen tritt ein unnatürlich heller Ton auf. Abb. des Schädels v. Siph. t. u. Hipp. ram. — Kiel 1886. 8«. 36 S., 1 Taf. (Diss.). G. Fritsch, „äuss. Haut u. Seitenorgane des Ma- lopter. electr. " Die Haut ist mit Zotten u. zwischen diesen mit Gruben versehen. Kolbenzellen, Becherz., gewöhnl. Epidermz. u. Kornz. werden beschrieben; letztere (zu- sammengezogen Chromatoph. Leydig, Leucocyten List) sind viell., wenn überhaupt Leucocyten, eher Lymphk. als normale weisse Blutkörper, u. aus ihnen bilden sich cuti- culare Zellschüppchen an der Oberfläche der Haut. Am Kopfe (wo die Zotten fehlen) zeigen die gew. Epidermz. den feinstreifigen Saum wie bei anderen Fischen. — Die Seitenkanäle besitzen Knochenhüllen, die Mündungskanäle eine Ringfalte. In den Nervenendhügeln der Seitenlinie tragen die Solger'schen Basalz., bei Mal. fadenf. Fortsätze, ähnl. den Fadenz. des Gehörorgans, wodurch Gehör- u. Seitenorg. noch gleichartiger erscheinen. In den engen 240 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Kopfkanälen entdeckte Verf. zw. den Epitlielz. Körner- zellen, die nur aus der Haut von Petromyzen bekannt; die Nervenköpfe sind in dem Kopfkan. selten und sind nicht linear. — Die Kolbenz. d. Haut gelten als die Homo- loga der Zellen des electr. Organs. Sitzb. Ak. W. Berlin, 1886, 415—436, Xyl. (Vergl. auch electr. Org.) F. Raffaele, Hautpapillen u. Hautsinnesorg. von Solea, Revista ital. scienze nat., Napoli, Anno H, S. I — HL V. V. Ebner, Schleimabsonderung an der Oberhaut der Forellenembryonen; Anz. Ak. Wiss. Wien, XXIII, 57 — 8. B. S [olger], functionelle u. phylogen. Bezieh, der Seitenlinie zum Grehörorgan der Wirbelth. , Zusammen- stellung der Arbeiten von Leydig, F. E. Schulze, Mayser, Beard; Kosmos Bd. 18, 388—91. Vergleiche unter Muskelsystem Fritsch (Malapt.); Gef ässsystem , de Sede; Nervensystem, Sc hol er; Ent- wicklung, Beard (Kiemensinnesorg. ); Systematik, Ba- trachus, Ryder (Bauchfl. hat Tastsinn). Skelet (und allgemeine Morphologie). Omer van der Stricht, „Unters, üb. Hyalinknorpel." Spinax acanth. unters. Die intercapsularen „Kanälchen" sind hier deut- lich Fibrillenbündel; diese sind kollagen, in Chromsäure unlösl. Die sie umgebende Zwischen- od. Kittsubstanz in Chrs. schwerlösl. Die Ausläufer der Zellen zeigen wenige Anastomosen. Die Grundsubst. hat lamellären Bau, die Lam. bestehen aus Fibrillen und sind durch Faserzüge verbunden (ähnl. d. Sharpey'schen F.). — Arch. de Biolog. VII, 1—92, Tf. 1—3; Ausz.: Biol. Centrbl. VI, 431. W. Roux, „eigenart. Kanäle in rec. u. fossilen Knochen," welche durch Pilzmycelien (Mycelites ossifra- gus) hervorgebracht werden ; häufig in foss. Fischwirbeln. In Schuppen schon von Kölliker (Z. w. M. 1860 X) beob. Anat. Anz. I 276. C. B. Brühl, Zootomie aller Thierklassen, enthält (bis 1888 incl.) folg. ichthyol. Tafeln nebst Erklärungen (bisher nur Osteologie): Lief. 1 (1874) Tfl. 1, 2, 3. Cyprinus carpio, Kopf; Lf. 2 (1875) Tf. 5. Rhombus max., Schädel; Lf. 5 (75) Tf. 18, Mandibel u. Suspensorium von Amia, Lepi- in der Iclithyologie während des Jahres 18Ö6. 241 dosteus, HydrocYon; Tf. 19, 20, Cyprinus carpio, ganzes Skelet; Lf. 6 (76), Tf. 24, Balistes sp.; Lf. 16 (1880), Tf. 61 — 64, Dipnoi (Lep. parad., Prot, ann., Gerat, forst.); Lf.17 (80) Tf. 65, 66, 67, Chimaera Callorhynclmsfu. Dipnoi); Lf. 23 (81), Tf. 89—92, Schädel von Labrax lupus; Lf. 24, Tf. 93, 94, Schädel von Rhombus max.; Lf. 33 (1884), Tf. 131— 2, Synodontis membr. (Silur.). — Wien, 4«. T. J. Parker, Skeleton of Regalecus argenteus. Be- nennung nach Parker (Schädel) u. Huxley. Supraocc. durch die Epiot. vom For. magn. abgeschlossen, trennt die Parietalia; die Proot. sehr klein, die Opisthot. sehr gross [wenn man sich Vf.'s Proo. u. Op. vereinigt denkt, erhält man etwa die gewöhnl. Form u. Lage des Proo. bei Teleost, ein hintobererZipfel von Vf.'s Proo., der durch eine kräft. Linie in der Abb. abgegränzt scheint, würde dem Opisth. (= Intercal. Gg.) andrer Tel. entsprechen]; das Sphenot. (Postfr.) sendet einen Fortsatz abwärts bis zum Parasphen. (vergl. v. Klein S. 242); die Orbitosph. bilden einen Boden hoch über dem Parasph., das durch eine vorn doppelte subcranielle Crista tief nach unten gedrängt wird; an der Cr. sind betheiligt: Basiocc, „Ophisthot.", Sphenot, Parasph.; Basisph. u. Praesphenoid fehlen. Nur 2 Suborb. [= Praeorb.] vorh, ; Mesopteryg. z. Th. ohne Knorpelgrundlage. Palat. sehr kurz; 1. u. 2. Kiemenbogen mit dors. überzähligem Endknorpel „Parahranchial" ; die Knorpel zw. den knöchernen Copulae des Visceralskel. betrachtet Vf. als eigentliche Copulae, welche wie die Kmbög. der Gränze zweier Somiten entsprechen, die Copulae autt. werden „InterhrancMals." Den letzten, an- scheinend halben Wirbel will VI als natürl. Ende der Wirbelsäule betrachten (gegen Lütk.) {es würde dann ein morphol. Abschluss des Endes fehlen, der sonst bei allen Fischen vorh.] Die Interspinalia [Flossenträger deutscher Autt.] nennt Vf. „Pterygiophoren'' u. wendet diesen Ausdr. auch auf die Basalia der Brustfl. u. auf die knorp. Flos- sentr. der Elasmobr. etc. an. Am Schultergürtel ist das Posttemp. ungegabelt, weit auf den Schädel vorgerückt, die Scapula sehr klein, (»fast wie die 3 Brachialia, das Arch. f. Natargesch. 53. Jahrg. IT. Bd. 1. H. Q 242 Dl'- F. Hilgeiidorf: Bericht über die Leistungen Corac. nach hinten zu stark entwickelt, so dass das untere Ende der P. nach oben gerückt wird. — New Zeal. Ich- thyol. I, Transact. Zool. Soc, Lond., XII 5—33, (col) Taf. 2— 6. 40. (Vergl. Syst.) E. Rosenberg, üb. d. Kopfskelet einiger Selachier. Bei jungen Mustelusembr. liegt der Stamm des N. vagus zwischen der Labyrinthregion des Schäd. u. wirbelähn- lichen Elementen; von letzteren wird eins nebst seinem Bogenpaar später in den Schädel verschmolzen. Bei Carcharias ist im alten Thier von dem hintersten (3.) der eingeschmolzenen Wirbel nur der Neuralbogen, nicht aber der Körper mit dem Schädel verwachsen; diese ontogen. Verschmelzung kann unsymmetrisch erfolgen. (Vergl. Ber. 84, S. 331.) Sitzb. Naturforscherges. Dorpat, VIII, Heftl, S. 31— 34. (1887?) H. E-abl.-Rückh., z. Albrecht-KöUiker'schen Streit- frage üb. d. vord. Endigung der Chorda dors., bezieht sich auf die Verhältn. bei Fischen, um gegen A. zu entscheiden; Anat. Anz. I 200. V. Klein, Beitr. z. Bild. d. Schädels d. Knochenf. HI (s. Ber. 85 S. 336), betrachtet das Sphenoideum (= Para- sphenoid Hxl.) S. 205, die Alae temporales (= Prootica Hxl.) S. 234 u. den Vomer S. 272. Das Sph. erreicht das Fron- tale posterius (vergl. ob. Parker, Regalecus) bei Histio- phorus. Die Gatt. Gerres gehört nicht zu den Pharyn- gogn. und eher zu den Pristipomat. als zu den Spariden. S. 238. Die Balistina besitzen Ähnlichkeit mit den Acro- nuridae S. 230, 269. Der Vomer unterscheidet sich von dem der höhern Vertebr. durch seine horizontale statt vertikale Lage [also etwa den Proc. palat. der Maxiila superior entsprechend] ; er scheint bei Hyperopisus (Mor- myr.) zu fehlen; bei Muraeniden ist er mit dem Inter- maxillare u. mit dem Septum verwachsen. — Jahresh. V. vaterl. Natk. Württ., Jg. 42, S. 205—300, Taf. 7, 8. R. R. Wright, on the skull and auditory organ of the Siluroid Hypophthalmus ; Proc. trans. r. soc. Canada (Montreal) III, sect. 4, 107—118. 1885. 3 Tf. in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 243 F. Hilgendorf. Die Kieferknochen werden bei F. mit sog. zusammengesetzten Zähnen mit abgekaut [ähn- liche Abnutzung der Kn. bei Flossenstacheln etc. häufig]. Der sog. Zahn v. Chimaera viell. ein Kieferknochen [wie diess schon Newton 1876 angenommen] Szb. G. natf. Fr. Berlin, S. 87 (vergl. bei Darm S. 259). G. Baur, Morphogenie d. Wirbels d. Amnioten, nimmt an, dass das Intercentrum der A, 2 Elemente enthält u. diese den Basilarknorpeln der Knorpelf. homolog seien. Biol. Centralbl. VI 361. J. A. Eyder, Heterocercy and evolution of uns, zieht die Schhissfolgerungen aus eignen u. fremden Untersuch. (Vergl. bei Entwickl.u.Ber. 85, 337,353.) Alle Lyrifera (d.h. Fische excl. Leptocard. u. Marsipobr.) besitzen als Embr. sog. Hornfasern, welche mit den sog. Hornfäden der er- wachs. Sei. u. der Fettfl., sowie den knöch. Flossstr. der höh. Fische homolog sind. Knorplige Anlagen kommen derartigen Theilen zwar nie zu (die in den Fl. der Sei. dafür angesprochenen medianen Knorpel sind nur Stützen der Str.), sie legen sich aber, besonders im basalen Theil, so tief an, dass sie nicht mehr dem Corium zugerechnet werden können, also nicht als Hautknochen gelten dürfen. Noch weniger sind sie Hörn- d. h. Epiblastbildungen ; auch chemisch u. histol. weichen sie ab. Am besten pa- rallelisirt man sie mit einem Perichondrium. Die Str. von Ceratodus (Dermoneurals Gth.) sind übrigens nicht Knorpel, sondern gleichfalls solche „Hornf.". — Es sind alle Abtheilungen der Medianflossen unter einander ho- molog, so auch der hypaxiale Th. der Schwanzfl. (geg. HuxL, Balf.); bei jungen Anguilla kann man erkennen, dass zw. Str. u. Haemaldorn die vermissten Interhaemalia vorhanden sind. Nach der Thacher-Balf. 'sehen, vom Vf. acceptirten Theor. sind dann auch die Str. der paar. Fl. homolog. — Durch Druck können benachb. Th. ver- schmelzen; so sind die D.-Str. bei Polypterus aus meh- reren an der Basis verwachs. Str. entstanden, worauf die Mehrzahl der Wirbel hindeutet; besonders ist dies für die Genese der Schwanzfl. wichtig, bei der die Wirbel ver- Q* 244 Dr. F. Hilg-endorf: Bericht über die Leistungen wachsen, die Interhäm. mit den Hämaldornen sich ver- binden etc. ; auf der Oberseite des Schw. werden die neu- ralen Elem. sogar gänzl. zum Schwinden gebracht. Die hypaxialen Stützen werden durch Gebrauch andrerseits vergrössert, wonach der untere Lappen (urspr. bei Existenz des langen Endfadens lediglich eine 2. Analis darstellend) schliesslich allein die Caudalis bildet. Der Verlust der Eadialia in der Pect, von Gastrostomus (Eurypharyngidae) ist hier zu beachten, sowie die Differenz zw. Wirbelzahl u. Z. der Neuralbogen bei Lophobr. (zu viel Bogen) u. bei Amia (zu wenig B.). — Als Endziel d. phyl. Entw. gilt die Gephyrocerkie, die schon bei Salmo salar angedeutet; die Rückbildung des Urostyl lässt schliesslich die epax. u. hypax. Str. dicht zusammentreten. Die extremste Ausb.^ bei Mola, ontogen. verfolgt. — Ausnahmen von der allge- meinen Regel der Flossenentw. kommen meist dadurch zu Stande, dass sehr specialistirte Bild, schon früh im Embryo angelegt werden: der Mangel des vollst, embryon. Flossensaums bei Hippocampus, andrerseits des Saums Entw. weit kopfwärts bei Gadiden u. Pleureneet, weiter die starke Ausb. hinten in Form einer „lophocercalen Homocerkie" bei Alosa (hier wird das heterocerke Stad. in der Ont. übersprungen) gehören hierher. Der mangelh. Saum bei Gambusia wird aus der Viviparität erklärt. Betreffs der Kopffl. der Torpedin. (besonders der von Hyp- nos, Hasw. 1884) schwankt Vf., ob sie wirklich als Vorder- theil des P. oder als eigne Bildung anzusehen. Wie in obigen Fällen die ursprüngl. Continuität der unpaar. Fl. im Embr. verleugnet wird, so scheint das ehemalige Zusam- menhängen der paarigen Fl. durch die Seitenfalte bei Teleost. ontog. unterdrückt zu sein ; die P. u. V. des Embr. sind hier nie mehr vereinigt. — Vf. sucht die Entwick- lungsvorgänge stets mechanisch zu erklären; selbst Nütz- lichkeitseinrichtungen können so direkt durch den Ge- brauch herbeigeführt werden, wie schon Lamarck richtig angedeutet. — Den Ausdr. „homonym" benutzt Vf. für ungleichartige Theile desselben Antim er enab Schnitts, etwa syn. mit „zur gleichen Metameren-Nummer gehörig"! in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 245 Tf. 1 — 11, meist Copien, Abb. v. Mola u. Salmo-Embr. ori- ginal; Xyl. — Report Commiss. U. S. Fish C. XII for 1884, 981—1107. G. Baur weist daraufhin, dass Gervais (1856) schon vor Humphry (1871) die Homologie der iinpaaren Flossen mit den paarigen behauptet hat ; Intern. Monatsschr. Anat. Hist. III 6. K. Bardeleben, „Hand u. Fuss," berührt die Glied- maassentheorie und spricht sich gegen einen einfachen Achsenstrahl aus, Tagebl. 59. Vers. d. Natf u. Ä. 1886, S. 96—102. D'Arcy W. Thompson, bind limb of Ichthyosaurus and morph. of vertebrate appendages. Vergleicht mit I. u. Sauranodon auch die Fische, wonach Gegb.'s Theorie unhaltbar scheint. Polypterus hat 4 (selten 3) Basalia. Bei Protopt. ist das mit d. Becken artikulirende Stück ein echtes Basipterygium (= femur), darauf folgen 2 kl. Knorpel, zw. welchen die Hauptaxe der Flosse; dies sind die 3 Basalia, von denen nur das eine lang und gegliedert ist (während bei Ichth. alle es sind). Bei Ceratodus müssen wir annehmen, dass der einz. segmentirte Strahl Seiten- sprossen entwickelte. — Rep.55. meet. Br. ass. adv. sc. 1885, 1065—6. Desgl. Journ. of Anat. Ph. XX 532—5, Xyl. P. AI brecht, „morph. Bedeut. der Penischisis, Epi- u. Hypospadie des Menschen." An der Brustfl. von Raja bezeichnet Vf. die 3 Basalstücke des Pro-, Meso- u. Me- taptergiiims, bez. als 1., 2., 3. Humerus, sowie an der Bauchfl. des Pro- u. Metapt. als 2. bez. 3. Femur ; der 2. Hum. (nicht das Metapt.) entspricht dem Hum. der höh. Vert., u. das 2. Femur dem Femur der h. V., das 3. Femur dem Rochenpenis einer Seite u. dejai halben Penis der Säuger. Zahlreiche Termini techn. — Biolog. Centralbl. VI 204—212. P. Alb recht. Über Penis, Penoid u. Pseudopenis der Wirbelth., nebst e. Nachweis, dass die freien Gliedm. der Amphib. u. Amnioten nicht den meta-, sondern den mesopterygialen Abschnitten der paar. Selachierflossen 246 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen entsprechen. Vgl. anat. Unters. I, 1. Heft, 42 S., 5 Xyl. Vergl. auch Centrbl. f. Chirurg. 1886, 68—71. T. J. Parker, Claspers of Callorhynchus [= Notes Otago Un. Mus. VIII] betrachtet den vorderen „Clasper" [= Sägeplatte] als viell. ein mittleres, drittes Fusspaar darstellend; Bau u. Drüse entsprechen wesentlich denen des hinteren Cl. [= Pterygopodium]. Beim Weibch.ist nur eine Tasche mit Drüse vorhanden, der vord. Cl. fehlt. Nature, Bd. 34, S. 635. C. Emery u. Simoni, Rech, sur la ceinture scapu- laire des Cyprinoides. Bezügl. des „Spangenstücks" Gegb. (= Praecoracoid Prk. , Humerus Ow. , Procoracoid Wie- dersh., von den Vff. als Brücke, „Pont", bezeichnet) be- stätigen Vff. die embr. Untersuch. Swirski's (80), verwerfen jedoch dessen direkt mechanische Hypothese üb. die Ent- stehung dieses Knochens ; sie gehen auf die urspr. (nach Thacher's Theorie) horizontale Lage des Schultergürtels zurück u. weisen an der Innervation nach, dass das jetzt ventrale Coracoid-Loch urspr. das hintere, im Gegensatz zu dem jetzt dorsalen, ehedem aber vorderen Scapularloch gewesen ist. Der dorsale Rand der jetzigen Brustfl. der Tel. entspricht dem vorderen (propterygialen) Rand der Selachier-FL, der ventrale dem hintern. Der propt. Rand der Sei. entspr. dem radialen Theil der höh. Verl, der metapt. R. dem ulnaren. Interessant ist die Verschieden- heit des Nervenverlaufs (1., 2. u. 3. Spinalis) je nach den Gattungen (Cypr., Car. , Tinea, Leuc). Archives ital. de Biol. VH 390—4. P. Albrecht, eine in 2 Zipfel auslaufende Vorderfl. bei Protopterus. Vf. sucht eine Missbildung (nur rechts) zu Gunsten der Götte-Wiedersh. 'sehen Theorie von dem zweiästigen Bau der Extrem, zu venverthen; er giebt seine frühere Zustimmung zur Th. der einaxigen, gefiederten Extr. auf. Sitzb. k. Ak. Wiss. Berlin, 86, 27. Mai, S. 545—6, Tf. 6. Vergleiche ferner unter Haut, Schaff (Lopho- branch.); Athmungsorgane, Clelland(Homol.d.Spritzlochs) u. Sagemehl; Entwickl., Perenyi (Wirbel v. Torpedo); in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 247 Phylogenie, Wiedersh. u.Ryd er (Flossen); in Systematik des Ber. f. 85: Schufeidt bei Micropterus, Albula, Me- g-alops, Amia u. Ber. 86 bei Pleuronectidae (Pfeffer u. Facciolä), bei Muraenidae (Ficalbi), bei Ganoiden (Orr), bei Dipnoi (Schneider), bei M}^ine (Clelland), und fossile Fische (Wo od ward, Kieferapp.). Muskelsystem und elektrische Organe. G. Fritsch, Anatomische Untersuchung üb. d. Zitterwels (Mal. el.). Das el. Organ wird morphologisch durch Drüsenzellen der Haut gebildet (s. Ber. 84, 335); die el. Scheiben gewöhnlich transversal gestellt, richten sich am Schwanz der Ober- fläche parallel u. schwenken dann selbst soweit um, dass der Nervenansatz statt schwänz- kopfwärts liegt, u. schliesslich bildet sich ein „taubes Gewebe," d. h. ohne Riesenz., aus. In einer Längsreihe liegen etwa 1600 el. Scheiben, im Fisch überhaupt giebt es 2 Millionen, bei jungen u. alten gleich viel; das Organ wiegt Vs des Körper- gewichts. Die ganze Scheibe bildet eine „celluläre Ner- venendigung." Die Innervirung erfolgt durch einen Vagus- Ast (wie bei allen Siluriden, bei den meisten andern Fischen vom Trigem.); am Ursprung besitzt der elektr. Nerv nur einen Axencylinder, der sich bis zum Ende millionenfach theilt, und der sich bis zum Rückenmark verfolgen lässt, wo die ihn aufnehmende Riesenganglien- zelle mit der der andern Seite durch zahlreiche Commissur- fasern verbunden ist. Die letzten Punkte (19 — 21) be- treffen die Haut, der 22. die Generationsorg., der 23. die Parasiten (vergl. im syst. Th.). Sitzb. pr. Ak. Wiss. Berlin, Jg. 86, 1137—40. W. Krause, „d. Nervenendigung im elektr. Organ" Torp. ocell. Der „Terminalplexus" der Nerven enthält übereinander fortlaufende aber nicht verschmolzene platte Nervenfasern; dorsalwärts auf diesen stehen die Palissaden, die dem Neurilem angehören, aber keine N.-Endigungen sind. Die dors. Enden des Pal. tauchen in die Gallertsubstanz mit Kernen und Körnchen, welche wieder von der elastischen Dorsalmembran bedeckt wird. 248 I^J'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen Diese Schichten nebst 2 ventral anliegenden Nerven und 1 Gefässschicht bilden eine el. Lamelle ; diese Lam. werden durch eine 5 fach dickere eiweisshaltige Flüssigkeitsschicht von einander getrennt. In der Gallertsubst. der Lam. wies Vf. ein System von Fasern nach, die ventral sich umbiegen u. horiz. über den Termpl. hinlaufen; sie ent- sprechen den Längsfibrillen der Muskelfasern, die Kerne der Gallertsbst. den Muskelfaserkernen, der Termpl. einer motorischen Endplatte, welche (vermöge der Fibrillen- biegung) an die Längsseite der Fibr. herantritt. Die Termpl. heisst daher „elektr. Endplatte." Danach ist der el. Schlag ursprünglich eine negative Schwankung des Muskelstroms vom Quer- zum Längsschnitt u. entspricht einer Muskelzusammenziehung. Die Palissaden, schon 1856 von Kemak beob. , geben in der Flächenansicht Boll's (73) el. Punktirung. Intern. Monatsschr. f. Anat. u. Hist. III 285—308, Tf. 14. W. Krause, Resection der elektr. Nerven des Zitter- rochen. Der sog. Eam. electr. n. trigemini (er gehört thatsächlich zum facialis) wurde durchschnitten ; die ein- tretende Atrophie der Endigungen erstreckte sich nicht auf die sog. elektrische Punktirung, d. h. eine Stäbchen- schicht der el. Platte (nach Fritsch ein Gerinnungsphä- nomen einer porösen Membran), die man als Nei*ven- Endorgan gedeutet hat, welche Ansicht mithin hinfällig ist. Sitzb. pr. Ak. W. Berlin 86, S. 675 — 680, 1 Xyl. Gotch, the electrical discharge of Malapt. el. Auf electr. Reizung des Fisches erfolgt sehr schnell ein Schlag des el. Organs (1/500 Sek.); wenn die Reizung das el. 0. selbst berührt (durch die Haut), erfolgt ein einfacher Schlag; am Vorderende des el. Org. (Stirngegend) werden mehrfache Schläge mit 10 Sek. Zwischenraum ausgelöst; el. Reizung der Fühler u. des Schwänzendes blieb wirkungslos. Proc. physiol. soc. 1885 IV p. XXVII— XXIX in: The journ. of Physiol. (Foster), Cambridge, VII. W. Stirling, Red and pale muscles in fishes. Die Vertheilung der dunkleren Muskelpartieen bei Clupea, Scomber, Gadus, Pleuronectes durch Abb. erläutert; bei in der Ichthyologie wählend des Jahres 1886. 249 Cl. u. Sc. ist die Färbung roth, bei G. ii. PL gelb. Sie wird hervorgebracht durch in die Substanz der Fibrillen eingelagerte Fettpartikel. Vf. denkt daher bei rothen M. an fettige Degeneration od. Infiltration. Nur bei Sc. sind die rothen Partien durch ein Septum von Bindegew^. begrenzt; jede einzelne Faser ist aber bei allen Gatt, gegenüber den Fas. der blassen M. durch kleineren Querschnitt mikrosk. kenntlich. — 4. Ann. rep. Fish. B. Scotl. 166 — 71, Tf. 3 — 5. (Vergl. auch Leydig, Zelle u. Gew.). G. W. Baird, Flug d. flieg. Fische, Science VIII 10—12. Muskeln der Kiemen, s. McWilliam bei Athemorg.; elektr. Org. v. Torpedo, Fritsch, s. Syst. Nervensystem. J. Steiner, üb.d. Gehirn d. Knochenf., weist experimentell nach, dass diese (bei Leuciscus ce- phalus) nach Fortnahme des Grosshirns noch Geschmacks- und Farbenempfindung und Überlegung besitzen, die also bei F. noch im Mittelhirn ihren Sitz haben, bei den höhern Vertebr. aber in das Grosshirn wandern. Sitzb. pr. Ak. W. Berlin, S. 5 — 9, 1133—5; Abdr.: Biol. Cen- tralbl. VI 676. J. Steiner, „üb. d. Centralnervsyst. des Haifisches u. des Amphioxus u. üb. die halbzirkelf. Canäle des H.'' und ,, weitere Unters, über das Centralnervs. des H." Scyllium sowohl wie Amphioxus machen nach Decapi- tirung noch ganz normale Locomotionsbewegungen; beim Hai können aber durch Laesion einer bestimmten Zone der Med. oblong, diese Bewegungen unterdrückt werden. Sehr merkwürdig ist, dass ein Hai, der durch einseitige Abtragung des Mittelhirns in Zwangsbewegung versetzt ist, diese nach der Decapitirung beibehält. — Die Zer- störung der halbzirkelf. Canäle einer oder beider Seiten wirkt beim Hai nicht störend auf die Einhaltung des Gleichgewichts. Ebd. I 495, II 539. J. Steiner, „Funktioneller Beweis für d. Richtigk. d. morph. Ansicht von der Entstehung des asymmetr. Baues d. Pleuronectiden. " In Übereinstimmung mit der aus Anat. 250 Dl"- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen u. Ontog. folgenden Ans., dass die PL morphologisch als seitlich comprimirte u. nur umgelegte Fische zu betrachten, zeigt Vf. experimentell, dass Zwangsbewegungen (Reit- bahnbew.) nach Abtragung einer Mittelhirnhälfte die bei einem depressen Rochen in einen horiz. Kreis erfolgen, bei PL in einem vertik. Kr. vor sich gehen. Die Asym- metrie ergreift auch das Grehirn (Solea, Abb.). Verh. d. naturh. -med. Ver. Heidelberg V (VI?) 127 — 137 (u. als Festschr., Heidelb. 86, 8«). Vulpian, bestätigt nach anderer Methode Steiner's Schlüsse betreffend das Fortbestehen (des Sehens) des Willens und der Willensäusserungen bei Fischen, denen die Lobi cerebrales u. die Zirbel abgetragen worden. Das Tliier lebte über 6 Monat u. starb zufällig. Das Gehirn zeigte keinerlei Verwachsungen oder sonstige Folgen einer Entzündung; das Fett der Hirnhöhle, ebenso Knochen und Haut hatten sich regenerirt. Compt. rend. Ac. Paris, Bd. 102, S. 1526-30, Bd. 103, S. 620—2. T. J. Parker, nomenclature of the brain and its ca- vities (= Not. Otago un. mus. IX), ist mit B. Wilder (N.York medical J. 41, 325 u. 354, 1885) zieml. übereingekommen; er benennt (Encephalon, richtiger Encephalos, wird englisch „encephal"): Neuron (mit Neurocoele), Encephal (Ence- phalocoele), Myelon (Myelocoele) ; 3 entwickig. Abth. heissen: Protencephal (Protocoele), Deuterenc. (Deutero- coele), Tritenc. (Tritocoele); 5 Hauptabth. des Hirns: 1. Prosthi encephal (Prosthiocoele) , 2. Diene. (Diacoele), 3.Mesenc. (Mesocoele), 4.Epenc. (Epicoele), 5. Metenc. (Me- tacoele). Davon zerfällt wieder 1 in die paarigen Rhinen- cephals (Rhinencoele), paar. Prosenc. (Prosocoele), u. das unpaare Basicerebrum (Aula); 3 in paar. Optencephals (Optocoele) u. den unp. Basiopticus (Iter) ; 4 in das Epen- cephal (Epicoele) u. das Basicerebellum (Atrium). Dazu Xyl. eines entwg. Schemas u. des Gehirns von Scymnus lichia. Nature Bd. 35, 208—10. R. Fusari, fina anatomia delF encefalo dei Teleostei. Die 2 Golgi'schen Typen von Ganglienz. auch bei Tel., der 2. Typ. ist sensitiver Natur. Die Neurogliaz. von in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 251 den Ganglz. nur durch Mangel des nervösen Fortsatzes verschieden. Die äuss. Fasern des Tectum opt., von welchen der N. opt. entspring-t, stammen nicht von Ganglz. , sondern aus dem nervösen Fasernetz. Boll. scient. (Maggi) Pavia, VIII, 6 S. Rabl-Rückhard, die Priorität der Auffassung der Zirbeldrüse als Sinnesorgan gebührt Leydig (1872); Vf. hat schon vor Fulliquet die Ähnlichkeit des Gehirns von Protopterus mit dem d. Amphibien betont; Zool. Anz. IX 405. H. F. Osborn, die extensiven Commissuren des Fisch- hirns repr'äsentiren, abgesehen vom Fornix, in primitiver Form die Comm. anterior u. das Corpus callosum ; bei ver- schiedenen Gattungen (Cyprinus, Salmo) sind sie sehr ver- schieden. Zool. Anz. IX 204. — Die C. interlobularis der Fische ist wahrsch. homolog der C. ant. u. dem Crp. call. S. 577. - Vergl. Science VIII 167-8. H. F. Osborn, origin of Corpus callosum. Übersicht üb. die Literatur, Ausführung des Vorigen. Abb. des Ge- hirns V. Cyprinus carpio. Morphol. Jahrb. XII 223 — 251, Tf. 13, 14. — (In den „General conclusions,'' ebd. 538, 1887, wird aus Rabl-R. u. Fulliquet's Unters, gefolgert, dass die Dipnoi auch ein Corp. call, haben dürften.) A. Milnes Marshall, Segmental value of the cranial nerves. Es gehören zur 1. Visceraspalte (Nase): N. olf. ; zur 2. (lacrymal): oculomot. u. trochl. ; zur 3. (buccal): V; 4. (spirac. od. hyomand.) VII u. VI; 5. (1. Kiemensp.) IX; zur 6.— 11. (= 2.— 7. Kiemensp.): 1. — 6. Ast des Vagus. Stud. biol. lab. Owens Coli. Vol. I, S. 87—123. Ob für Fische (Scyllium) dasselbe Schema gilt, ist noch unklar. Abdr. aus Q. J. micr. Sc. XXI. 1881 ; Am. Nat. XX 1066. J. Beard. Findet bei Haien auch 11 Kopfsegm., aber die lange Wurzel des Ciliar -Gangl. u. der Acust, gelten als segm. Nei-ven, dem facialis werden 2 Segm. zugetheilt, wogegen dem Vagus nur 4 zukommen. (Ber. 85, .340) Am. Natur. XX 1066. G. F ritsch, Centralnervensystem von Lophius pisc, vergl. Ber. 84, S. 338. Es dringen in die der Medulla oblong. 252 Di"- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen aufgelagerten Eiesenzellen Gefäss-Schlingen ein, die aber den Kern nicht durchbohren. Die Zellen des Ganglion Gasseri besitzen ausser dem Hauptfortsatz noch mehrere kleinere, deren Existenz dadurch, dass für sie eine Öff- nung in der Kapsel besteht, zweifellos wird. Vielleicht sind auch bei andern Thieren die Zellen der Ganglien- knoten nie unipolar. Arch. mikr. Anat. Bd. 27, S. 13 — 31, Taf. 3, 4. Vignal, „Lobes accessoires de la moelle du mole (Orthagor. mola)." Das Eückenmark eines 1,30 m 1. Orth. hat nur 20 mm Länge ; äusserlich sind weder paarige noch unp. Anschwellungen (lobi acc.) zu beobachten; ob im Innern wenigstens microscopisch eine Reihe von Ganglien (an den hint. Hörnern) nachweisbar ist (Ussow, 1882, Arch, de Biol. HI), bleibt zu untersuchen; Xyl. des Gehirns u. Em. von 3 Seiten; C. r. h. Soc. de Biol. (8) HI 144—6. M. üssow, Bau der sog. Lobi accessorii des Eücken- marks einiger Teleosteer. Verh. natf. Ges. Kasan, XV, 69 S. (russ.). E. Seh öl er, „Beitr. z. K. der Nerven in der Epidermis der F.," findet (gegen Merkel), dass in der Cornea der F. (ähnl. wie Zelinka sah) N. vorhanden u. nach dem Schema der höhern Vert. angeordnet sind. — Die Haut des Dotter- sacks bei Forellen zeigt deutliche sensibl. Nervengeflechte, weniger sicher in der subepith. Schicht Endzellen, eine Endigung in Sinnes- oder Epithelz. ist ausgeschlossen, freie Nervenendigungen sind fraglich. Die Nerven selbst sind schon in den Flossenhäuten (von Esox, Tinea) zu sehen. Situs des Dotters im Bauche beschrieben. — Bonn 1885, 8^, 33 S., 1 Taf. (Diss.) F. Fulliquet, Eech. sur le cerveau du Protopterus ann. Der N. oculom. fehlt nicht (IV, VI u. XI aber auch von F. vermisst) ; der Lobus olf. ist der dors. Fläche des Vorderhirns aufgelagert u. an Schnitten sehr deutlich; das Chiasma nerv. opt. wurde im Innern des Geh. be- obachtet; in den N. acust. tritt eine fibrillär werdende Mauthner'sche Faser!; ein N. acust. accessorius; die bis- her übersehenen Ganglien zur Seite des Gehirns sind vor- in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 253 lianden; das Mesenceplialon ist viel breiter als bisher ge- zeiclmet. Die Grösse des Prosenceph. nähert Protopt. den Amphibien, während Ceratodus den Fischen ähnlicher bleibt, dessen ganz abgesonderter Lohns olf. unterscheidet ihn haupts. voa Prot, im Hirnban. Im Rückenmark u. Gehirn erkennt Vf. bei Prot, embryonale Charaktere. — Recueil zoologique suisse, III 1 — 130, Tf. 1 — 5. M. Iversen, „Bem. üb. die dorsalen Wurzeln d. N. hypoglossus", erhärtet durch Auffinden 2 dors. W. bei Pro- topterus (die zugehör. 2 ventr. W. schon durch Wieders- heim nachgewiesen) die Ansicht, dass der hyp. ein selbst. Nerv, nicht die ventr. W. des X ist; Fulliquet fand nur die hintere und übersah die alternirende Stellung zw. dors. u. ventr. W. ; die hintere dorsale W. mit starkem Ganglion. Beim jungen Prot, sind (Wiedh.) die 2 ersten Wirb, mit d. Schädel noch nicht vereint. — Sep. A. aus: Ber. natf. Ges. Freiburg i. B. II, Heft 1, 4 S. A. Sanders, Contr. anat. central nerv. System Plagi- ostomata. Untersucht Raja batis, Rhina, Scyll. cat., Acanth. vulg. Die brauch. X-Äste bei Rh. ähnl. wie Hex- anchus mit 1 Ram. post- u. praebranchialis aber ohne R. phar., bei Sc. umgekehrt von den 3 R. nur phar. vor- handen. Histol. des Lobus olf. (bei Raja sind Lob. u. Tract. olf. u. Hemisph. ohne Lumen) , des Cerebrum, der Lobi opt. (deren 3., innerste Schicht mit grossen Zellen, die bei Sc. u. Raja ein flaches Lager, bei Rh. u. Ac. eine mediane Gruppe bilden), des Cerebellum, der Med. spin. (keine Mauthner'schen Fasern, wovon bei Ceratodus 2 vorh. u. durch mehrere Axencyl. ausgezeichnet sind). Ursprung der Hirn- u. Spinalnerven. Pr. roy. s. London, XL 10 — 14. A. D. Onodi, „neurolog. Unters, an Selachiern, Id. Vagusgruppe," unters.: Carch. (3 Sp.), Galeus, Must, Lamna, Alop. , Notid. (2), Scyll. (2), Pristiur., Acanth., Centroph., Squat., Scymnus, Rhinob., Torp. (2), Raja (3), Trygon, Myl. Nur bei Notid. gris. u. ein. u. bei Lamna corn. wurden ventrale Vaguswurzeln gefunden, bei Not. jederseits 3, für die fast stets besondere Nervlöch. am Schädel vorhanden sind (Abb. v. gris.), bei L. nur 1 Paar; 254 Dr. F. Hilgendorf: Bericlit über die Leistungen diese W. verbinden sich bei g'ris. mit 3, bei ein. mit 5, bei L. mit 8 Spinalnerven, um die ventralen Längsmuskeln zu versorgen. Bei Scyll. u. Ac. vereinigt sich (Fig. 2—8) fast stets der Ram. intestin. n. vagi in verschiedener, öfter indivuell variirender Weise mit den Spinalnerven. Der aus mehreren der vordersten Spinain. gebildete Stamm versorgt die ventr. Längsm. ; deren Zahl ist nicht 2 (Vetter), sondern bei Not. 4 (+ 3vord. Vagw.), bei Lamna 8 (+ 1 vord. Vagw.), bei Ac. u. bei Scyll. cat. 5 (+ Ast des R. intest. vagi), bei Sc. can. 3 (+ Ast d. R. i. X.), bei Carch. glauc. 11. Die dors. Vagw. besitzen meist nur 1 Schädelloch, bei Scymnus aber 2. Die vorderste Vagw. entspringt dorsal- wärts vom Glossophar., u. legt sich auch dorsal auf die übrigen Vagw. — Bei Myliobatis sind die einzelnen Kie- mennerven ausserh. des Schädels mit e. Glanglion ver- sehen; die vorderste W. bildet, dorsal von den übr. ver- laufend, den Stamm des Ram. intest, u. lateralis n. vagi u. besitzt kein makrosk. Ganglion, ebenso bei Mustelus (Abb.), wo die Kiemn. bis zur MeduUa obl. hin isolirbar sind; bei Raja clav. zeigt der 2. u. 3. Kn. eine flache spindelf. Anschwellung. Intern. Monatssch. An. Hist. III 325—9, Tf. 14. J. Petelenz. Von elektrischen Nerven wurden bei Torpedo marmorata R. an 35 Expl. immer nur 4 echte gefunden, der 5. Nerv ging stets nur bis in den Kiemen- korb. Zool. Anz. IX 226—9, Xyl. G. Fritsch. Im Centralnervensystem elektr. Fische verschmelzen Protoplasmafortsätze zur Bildung von Axen- cylindern; über Structur der Spinalganglien von Lophius- Dazu Discussion von Kollmann, Waldeyer. Tagebl. 59. Vers. d. Ntf. u. Ä., 376. W. B. Ransom, Spinal and visceral nerves of Cy- clostomata. Die graue Subst. des Rückenmarks ist bei Petrom. nicht in Vorder- u. Hinterhörner gesondert u. zeigt keine Spur von Segmentirung. Der dors. Ast der dors. Wurzel scheint Fasern zum N. lateralis zu senden ; da der N. lat. auch mit dem X. VII. u. V.? in ähnl. Ver- bindung steht, stellt er eine weitausgedehnte Commissur in der Ichthyologie wahrend des Jahres 1886. 255 der dorsalen Aste der dors. W. dar; älinl. bei Amphioxus. Die unregelm. Anordnung der Hautsinnesorg. spricht gegen deren enge Beziehung zu den streng segmentalen Spinal- ganglien; die segm. Gliederung der Seitenlinie ist seeundär erzeugt. — Bei Bdellost. u. Myx. entsprechen 2 ventr. Würz. einer dors. W., wie bei Amphioxus. — Der Vagus enthält bei Petromyzon starke (motorische) Fasern u. communicirt mit den vorderen Spinalnerven (Zusammenhang mit der Beweglichkeit des Kiemenkorbs), bei Bd. u. Myx. nicht. — Aus dem Vagus kommen bei Petr. zarte, den dors. W. der Gehirn- u. Spinain. entstammende Fasern zum Herzen etc. (gegen Owsj.). Dies Verhalten ist die wesentliche Grund- lage eines sog. sympath. Nervensystems; das Auftreten von Längssträngen ist von secundärer Wichtigkeit. Zool. Anzeig. IX 421—6. F. Nansen, vorl. Mitth. üb. Histol. des Centralnerven- systems bei Ascidien u. bei Myxine giut. Im Allg. wird zw. Myx. u. Petromyzon zieml. Übereinstimmung gefunden. Nach Vf.s früheren Beob. bei Myzostoma, sowie denen von Golgi beim Menschen u. Haller bei Mollusken scheinen die histol. Verhältn. bei allen Thieren mit entwick. Nerven- system wesentlich die gleichen zu sein. Bergens Mus. Aarsberetning for 85, S. 55 — 78 (dänisch); Übers.: Ann. Mag. n. h., 18. Vol., 209—226. Vergleiche ferner bei Skelet, Emery u. Simoni (1. — 3. Spinalnerv der Cyprin.) ; bei Muskelsystem, Krause u. Fritsch (N. der elektr. Org.); Entwicklung, Beard (Gangi. d. Hirnnerven); in System., Eyder (Batrachus). Sinnesorgane. AI. Dogiel, „Band. Geruchsorg, bei Fischen u. Amph." Acipenser u. Esox unters. Stütz- z eilen: Distaler Theil bei E. ohne Flimmerhaare, mit Schleim, der oft in Tropfen ausgestossen wird ; bei A. mit od. ohne Flh., kein Schleim. Kern dicht am verjüngten Fuss. Proximal die trompetenf. Sohle. — Riechzellen: Distal bei A. mit Riechhaaren, bei E. mit einem Stift; 3 Formen d. Rz. 1. M. Schulze's mit 1 dist. stäbchenf. u. Iprox. fadenförmigen varikösen Fortsatz; 2. dicke Cylinder 256 Dl'- F- Hilg-endorf: Bericht über die Leistungen mit dickerem prox. Forts.; 3. näher d. Oberfl. gelegen, zapfenf. od. tonnenf., bei Ac. der Kern prox., bei E. in der Mitte; „Riechzapfen," während 1 u. 2 „Riechstäb- chen." — Nerven: Nie ein subepith. Plexus, bei E. aber ein intraepitheliarer von dem aus Faserverbind, zum Forts, der Riechzellen isolirbar. — Biol. Centralbl. VI 428-431. Dogiel, Bau d. Geruchsorg, bei Ganoiden, Knochf. u. Amph.; Arbeiten Kasan natf. Ges. XVI, 1. Heft, 82 S. J. M a d r i d - M r e n , „morph. Bedeut. der End- knospen in der Riechschleimhaut d. Knochenf.," vorl. Mitth. von C. Emery. Blaue's Ansicht (Ber. 84, 341), dass das Riechorgan einer Anhäufung von Endknospen ent- spricht, wobei die Bild. v. Belone mit noch spärlichen, durch gewöhnl. Epithel weit getrennten Endkn. den phylog. Ausgangspunkt bilden soll, wird durch ontogen. Unter- suchungen an Bei., Trigla, Carassius, Zoarces, Cyprinodon nicht gestützt. Frühe Stadien bei Car. zeigen keine ein- zelnen aus einer Kn. heiTorsprossenden und später ver- schmelzenden Knospen; die Rieclih. v. Bei. ist zuerst ganz u. gar aus Sinnesepithel gebildet, das Pflasterep. entsteht später inselartig und bildet darauf Brücken, welche die einzelnen Riechfelder der Schleimh. immer mehr ver- kleinern u. zu Knospen reduciren. Zo. u. Cy. wieder- derholen im erwachs. Zustand das Felderstad. v. Bei. In der Nasenhöhle von Cy. veranlasst öfter ein Schmarotzer- copepode d. pathol. Umwandl. des Riech- in Pflaster- epithel; das Pflep. ist wohl ein Schutz für die Sinnes- härchen. Biol. Centralbl. VI 589. W. Krause, „Die Retina, II d. R. der Fische," schil- dert nach früheren u. nach Originalforsch, den Bau bei 35 Sp. Unter den Abb. sind neu: Acip. ruth., Esox, Hippo- campus; eingehender sind ausserdem behandelt: Petro- myzon, Myxine, Anguilla, Perca. Intern. Monatsschr. f. Anat. u. Eist. III 8—38, 41—73, Tf. 1—3. J. Carriere, Sehorgane der Thiere. München 1885, 80. — Fische S. 61—69 u. passim bis 87. Abb. bez. Ammocoetes u. Hippocampus; die Retina des letzteren durch zahlreiche Ganglienschichten ausgezeichnet. in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 257 C. Emery, la fovea centrale della retina dei Lofo- branchi. Bei Hippocampus 2 Fov. centr., eine im Ceutriim des A^ugengTundes , die 2., stärkere am hinteren Rande; die Opticuspapille zw. beiden, Rendic. Acc. Bologna 83/84, 93 (1884). L. Matthi essen, „pliysikaliscb-optisch. Bau des Auges der Cetaceen u. d. Fische," Cyprinus carpio u. Gadus callarias unters.; Pflüger's Arch. f. Phys., Bd. 38, 525 — 8, u. Forts. : Auge von Silurus glanis (Xyl. des Durchschn.), Bd. 39, 204—8. Vergleiche ferner Hautsinnesorg. bei Haut; bei Darmcanal D oderlein (Schwimmblase v. Pteridium); bei Nervensystem Steiner (Funkt, d. halbzirkf. Canäle); beiEntwickl.Koranyi (Linse); beiSkelett Wright (Gehör). Gefässsystem (nebst Thymus und Thyreoidea): Biz- zozero u. Torre, produzione dei globuli rossi etc. (s. Ber. 1884, 341) auch in: Atti accad. dei Lincei, Mem. (3) XVIII 421—47, 1 Tf. (1884). Wl. Nikolsky, sieht „Vacuolenbild. in d. rothen Blutkörp. unter d. Einfluss von Chlorammonium etc." auch beim Hecht (viell. gasf. Ammoniak); Arch. f. mikr. Anat.^ Bd. 27, 437. W. D. Halliburton, Blood Proteids of lower Vertebrata. Acanthias hat nur 1,62% an Proteiden im Blut: Serum-Globulin 1,17, S. -Albumin 0,45; der Aal bez. 6,73 = 5/28 4-1,45. — Das Fibrinogen aller Vert. coagulirt bei 56 ö C, das Serglob. bei 75 o. Von Perca u. Cypriniden coag. d. Serumalb. bei 73 ^ («-Alb.), nur der Aal (72 bez. 77 o) u. Acanth. (74 — 80^) haben auch Seralb., dass bei höh. Temp. coag., wie das /S-Alb. der Vögel u. Säuger; letzteres fehlt bei Rept. u. Amphib. The journ. of physiol. (Foster) Cambridge, VII, 319—23. Mills, Heart of the fish compared with that of Menobranchus. Für Fische (Batrachus) nichts Neues (Ber. 85, 342). Journ. of Physiol. (Foster), Cambr. VII 81—95. M'Intosh, „on a male Tunny" beschreibt in Bulbus art. von Orc. thynnus Reihen von elastischen Taschen, Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. II. Bd. 1. H. R 258 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen die z. Th. nach Art der Taschen im Conus art. der Elas- mobr. functioniren ; auch die Wundernetze der Leberwerden behandelt. Ann. Mg. n. hist. Vol. 17, 326. Tf. 11. T. J. Parker, Blood-vessels of Mustelus antarct, a contr. to Morphol. Vertebr. Vf. verglich Embryonen von Scymnus. Der Verlauf der Kiemengetässe eingehender beschrieben. Die Laterale Vene, homolog der V. epigastr. bei Amphib. u. Eept, empfängt das Blut der V.- u. P.- Flosse, soll von dem Gefäss der hypothet. Seitenflosse der Provertebraten stammen. Die Caudalvene communicirt mit den Cardinal-V. (deren rechte grösser) nicht direct, sondern mittelst 2 Nieren -Pfortader -Venen. — (Vorlf. Mitth.) Pr. roy. s. London, XL 472—4. P. de Sede erkennt complicirte Gefässnetze in den Schuppentaschen und an den Leydig'schen Knospen der Seitenlinie. (Kaltes Ranvier'sches Blau injicirt.) Compt. rend. Ac. Paris, Bd. 102, S. 1183. P. deMeuron, Unters, üb. Entw. der Thymus u. Thy- reoidea, studierte ältere Embr. von Acanthias vulg. (Tf. 23). Die Suprapericardialkörper van Bemmelen's (Ber. 85, S. 362) werden als accessorische Thyreoidea betrachtet, denen die bei Vögeln etc. bekannte acc. Th. völlig homolog ist, wie diese Bildungen auch der eigentlichen (vorderen) Th. in Bau u. Entw. ganz entsprechen. Die Thymus der Teleostier u. Sei. ist mit der Th. der Batr., Eept. u. Vögel homolog; die der Mamm., welche an der ventralen (statt dors.) Wand des Schlundes u. als Ausstülpung des Schlun- des (statt solide Anlage) entsteht, ist dagegen nicht streng homolog. — Recueil zoologique suisse III, 517 — 628, Tf. 23—27. Fr. Maurer bringt den Hauptinhalt der Arbeit üb. Thyr. u. Thym. (Ber. 85, 343) in: Sitzb. Jenaische Ges. f. Med. u. Natw. für 85, S. 44-52. Vergleiche bei Ontogenie Dohrn (Gef der Pseu- dobr.), Wenckebach, Prince, Ziegler (Entw. d. Gef). Darmcanal und Schwimmblase. P. Pancritius, Nahrung u. Verdauung unserer Fische. Die Anatomie u. Physiol. wird skizzirt. Ungekochte Stärke wird auch von in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 259 Cyprinus u. Chondrostoma nicht verdaut. Ber. des Fisch.- Ver. der Prov. Ost- u. Westpreussen 85/86, No. 2, Königsb., Oct. 85. (Bull. F. C. VI 145—8). F. Hilgendorf, „sog. zusammengesetzte Fischzähne/' unterscheidet zwischen riesigen, aber morphol. einfachen Zähnen (Sphaerodon, Cestracion, Myliobatis) und Zahn- combinationen die durch Zusammenkittung mittelst Knochenmasse entstehen. „Ein zusammengesetzter Zahn" im Sinne der D. compositi bei Säugethieren, d. h. ein einfacher, aber phylogenetisch durch Theilung in mehrere Lamellen gespaltener Zahn (Rodentia) kommt bei Fischen nie vor, weshalb die Bez. zusammengesetzter Zahn hier zu vermeiden. Ausser Hoplognathus (nahe der Fam. Squa- mipinnes), den Scariden u. Gymnodonten existirt eine solche Zahnverschmelzung vielleicht auch bei Chimaera. (Vergl. System.) Die Z. der genannten Gatt, sowie von Callorhynchus u. Ceratodus kurz beschrieben. Es wird nach Vf. bei den betreffenden Fischen nicht nur der Zahn sondern auch der ihn einschliessende Kieferknochen durch Kauen abgewetzt, woher er diese F. als Kiefer- käuer bezeichnet, in Bezug auf die Zähne heisst er die F. kryptodont, die Zähne selbst heissen D. ohtecti. Die Kryptodontie tritt polyphyletisch in wenigstens 3 versch. Abth. der Fische auf. Szb. Ges. naturf. Freunde Berlin, 1886 S. 87—94. Giac. Cattaneo, Istologia e sviluppo del tubo digerentedei pesci. Vf.erkennt eine parallele Entw. zwischen der Ontogenie (v. Salmo salar) und der aufsteigenden syst. Reihe (Amphioxus, Petrom., Sei., Gan., Tel.). Beim Stör sind tubulöse Drüsen im Magen u. im Darm vor- handen, nur ist deren Halstheil (mit Cylinderz.) sehr lang, der Fundus (mit rundl. Zellen) kurz. Auch bei Tinea fehlen tub. Dr. weder (!) im Magen noch Darm, es sind immer 5 — 6 vereinigt ; die Muskeln sind quergestreift, was wohl mit dem willkührlichen Hineindrücken ver- schluckter Luft in die Schwimmbl. zusammenhängt. Jede Muskelschicht fehlt bei Amphi., die Epithelcilien übernehmen hier deren Funktion. Uranoscopus ist da- R* 260 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen gegen durch sehr dicke Msksch. ausgezeichnet. Abb. v. Amph. , Petrom. , Acanthias, Raja, Acip., Esox, Tinea, Perca, Lota, Uran., Anguilla- u. Salmo-Euibr. ; beob. wurden noch viele andere Gatt. Litteraturverzeichniss. — Atti soc. ital. di sc. nat., Milano XIX 73—133, Tf. 1—3. Cattaneo, Vorkommen von Magdr. bei Acip. u. Tinea, Abdruck aus vorig. Arbeit, 1 Tfi. (Acip.) ; R. Istit. Lombardo di sc. e lett., Rendic. (2) XIX, 676—82. Cattaneo, Strutt. e sviluppo dell' intest, dei P., vorl. Mitth. und : Ulteriore ricerche sulla strutt. delle gland. peptiche dei Selachi, Gan. e Tel.; Boll. scientif. (Maggi), Pavia VIII 4—11, bez. 90—99. Cattaneo, physiol. Bedeutung der Magendrüsen von Acip. u. morphol. Werth ihrer Zellen (geg. Wieders- heim) ebd. 105—10. A. B. Macallum, the alimentary canal and pancreas of Acipenser [rubicundus], Amia and Lepidosteus. Oeso- phagus: Bei Ac. gehört der vorderste Th. (Os. autt.) mit Papillen wegen seiner Geschmacksknospen u. des mehr- schichtigen Epithels noch zum Pharynx; der eigentl. Os., durch Flimmerepithel gekennzeichnet, erstreckt sich noch ein Stück hinter die Mund, der Schwimmbl. , allerdings hat er keine quergestr. Muskeln, nur wenig abweichende „peptic tubules" u. ist auch makrosk. dem Magen gleich, zu dem man ihn zu rechnen pflegt. Bei Amia kommen ausser den auch bei Ac. u. L. vorhandenen 3 Epi- thelgruben-Arten des Os. eine 4. Art vor: kurze Tubuli mit niedrigem Zellen, die an der Mund, der Schwbl. aber dann auch im Duct. pneum. u. sogar in d. Schwimmbl. selbst gefunden wurden ; die Schwbl. scheint danach ursprünglich eine Drüse gewesen zu sein. Am. u. Lep. können den Eingang zur Schwbl. kehlkopfartig schliessen, Ac. aber nicht. — Magen: Bei allen 3 Gatt, allmählich in den Ös. übergehend. Bei Ac. am Pylorus 2 scheibenf. gegen einander wirkende Muskelplatten. Cilien fehlen bei Ac. im ganzen, bei L. im mittleren Magen, bei Am. nir- gends ; auffällig ist der Mangel des Mucigen in dem Epithel des Cardialtheils; typische für Ac. bisher geleugnete Pep- in der Ichthyologie während des Jahres 1886. 261 tondrüsen sind (bei Ac. rub.) vorhanden. — Mitteldarm: Bei Am. ist sein mittl. u. hint. Theil nicht enger als d. vordere (geg. Autt.), der Spiralklappentheil nur V12